Kinderzimmer

Acht Tipps für kleine Räume

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Profi-Tipps fürs Kinderzimmer


Bevor sie Innenarchitektin wurde, arbeitete Cora Bojahr jahrelang als Erzieherin im heilpädagogischen Bereich. Damit hat die Münchnerin ihren Kollegen etwas voraus: Sie weiß, was Kinder brauchen. Deshalb werden dank Ihrer Tipps auch kleine Zimmer zum Spielplatz:

1. Rechtzeitig das Kinderzimmer planen

Gerade wenn es nur wenig Platz gibt, verschieben viele Paare die Zimmerplanung auf später. Nach dem Motto: Wenn das Kind da ist, wird es sich schon irgendwie ergeben. So wächst dann langsam das Chaos aus Kuscheltieren, Kleiderkisten und Windelpackungen. Der Raum wird zur Abstellkammer statt zum Spielzimmer. Deshalb sollten Eltern rechtzeitig über eine Struktur nachdenken.

2. Sich in der ganzen Wohnung nach einem Kinderzimmer umsehen

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Eine Struktur umfasst immer den kompletten Wohnraum. So kommt man eventuell auf Lösungen, an die man zuerst gar nicht gedacht hatte. Zum Beispiel könnten ja nach einem Zimmertausch auch die Eltern im "Kinderzimmer" schlafen und das Kind im "Schlafzimmer" spielen.

3. Ordnung im Kinderzimmer? Muss sein!

Ein Kind sollte sich beim Spielen auf ein Puzzle oder ein Bilderbuch konzentrieren können. Vollgestopfte offene Regale verführen dazu, alles herauszureißen und sich mit nichts wirklich zu beschäftigen. Deshalb gehört nur ein übersichtliches Angebot ins Regal. Der Rest sollte ordentlich verstaut werden, ohne das spielende Kind einzuschränken. Und das ist das größte Problem.

4. Überzähliges Spielzeug raus aus dem Kinderzimmer

Um Platz zum Spielen zu schaffen, kann man erstens einen Teil des Spielzeugs aus dem Spielzimmer auslagern oder zweitens darüber nachdenken, wo im Zimmer Regale und Schränke platzsparend untergebracht werden können.

Zum Beispiel kann man Bilderbücher in die Familienbibliothek im Wohnzimmer integrieren, weil man meistens sowieso auf dem Sofa liest. Sachen, die gerade nicht gebraucht werden, wie zum Beispiel Schneeanzug und warmer Schlafsack, können in mietbaren Lagerräumen (zum Beispiel SelfStorage.de) verstaut werden, falls der eigene Keller feucht ist.

Für die zweite Lösung bietet sich zum Beispiel der Platz oberhalb der Fenster an: Auf schmalen Regalen unterhalb der Decke können unauffällig Kisten stehen. Am Boden bietet ein Podest Spielfläche, es kann gleichzeitig das Bett sein und innen drin ist jede Menge Stauraum. Bei dieser Lösung sollte allerdings berücksichtigt werden, dass irgendwo noch Schienen für die Eisenbahn verlegt werden können - und sei's im Wohnzimmer."

5. Möbel vom Schreiner statt aus dem Möbelhaus

Schlau konstruierte Möbel muss meistens der Schreiner bauen. Das ist etwas teurer, dafür freut man sich jeden Tag darüber. Der Korpus eines großen Kleiderschrankes kann nachträglich zum Beispiel so gegliedert werden, dass unten die Kinder selbstständig an ihre Spielsachen kommen, während die Eltern oben ihre Kleider aufbewahren. Eine separate Tür für jedes Fach, sorgt dafür, dass Kinder beim Spielen nicht mehr sehen als pädagogisch sinnvoll ist. "Kunden erzählen, dass ihre Kinder durch die neue Ordnung sogar besser schlafen", so Cora Bojahr.

6. Luftige Möbel fürs Kinderzimmer

Schwebende Möbel sorgen optisch für Platz. Ein an der Wand aufgehängter Schrank verstellt die Sicht auf die Grundfläche des Zimmers nicht, selbst wenn er nur zehn Zentimeter über dem Boden angebracht ist. Dasselbe Phänomen bieten schon schlichte Kellerregale: Weil sie nur auf den Seiten stehen, wirken sie luftig. In Kombination mit Schubkisten sind sie eine tolle Lösung für Kinderzimmer."

