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Thema: Rabenmutter?

  1. #1
    Paula_Putzig ist offline enthusiast
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    Standard Rabenmutter?

    Ich gehe ab Februar wieder arbeiten. Leider muss ich Vollzeit, weil sonst mein Arbeitsplatz weg ist. Meine Kleine (fast 5 Monate) geht jetzt zur Eingewöhnung. Ab Februar muss sie dann aber mindestens 8 Stunden. Ich hab ein furchtbar schlechtes Gewissen. Ich stille noch voll, und sie mag die Flashce überhaupt nicht. Am Wochenende mussten wir sie richtig zwingen, zwei Mahlzeiten sind deswegen ausgefallen. Beikost möchte ich in diesem Monat noch starten, mir war aber die Flasche erst mal wichtiger. Sie liebt das Stillen, und fünf Mahlzeiten zwischen sieben und sieben sind normal. Jetzt diskutieren die Erzieherinnen schon mit mir, dass das viel zu dicht aufeinander liegt. Es ist aber mit der Kinderärzting abgesprochen, dafür schläft die Kleine schon seit mehr als zwei Monaten durch. Ich komme mir so schäbig vor, leider ist es aber finanziell nicht anders möglich. Kann mich jemand ein bisschen aufbauen? Ich weiß ja, dass wir den Kindern zu Hause nicht alles beibringen können, aber Teilzeit und Arbeit in der Nähe wäre mir jetzt schon lieber...

  2. #2
    jonima ist offline gelöscht
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    Standard Re: Rabenmutter?

    Hallo,
    mein sohn geht seit dem vierten lebensmonat in die krippe. er ist zwar bereits von anfang an ein flaschenkind, also kann ich dir in bezug auf das stillen keinen rat geben.
    auch für mich war es am anfang schwierig, aber mir haben die gespräche mit den erzieherinnen sehr geholfen und ihre unterstützung in der anfangszeit. ich denke man sollte sich schon auf anregungen von ihnen einlassen, aber auch seine eigenen wünsche formulieren.

    mein sohn wollte absolut keine beikost am anfang essen, ich habe zuhause alles versucht und bin jedesmal verzweifelt, in der krippe klappte es dann ohne probleme.
    ich habe mir immer gesagt, wenn es meinem kind dort nicht gefällt, werde ich es als mutter schon merken, aber ich habe immer einglückliches kind nachmittags abgeholt.

    Also nur Mut, der Anfang ist am schwersten.....


  3. #3
    Karla-S ist offline addict
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    Standard Nur Mut!

    Ich kann dich verstehen, dass du deine Tochter ungern weggibst. Vor allem die Umstellung von immer-zusammen auf täglich-8-h-weg ist schon schwierig.
    Aber mir haben inzwischen schon mehrere arbeitende Mütter gesagt, dass die Mütter meistens mehr Probleme mit der Kita haben und klammern als die Zwerge, die sich meist sehr schnell eingewöhnen.

    Ich kann dir nur den Rat geben, dich selbst schnellstens mit der Situation anzufreunden. Mit den Gegebenheiten musst du sowieso leben. Wenn es die Alternativen daheimbleiben oder Teilzeitarbeiten für dich nicht gibt, dann steh ohne Rabenmuttergefühle zu deiner Entscheidung. Denn wenn dein Baby merkt, dass du nicht dahinterstehst und jeden Tag dein schlechtes Gewissen mitschleppst, wird das möglicherweise auf sie abfärben und sie wird schon vor dem Wegfahren unruhig. Babys registrieren ja viel mehr Stimmungen und ungesagte Worte als die Erwachsenen.
    Meine Hebamme hat mal gesagt, das beste ist, dem Kind in jeder Situation absolute Sicherheit zu geben. "So, wie ich es mache, ist es gut. Ich mache es nach meinen besten Möglichkeiten, auch wenn es manchmal nicht optimal klappt. Du bist sicher und alles ist in Ordnung".
    Ich denke, das gilt auch für einen Job. Gib ihr nicht das Gefühl, du machst jetzt was ganz fürchterliches für euch beide, das du eigentlich gar nicht willst. Wie soll das Baby dann verstehen, warum du es trotzdem machst? Du bist die höchste Instanz und Vertrauensperson. Du musst authentisch sein.

