Lena, *28.09.2004
Als ich im März 2004 erfuhr, daß ich schwanger bin, war alles superschön. Ich habe mich riesig auf unser erstes Kind gefreut, vorallem, weil es nach Absetzen der Pille im Dezember 2003 sehr schnell gegangen ist. Die ganze Schwangerschaft war wunderschön, mir war nie schlecht, meine Werte waren alle immer in bester Ordnung. Als ich am 13. September dann in Mutterschutz ging, konnte ich es bis zum ET (25.10.2004) kaum mehr erwarten. Unsere Lena war von Anfang an eher ein kleines Mäderl, aber es gab nie einen Grund zur Sorge. Am 21. September war für mich die letzte Vorsorgeuntersuchung, zu einer weiteren bin ich leider nicht mehr gekommen. An diesem Tag wurde CTG gemacht, sämtliche Werte kontrolliert, alles in bester Ordnung. Ich hatte zwar inzwischen schon Wassereinlagerungen und einen leicht erhöhten Blutdruck von 130/90, aber das alles war absolut kein Grund zur Besorgnis. Mein Arzt meinte zu mir, daß sich unser Mädel aber um eine Woche "verspäten" würde, da sie noch keine Anstalten machte, ins Becken zu rutschen. Total glücklich ging ich heim, um die restlichen vier/fünf Wochen noch in trauter Zweisamkeit zu genießen und mich auf unseren Nachwuchs zu freuen. Am nächsten Tag hatte ich bei meiner Hebamme einen Termin zur Akupunktur. Auch hier gab es keinerlei Probleme. Am darauffolgenden Wochenende war es allerdings vorbei mit der "Gemütlichkeit"; Lena hatte es sich scheinbar anders überlegt und ist nun doch ins Becken hineingerutscht. Die Schmerzen (es waren eigentlich keine richtigen Schmerzen, es war einfach kein gute Gefühl) habe ich als Senkwehen definiert, da ich ja nur noch vier Wochen hatte und man überall davon hört und liest. Ich hatte da aber auch noch keine Bedenken. Am nächsten Tag (28.09.2004) hatte ich bei meiner Hebamme den zweiten Termin zur Akupunktur. Ich habe mich von meinem Mann hinfahren lassen. Als sie uns sah, meinte sie, seit wann ich denn so gelb im Gesicht wäre. Mein Mann sah mich an und sagte, daß das gestern abend noch nicht war. Meine Hebamme riet uns dann, gleich ins Krankenhaus zu fahren, was wir dann auch gemacht haben. Im Krankenhaus angekommen machte man mir gleich ein CTG. Als ich dann aber die Herztöne hörte (die zwar der Wehenschreiber nicht aufzeichnete), war ich wieder beruhigt. Das mein kleines Sternchen zu diesem Zeitpunkt aber bereits schon tot war, erfuhr ich kurz darauf bei der Ultraschalluntersuchung. Die Ärzte eröffneten mir, daß sie leider keine Herztöne mehr finden; die Herztöne, die das CTG gefunden hatte, waren meine eigenen. Alles, was danach noch kam, leif vor mir ab wie ein Film. Ich hab das irgendwie lange nicht begreifen können. Da nun aber auch mein Leben auf dem Spiel stand, wurde meine kleine Lena per Notkaiserschnitt um 14.40 Uhr auf die Welt geholt. Sie wog 2.310 g bei einer Größe von 45 cm. Ich frage mich oft, warum es uns nicht gegönnt war, daß sie mit uns leben durfte. Und ich bin mir sicher - eine so schöne und vorallem unbeschwerte Schwangerschaft wie bei meinem kleinen Sternchen werde ich nie wieder haben...Und für diese kurze Glück, das ich mit Lena haben durfte, bin ich unendlich dankbar.
"Wenn Du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es Dir sein, als lachten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sterne haben, die lachen können."
Daniela mit Lena ganz fest im Herzen
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LG maunzerle1972
Tochter 1/06 an der Hand, Sohn 1/09 auf dem Arm und einer, die ganz unheimlich fehlt (9/04)
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