Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1
    karin1971 ist offline Stranger
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    Standard Hilft eine Verhaltenstherapie?

    Hallo,

    mein Sohn (9 Jahre) hat ADHS und nimmt seit einem Jahr Medikamente. Er hat in allem gute Fortschritte gemacht; vor allem, da er unter den Medikamente viel kooperativer und konzentrierter ist. Er erhält sonderpädagogischen Förderbedarf aufgrund seines emtionalen Verhaltens.

    Bei ihm ist es so, dass sein Verstand weiter ist, sein emotionales Verhalten jedoch im Vergleich dazu sehr zurück ist. Das führt dazu, dass er immer wieder Konflikte in der Schule hat. Die Pausen sind ein großes Problem, da er oft ausgegrenzt wird. Im Unterricht ist es so, dass wenn er sich überfordert fühlt, oft weint und dann aus der Klasse läuft.

    Tipps oder Zureden von den Lehrern, die sehr geduldig mit ihm sind, sieht er oft als Kritik. Dann wird mit sich und der Welt gehadert; er fühlt sich manchmal angegriffen und kann sich nur wehren, indem er dann Schimpfwörter sagt oder wütende Bewegungen macht.

    Er traut sich wenig zu und hat so nur sehr wenig Selbstbewußtsein.

    Desweiteren hat er so kindliche Züge, wie das Berühren und Drücken der anderen Kinder nicht abgelegt. Das mögen seine Klassenkameraden natürlich gar nicht mehr, aber er hat auch noch keinen Weg gefunden, seine Sprache mehr zu gebrauchen.

    Tja und nun soll eine mögliche Verhaltenstherapie in dem Bereich eine Verbesserung bringen. Er ist auch bereits dafür vorgestellt worden.

    Doch bringt eine solche Therapie eine wirkliche Verbesserung? Er ist geprägt von Ausgrenzung und Zurückweisung. Er glaubt, dass er oft schuldig ist und hat ein geringes Selbstwertgefühl. Manchmal denke ich, er brauch`einfach in dem Bereich noch mehr Zeit als andere Kinder. Durch eigene kleine Erfolge hat sich auch schon etwas getan.

    Die Lehrer meinen jedoch, dass er nicht mehr so behütet sein wird, wenn dann im Schuljahr 2013/2014 der Wechsel an die weiterführende Schule ansteht. Da wäre eine Verhaltenstherapie schon ganz gut.

    Wer kann von Euch sagen, jawohl die Verhaltenstherapie war ein guter Erfolg? Unbedingt machen! Hier spielt auch noch ein zeitlicher Faktor eine Rolle, da das Zentrum nicht gerade um die Ecke ist.

    Ich bin einfach hin und her gerissen.

    Vielen Dank für`s Antworten

    LG Karin

  2. #2
    Mimi5 ist offline Veteran
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    1.361

    Standard Re: Hilft eine Verhaltenstherapie?

    Hallo,

    ehrlich gesagt überrascht mich dein Beitrag ein wenig.

    Du beschreibst massive Verhaltensauffälligkeiten. Es erstaunt mich, dass bisher noch keine VT gelaufen ist.

    Aber es ist ja noch nicht zu spät dafür. Damit bewirkst du keine Wunder. Aber wäre es denn nicht genug, wenn dein Sohn ein wenig besser mit sich zurechtkäme?

    der Älteste hatte VT. Das hatte durchaus Erfolg - aber überschaubaren Erfolg. Der Kleine hat eine heilpädagogische Integrationsförderung Damit haben wir wesentlich bessere Erfahrungen gemacht - aber wenn ich richtig informiert bin, gibt es dieses Angebot nur für Kidnergartenkinder.

    Birgit

    Birgit

  3. #3
    Avatar von Medusa
    Medusa ist offline Legende
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    13.010

    Standard Re: Hilft eine Verhaltenstherapie?

    Zitat Zitat von karin1971 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    mein Sohn (9 Jahre) hat ADHS und nimmt seit einem Jahr Medikamente. Er hat in allem gute Fortschritte gemacht; vor allem, da er unter den Medikamente viel kooperativer und konzentrierter ist. Er erhält sonderpädagogischen Förderbedarf aufgrund seines emtionalen Verhaltens.

    Bei ihm ist es so, dass sein Verstand weiter ist, sein emotionales Verhalten jedoch im Vergleich dazu sehr zurück ist. Das führt dazu, dass er immer wieder Konflikte in der Schule hat. Die Pausen sind ein großes Problem, da er oft ausgegrenzt wird. Im Unterricht ist es so, dass wenn er sich überfordert fühlt, oft weint und dann aus der Klasse läuft.

    Tipps oder Zureden von den Lehrern, die sehr geduldig mit ihm sind, sieht er oft als Kritik. Dann wird mit sich und der Welt gehadert; er fühlt sich manchmal angegriffen und kann sich nur wehren, indem er dann Schimpfwörter sagt oder wütende Bewegungen macht.

    Er traut sich wenig zu und hat so nur sehr wenig Selbstbewußtsein.

    Desweiteren hat er so kindliche Züge, wie das Berühren und Drücken der anderen Kinder nicht abgelegt. Das mögen seine Klassenkameraden natürlich gar nicht mehr, aber er hat auch noch keinen Weg gefunden, seine Sprache mehr zu gebrauchen.

    Tja und nun soll eine mögliche Verhaltenstherapie in dem Bereich eine Verbesserung bringen. Er ist auch bereits dafür vorgestellt worden.