7. Maßvoller Farbeinsatz fürs Kinderzimmer

Weiße Wände lassen Zimmer ebenfalls groß erscheinen. Kinder brauchen aber auch Fabe und Kontraste, damit fließende Übergänge geschaffen und Bereiche betont werden. Das Auge wird geführt oder wird gehalten, Emotionen werden angesprochen (welcher Farbe welche Wirkung zugeschrieben wird, können Sie übrigens bei unserem kleinen Farb-Quiz herausfinden). Eine einzelne farbige Wand oder Tapetenbahn, Wandbilder oder verschiedenfarbige Schranktüren und Schubfächer schaffen Atmosphäre. Magnetische Schranktüren faszinieren und ersetzen die Pinnwand.

8. Im Kinderzimmer mit Licht Akzente setzen

In dunkle Zimmer holt man den Frühling mit Tageslichtröhren, die unter Segeltüchern versteckt werden. Weil Kinder aber auch mal Geisterstunde spielen wollen, kann man einen Rotlicht-Bereich einrichten. Klemmspots sind mobil und verbrauchen keinen Platz, wenn punktuell Licht zum Spielen und Lesen benötigt wird.

Noch mehr Tipps fürs Kinderzimmer

Wer der eigenen Kreativität noch etwas auf die Sprünge helfen will, findet Rat im Innenarchitekturbüro "bojahr + helmer HANDLUNGSRAUM" (www.handlungsraum.net). Die Architekten liefern auf Wunsch nur den Entwurf - so haben Kunden die Kosten für die Umsetzung selbst in der Hand.

Wichtig beim Renovieren des Kinderzimmers: schadstoffreie Materialien. Hier erfahren Sie, wie Sie die Räumlichkeiten Ihres Nachwuchses in Form bringen und dabei Schadstoffe in Farben, Teppichen oder Böden vermeiden.

von Ulrike Blieffert


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  • von Heike am 11. April 2010, 12:26 Uhr

    An die, die wie ich enttäuscht sind, hier nicht bessere Informationen zu finden. Hochwertige Informaionen gibt es meistens nicht zum Nulltarif! Ich mache mich auf die Suche nach einem guten Buch. Weil Tipp 1 kann man in den meisten Fällen schon knicken. Und Kinderzimmer / Schlafzimmer tauschen...hm... also zu zweit die Nacht in einem relativ kleinen Zimmer zu verbringen und das Kind alleine im Elternschlafzimmer. Nicht wirklich durchdacht die Lösung. Weiterhin, wer überhaupt ein Platzproblem hat, der hat dann meistens auch ein eingeschränktes Budget und dann ist es ebena auch kaum möglich in der Situation zum Schreiner zu gehen. Also, keine wirkliche Hilfe der Artikel#.


  • von Sonja am 9. Juli 2009, 06:39 Uhr

    Hallo,
    ich kann die Billi-Bolli Stockbetten nur empfehlen, weil sie gleichzeitig zum Spielen und zum Schlafen geeignet sind und jederzeit höhenverstellt und erweitert werden können. Außerdem halten sie ewig und können somit auch vererbt werden.


  • von Bukowski am 20. Juni 2009, 14:52 Uhr

    Wir haben nun erst das Kinderzimmer gegen das Schlafzimmer eingetauscht, damit unsere Tochter mehr PLatz zum SPielen und toben hat.
    Aber nun ist im Novemeber neuer Nachwuchs angemeldet und schon ist auch das Platzproblem dann wieder da.
    Wohnen dann mit 4 Leuten in einer 3 Zimmerwohnung.


  • von tanja am 18. Mai 2009, 21:24 Uhr

    Sehr enttäuschend, hatte mir wesentlich mehr erwartet.


  • von karina am 15. Mai 2009, 23:34 Uhr

    Aufgrund des Beitrages in der Zeitschrift hatte ich mir jedoch mehr erhofft. Wir wollen demnächst das Kinderzimmer unseres Jüngsten renovieren und hatte mir erhofft dort Anregungen zu bekommen.
    LG Karina


(9 Kommentare)

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