Eltern.de-Bewertung für "Happy Feet 2":
Worum geht es in "Happy Feet 2"?
Im ersten Teil der Animationsreihe war Mumble der einzige Kaiserpinguin, der nicht singen und so seine Gefährtin finden konnte. Weil er aber tanzen konnte, gab es am Ende doch noch ein Happy End mit seiner Gloria. Hier setzt "Happy Feet 2" ein. Die beiden haben Nachwuchs bekommen - doch Klein-Erik scheint genauso ein Sorgenkind zu sein wie einst sein Vater: Er hat eine Choreophobie und weigert sich, zu tanzen. Für den Vater-Sohn-Konflikt bleibt allerdings nur wenig Raum, denn die beiden müssen schon bald ein deutlich größeres Problem lösen: Durch einen abgebrochenen Eisberg wird ihre Pinguin-Kolonie vom Meer abgeschnitten und droht zu verhungern. Mumble und Erik organisieren diverse Helfer für die Eingeschlossenen - Menschen, Seeelefanten und andere Pinguine, darunter der merkwürdige Artgenosse Sven, der sogar fliegen kann. Klar, dass bei der Rettungsaktion wieder gesungen und getanzt wird - aber werden die anderen Pinguine dadurch befreit werden? Und was haben die beiden eigenwilligen Krille Will und Bill, die sich abseits ihres Schwarms auf Identitätssuche begeben, damit zu tun?
Wer wird "Happy Feet 2" lieben?
Alle Fans des oscar-prämierten ersten Teils werden natürlich wissen wollen, wie es mit Mumble weitergeht. Ihnen bietet "Happy Feet 2" gute Unterhaltung in bewährter Manier: Es wird getanzt, bekannte Popsongs werden in Musical-Tradition in die Handlung eingebettet und es wird das Hohelied der Familie gesungen. Neu sind diesmal die gekonnt eingesetzten 3D-Effekte. Mit dem schrägen Krill-Paar, das die Evolutionsleiter gleich um mehrere Stufen auf einmal erklimmen will, hat man zudem einen Running-Gag erschaffen, der zwar nicht ganz so gut funktioniert wie das Hörnchen Scrat in "Ice Age", aber vor allem den Erwachsenen einige Schmunzler entlocken wird.
Für wen ist "Happy Feet 2" nicht geeignet?
Die Macher von "Happy Feet 2" haben es sicher gut gemeint. So steckt in dem Film eine ziemlich deutliche Öko-Botschaft, und die auftretenden Menschen werden durchaus in die Verantwortung genommen. Trotzdem lässt die Geschichte den Zuschauer relativ kalt - genau wie die Figuren, die längst nicht so perfekt animiert sind, wie man das etwa von den "Pixar"-Filmen ("Findet Nemo", Toy Story") gewohnt ist. Außerdem schwankt "Happy Feet 2" zu unentschlossen zwischen der dramatischen Rettungsaktion und seinen Protagonisten hin und her - am Ende kommt beides zu kurz. Übrigens: Wer kein Freund von Musicals ist und Gesangseinlagen in Animationsfilmen nutzt, um noch mal schnell Popcorn kaufen zu gehen, braucht für den Besuch von "Happy Feet 2" starke Nerven: Die Musik ist ziemlich aufdringlich eingesetzt, und wer beispielsweise David Bowie und Freddie Mercury bis heute für "Under Pressure" verehrt, muss in diesem Film schon ziemlich tapfer sein ...
Ab welchem Alter ist "Happy Feet 2" empfehlenswert?
"Happy Feet 2" ist ohne Altersbeschränkung freigegeben. Grundsätzlich ist das in Ordnung, denn wirklich bedrohliche Szenen gibt es nicht. So sind die tierischen Feinde der Pinguine, die Raubmöwen und die Robben, nicht viel mehr als Randfiguren. Richtig der Handlung folgen und die Geschichte verstehen können jedoch erst Kinder ab etwa sechs Jahren.
Mit oder ohne Eltern in "Happy Feet 2"?
"Happy Feet 2" ist ein richtiger Familienfilm: Die Kinder werden mit dem knuddeligen kleinen Erik und seinem Vater Mumble mitfiebern und für die Erwachsenen gibt es neben den in Animationsfilmen mittlerweile obligatorischen Filmzitaten mit den philosophierenden Krillen noch so manchen netten Gag. Gerade jetzt in der Adventszeit ist "Happy Feet 2" daher ideal für einen gemeinsamen Kinonachmittag.
Weitere Facts zu "Happy Feet 2":
Kinostart: 01. Dezember 2011
Regie: Dr. George Miller
Sprecher: Ben Becker, Rock Kavanian u. a.
Länge: circa 99 Minuten
Genre: Animationsfilm
FSK: ohne Altersbeschränkung freigegeben
Weitere Infos: http://happyfeettwo.warnerbros.com
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