Ehegattensplitting
 
Achtung vor Steuerklasse V

Ehegattensplitting
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Inhalt: 
Ehegattensplitting - ist das gerecht?Die klassische Variante: Steuerklasse III für ihn, Steuerklasse V für sieFrauen können bares Geld verlierenSteuerklasse V - womöglich gefährdet sie den Job!Steuerklasse IV – ein prima Argument für die Rückkehr in den Job!Bald in den Mutterschutz? Rechtzeitig die Steuerklasse wechseln!Wie und wo wechselt man die Steuerklassen?Das Familiensplitting - eine gerechte Alternative?Das neue Faktorverfahren

Wie und wo wechselt man die Steuerklassen?

Die Steuerklassenkombination IV/IV hat nur einen Nachteil: bei dieser Kombination bekommt man am wenigsten beim Steuerausgleich heraus. Wer trotzdem wechseln möchte, wendet sich in der Regel an die Pass- und Meldestelle, die die Steuerkarten ausgibt. Während eines laufenden Steuerjahres müssen dort beide Ehepartner einen entsprechenden Antrag stellen und unterschreiben. Doch vor Beginn eines neuen Steuerjahres kann jede berufstätige Ehefrau auch allein ihre bisherige Steuerklasse widerrufen und Steuerklasse IV wählen, ohne dass ihr Mann zustimmen muss. Ihm wird dann automatisch ebenfalls Steuerklasse IV zugeordnet - was gut informierte Männer sicher nicht bedauern!

Das Familiensplitting - eine gerechte Alternative?

Es gibt immer wieder Anläufe, das Ehegattensplitting abzuschaffen. Regelmäßig in der Diskussion ist in diesem Zusammenhang das so genannte Familiensplitting: Dabei würden wie beim Ehegattensplitting zunächst die Gesamteinkünfte eines Paares ermittelt. Diese würden dann jedoch nicht durch zwei geteilt, sondern durch die Zahl sämtlicher Familienmitglieder. Davon profitieren würden vor allem kinderreiche Gutverdiener, am wenigsten hätten unverheiratete Eltern oder Ehepaare mit Kindern und mäßigem Einkommen davon. In Frankreich wird dieses Modell seit Jahren praktiziert - dort zahlen Eheleute ab dem dritten Kind praktisch keine Einkommenssteuer mehr. In Deutschland fand sich für das Familiensplitting bisher aber noch keine politische Mehrheit.