Familienalltag

Zeitmanagement für Familien

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Familienalltag: Zeitmanagement für Familien

Wie nutze ich die Zeit? Bin ich effektiv, kann ich mir das, was zu erledigen ist, gut einteilen? Es gibt Arbeiten, bei denen bietet es sich an, mal darüber nachzudenken. Ein Auftrag, über Zeitmanagement zu schreiben, ist zweifellos eine solche Arbeit. Hier also startet ein Selbstversuch: Bin ich eine gute Zeitmanagerin?

Erst einmal an den Schreibtisch setzen, denken, erste Notizen machen. Und recherchieren: Was bedeutet das eigentlich – Zeitmanagement?

1. Klare Ziele setzen
2. Übersicht verschaffen
3. Prioritäten setzen
4. Planen
5. Motiviert sein

Es klingelt, die Nachbarin braucht eine Schüssel Mehl. Wir plaudern ein wenig – über die Kinder, über den Sturm in der vergangenen Woche, über das geplante Straßenfest. 15 Minuten vorbei. Das Mehl erinnert mich an etwas – eigentlich könnte es zum Mittagessen Pfannkuchen geben! Sind genug Eier da? Nachschauen im Kühlschrank. Vier müssen reichen. Gibt's noch ein Glas Apfelmus im Vorratsregal? Perfekt, das Mittagessen steht, es muss nur noch zubereitet werden. Aber das kommt später. Jetzt erst einmal wieder zurück an den Schreibtisch – aber vorher noch schnell eine Tasse Kaffee nachgießen. Sieben Minuten vorbei. Höchste Zeit, anzufangen. Erstens: Klare Ziele setzen. Das ist nicht schwer, der Artikel muss in spätestens drei Tagen fertig sein, das Ziel ist also vorgegeben. Zweitens: Übersicht verschaffen. Material zum Thema liegt bereit, das gedankliche Konzept steht – fast fertig damit. Drittens: Prioritäten setzten. Hier wird's schwierig. Die Arbeit ist wichtig – aber Nachbarinnen, Pfannkuchen, der hungrige Kater, die Schwiegermama am Telefon, der plärrende Wäschetrockner drängen sich, das weiß ich aus Erfahrung, immer wieder in den Vordergrund. Viertens: eine gute Planung. Heute, nehme ich mir vor, bringe ich die vorläufige Recherche zu Ende und erstelle ein inhaltliches Gerüst für den Artikel: Was ist das Wichtige, Interessanteste am Thema? Was weiß ich bereits darüber? Wo muss ich noch nachlesen oder nachfragen? Es ist jetzt Viertel vor zehn, um halb zwei soll es Mittagessen geben. Das motiviert mich ungemein. Fünftens: Es steht mir nicht unendlich viel Zeit zur Verfügung. Der Briefträger klingelt, ein Einschreiben von der Bußgeldstelle. Ich habe falsch geparkt und nicht bezahlt. Der Briefträger kennt das, sagt er, man legt den Bescheid irgendwo hin, vergisst ihn, bekommt eine Mahnung, legt sie irgendwo hin, vergisst sie. Plötzlich kostet es 30 Euro statt zehn. Wir ärgern uns kurz gemeinsam über unsere Schlampigkeit, er bekommt eine Unterschrift, ich den Zettel zum Bezahlen. Das erledige ich per Telefon sofort. Die Warteschleife beim Telefonbanking dudelt. Warten, warten, endlich überweisen, abheften. 17 Minuten vorbei.

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Kommentare zu diesem Artikel
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  • von Dagmar Struß am 28. Juli 2009, 11:37 Uhr

    Verbraucherzentrale Bundesverband hat sich im Rahmen des diesjährigen Verbrauchertages intensiv mit der Überforderung von Familien durch Verbraucherfragen beschäftigt.

    Von der Wahl des günstigsten Handytarifs über die stromsparendste Waschmaschine bis hin zur Wahl des besten Stromanbieters: der Verbraucher wird im Alltag ziemlich allein gelassen.
    Gerade Familien leiden besonders unter dem familienunfreundlichen Konsumalltag. Sie empfinden deswegen zunehmend Ärger, Verdruss, Übervorteilung und Stress.
    Das hat eine repräsentative Verbraucherbefragung gezeigt, die im vergangenen Jahr durchgeführt wurde.

    Mehr Informationen zu diesem Thema - u.a. auch eine aktuelle wissenschaftliche Studie mit viel Faktenmaterial zur Lebenswirklichkeit von Familien - gibt es auf der Verbraucherbildungsplattform der Verbraucherzentralen.

    http://www.verbraucherbildung.de

    Und hier geht es direkt zum entsprechenden Artikel:
    http://tinyurl.com/verbrauchertag09


  • von Iris am 16. Juli 2008, 18:08 Uhr

    Ich führe mein Schreibbüro von zu Hause aus und arbeite vormittags, während meine Tochter im Kindergarten ist. Allerdings lässt es sich nicht verhindern, dass auch nachmittags oder abends noch mal ein oder zwei Stunden Arbeit eingeschoben werden müssen, weil ein Auftrag spontan erledigt werden muss. Das kann manchmal sehr anstrengend sein. Dennoch empfinde ich es als Entlastung, nicht außer Haus arbeiten zu müssen. Ich kann mir meine Zeit frei einteilen - aber auch das will gelernt sein!


    (2 Kommentare)

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