Krippenplatz

Rechtsanspruch auf Kita-Platz bis 2013 nicht einlösbar

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"Diese Garantie wird nicht einlösbar sein", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg. Vorgesehen sei, Krippenplätze für 35 Prozent der Kinder dieser Altersklasse anzubieten. Nach jüngsten Umfragen sei die Nachfrage jedoch fast doppelt so groß und liege bei rund 66 Prozent.

"Wir werden nicht so viel schaffen, wie Eltern das nachfragen", mahnte Landsberg. Wenn der Staat nicht von seiner Garantie abrücke, "dann verlieren wir Tausende von Prozessen". Landsberg plädierte dafür, dass sich der Staat auf bestimmte Ausbauziele bei der Kinderbetreuung festlege, nicht aber auf eine Rechtsgarantie.

Nach dem Kinderförderungsgesetz besteht bundesweit ab 1. August 2013 ein Rechtsanspruch für alle unter Dreijährigen auf einen Krippenplatz. Angestrebt wird dabei eine Betreuungsquote von 35 Prozent. Dies wären 750.000 Krippenplätze. Laut Landsberg sind rund 417.000 Plätze bereits vorhanden. Bis zu der Marke von 750.000 Krippenplätzen sei es aber noch ein "weiter Weg", sagte er. Der Ausbau sei zwar machbar, decke dann aber nicht die Nachfrage.

Um dem tatsächlichen Bedarf nachzukommen und eine Betreuungsquote von 66 Prozent zu sichern, wären laut Landsberg bis 2013 rund 1,3 Millionen Krippenplätze nötig. "Das schaffen wir finanziell nicht", sagte er. Selbst wenn ausreichend Geld zur Verfügung stünde, gäbe es bei weitem nicht genügend Erzieher für eine Betreuung in diesem Umfang.

Das Bundesfamilienministerium wies die Befürchtungen der Kommunen als unbegründet zurück. Es bleibe das Ziel, eine bedarfsgerechte Betreuung in ganz Deutschland sicherzustellen, sagte ein Sprecher und betonte: "Wir sehen im Augenblick keine Hinweise, dass es da wirkliche Probleme gibt."

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  • von Kerstin am 2. Juni 2013, 20:38 Uhr

    Welche Entfernung zu einer Kindereinrichtung ist denn zumutbar?


  • von Joachim Stevens am 21. März 2013, 11:30 Uhr

    Sehr geehrtes Eltern.de- Team,

    als gelernter Erzieher mit jahrelanger Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit körperlichem und geistigem Handicap, bin ich seit 2009 als qualifizierter Tagesvater tätig. Diese ganzen Diskussionen verärgern mich zusehends.

    Wohne in einem Dorf mit 8.500 Einwohner,wir haben 14 Tageseltern. Keiner davon, daß auch wir ausgebildet sind, daß auch wir uns regelmäßig forbilden, wir führen Bildungsdokumentationen über die Kinder. Somit nehme ich in Anspruch, eine kleine Kita zu sein.

    Aber niemand bindet uns in diese Diskussion mit ein. Die qualifizierten Plätze sind doch da, warum werden sie nicht genutzt? Nach aussen protzt unser Staat damit, in der Tagespflege reichlich getan zu haben. Aber intern sind wir Lückenbüsser, die zum "Zuge" kommen, wenn nichts mehr geht.

    Darüber muß in der Öffentlichkeit mehr berichtet werden.

    Mit freundlichem Gruß
    Joachim Stevens
    Bodelschwinghstraße 22
    48493 Wettringen
    Tel.: 02557-985153


  • von Stefan am 9. März 2013, 09:28 Uhr

    Wenn man sowas liest mit zuwenig finanzielle mittel kommt es mir gleich hoch, aber Griechenland blässt man das Geld in den Arsch.


  • von Tobias am 4. März 2013, 14:00 Uhr

    Hallo Lisa,

    ich glaube Wesermann | von Rüden findet man unter
    www.kitaplatz-klage.de


    Gruß
    Tobi


  • von LISA am 4. März 2013, 13:53 Uhr

    Wer sind denn die Rechtsanwälte?


(8 Kommentare)

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