Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1
    Krümelkeks ist offline mit Krümel
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    Standard Baby frustriert, Mama frustriert, Papa frustriert.

    Ich muss jetzt mal Dampf ablassen.
    Unser Sohn war ein richtiges Sonnenschein. Hat schon sehr früh viel gelacht. Aber in letzter Zeit sammelt sich nur noch der Frust bei uns allen.
    Zuerst waren es die vermeintlichen 3-Monatskolliken. Es hat sich herausgestellt, dass es nur Schlafmangel war. War das behoben, gings weiter mit Brustverweigerung. Das war vor allem für mich schlimm. Drei Monate lang habe ich damit gekämpft, dass er die Brust nicht mehr anschreit. Alle haben mir gesagt, ich soll aufgeben und auf Pulver umsteigen. Ich habe mich sogar soweit kriegen lassen, dass ich eine Dose Aptamil hier stehen habe. Zum Glück hat Knirps die Milch nicht trinken wollen und ich habe weiter gekämpft. Alle Flaschen fürs erste verbannt. Und endlich, er hat wieder einigermaßen ohne Widerstand aus der Brust getrunken. Dann hat er gelernt sich auf den Bauch zu drehen und die Ruhe war wieder dahin. Im Schlaf hat er sich instinktiv auf den Bauch gedreht und ist davon aufgewacht. Bekanntlich ist ein müdes Kind, ein unleidliches Kind. Irgendwie habe ich es dann geschafft, ihm beizubringen, sich nicht mehr im Schlaf zu drehen. Wir pucken sehr viel, da er sonst mit den Armen wedelt und so nicht einschlafen kann. Ok, ich weiß, nicht ideal, aber zumindest eine Zwischenlösung. Dann haben wir vor zwei Wochen mit Brei angefangen. Funktioniert eigentlich sehr gut. Kind macht Mund auf wenn er den Löffel sieht. Aber irgendwie ist der Wurm drin. Jetzt kann Knirps nicht mehr sein großes Geschäft verrichten (welches mit Muttermilch ohnehin nur alle 7-10 funktioniert hat). Außerdem wird die Brust wieder verweigert. Ich pumpe tagsüber ab und füttere mit Flasche weil ich mich einfach nicht mehr anschreien lassen will. Und die neueste Marotte, Kind biegt sich durch wenn ich ihn schlafen legen will. Biegt sich durch wie eine Banane und dreht den Kopf von mir weg. Und dabei könnte er früher alleine in seinem Bettchen einschlafen.
    Es wird seit Wochen NUR NOCH GENÖRGELT. Unser Sohn ist seit Wochen nur noch schlecht gelaunt und lässt sich nicht ablegen. Es geht schon morgens los. Langsam kratzt es auch an meiner Substanz. Man ist als Mutter nur so gut gelaunt, wie das am schlechtesten gelaunte Kind. Und wenn Frau schlecht drauf ist, ist Mann auch schlecht drauf. Frust ein, Frust aus.
    Ich vermisse die Zeiten, in denen wir länger als 5 Minuten glücklich und gut gelaunt waren.

  2. #2
    pereybere ist gerade online Glücklich
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    Standard Re: Baby frustriert, Mama frustriert, Papa frustriert.

    Ohje, das klingt anstrengend. Ich würde mich vermutlich erstmal dem Verdauungsthema annehmen. Wobei es bei reiner Muttermilch ja normal ist mit dem Stuhlgang alle 7-10 Tage. Aber vielleicht ist es noch zu früh mit der Beikost? Seid ihr deswegen mal beim Kinderarzt gewesen? Habt ihr eine Trage? Wenn ja, wie ist er da drin? Zufrieden? Unser Mini hat quasi die ersten Monate in der Trage gelebt. Ablegen konnte man ihn überhaupt nicht.

  3. #3
    Smartie88 ist gerade online Poweruser
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    Standard Re: Baby frustriert, Mama frustriert, Papa frustriert.