    Übrigens finde ich diese Rabenmutter-Formulierung einfach fürchterlich. Warum ist man eine Rabenmutter, wenn man arbeitet? Und sind dann Väter, die arbeiten oder Hobbys pflegen, Rabenväter?
    Du arbeitest, du hast eine gute Betreuung organisiert. Das ist doch in Ordnung.
    Laut einer Zeitstudie des Statistischen Bundesamts 2003 verbringen übrigens vollzeit berufstätige Mütter nicht weniger aktive Zeit mit ihren Kindern als Hausfrauen.

  4. #4
    Sabrina2310 ist offline stranger
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    Standard Re: Rabenmutter?

    Hallo,
    ich habe ein ähnliches Problem. Mein Sohn ist jetzt 11 Wochen alt und ich muss auch ab Februar wieder Vollzeit arbeiten gehen.
    Ich hab natürlich auch gemischte Gefühle dabei. Zur Zeit stille ich meinen Sohn noch voll. Wir haben aber angefangen ihn an die Flasche zu gewöhnen. War am Anfang nicht einfach vor allem, wenn er richtig Hunger hatte. Ich hab ihn dann zuerst einmal angelegt und von der Brust trinken lassen und dann immer wieder die Flasche (mit Muttermilch) angeboten. Hat so eigentlich ganz gut geklappt. Ist nur leider sehr nervenaufreibend weil er immer wieder wie am Spieß gebrüllt hat. Naja da muss man leider durch...


  5. #5
    Paula_Putzig ist offline enthusiast
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    Standard Re: Rabenmutter?

    Hallo,

    wir können anbieten, wie wir wollen - wenn die Brust nicht kommt, wird geschrieen. Problem dabei ist ja auch, dass sie das wenige, was sie trinkt, wieder ausspuckt. Eigentlich wollte ich es ja noch mit Brei probieren, aber ich kann sie ja nicht völlig aus dem Konzept bringen. Am Samstag haben wir sie einfach mal "hungern" lassen, nach zwei ausgefallenen Mahlzeiten hat sie dann anstandslos die Flasche genommen. Leider hatte sie das am nächsten Tag schon wieder vergessen. So langsam bekomme ich wirklich Panik und ein furchtbar schlechtes Gewissen...

  6. #6
    Paula_Putzig ist offline enthusiast
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    Standard Re: Nur Mut!

    Danke. Mittlerweile geht es auch besser. Das schlechte Gewissen kommt vor allem daher, dass ich nicht mit der Flasche weiterkomme...

  7. #7
    ..Eva.. ist offline newbie
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    Standard Re: Rabenmutter?

    ich kann allen anderen die vor mir geantwortet haben nur zustimmen! so, wie du es machst ist es richtig, das merkt dein kind und ihr werdet eine wunderschöne feiabendzeit miteinander verbringen...
    nur noch ein tipp bzgl der flasche: gib ihr ganz viele verschiedene schnuller, die sie so über tag zur beruhigung nehmen kann.so wird sich ihr mund an die härte der sauger gewöhnen, und an eine andere anatomie!!!!!!!!!!!!!
    viel erfolg

  8. #8
    Pixie ist offline addict
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    Standard Re: Rabenmutter?

    Lass Dir von niemandem, auch von Dir selbst nicht, einreden, Du seist eine Rabenmutter! Leider leben wir in einer Gesellschaft, in der berufstätigen Müttern immer wieder ein schlechtes Gewissen gemacht wird. Hör nicht hin!
    Meine Tochter geht seit ihrem ersten Geburtstag in die Kita. Anfangs hatte ich auch ein schlechtes Gewissen. Aber ich weiß jetzt, dass mir die Berufstätigkeit gut tut. Ich bin dadurch viel ausgeglichener und zufriedener und meine Tochter merkt das. Und ihr tut der Kontakt mit anderen Kindern gut. Nach einigen Wochen Eingewöhnung freut sie sich jetzt richtig darauf, die anderen Kinder und die Betreuer zu sehen.
    Du wirst sehen, dass Deinem Kind Deine Berufstätigkeit nicht schadet!
    LG
    Pixie

  9. #9
    sunshinie ist offline gelöscht
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    Standard Re: Nur Mut!

