Bildungsreise

Angela Merkel zu Besuch in Kitas, Schulen und Unis

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Bildungsreise: Angela Merkel zu Besuch in Kitas, Schulen und Unis

Foto: Staatskanzlei Hessen

Schwerpunkt auf innovativen und integrativen Projekten

Zum Auftakt ihrer Bildungsreise besuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern zusammen mit dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (beide CDU) den Kindergarten der evangelischen Friedensgemeinde im Frankfurter Gallus-Viertel. Das passte gut zum Programm dieser Tour, bei der die Kanzlerin den Schwerpunkt auf Institutionen mit innovativen pädagogischen Ansätzen sowie auf integrative und interkulturelle Konzepte legen will. Denn der Frankfurter Kindergarten bemüht sich seit Jahren um die frühkindliche Sprachförderung.

Anschließend unternahm Angela Merkel eine Visite an der Evangelische Fachhochschule Darmstadt, die sich mit dem neuen Bachelorstudiengang "Bildung und Erziehung in der Kindheit" um die bessere Qualifikation von Erzieherinnen bemüht.

Kritik an Merkel: Schöne Bilder, aber wenig Wirkung

Gleich zu Beginn ihrer Bildungsreise forderte die Bundeskanzlerin die Bundesländer auf, mehr Geld in die Bildung zu investieren und in diesem Bereich enger mit dem Bund zusammen zu arbeiten. Die rheinland-pfälzische Kultusministerin Doris Ahnen (SPD) warnte dagegen davor, "Zuständigkeiten zu verwischen". Entsprechend kritisierte Grünen-Chefin Claudia Roth, die Kanzlerin erkläre "die Bildung zur Chefsache", doch habe die große Koalition "mit der Föderalismusreform dem Bund faktisch alle Handlungsmöglichkeiten in der Bildungspolitik geraubt". Merkel könne "zwar reisen, aber nichts bewegen".

Angela Merkel kann zwar reisen, aber nichts bewegen

Die Bildungsexpertin der Linksfraktion im Bundestag, Nele Hirsch, hielt der Kanzlerin vor, der Schwerpunkt ihrer Reise liege auf bildungspolitischen Vorzeigeprojekten. Mit den "Schattenseiten des Bildungswesens" wie "perspektivlosem Lernen in Hauptschulen, Warteschleifenkarrieren nach der Schule oder der miserablen Ausstattung in Kitas, Schulen und Hochschulen" wolle sich Merkel offensichtlich nicht auseinandersetzen.

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