Verkehrserziehung

Erst links, dann rechts, dann geradeaus

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Auf der Straße ist es gefährlich


Zehntausende Kinder verunglücken jedes Jahr im Straßenverkehr, der Großteil davon als Beifahrer im Auto oder als Radfahrer. Doch auch als Fußgänger ist die Straße für Kinder ein gefährlicher Ort. Schon als Erwachsener tut man sich manchmal schwer, und schnell übersehen wir ein Schild oder nehmen jemandem versehentlich die Vorfahrt. Doch bevor Sie jetzt beschließen, Ihr Kind bis zum 18. Lebensjahr zur Schule zu bringen: Es gibt viele Übungen, mit denen Ihr Kind lernen kann, sich sicher im Verkehr zu bewegen. Das Wichtigste ist, dass Sie selbst ein gutes Vorbild sind, denn Kinder lernen vor allem durch Nachahmung.

Vormachen ist besser als erklären

Kleine Kinder lernen vieles durch Nachahmung der Eltern. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Eltern stets vorbildlich verhalten: also nie bei Rot über die Straße gehen und sich immer Zeit nehmen. Andreas Bergmeier, Referent für Kinder und Jugendliche beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat in Bonn rät:

  • Halten Sie sich auf Gehwegen möglichst weit innen und führen Sie Ihr Kind immer an der Häuserseite.
  • Beim Fahrbahnüberqueren ohne Ampel oder Zebrastreifen sollten Sie jedes Mal am Fahrbahnrand anhalten und Ihrem Kind erklären, dass es an der Gehwegkante immer stehen bleiben und nach beiden Seiten schauen muss.
  • An der Ampel müssen Sie nicht nur konsequent warten, bis sie Grün zeigt, sondern auch dann sorgfältig und für das Kind erkennbar nach links und rechts schauen, bevor Sie losgehen.
  • Gehen Sie mit Ihrem Kind nur wenn es unvermeidlich ist zwischen parkenden Autos hindurch auf die Straße. In diesem Fall sollten Sie unbedingt nochmals an der Sichtlinie halten und sich erneut umschauen.

Sicher im Verkehr - was können Sie Ihrem Kind in welchem Alter zutrauen?

3 bis 4 Jahre
Jetzt merkt sich Ihr Kind erste Verkehrsregeln: bei Rot stehen bleiben, links und rechts schauen, an der Bordsteinkante warten. Tipp: Bitten Sie Ihr Kind, Ihnen bei Spaziergängen sein Verhalten zu erklären. Dann sitzt das Wissen schneller.

5 bis 6 Jahre
Bekannte Wege, etwas zum Bäcker an der Ecke kriegt Ihr Kind jetzt allein hin. Tipp: Machen Sie Probeläufe - Ihr Kind geht vor Ihnen her, Sie schauen, ob es alles richtig macht.

7 bis 8 Jahre
Jetzt meistern Kinder auch größere Strecken, können befahrene Straßen überqueren und sich im vertrauten Viertel orientieren. Tipp: Schicken Sie Ihr Kind immer rechtzeitig los. Hetze macht unvorsichtig.

9 bis 10 Jahre
War das Fahrrad bislang eher Spaßgerät, kann es jetzt zum Verkehrsmittel werden. Tipp: Falls Ihre Schule keinen "Fahrradführerschein" anbietet, erkundigen Sie sich bei der Polizei oder bei einem Fahrradclub nach Kursen. Helm nicht vergessen!

11 bis 12 Jahre
Großstadtkinder können jetzt öffentliche Verkehrsmittel wie U- und S-Bahn benutzen. Tipp: Üben Sie mit Ihrem Kind auf einem Stadtplan, ein Ziel zu erreichen. Das schult den Orientierungssinn.

13 bis 14 Jahre
Skaten, biken - jetzt kombinieren viele Jugendliche Sport und Fortbewegung. Dabei kommt die Sicherheit oft zu kurz. Tipp: Bestehen Sie auf Schutzausrüstung - Helm, Handgelenk- und Knieschützer sowie helle Kleidung.

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  • von Anita am 26. September 2012, 14:29 Uhr

    Ich denke, dass richtige Verkehrserziehung sehr wichtig ist für unsere Kids. Ich selbst habe noch den Fahrradschein in der Schule gemacht und dabei Blut und Wasser geschwitzt.
    Auf jeden Fall achte ich im Straßenverkehr besonders auf die Kleinsten, denn ich kann mich noch gut an meine Anfänge erinnern. Man sollte immer bei Schulbeginn auf Schulanfänger achten und besonders vorsichtig fahren. Wer nicht weiß, wann es soweit ist, kann sich das hier ansehen: http://blog.billiger-mietwagen.de/wissenswertes/schulbeginn-2012.html. Ich finde das immer ganz gut, denn mit den Kids im Hinterkopf passt man, wie ich finde, etwas besser auf.


  • von Ilona am 2. November 2008, 15:37 Uhr

    Alles schön und gut gemeint, aber wenn man sich mehr mit diesem Thema beschäftigt, stellt man leider fest, daß unser Schulsystem sehr unterschiedlich auf diese ihre Pflicht, der Verkehrserziehung eingeht. Wir als Fahrschule, betreiben eine Internet Fahrschule für Kinder von 7-13, mussten bei unseren Kontakten zu Grundschulen in ganz Deutschland feststellen, daß es in den nördlichen Bundesländern sehrwohl eine Verkehrsausbildung gibt, zum Süden hin wird es dann immer weniger. In diese Lücke springen wir mit unseren "fahrschulKids" um die Kinder auf spielerische Art zumindest mit dem theoretischen Wissen auszustatten. Der Anreiz für die Kinder ist der Kinderführerschein, welchen sie nach bestandener Prüfung erhalten. Dieser Führerschein versetzt aber auch gleichzeitig die Eltern in die Lage immer wieder daran zu erinnern, sich vernünftig zu verhalten - denn wer verliert schon gerne seinen Führerschein...Unter www.fahrschulkids.de kann man sich weiter über unser Projekt informieren.


    (2 Kommentare)

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