    Doch bringt eine solche Therapie eine wirkliche Verbesserung? Er ist geprägt von Ausgrenzung und Zurückweisung. Er glaubt, dass er oft schuldig ist und hat ein geringes Selbstwertgefühl. Manchmal denke ich, er brauch`einfach in dem Bereich noch mehr Zeit als andere Kinder. Durch eigene kleine Erfolge hat sich auch schon etwas getan.

    Die Lehrer meinen jedoch, dass er nicht mehr so behütet sein wird, wenn dann im Schuljahr 2013/2014 der Wechsel an die weiterführende Schule ansteht. Da wäre eine Verhaltenstherapie schon ganz gut.

    Wer kann von Euch sagen, jawohl die Verhaltenstherapie war ein guter Erfolg? Unbedingt machen! Hier spielt auch noch ein zeitlicher Faktor eine Rolle, da das Zentrum nicht gerade um die Ecke ist.

    Ich bin einfach hin und her gerissen.

    Vielen Dank für`s Antworten

    LG Karin
    Eine Therapie wird seinem Selbstbewusstsein bestimmt gut tun, dafür würde ich auch weitere Strecken in Kauf nehmen.
    Ob es etwas bringt kann man vorher natürlich nie wissen, aber es ist eine Chance.
    Geändert von Medusa (11.05.2012 um 20:22 Uhr)

  4. #4
    Marcie12 ist offline Carpal Tunnel
    Registriert seit
    21.03.2010
    Beiträge
    2.587

    Standard Re: Hilft eine Verhaltenstherapie?

    Hallo,
    bei uns hat sich sogar die Ergo " rentiert".
    Alleine schon der enge Kontakt mit anderen Erwachsenen die ihn ganz anders behandelt haben, anders mit ihm redeten , eine andere Sichtweise und Tricks und Tips äußerten.

    Ausserdem wenn Du dass jetzt nciht machst wirst Du Dir irgendwann denken- war das nicht ein Fehler?

    Ich hab mitgenommen was wir kriegen konnten.

    M

  5. #5
    Tecumseh 2 ist offline mehrMeer
    Registriert seit
    10.09.2002
    Beiträge
    8.123

    Standard Re: Hilft eine Verhaltenstherapie?

    Hi,

    nimm alles mit, was gut für Dein Kind ist.

    Mein Sohn hat nie Medikamente bekommen, ich habe ihn so akzeptiert wie er ist und viele andere fanden ihn auch gut so, manche mochten ihn nicht. Ich denke, das muss man auch lernen.

    Die KL in der GS mochte ihn nicht und konnte wenige seiner Leistungen anerkennen. Nun ist mein Sohn schon seit fast zwei Jahren auf der weiterführenden Schule, ist mit Klassenbester, findet auch seine Freunde und wird gefälliger, obwohl er in die Pubertät kommt.

    Es hilft viel den Kindern zu erklären, wie man selbst früher war. Wenn man den Kindern erklärt, dass man mit Kritik schlecht umgehen konnte hilft das, noch besser ist es auch aufzuzeigen, wie man das Problem gelöst hat.

    VG

    Zitat Zitat von karin1971 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    mein Sohn (9 Jahre) hat ADHS und nimmt seit einem Jahr Medikamente. Er hat in allem gute Fortschritte gemacht; vor allem, da er unter den Medikamente viel kooperativer und konzentrierter ist. Er erhält sonderpädagogischen Förderbedarf aufgrund seines emtionalen Verhaltens.

    Bei ihm ist es so, dass sein Verstand weiter ist, sein emotionales Verhalten jedoch im Vergleich dazu sehr zurück ist. Das führt dazu, dass er immer wieder Konflikte in der Schule hat. Die Pausen sind ein großes Problem, da er oft ausgegrenzt wird. Im Unterricht ist es so, dass wenn er sich überfordert fühlt, oft weint und dann aus der Klasse läuft.

    Tipps oder Zureden von den Lehrern, die sehr geduldig mit ihm sind, sieht er oft als Kritik. Dann wird mit sich und der Welt gehadert; er fühlt sich manchmal angegriffen und kann sich nur wehren, indem er dann Schimpfwörter sagt oder wütende Bewegungen macht.

    Er traut sich wenig zu und hat so nur sehr wenig Selbstbewußtsein.

    Desweiteren hat er so kindliche Züge, wie das Berühren und Drücken der anderen Kinder nicht abgelegt. Das mögen seine Klassenkameraden natürlich gar nicht mehr, aber er hat auch noch keinen Weg gefunden, seine Sprache mehr zu gebrauchen.

    Tja und nun soll eine mögliche Verhaltenstherapie in dem Bereich eine Verbesserung bringen. Er ist auch bereits dafür vorgestellt worden.

    Doch bringt eine solche Therapie eine wirkliche Verbesserung? Er ist geprägt von Ausgrenzung und Zurückweisung. Er glaubt, dass er oft schuldig ist und hat ein geringes Selbstwertgefühl. Manchmal denke ich, er brauch`einfach in dem Bereich noch mehr Zeit als andere Kinder. Durch eigene kleine Erfolge hat sich auch schon etwas getan.

    Die Lehrer meinen jedoch, dass er nicht mehr so behütet sein wird, wenn dann im Schuljahr 2013/2014 der Wechsel an die weiterführende Schule ansteht. Da wäre eine Verhaltenstherapie schon ganz gut.

    Wer kann von Euch sagen, jawohl die Verhaltenstherapie war ein guter Erfolg? Unbedingt machen! Hier spielt auch noch ein zeitlicher Faktor eine Rolle, da das Zentrum nicht gerade um die Ecke ist.

    Ich bin einfach hin und her gerissen.

    Vielen Dank für`s Antworten

    LG Karin

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