Frieda Friedlich
 
Schlafen, einfach nur Schlafen

Ich kann nicht. Ich kann einfach nicht und ich mag auch nicht. Seit einiger Zeit fällt mir das morgendliche Aufstehen wahnsinnig schwer. Der Wecker klingelt und ich denke einfach nur, dass ich es heute nicht schaffen werde.

Frieda Friedlich: Schlafen, einfach nur Schlafen
Frieda Friedlich

Meine Augen wollen sich nicht öffnen, mein Körper ist schwer und schlapp. Mit meinen Gedanken bin ich schon wieder zurück im Land der Träume. Ich möchte mich einfach nur umdrehen und weiterschlafen. Ich bin schlichtweg arbeitsunfähig. Irgendjemand muss für mich in der Schule anrufen und mich für heute krank melden. Selbst dazu fühle ich mich nicht in der Lage. Niemals werde ich heute überhaupt aufstehen können. Niemals werde ich arbeiten können. Natürlich raffe ich mich dann doch auf und der Tag beginnt – irgendwie…

Als Frieda noch ein ganz kleiner Mini-Mensch war, haben mich diese wundervollen Mama-Hormone eine ziemlich lange Zeit begleitet. Sie haben mir irgendwie Superkräfte verliehen, mich die ganzen schlaflosen Nächte problemlos durchhalten und wegstecken lassen. Ich schwebte auf Wolke 7, hätte Bäume ausreißen können und dachte Schlaf sei völlig überbewertet. Die ganzen Mamas mit ihrem Schlafdefizit konnte ich (zu diesem Zeitpunkt noch) gar nicht verstehen. In der Phase des Abstillens wurde dann nicht nur die Milch in den Brüsten weniger, sondern auch es ließen auch diese wundervollen Hochgefühle langsam nach. Da ich aber noch in Elternzeit war, mir meinen Tag recht frei einteilen konnte und auch gerne mal ’ne Stunde länger im Pyjama herumlungern konnte, laugten mich die Nächte auch nicht so wahnsinnig aus. Wenn die Nacht mit Frieda mal schrecklich war und wir beide nicht so wahnsinnig viel und gut geschlafen hatten, schliefen wir eben ein Stündchen länger...

Jetzt hier weiterlesen