Eltern.de-Bewertung für "Mein Freund, der Delfin":
Worum geht es in "Mein Freund, der Delfin"?
Der kleine Junge Sawyer findet am Strand zufällig ein angespültes Delfinweibchen, das sich an einer Krebsreuse schwer verletzt hat. Sawyer holt Hilfe und das Tier wird ins Clearwater Marine Aquarium gebracht, wo es auf den Namen "Winter" getauft wird und von nun an versorgt werden soll. Als die zu stark verletzte Schwanzflosse jedoch amputiert werden muss, scheint Winters Schicksal besiegelt. Nur: Sawyer will seine neue Freundin nicht aufgeben und wendet sich an einen Experten für Prothesen.
Die wahre Geschichte, auf der "Mein Freund, der Delfin" basiert, hat vor einigen Jahren für Aufsehen gesorgt. Die echte Winter (im Film sie selbst), die mit einer Schwanzflossenprothese wieder normal leben kann, ist zum Zeichen der Hoffnung für viele behinderte Menschen geworden. Regie führt Charles Martin Smith, der bereits mit "Air Bud - Champion auf vier Pfoten" für einen familientauglichen Tierfilm gesorgt hat. In den Hauptrollen spielen übrigens Ashley Judd, Kris Kristofferson und Morgan Freeman.
Leider sendet der Film an manchen Stellen einfach zu viele Botschaften: Kriegsversehrte Soldaten, geschiedene Eltern, verlassene Kinder und dann auch noch ein Hurrican - puh! So viel Drama muss man erst einmal verdauen. Weniger wäre in diesem Fall sicher mehr gewesen.
Wer wird "Mein Freund, der Delfin" lieben?
Grundsätzlich werden alle, die Tierfilme lieben, auch diesen lieben. Faszinierend ist die wahre Geschichte des Delfinweibchens Winter, die mit ihrer Prothese den Kampf ums Überleben gewonnen hat. Im Film wird man allerdings von einer großen Portion Pathos und Rührseligkeit überschwemmt. Das muss man mögen. Aber die Schauspieler Morgan Freeman und Kris Kristofferson entschädigen. Außerdem wird man immer mal wieder mit klasse 3D-Unterwasserbildern belohnt.
Für wen ist "Mein Freund, der Delfin" nicht geeignet?
Für alle, die mit Tierfilmen und amerikanischem "Familien-Society-Kitsch" grundsätzlich nichts am Hut haben, ist "Mein Freund, der Delfin" eher nicht zu empfehlen.
Ab welchem Alter ist "Mein Freund, der Delfin" geeignet?
"Mein Freund, der Delfin" ist ohne Altersbeschränkung freigegeben. Das geht eigentlich auch in Ordnung - man fragt sich allerdings, ob sich ganz kleine Zuschauer über die Behinderten-Thematik im Klaren sind. Außerdem: In 3D geht es nicht ohne Brille. Für alle unter fünfjährigen Zuschauer empfiehlt es sich von daher, den Film zu Hause anzuschauen. Dann kann man auch mal eine Pause einlegen. Für alle anderen ist es ein großes Vergnügen dem Delfin und seinem Team bei der Arbeit zuzuschauen.
Mit oder ohne Eltern in "Mein Freund, der Delfin"?
Gehen Sie mit in den Film! Wenn Sie sich darauf einlassen, dann werden Sie verzaubert sein, gerührt und erleichtert und können sich (im Kreis der Kleinen) ganz dem Happy End hingeben! Ihre älteren Kinder ab zehn Jahren, schaffen das auch alleine. Aber es wäre schade, wenn Sie hinterher nicht mit ihnen über den Film reden können. Das Thema Behinderung und die wahre Geschichte von Winter sind doch für jedes Kind spannend - auch in der "Nachbearbeitung". Außerdem macht das gemeinsame Delfin-Schwärmen hinterher viel mehr Spaß!
Weitere Facts zu "Mein Freund, der Delfin":
Kinostart: 15. Dezember 2011Regie: Charles Martin Smith
Schauspieler: Harry Connick Jr., Ashley Judd, Nathan Gamble, Kris Kristofferson, Cozi Zuehlsdorff, Morgan Freeman, Austin Stowell, Frances Sternhagen
Länge: 112 Min
Genre: Drama, Familie (3D)
FSK: ohne Altersbeschränkung freigegeben
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