Ekin Deligöz von den Grünen zu Gast bei ELTERN
Von ideologischen Scheuklappen hält sie nichts, die Eröffnung gleicher Chancen für alle Kinder ist für sie eine gesellschaftliche Aufgabe und sie erzählt offen, dass sie auch bei ihren grünen Parteifreunden viel Überzeugungsarbeit leisten musste, bis die Familienpolitik von einem Randthema zu einem der wichtigsten Arbeitsfelder wurde: Munter und aufgeschlossen präsentierte sich Ekin Deligöz, die familienpolitische Sprecherin der Bundestags-Fraktion der Grünen, heute in der ELTERN-Redaktion. Dabei punktete sie mit ihrer vielfältigen Kompetenz: Denn die 37-jährige studierte Verwaltungswissenschaftlerin ist nicht nur Vorsitzende der Kinderkommission des Bundestages, sondern kennt als Tochter einer alleinerziehenden Migrantin die alltäglichen Probleme vieler Familien - und als Mutter einer anderthalbjährigen, zahnenden Tochter auch durchwachte Nächte.
Viel Zeit nahm sich Deligöz, um den ELTERN-Redakteuren Rede und Antwort zu stehen – und natürlich Ihnen, den Eltern.de-Usern. Seit Anfang der Woche hatten Sie Gelegenheit, Ihre Fragen zur Familienpolitik der Grünen im Forum zu posten. Die spannendsten bekam Ekin Deligöz nun vorgelegt. Ihre Antworten finden Sie hier - klicken Sie dazu einfach auf die jeweiligen Fragen:
- Die Familienpolitik der Grünen steht unter dem Motto "Familie ist für uns da, wo Kinder sind" - also nicht nur in der klassischen Ehe, sondern auch in Patchwork-Familien und sogar bei gleichgeschlechtlichen Paaren. Warum setzen sich die Grünen dann nicht stärker für die Abschaffung des Ehegatten- zugunsten eines Familiensplittings ein?
- Wie wollen die Politiker sozialschwache Familien mehr unterstützen, damit die Kinderarmut endlich aufhört?
- Warum sind flexible Arbeitszeiten in deutschen Unternehmen so unbeliebt? Warum gibt es so wenig Teilzeitjobs und warum werden Frauen immer noch schlechter bezahlt?
- Werden Sie sich um bessere Ausstattungen der Kinderberbetreuung und eine bessere Bezahlung der Erzieher bemühen?
- Seit Anfang des Jahres müssen viele Tagesmütter höhere Steuern zahlen. Wer hat denn da noch Lust, den Job zu machen? Können Sie das nicht rückgängig machen?
- Warum kriegen Kitas Geld vom Staat, um sich um die Unter-Dreijährigen zu kümmern, deren Mütter es gerne und besser selbst tun würden, dafür aber vom Staat nicht genug Geld bekommen?
- Warum urteilen Gerichte zugunsten von Anwohnern - zum Beispiel wegen Kinderlärms beziehungsweise dem Neubau eines Kindergartens?
- Warum dauert es so lange, die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern?








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Bis zur Unkenntlichkeit entschärfte Fragen und nichtssagende, oberfläche Antworten. Schade! Die Idee war so gut!
Aus meiner Sicht wäre eine größere Anzahl an Fragen (ggf. gebündelt) sinnvoll gewesen.
Aber vielleicht kann die Redaktion ja die E-Mail-Adresse des Büros von Frau Deligöz zur Verfügung stellen, damit die Möglichkeit zu einem unmittelbaren Dialog eröffnet wird.
Schade,schade eigentlich war ja die Idee gut - aber leider hat Eltern.de sehr "harmlose" Fragen gestellt. Es waren viel mehr kritische dabei gewesen.
Auch die Antworten der Politikerin überzeugen mich keineswegs diese Partei zu wählen.
Schade,schade.
(3 Kommentare)