Kinderzuschlag

Mehr Kinder bekommen künftig Unterstützung

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Die Pläne der Bundesregierung


Über 1,9 Millionen Kinder unter 15 Jahren lebten im vergangenen Jahr von staatlicher Hilfe - zehn Prozent mehr als vor einem Jahr. Dieser erschreckenden Zahl will die Regierung mit dem Ausbau des Kinderzuschlags begegnen.

Den Kinderzuschlag bekommen Familien mit geringem Einkommen, die in ihrem Haushalt unverheiratete Kinder unter 25 Jahren versorgen. Der Kinderzuschlag beträgt höchstens 140 Euro pro Monat und Kind und wird zusammen mit dem Kindergeld ausgezahlt. Hartz-IV-Empfänger bekommen übrigens keinen Kinderzuschlag, sondern 60 bis 80 Prozent der Erwachsenen-Regelsätze als Sozialgeld.

Daneben werden Familien, in denen die Eltern parallel zum Kinderzuschlag selbst Geld verdienen, vom 01. Oktober dieses Jahres an mehr von ihrem Lohn behalten dürfen. Dazu wurde die Abschmelzrate für Einkommen aus Erwerbstätigkeit von 70 Prozent auf 50 Prozent absenken. "Eltern, die arbeiten statt sich allein auf staatliche Hilfen zu verlassen, sind langfristig die beste Vorsorge gegen Kinderarmut. Ihr Einsatz und ihr Vorbild durchbrechen den fatalen Kreislauf der Abhängigkeit von Sozialtransfers über Generationen hinweg", so die Begründung von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU).

Bereits zum Jahreswechsel wurde die ursprüngliche Befristung des Zuschlags auf drei Jahre aufgehoben. Jetzt wird der Kinderzuschlag ausgeweitet. Dazu wurde die Mindesteinkommensgrenze auf 900 Euro netto für Paare und 600 Euro für Alleinerziehende festgelegt. Zusammen mit der Wohngeldreform sollen nach Angaben des Bundesfamilienministeriums so 250.000 Kinder einen Anspruch auf den Kinderzuschlag haben - in 2007 waren es rund 100.000 Kinder in 36.000 Familien.

Für Alleinerziehende und Behinderte gibt es zudem erstmals ein Wahlrecht zwischen dem Kinderzuschlag und den Arbeitslosengeld-II-Leistungen. Dadurch soll sich der Bezugskreis weiter erhöhen. Die Mehrkosten für den Kinderzuschlag werden für 2009 auf gut 200 Millionen Euro veranschlagt.

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  • von Michaela Welzel am 29. Mai 2009, 22:57 Uhr

    ich habe auch zweimal Kinderzuschlag beantragt, er wurde zweimal abgelehnt, weil ich ein zu geringes Einkommen habe. Ich dachte ja immer, das Alleinerziehende unterstützt werden sollen. Doch da kann man mal sehen, das die Regierung nicht nach denkt bevor die sowas beschlissen. Denn so ist es auch bei dem Kindergeld. Das wurde ja erhöht und da ich Unterhaltsvorschuss bekomme, wurde mir da gleich die 10Euro mehr Kindergeld gekürzt. Wo bleibt da die Gerechtigkeit??? Sowas nennen die Politiker Kinderfreundliches Deutschland. Hahahah


  • von Alwin am 11. Dezember 2008, 13:25 Uhr

    Die Idee mit dem Kindergeldzuschlag ist ja ganz nett, doch es gibt viele die dadurch finanzielle Nachteile erlangen. Beispiel: nicht verheiratetes Paar mit zwei Kindern im Kindergartenalter bekommen kein ALGII weil der Bezug von KIZ 30 € mehr betragen würde. Sollen also KIZ beantragen. Folge daraus ist aber, dass der nicht arbeitende Part der Eltern sich freiwillig in einer Krankenversicherung anmelden muss und somit etwa 134 € Kosten anfallen. Macht also unterm Strich nicht 30 mehr, sondern 104 weniger in der Familienkasse.

    Tolles Ding und wieder mal DANKE an unsere Regierung dass ich mit dem was ich nicht habe, unsere Kinder satt bekomme.


  • von warnemünde am 25. März 2008, 13:07 Uhr

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  • von Komo am 19. März 2008, 23:00 Uhr

    Nur nicht entmutigen lassen. Wir wollten im Laufe des Antragsverfahrens aufgeben, wir hatten das Gefühl, die Familienkasse setzt auf die Zermürbung durch unverhältnismäßig langes Warten. Als wir persönlich vorstellig wurden (was laut Familienkasse keinerlei Einfluß auf die Antragsbearbeitung hat) hat man dort uns gegenüber zugegeben, dass die Familienkassen mit der Antragsstellung völlig überlastet seien und Fehlentscheidungen bzw. ungerechte Ablehnungen bei der Vielzahl der Anträge vorkämen...Muß man da noch mehr sagen??? Ich glaube, wenn alle anspruchsberechtigten Familien einen entsprechenden Antrag stellen würden, so käme überhaupt keine Bearbeitung mehr in realistischer Zeit zustande. Wir haben zwei Jahre gewartet und nur durch unsere unglaubliche Hartnäckigkeit eine Zahlung für wenigstens sechs Monate erwirkt (unser Anspruch erlosch mit Steuererstattung durch das Finanzamt, ca. € 500, die wurden auf die Monate als Einkommen aufgerechnet, so dass wir dann aus dem Rahmen fielen...


  • von Neumann am 12. Februar 2008, 16:03 Uhr

    Als wir damals den Antrag stellten(Vater berufstätig mit 45 Std/Woche, Mutter Hausfrau und 3 Kinder) wurde der erste wegen Vermögen abgelehnt, nach dem Einspruch erhielten wir eine Ablehnung wegen zu geringen Einkommens?!? Wieder Einspruch eingelegt erhielten wir Kinderzuschlag bis die Pendlerpauschale gekürzt wurde und wir wegen 30 gekürzten Euros ein zu geringes Einkommen haben und nun ALG2 beantragen mussten, das kann es ja auch nicht sein!!!!


(6 Kommentare)

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