    Hallo.
    In vielen Dingen die du schreibt erkenne ich meine kleine/uns drinnen.
    Fühle dich gedrückt, es ist manchmal eine so anstrengende Zeit mit den kleinen.

    Hast du den auch mal eine Auszeit für dich? Das alles zehrt sehr an dir im Moment, es würde dir vielleicht gut tun wenn du mal mit ner Freundin frühstücken gehen könntest oder was du sonst gerne für dich machst.

    Wenn dein kleiner jetzt so selten Verdauung hat, ist das nicht gut, den mit Einführung der Beikost sollte es regelmäßiger klappen. Uns hat da am Anfang geholfen,Apfel oder Birnenmuss nach dem essen zu geben oder mit ins essen rein zu rühren. Wir haben auch nur Dinge wie pastinake gegeben, die eher Stuhlgang fördernd sind und Möhre am Anfang weg gelassen. Damit ging es dann.

    Unsere Maus war (und ist im Moment) immer dann extra nörgelig wenn sie sich gerne besser bewegen will, das noch nicht kann. Bevor sie sich drehen konnte war sie unleidlich, als sie es sicher konnte war sie ne Zeit lang ein Sonnenschein, beim sitzen, krabbeln, hinstellen... Immer das selbe. Jetzt im Moment ist es das laufen...
    Ist es bei euch vielleicht auch so?

    Wünsche dir starke nerven und alles gute.
    LG Smartie



    05/14 Hibbestart
    07/15 Sternchen in 8 SSW


    stillend hibbeln aufs 2te Wunder,
    Erste Periode nach Geburt: 26.04..:
    1 ÜZ: 32 Tage
    2 ÜZ: 45 Tage
    3 ÜZ: 37 Tage (kein ES)
    4 ÜZ: 24 Tage (kein ES)
    abgestillt
    5 ÜZ: 30 Tage
    6 ÜZ: ab 12.10.


    https://www.wunschkinder.net/forum/z.../userid=122941

  4. #4
    Krümelkeks ist offline mit Krümel
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    Standard Re: Baby frustriert, Mama frustriert, Papa frustriert.

    Zitat Zitat von pereybere Beitrag anzeigen
    Ohje, das klingt anstrengend. Ich würde mich vermutlich erstmal dem Verdauungsthema annehmen. Wobei es bei reiner Muttermilch ja normal ist mit dem Stuhlgang alle 7-10 Tage. Aber vielleicht ist es noch zu früh mit der Beikost? Seid ihr deswegen mal beim Kinderarzt gewesen? Habt ihr eine Trage? Wenn ja, wie ist er da drin? Zufrieden? Unser Mini hat quasi die ersten Monate in der Trage gelebt. Ablegen konnte man ihn überhaupt nicht.
    Ja, dass es bei Muttermilch normal ist, weiß ich. Das hat mir auch nie sorgen gemacht. Ich habe gehofft, dass würde sich irgendwann bei einem kürzeren Abstand einpendeln. Haben heute nach Rücksprache Bzw auf Empfehlung des Arztes mal mit Milchzucker angefangen. Wenn es sich innerhalb der nächsten zwei Wochen nicht besser wird, können wir schwerere Geschützte auffahren.
    Wir haben auch eine Trage und ein Tuch. Das Tich geht gar nicht, ist ihm tun eng. Die Trage nutze ich, wenn es wirklich sein muss. So ein 9 kg schwerer Brummer bei der Hitze haut mich doch ganz schön um. Und er erträgt es halt eben. Schwitzend.

  5. #5
    Krümelkeks ist offline mit Krümel
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    Standard Re: Baby frustriert, Mama frustriert, Papa frustriert.

    Zitat Zitat von Smartie88 Beitrag anzeigen
    Hallo.
    In vielen Dingen die du schreibt erkenne ich meine kleine/uns drinnen.
    Fühle dich gedrückt, es ist manchmal eine so anstrengende Zeit mit den kleinen.

