Städtereisen

Dresden: Florenz der Elbe

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Städtereisen: Dresden: Florenz der Elbe

Dresden - die Prinzessin an der Elbe

Wundern Sie sich nicht, wenn Ihre Kinder in Dresden ein bisschen größenwahnsinnig werden. In keiner deutschen Stadt schimmern so viele goldene, smaragdgrüne oder orientalisch bunte Kuppeln auf Palais und Schlössern, funkeln solch prächtige Edelsteine und Kronen. Dabei hatten die Bomben des Zweiten Weltkriegs und die Plattenbauscheußlichkeit der DDR das einstige "Elbflorenz" ziemlich verwundet.

Inzwischen ist die sächsische Hauptstadt aber wieder die reich geschmückte Prinzessin an der Elbe. Besonders zur Weihnachtszeit glänzt alles. Und duftet! Das köstliche Aroma von Stollen, dem traditionellen Dresdner Gebäck mit viel Butter, Marzipan, Rosinen und Mandeln, lockt alljährlich im Dezember zum "Striezelmarkt". Dieser älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands mit seinen lichtergeschmückten, nostalgischen Buden ist ein Kindermagnet. Attraktion zum Staunen: eine 14 Meter hohe Holzpyramide, auf der sich lebensgroße geschnitzte Engel, Hirten, Heiligenfiguren und Schneemänner aus dem Erzgebirge drehen. Vom "Striezelmarkt" ist es nicht weit zum "Zwinger", dem feudalen Barockschloss von August dem Starken, der Semperoper und der Hofkirche. Einen gigantischen Comic-Strip von anno dazumal bildet der "Fürstenzug": Auf 25.000 Meißner Porzellankacheln ist die Geschichte der sächsischen Herrscher nachgebildet.

Nach so viel Schauen müssen Kinder unbedingt tüchtig klettern und rennen: am besten die vielen Stufen zur "Brühlschen Terrasse" hinauf und dann weiter auf einer Flaniermeile, die einmal "Balkon Europas" hieß, weil sich hier die Prominenz des alten Europa traf. Der Blick auf die Stadt ist auch heute noch eindrucksvoll.

Ihre Kinder entdecken dabei bestimmt auch die historischen Raddampfer auf der Elbe. Mit einem davon können Sie dann gemächlich flussabwärts fahren. Am Ufer liegen malerische Weinberge mit alten Villen und Burgen, dann geht es unter dem "Blauen Wunder" hindurch, einer metallisch schimmernden 100 Jahre alten Stahlbrücke.

Nach gut eineinhalb Stunden legen Sie in Pillnitz an. Das gleichnamige Schloss, das August der Starke für die Gräfin Cosel bauen ließ, ist so etwas wie die prächtige Rockschleppe der Prinzessin Dresden. Geschwungene Dächer und glasierte Ziegel spiegeln die japanische Mode des 18. Jahrhunderts wider. Und der Park drum herum mit seinen Labyrinthen aus Hecken ist zu jeder Jahreszeit ein Abenteuerspielplatz.

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