Eltern.de-Bewertung für "Tom Sawyer":
Worum geht es in "Tom Sawyer"?
"Tom Sawyer" erzählt die Abenteuer des gleichnamigen Helden aus dem Klassiker von Mark Twain neu: Der Waisenjunge Tom lebt bei seiner Tante Polly in einem kleinen Ort am Mississippi. Statt brav für die Schule zu lernen und seiner Tante zur Hand zu gehen, hat er jedoch nichts als Unfug im Kopf. Zusammen mit seinem Freund Huckleberry Finn, der ohne Familie in einer Tonne am Fluß lebt, heckt er ständig neue Streiche aus. Doch als sie auf einer nächtlichen Exkursion auf den Friedhof den finsteren Indianer Joe dabei beobachten, wie er einen Mord begeht und ihn dem volltrunkenen, aber harmlosen Muff Potter unterschiebt, geraten die Jungs in große Gefahr ...
Wer wird "Tom Sawyer" lieben?
"Tom Sawyer" ist eine deutsche Neuverfilmung des Jugendbuchklassikers - doch Regisseurin Hermine Huntgeburth ("Bibi Blocksberg") gelingt eine Adaption auf Hollywood-Niveau. Wären die Gesichter des deutschen Star-Ensembles (unter anderem Heike Makatsch, Joachim Król und Benno Fürmann) nicht so bekannt, würde sich der Kinobesucher glatt in einer US-Produktion wähnen. Dazu tragen neben der aufwändigen Ausstattung auch die beiden jungen Helden bei: Louis Hofmann (Tom Sawyer) und Huckleberry Finn (Leon Seidel) spielen die beiden Lausbuben so großartig, dass die jüngeren Kinofans sich völlig mit ihnen identifizieren werden. Eltern sollten sich also nicht wundern, wenn ihr Nachwuchs nach der Kinovorstellung auch eine Floßfahrt unternehmen, Höhlen erkunden oder auf weitere Abenteuer ausziehen wollen.
Für wen ist "Tom Sawyer" weniger geeignet?
Der Film hält sich sehr eng an die Romanvorlage. Dadurch ist das Erzähltempo relativ behäbig, Special-Effects oder extrem spektakuläre Abenteuer gibt es nicht zu sehen. Kinder, die am liebsten mit Außerirdischen oder Superhelden mitfiebern, könnten Schwierigkeiten haben, sich auf eine solch klassische Abenteuergeschichte einzulassen. Die enge Anbindung an den Roman könnte eine Kinovorstellung von "Tom Sawyer" jedoch auch für alle auf politische Korrektheit bedachten Eltern problematisch machen. Denn sowohl die an sich herzensgute Tante Polly als auch der Lehrer betrachten Schläge als probates Erziehungsmittel, während Tom sich über "Niggerarbeit" mokiert. Im Film wird das jedoch völlig unkritisch dargestellt - doch ob alle Eltern ihren Kindern solche Szenen zumuten wollen?
Ab welchem Alter ist "Tom Sawyer" zu empfehlen?
"Tom Sawyer" ist ab sechs Jahren freigegeben, doch dürften vor allem die Szenen mit dem schurkischen Indianer Joe für kleinere Kinder viel zu gruselig sein. Auch werden sie Toms Ungehorsam und seine erwachende Leidenschaft für Mitschülerin Becky, aber auch die Einsamkeit des Außenseiters Huckleberry Finn noch nicht in dem Maße nachvollziehen können, wie es für das Verständnis der Geschichte eigentlich nötig ist. Tatsächlich richtet sich das Buch auch eher an ältere Kinder ab zehn Jahre - eine Empfehlung, die auch zu der Verfilmung passt. Da sich die beiden Helden der Erzählung in einem ähnlichen Alter befinden, dürfte den etwas älteren Kinofans die Identifikation mit Tom und Huck deshalb umso leichter fallen.
Mit oder ohne Eltern in "Tom Sawyer"?
Das Buch "Tom Sawyer" hat bereits die Generation heutiger Eltern begleitet - ebenso wie die der Großeltern. Warum also nicht die Erinnerung an diesen Klassiker mit einem Familienausflug ins Kino auffrischen? Doch auch ohne die vorherige Lektüre ist "Tom Sawyer" mit seiner liebevollen Machart ein perfekter Film, um mal wieder gemeinsam eine Kinovorstellung zu besuchen.
Weitere Facts zu "Tom Sawyer":
Kinostart: 17. November 2011Regie: Hermine Huntgeburth
Darsteller: Louis Hofmann, Leon Seidel, Heike Makatsch, Benno Fürmann, Joachim Król, Peter Lohmeyer u. a.
Länge: circa 109 Min
Genre: Kinderfilm
FSK: ab sechs Jahre freigegeben
Weitere Infos: www.tomsawyer-film.de und www.facebook.com/tomsawyer.film
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Was läuft außer "Tom Sawyer" noch im Kino?
Außer "Tom Sawyer" startet heute auch der weihnachtliche Animationsfilm Arthur Weihnachtsmann
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