Simone Langendörfer
 
Die Top10 der Eltern-Fehler

Inhalt: 
1. Untereinander keine einheitlichen Regeln haben2. Eltern machen Dinge, die sie ihren Kindern verbieten3. Das Kind nicht ernst genug nehmen4. Wenn Konflikte den Alltag bestimmen5. Zu viel Jugendkult tut nicht gut6. Eltern leben ein „Problembewusstsein“ vor7. Helikopter-Eltern erdrücken das Kind8. Luftblasen der Eltern zerstören Vertrauen9. Eltern, die kontrollieren und spionieren10. Alle paar Minuten aufs Smartphone schauen

Viele Eltern kommen  jeden Tag in meine Beratung, weil sie von ihren Kindern nicht ernst genommen werden.  Kinder wünschen sich Vorbilder: Eltern, die man als Kind respektiert und wertschätzt. Dies zeigt schon, dass Eltern eine Menge Verantwortung ihren Kindern gegenüber haben. Denn Kinder sind ganz schön schlau!
Hier meine Top10-Liste der wichtigsten Eltern-Fehler:

1. Untereinander keine einheitlichen Regeln haben

Während dem Essen wird nicht ferngesehen, sagt die Mama. Beim Essen mal eine Lieblings-Sendung anschauen, ist nicht schlimm, sagt der Papa.
Damit ist das Chaos perfekt! Wenn die eigenen Eltern schon keine klare Linie haben, wie soll erst das Kind wissen, was geht und was nicht?
Also: Klare Abmachungen definieren und immer dran halten!
 

2. Eltern machen Dinge, die sie ihren Kindern verbieten

Es gibt viele Eltern, die beim Essen ständig auf ihr Handy schauen, abends im Bett noch Schokolade essen und ständig über andere Leute lästern im Beisein ihrer Kinder. Dies ist kein brauchbares Vorbild! Am nächsten Tag sind es genau dieselben Eltern, die genau das ihren Kindern verbieten.
Also gilt: Eltern sollten nur die Dinge ihren Kindern verbieten, die sie selbst nicht tun. Sonst ist es sehr ungerecht und Kinder begehren dagegen auf

3. Das Kind nicht ernst genug nehmen

Viele Eltern drehen sich unachtsam weg, wenn ihr Kind mit ihnen spricht, unterhalten sich mit anderen weiter, sind oft gestresst und in Hektik, nehmen das, was ihr Kind sagt, nicht ernst oder machen sich über das Kind lustig.
Dies ist ein herber Schlag für den Selbstwert des Kindes. Nur Kinder, die sich wertvoll fühlen und die man anhört, können später selbstbewusste Erwachsene sein.
Also: Eltern sollten ihrem Kind zuhören und auch auf Augenhöhe antworten!

4. Wenn Konflikte den Alltag bestimmen

Der Haussegen hängt schief. Vieles läuft nicht so im Alltag, wie Eltern es sich vorstellen. Die heile-Welt-Familie gibt es nur im Hochglanz-Magazin. Stress, Druck und die rasende Uhr bestimmen den Tag von den meisten Familien. Und doch leiden Kindern ganz erheblich, wenn ständig in der Familie gestritten wird. Kinder haben hervorragende Antennen und bekommen jede Stimmungsschwankung mit!
Also: Eltern sollten ständiges Provozieren und Streiten vor den Kindern vermeiden. Eine faire Streitkultur dient Kindern als wichtiges Konfliktlösungsmodell für Kindergarten und Schule.

5. Zu viel Jugendkult tut nicht gut

Zahlreiche Eltern lassen sich von ihren Kindern mit dem Vornamen anreden und machen auch sonst auf Kumpel und beste Freundin. Für Kinder sollten Eltern jedoch Eltern bleiben, auch wenn sie jugendliche Ansichten haben.
Also: Übertreiben sollten Eltern es nicht mit dem Jugendwahn. Kinder schätzen authentische Eltern, die sie respektieren können.

6. Eltern leben ein „Problembewusstsein“ vor

Viele Eltern schimpfen ständig über die „schlechte Welt“, die vielen Probleme, die sie im Alltag haben und wie viel besser es anderen ergeht. Kinder lernen so, dass es vollkommen ok ist, ständig zu jammern und zu klagen. Dies ist nicht förderlich für eine kindgerechte Entwicklung.
Also gilt: Jeden Tag Dankbarkeit leben und den Kindern zeigen, wie viele kleine Dinge es jeden Tag gibt, über die man sich freuen und begeistern kann.

7. Helikopter-Eltern erdrücken das Kind

Es gibt immer mehr Eltern, die ihren Kindern genau vorschreiben, wie sie etwas zu tun haben. Von den Hausaufgaben bis zum Nachmittagssport: Eltern organisieren alles. Kinder dürfen heute immer weniger ausprobieren und durch eigene Fehler lernen.
Also: Eltern sollten üben, aktiv loszulassen! Kinder müssen trainieren, wie sich „Misserfolge“ anfühlen und wie man aus Fehlern lernen kann!

8. Luftblasen der Eltern zerstören Vertrauen

Viele Eltern sind heute ständig gestresst und stehen unter Zeit- und Termindruck. Sie können Zusagen, die sie ihren Kindern gemacht haben, oft nicht einhalten. Dies verletzt Kinder sehr. Sie fühlen sich nicht ernst genommen. Daher sollten Eltern ihren Kindern nur solche Dinge versprechen, die sie auch sicher halten können, sonst kann kein Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Eltern entstehen.
Also: Man sollte sich genau überlegen, welche Dinge man versprechen und auch halten kann! Für Kinder sollte das Wort der Eltern immer verlässlich gelten.

9. Eltern, die kontrollieren und spionieren

Unzählige Eltern sind fest davon überzeugt, dass sie ihr Kind kontrollieren müssen. Dies führt zu Konflikten und Stress. Kinder brauchen Rückzugsorte und „kleine Geheimnisse“. Eltern, die in Schultaschen herumschnüffeln oder Tagebücher lesen, gehen gar nicht.
Also: Eltern können und sollen nicht alles wissen, was in ihren Kindern vorgeht. Kinder sind eigenständige Persönlichkeiten, die nicht ausspioniert werden wollen.

10. Alle paar Minuten aufs Smartphone schauen

Die meisten Eltern sind vollkommen digitalisiert. Ipad, Smartphone und Co haben die Eltern fest im Griff. Es ist nicht nur unhöflich, sondern auch ein Zeichen von mangelndem Respekt und Wertschätzung, wenn Eltern alle paar Minuten auf ihr Handy schielen, wenn sie Zeit mit dem Kind verbringen. Die Vorbildfunktion ist fatal!
Also gilt: Telefon auch mal stumm schalten, wenn man mit dem Kind zusammen ist. Eltern, die keine Whatsapp verpassen können, wirken auf Kinder unkonzentriert. Eltern sollten ihren Kindern vorleben, dass es auch „handyfreie“ Zeiten gibt.

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