Hallo,
erstmal für diejenigen, die eh schon große Angst vor der Geburt haben: Hier nicht weiterlesen Ich suche nach Meinungen, und will hier niemandem Angst machen oder so..

Meine Vorgeschichte, die zu meiner Überschrift führt, ist folgende:
Mein Sohn kam vor fast 9 Jahren per Saugglocke auf die Welt.
Bis dahin hatte ich bereits 26 Stunden Wehen hinter mir, und er hatte sich dermaßen im Becken verkeilt, dass es keinen anderen Ausweg gab.
Soweit, so gut. Problem dabei war, dass ich bei der Entbindung "von oben bis unten" aufgerissen bin, sprich, ich hatte einen Riss im Uterus, einen Muttermund- und einen Scheidenriss.
Ich habe dabei soviel Blut verloren, dass leider keine Zeit mehr für eine Narkose blieb, und man mich am Bett festschnallte und operierte.
Bis dahin hatte ich keinen Ton von mir gegeben, aber da kam ich mir echt vor wie eine Kuh auf dem Schlachthof, und schrie, vor Schmerzen und Angst, was das Zeug hielt.
Zu allem Überfluss hat man mir nicht später mein Kind in den Arm gelegt, sodass dieser Zustand "alles vergessen, als ich es im Arm hielt" nicht eintreten konnte. Ich habe darauf bestanden, mir ihn wenigstens noch anzuschauen, wie er da in seinem Bettchen lag, aber anfassen oder auf den Arm nehmen durfte ich ihn erst am nächsten Tag.

Daraufhin hatte ich mir geschworen, ganz sicher kein zweites Kind mehr zu bekommen, und auch die Ärzte rieten mir, einen großen Abstand von mindestens 4 Jahren zu lassen.

8 Jahre später sieht man das natürlich alles anders...also beschlossen mein Freund und ich, ein zweites Kind zu bekommen, ich wünschte es mir auch sehr!

Gleich nachdem ich schwanger war, fingen dann Alpträume an, in denen ich mich auf dem Geburtsbett sah, wie ich langsam davonschwebte und meinen Erstgeborenen und mein Neugeborenes zurücklassen musste.
Ich hab irgendwie ein richtig schlechtes Gewissen meinem Großen gegenüber, dass ich das Risiko, ihn alleinlassen zu müssen, überhaupt wieder eingegangen bin, nur weil ICH mir ein zweites Kind wünsche.

Ich sprach dann auch mit meinem Frauenarzt darüber, und er sagte, nachdem er sich den Arztbericht von damals besorgt hatte, dass, falls das Kind wieder so groß werden sollte wie mein erstes, ein Kaiserschnitt für mich am besten wäre. Falls aber nicht, könnte und sollte ich normal entbinden, da er Kaiserschnitt auf Bestellung grundsätzlich ablehnt.

Nun habe ich große Angst, dass ich im Falle einer normalen Entbindung derart verkrampfe, dass es wieder schwierig wird...und falls der Arzt keinen Kaiserschnitt anordnet, ich aber darauf bestehe, mir später das Geburtserlebnis fehlen würde.
Ich bilde mir bis heute ein, dass ich meinen Sohn so abgöttisch liebe, auch weil die Geburt so schwer war.

Was sagt Ihr, soll ich auf einen KS bestehen, oder abwarten?
Danke schonmal fürs lange Lesen, und nehmt kein Blatt vor den Mund, ich brauche ehrliche Meinungen :)