    Hast du den auch mal eine Auszeit für dich? Das alles zehrt sehr an dir im Moment, es würde dir vielleicht gut tun wenn du mal mit ner Freundin frühstücken gehen könntest oder was du sonst gerne für dich machst.

    Wenn dein kleiner jetzt so selten Verdauung hat, ist das nicht gut, den mit Einführung der Beikost sollte es regelmäßiger klappen. Uns hat da am Anfang geholfen,Apfel oder Birnenmuss nach dem essen zu geben oder mit ins essen rein zu rühren. Wir haben auch nur Dinge wie pastinake gegeben, die eher Stuhlgang fördernd sind und Möhre am Anfang weg gelassen. Damit ging es dann.

    Unsere Maus war (und ist im Moment) immer dann extra nörgelig wenn sie sich gerne besser bewegen will, das noch nicht kann. Bevor sie sich drehen konnte war sie unleidlich, als sie es sicher konnte war sie ne Zeit lang ein Sonnenschein, beim sitzen, krabbeln, hinstellen... Immer das selbe. Jetzt im Moment ist es das laufen...
    Ist es bei euch vielleicht auch so?

    Wünsche dir starke nerven und alles gute.
    LG Smartie
    Vielen Dank. Es tut gut zu lesen, dass jemand die Situation versteht.
    Das mit der Zeit für mich ist so ein Ding. Zum einen bin ich Perfektionistin. Ich kann abends nichts liegen lassen bevor ich schlafen gehe. Sonst habe ich gleich schlechte Laune wenn ich morgens aufstehe und die Unordnung vorfinde. Zum anderen ist es mir sehr wichtig, dass sein Rhythmus eingehalten wird. Er hat bisher alle zwei Stunden getrunken und dazwischen geschlafen. Wenn er mal weniger geschlafen hat oder schlecht getrunken, dann hat sich alles verschoben und ich konnte mit ihm gar nichts mehr anfangen. Deswegen fällt es mir schwer ihn jemandem zu überlassen. Ich gebe sehr genaue Anweisungen und am Ende bekomme ich ihn hungrig und übermüdet zurück und darf es dann wieder selber ausbaden. Deswegen war ich die letzten Monate regelrecht ans Bilderbett gefesselt.

    Außerdem hat mich das Anschreien der Brust so belastet, dass ich nun einen Schlussstrich gezogen habe. Ich stille ab und füttere ihn mit Milchpulver. Nach und nach steigen wir sowieso auf beikost um. Ich habe wirklich lange mit mir selbst kämpfen müssen. Es überkam mich dauernd der Gedanke, ich bin eine schlechte Mutter weil ich ihn nicht stillen werde bis er von sich aus sagen kann, dass er genug hat. Aber gleichzeitig habe ich mich, mein Kind und auch meinen Mann damit belastet, dass ich auf Biegen und Brechen das Stillen erzwungen habe. Es geht einfach nicht mehr. Die Flasche verschafft mir wieder Lebensfreude und das möchte und kann es wieder meiner Familie weitergeben.

    Das mit der neuen Fähigkeiten oder Bewegung kann gut möglich sein. Heute durfte Knirps mit am Esstisch in seinem hochstuhl sitzen. Er war sichtlich zufrieden uns zuzuschauen und an seinem Tuch zu lutschen. Definitiv besser als ihn jede Minute vom Bauch auf den Rücken zu drehen weil er doch nicht auf dem Bauch liegen möchte. Ich denke auf dem Boden liegen wird auch entspannter werden, wenn er sich zurückdrehen kann. Und mir geht es so viel besser nachdem er den Flascheninhalt anschreit und nicht mich. Es scheint ihm wohl nicht so zu munden wie Muttermilch. Aber es gibt nun keinen Weg zurück :D

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