Verkehrserziehung

Erst links, dann rechts, dann geradeaus

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Den Wissensdurst nutzen

Ab etwa sechs Jahren ist Ihr Kind von der Geschicklichkeit und dem Reaktionsvermögen her so weit entwickelt, dass es am Straßenverkehr teilnehmen kann. Es kann sich konzentrieren und im Gegensatz zu einem Kleinkind jetzt auch mehrere Dinge gleichzeitig beobachten und einordnen, ob etwas wichtig oder unwichtig ist. In der Grundschulzeit haben Kinder einen ausgeprägten Wissensdrang und können so viel über den Straßenverkehr dazulernen. Eine Gefahrenquelle ist aber weiterhin der ausgeprägte Bewegungsdrang. In der Gruppe wollen Grundschulkinder oft ihre Grenzen ausloten und stacheln sich gegenseitig zu Mutproben an.

Kinder auf Rädern – Dreirad, Roller, Fahrrad, Skates

Kinder sollten erst dann Fahrradfahren lernen, wenn sie eine sichere Koordination besitzen. Kinderärzte raten deshalb, den Kindern zunächst ein Dreirad zu kaufen (ab etwa zwei Jahren), dann am Besten einen Roller, der den Gleichgewichtssinn schult, aber noch sicherer ist als ein Fahrrad, da man immer einen Fuß auf dem Boden hat. Ab dem fünften Geburtstag kann dann mit dem Fahrrad geübt werden. Erst jetzt hat sich der Gleichgewichtssinn vollständig entwickelt.

Übrigens: Bis zum achten Geburtstag müssen Kinder mit dem Fahrrad den Gehweg benutzen, erst danach dürfen sie auf dem Radweg oder auf der Straße fahren. Am besten begleiten Sie Ihr Kind immer beim Radfahren, alleine sollten Kinder nach Meinung von Verkehrspädagogen erst nach der bestandenen Fahrradprüfung im vierten Schuljahr fahren.

Das müssen Schulkinder wissen

  • Sechsjährige sollten Straßen schon sicher überqueren können, sich an Ampeln richtig verhalten können und Geschwindigkeiten und Entfernungen einschätzen können
  • Gehen Sie mit Ihrem Kind den Schulweg mehrmals gemeinsam ab und erklären Sie ihm, wo Gefahren lauern. Zeigen Sie ihm auch, wo es Ampeln und Zebrastreifen in der Umgebung gibt, damit es immer sicher über die Straße gehen kann. Lassen Sie Ihr Kind dann den Weg alleine gehen und folgen Sie ihm unauffällig in einigem Abstand. Wenn Sie Fehler entdecken, können Sie Ihr Kind darauf aufmerksam machen - am Besten aber erst später, wenn Sie wieder zuhause sind
  • Erklären Sie ihrem Kind, worauf es bei Gewitter, Regen, Schnee oder tief stehender Sonne achten muss
  • Erfahrungen zu machen ist wichtig. Beispiel Bremsweg beim Autofahren: "Du sagst, wann ich bremsen soll und dann sehen wir, wie lange das Auto zum Anhalten braucht". So lernt Ihr Kind, dass Autos im Gegensatz zu Fußgängern nicht sofort anhalten können
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  • von Anita am 26. September 2012, 14:29 Uhr

    Ich denke, dass richtige Verkehrserziehung sehr wichtig ist für unsere Kids. Ich selbst habe noch den Fahrradschein in der Schule gemacht und dabei Blut und Wasser geschwitzt.
    Auf jeden Fall achte ich im Straßenverkehr besonders auf die Kleinsten, denn ich kann mich noch gut an meine Anfänge erinnern. Man sollte immer bei Schulbeginn auf Schulanfänger achten und besonders vorsichtig fahren. Wer nicht weiß, wann es soweit ist, kann sich das hier ansehen: http://blog.billiger-mietwagen.de/wissenswertes/schulbeginn-2012.html. Ich finde das immer ganz gut, denn mit den Kids im Hinterkopf passt man, wie ich finde, etwas besser auf.


  • von Ilona am 2. November 2008, 15:37 Uhr

    Alles schön und gut gemeint, aber wenn man sich mehr mit diesem Thema beschäftigt, stellt man leider fest, daß unser Schulsystem sehr unterschiedlich auf diese ihre Pflicht, der Verkehrserziehung eingeht. Wir als Fahrschule, betreiben eine Internet Fahrschule für Kinder von 7-13, mussten bei unseren Kontakten zu Grundschulen in ganz Deutschland feststellen, daß es in den nördlichen Bundesländern sehrwohl eine Verkehrsausbildung gibt, zum Süden hin wird es dann immer weniger. In diese Lücke springen wir mit unseren "fahrschulKids" um die Kinder auf spielerische Art zumindest mit dem theoretischen Wissen auszustatten. Der Anreiz für die Kinder ist der Kinderführerschein, welchen sie nach bestandener Prüfung erhalten. Dieser Führerschein versetzt aber auch gleichzeitig die Eltern in die Lage immer wieder daran zu erinnern, sich vernünftig zu verhalten - denn wer verliert schon gerne seinen Führerschein...Unter www.fahrschulkids.de kann man sich weiter über unser Projekt informieren.


    (2 Kommentare)

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