Ehegattensplitting
 
Achtung vor Steuerklasse V

Ehegattensplitting
Thinkstock
Inhalt: 
Ehegattensplitting - ist das gerecht?Die klassische Variante: Steuerklasse III für ihn, Steuerklasse V für sieFrauen können bares Geld verlierenSteuerklasse V - womöglich gefährdet sie den Job!Steuerklasse IV – ein prima Argument für die Rückkehr in den Job!Bald in den Mutterschutz? Rechtzeitig die Steuerklasse wechseln!Wie und wo wechselt man die Steuerklassen?Das Familiensplitting - eine gerechte Alternative?Das neue Faktorverfahren

Steuerklasse IV – ein prima Argument für die Rückkehr in den Job!

Die meisten Paare machen zum Ende der Elternzeit eine einfache Rechnung auf: Wenn die Mutter in den Beruf zurückkehrt, muss das Kind von einer anderen Person betreut werden. Die Kosten dafür gehen von ihrem Verdienst ab. Ist die Mutter nun in Steuerklasse V, stellt sich automatisch die Frage, ob es überhaupt sinnvoll wäre, für so wenig Geld arbeiten zu gehen. Wäre die Mutter allerdings gleich in Steuerklasse IV, würde die psychologische Hürde gleich viel geringer ausfallen. Dann wäre nämlich klar, dass auch sie mit ihrem Gehalt entscheidend zum Familieneinkommen beiträgt.

Bald in den Mutterschutz? Rechtzeitig die Steuerklasse wechseln!

Ist in kürze Nachwuchs geplant, empfiehlt es sich, so früh wie möglich von der klassischen Kombination abzuweichen: Zu überlegen ist sogar, ob die geringer verdienende Frau, die das Kind betreuen und Elterngeld beantragen wird, spätestens neun Monate vor der Geburt des Kindes in Steuerklasse III wechselt, während der Ehemann die Steuerklasse V nimmt. So erhöht sich das Nettogehalt der Frau vor der Mutterschutzfrist - und sie erhält mehr Mutterschaftsgeld und Elterngeld! Der Ehemann muss zwar die höheren Steuerabzüge in Kauf nehmen, bekommt aber am Jahresende die zu viel gezahlte Lohnsteuer wieder zurück.

Allerdings: Steuerklassenwechsel während der Schwangerschaft, um ein höheres Mutterschaftsgeld zu bekommen, dürfen vom Arbeitgeber ignoriert werden. Auch die Elterngeldstelle hat das Recht, einen späten Wechsel zu ignorieren und das Elterngeld nach dem vorherigen Nettogehalt zu berechnen.