    >Laut einer Zeitstudie des Statistischen Bundesamts 2003 verbringen übrigens vollzeit berufstätige Mütter nicht weniger aktive Zeit mit ihren Kindern als Hausfrauen.<

    Genau das wird nur leider allzu häufig vergessen.

    Ohne auf Klischees zurückgreifen zu wollen, aber lass dir von (nicht selten früher oder später fast immer mehr oder minder frustrierten) Vollzeit-Müttern kein schlechtes Gewissen machen.
    Solche Debatten sind so unglaublich kulturabhängig, wie vieles im Leben. Auch wenn ich sicher kein Verfechter egozentrischer elterlicher Selbstverwirklichung bin und manche "glorreichen Beispiele" von (deutschen oder ausländischen) Mehrfach-Müttern, die ihre Kinder von Personal großziehen lassen, nur um dann 50-60 und mehr Stunden pro Woche (plus wochenlange Dienstreisen) ihrem Managerinnen-Job nachzugehen zu können und nur ja keine Abstriche machen zu müssen, einfach grauenhaft finde!
    Aber das hat absolut NICHTS mit normalen Müttern und einem normalen Vollzeit-Job zu tun. In anderen Ländern ist es völlig normal, dass Mütter arbeiten und damit auch ein Vorbild für ihre Kinder sind!! Gerade bei Töchtern wünschen sich doch viele Mütter, dass aus ihnen "etwas wird" und sie später einen guten Beruf haben. Seltsamerweise leben aber gerade deutsche Mütter etwas völlig anderes vor. Anders als die Generationen vor ihnen haben die meisten zwar eine Ausbildung, den Job dann wegen den Kindern aber sehr schnell an den Nagel gehängt. Ergo wird wieder vorgelebt, dass die Berufung der Frau eben doch nicht in Ausbildung und Beruf liegt, sondern darin als Hausfrau Kinder großzuziehen.
    Ich kann dein schlechtes Gewissen wirklich gut nachvollziehen. Mein Sohn kam mit 11 Monaten in die Krippe und für mich war es nicht leicht. Aber heute fühlt er sich dort so wohl, spielt und lernt mit seinesgleichen und ich kann beruhigt meiner Arbeit nachgehen. Ich würde es immer wieder so machen.
    Und ganz nebenbei kann ich ihm dabei auch mein Idealbild vorleben, nämlich das einer gleichberechtigten Gesellschaft und Partnerschaft - mit einer Mutter, die ganz selbstverständlich auch arbeitet und ihre Ziele im Leben verwirklicht. Ganz so, wie ich es mir später von ihm und für ihn wünsche.

    Liebe Grüße und alles Gute (auf dass das mit der Stillumstellung mit ein bißchen Geduld bald klappt - bei mir hat es ca. 2 Wochen gedauert)

    Nadja

  10. #10
    Avatar von Babette267
    Babette267 ist offline Legende
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    Standard Keine Rabenmutter

    Ideal ist es wahrscheinlich nicht, vor allem für dich nicht. Aber deine Tochter nimmt da auf die Dauer keinen SChaden. Ich erinnere mich bei meiner Großen, dass sie auch nicht aus der Flasche trinken wollte. In der Krippe haben sie ihr die Milch teilweise mit dem Löffel gefüttert. Das Trinken hat sie abends aber nachgeholt. Bald kommt ja die Beikost, und dann wird so ganz allmählich alles einfacher.
    "Kinder und Uhren dürfen nicht beständig aufgezogen werden, man muss sie auch gehen lassen." Jean Paul

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