Binationale Familie

Berlin meets Tibet

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Binationale Familie: Berlin meets Tibet

Familie Palden

Das Familienprofil ist für mich eine Art Tagebuch

Kennen gelernt haben sich Mama Anke und Papa Gendun im nordindischen Dharamsala, im Oktober 2007 feierte Söhnchen Tenzin seinen ersten Geburtstag. Seine Eltern erziehen ihn zweisprachig: Anke spricht deutsch mit ihm, Gendun tibetisch. Und natürlich waren sie auch schon bei Geduns Familie zu Besuch. "Tenzin und ich wurden sehr herzlich aufgenommen und die ganze Zeit über verwöhnt", erzählt die 34-jährige Anke. "Natürlich wäre es auf die Dauer hart, in dieser doch sehr anderen Kultur zu leben - vor allem als Frau. Aber der Besuch war toll." Wie aufregend die weite Reise für die kleine Familie war, warum asiatische Babys eigentlich keine Windeln brauchen und wie wichtig die Großeltern in Tibet für die Kindererziehung sind - all das kann man in den zahlreichen Blogeinträgen im Familienprofil der Familie Palden nachlesen und -sehen.

"Das Familienprofil ist für mich eine Art Tagebuch", erklärt Anke, die als selbstständige Sekretärin und Deutsch als Fremdsprache-Lehrerin arbeitet. "Man hat so viele Erinnerungen an die Momente mit seinem Kind - es wäre doch schade, wenn die irgendwann verblassen würden." Schon als Tenzin zwei Monate zu früh auf die Welt kam, dokumentierte Anke Palden jeden Fortschritt ihres kleinen Spatzes - daran hat sich nichts geändert. Und so nimmt Familie Palden die Besucher ihres Familienprofils nicht nur mit auf die große Reise nach Tibet, sondern lässt ihn auch am Alltag einer kleinen Familie teilhaben - Breiflecken und Kinderlieder-Ohrwürmer inklusive. "Mir persönlich ist es aber gar nicht so wichtig, wer das alles liest", betont Anke. "Ich freue mich natürlich, wenn es anderen Leuten gefällt, aber eigentlich mache ich nur Freunde darauf aufmerksam."

Wo die Entfernung so groß ist, schafft das Familiennetz virtuelle Nähe

Und natürlich ihre Familie. Die haben selbstverständlich einen Zugang und können sich so über den Alltag der Paldens und über Tenzins Entwicklung auf dem Laufenden halten. Das ist auch nötig, denn Ankes Familie lebt über den ganzen Erdball verstreut. "Meine Schwester, die in Namibia verheiratet ist, und ich sind die größten Globetrotter in unserer Familie", lacht sie. "Doch da meine Eltern in Berlin leben, können sie uns auch nicht so oft besuchen, wie wir alles es gerne hätten." Wo die Entfernung so groß ist, schafft das Familiennetz wenigstens virtuelle Nähe. "Leider ist das Netz bei meiner Schwester in Afrika sehr schlecht", bedauert Tenzins Mama. "Und als sie vor kurzem mit ihrem Sohn in Deutschland zu Besuch war, waren Tenzin und ich krank und es wurde wieder nichts aus dem Treffen." Nun hofft sie, dass es im kommenden Jahr mit einer Reise nach Afrika klappt.

Immerhin hat die Familie Palden im Eltern.de Familiennetz bereits Anschluss gefunden: So sind sie nicht nur in mehreren Münchner Gruppen aktiv, sondern natürlich auch in der Gruppe "Babies international". "Und erst vor kurzem habe ich mich mit zwei sehr netten Müttern aus München getroffen, die ich ebenfalls über das Familiennetz kennen gelernt habe."

Das Eltern.de Familiennetz

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Autor

Jennifer Litters
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