Frieda Friedlich
 
Unerzogen im Discounter

Gestern war ich mit unserem Mini-Menschen-Mädchen mal wieder im Discounter...

Frieda Friedlich: Unerzogen im Discounter
Frieda Friedlich

Frieda pflückte sich vor dem Losgehen noch schnell ihren Kinderrucksack vom Schreibtischhaken und warf ein paar nützliche Lego-Männchen hinein. Man weiß ja nie, was einen im Supermarkt so erwartet. Kann man vielleicht noch gebrauchen. Unser Mädchen liebt es bei Penny zu „shoppen“ und 100.000 Dinge landen nach und nach in unserem Einkaufskorb.

Sie ist also zu Fuß unterwegs und sitzt weder im Einkaufs- noch im Kinderwagen. Ja, manchmal machen wir das. An diesen Tagen habe ich aber auch wirklich die Lust, Zeit und die Geduld mit ihr den Supermarkt unsicher zu machen. Dass das nämlich sonst auch schnell in einem Disaster enden könnte, brauche ich euch ja wohl nicht zu erzählen.

Gut, wir sind unterwegs und ich bin fast ausschließlich damit beschäftigt all‘ die Lebens- oder Putzmittel, die wir eigentlich nicht brauchen, wieder zurück in die Regale zu stellen. Ich kann Frieda aber meistens auch schon schön ins Einkaufen einbinden und ihr die Sachen angeben, die wir wirklich benötigen. Bisher ist für Frieda eben nur das Einpacken wichtig und es gibt keine großen Diskussionen, es dauert einfach nur sehr lange. An der Kasse dann der kritische Augenblick. Ich manövriere die Einkäufe in unsere Beutel, muss bezahlen und Frieda wartet bestensfalls. Nein, nicht nur bestenfalls. Sie wartet. Sie läuft nicht einfach weg oder raus, sondern sie wartet. Der junge Kassierer fragte mich am Ende des Vorgangs, ob dieses Kind immer so ruhig und brav sei...

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