Malen mit Kindern

Punkt, Punkt, Komma, Strich

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Malen mit Kindern: Punkt, Punkt, Komma, Strich

Malen mit Kindern - so geht's los:

Zeichnen ist die Grundlage der Malerei - also auch beim Malen mit Kindern. Deshalb versucht man erst mal, gerade Linien zu ziehen. Am besten nimmt man dafür Wachs- oder Pastellkreiden, Bunt- oder Bleistifte. Später kann man auch Kohle, Rötel, Filzstifte und Tinte ausprobieren.

Das hat geklappt? Dann geht es weiter mit Kreisen und Spiralen. Das Beherrschen dieser Grundformen ist die wichtigste Voraussetzung, um eine gute Zeichen- und Maltechnik zu entwickeln. Damit die Sache nicht zu langweilig wird, kann man zu diesen Reimen üben:

Malen mit Kindern - mit Malreimen geht's leichter

Punkt, Punkt, Komma, Strich,
fertig ist das Mondgesicht.
Einen Kloß und ’ne Kartoffel,
fertig ist mein lieber Stoffel.

Eine Bank, das ist nicht schwer.
Sie hat zwei Beine, ein Brett quer.
Nun stellen wir eine Wanne hin.
Seht, der Hans sitzt auch schon drin.
Wir malen jetzt nur sein Gesicht,
denn das andre sieht man nicht.
Hei, da gucken seine Beine,
und nun strampelt er, der Kleine.
Daran hat er sehr viel Spaß,
alles macht er pitschenass.

Wo bleibt der Gickelgockelhahn,
der so wacker krähen kann?
Wart, wir malen eins, zwei, drei,
dich aus einem Hühnerei.
Hals und Kopf, das Aug, der Kamm,
und zwei Beine unten dran.
Nun der Schnabel, recht weit offen,
haben wir dich gut getroffen?
Und der Schwanz, vergesst ihn nie!
Stolz kräht der Gockel "Kikeriki".

Malen mit Kindern - Übung macht den Meister

Wenn die Grundformen gut gelingen, macht man sich mit einfachen Perspektiven und dem Schattieren vertraut. Für die Lichtperspektive gilt: Helle Flächen wirken bei Objekten im Vordergrund nah, dunklere Flächen dagegen zurückgesetzt. Bei Objekten im Hintergrund kehrt sich der Effekt um. Dort wirken kontrastarme, helle Flächen weiter entfernt, die dunkleren dafür näher. Ähnliches gilt für die Größenperspektive: Kleinere Objekte wirken entfernt, größere nah. Will man beispielsweise einen Hasen auf einer Blumenwiese vor einem Wald darstellen, müssen Hase und Blumen größer und dunkler, das heißt farbintensiver gemalt werden als die Bäume im Hintergrund.

Um Schatten anzubringen, überlegt man, von welcher Seite das Licht kommt. Man kann auch diesen Trick anwenden: Augen so weit schließen, dass man das Motiv nur noch verschwommen erkennt. Dadurch verstärken sich die Kontraste, und die Schatten werden sichtbar. Am besten zeichnet man erst mal wie die großen Maler Degas, Monet und Picasso mit Pastellkreiden. Damit kann man Zeichnen und Malen sehr gut verbinden, und auch ganz einfache Motive sehen wunderschön aus. Da Pastellkreiden staubig-porös sind, lassen sich die Striche mit dem Finger, einem Pinsel oder Tuch verwischen oder mit anderen Farben vermischen. Achtung: Pastellfarben haben keine Eigenhaftung und sind daher sehr berührungsempfindlich.

Am besten zeichnet man erst mal wie die großen Maler mit Pastellkreiden

Am besten trägt man auf das fertige Bild ein Fixativ auf. Dafür brauchen Kinder eventuell Hilfe. Wer lieber malt als zeichnet, arbeitet mit Aquarell-, Acryl- und/oder Ölfarben. Bei Aquarellfarben besorgt man Zitronengelb hell, Kadmiumrot hell, Permanent Karmin, Ultramarin und Preußischblau in Tuben oder Näpfen. Für Acryl oder Öl Kadmiumgelb, Krappkarmin und dunkel Preußischblau plus Weiß. Damit lassen sich alle anderen Farben mischen. Ansonsten braucht man nur noch kleine Tiegel, eine Palette, zwei, drei Pinsel in verschiedenen Stärken, für Ölfarben ein Lösungsmittel, und, ganz wichtig, einen Malerkittel. Am besten ein altes, langärmliges Oberhemd.

Gemalt wird auf Papier, Holz, Karton oder Leinwand. Als Leinwand kann man im Prinzip jeden Stoff verwenden, auch alte Bettlaken und Küchentücher. Grundierte Leinwände gibt es günstig auch als Meterware zu kaufen. Man muss sie dann allerdings auf einen Rahmen aufziehen, und das ist etwas kompliziert.

Autor

Xenia Frenkel


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