Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 23
  1. #1
    Liesmele ist offline Member
    Registriert seit
    05.08.2006
    Beiträge
    116

    Standard "Alte" Eltern und dann noch Einzelkind ...

    Hallo,
    ich mache mir folgende Gedanken. Wir haben uns spät kennengelernt (ich 39, er 41) und uns dann sehr schnell für ein Kind entschieden. Ich wollte schon immer viele Kinder haben, aber mit meinem früheren Partner ging das nicht. Hat auch gleich geklappt. Nach ihrem 1. Geburtstag Anfang 2008 haben wir uns entschieden, dass wir es drauf ankommen lassen, ob es nochmal ein zweites Mal klappt, aber nur eine gewisse Zeit (bis Ende 2008 - also knapp ein Jahr "Versuchszeit"), weil wir gesagt haben, irgendwann sind wir dann zu alt (werd jetzt 44 in diesem Sommer).

    Leider hats nicht geklappt und mein Mann will sich jetzt sterilisieren lassen, dass es auch sicher nicht mehr klappt. Er findet, wir sollten jetzt an uns denken, ich solle wieder arbeiten gehen, er möchte noch mit mir/uns was erleben und wir sind schlichtweg zu alt und wir sollten zufrieden sein, mit dem was wir haben.

    Ich tue mich sehr sehr schwer mit diesem definitiven, endgültigen NEIN, denn gerade weil wir schon sehr alte Eltern sind, finde ich ein Geschwister wichtig, denn wenn wir nicht mehr sind, gibts keine Familie mehr für unsere Tochter (ausser natürlich 8 Cousins und Cousinen, die aber alle älter sind). DAs macht mich traurig und es tut mir leid für unsere Tochter. wir selbst haben beide jeweils 3 Geschwister und ich könnte es mir nicht vorstellen ohne sie.

    Kopfmässig verstehe ich meinen Mann und im Grunde weiss ich auch, dass es nochmal hart werden würde mit einem zweiten (ich pack die Nächte aber noch ganz gut, unsere schläft mit 2 immer noch nicht durch). Ich hab aber einfach das Gefühl, wir sind keine richtige Familie mit nur einem Kind.

    Ich stelle mir vor, dass ich die ganzen nächsten Jahre mit unserer Tochter alleine am Mittagstisch sitze (und auch oft abends) weil mein Mann beruflich viel unterwegs ist und da fang ich fast an zu heulen. Da spüre ich wieder so einen Drang, noch eins haben zu wollen. Ich will einfach nicht, dass es schon vorbei ist.

    Wie soll ich nur entscheiden, mit ein bisschen Hormonunterstützung würde es bestimmt nochmal klappen ...???

    Traurige Grüsse
    liesmele

  2. #2
    justme ist offline Poweruser
    Registriert seit
    31.01.2005
    Beiträge
    5.313

    Standard Re: "Alte" Eltern und dann noch Einzelkind ...

    Hallo Liesmele,

    meinem Mann und mir geht es insofern anders, als wir (41 und 47) mit unserer 3jährigen Tochter und unseren Vollzeitjobs komplett und glücklich sind. Wir planen kein weiteres Kind, Verhütung mit Persona - bei noch regelmäßigen Eisprüngen bei mir - und an den kritischen Tagen eben ungefährlichen Praktiken reicht uns aber. Würde ich versehentlich noch mal schwanger, würden wir die Schwangerschaft auch austagen, aber eben nicht geplant. Ehrlich gesagt, in unserem Alter ist die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, schon deutlich reduzeirt. Auch wenn Östrogen- und LH-Werte (nichts anderes misst Persona) noch so sind, dass ein Eisprung stattfinden könnte, weiß man doch, dass in vielen Zyklen eben keiner mehr stattfindet. Also eine operative Sterilisation in eurem - vor allem deinem - Alter halte ich für übertrieben, zumal es ja offenbar keine Katastrofe wäre, wenn du doch noch mal schwanger würdest. Wenn du Angst vor Langeweile hast: warum fängst du nicht tatsächlich wieder an, zu arbeiten, freust dich über euer Kind und sollte wider Erwarten noch einmal eine Schwangerschaft eintreten und intakt bleiben (auch die Fehlgeburtsraten sind in unserem Alter deutlich erhöht), freust du dich eben auch? Ich denke, du steigerst dich etwas zu viel in den Wunsch hinein - dass es "mit ein bisschen Hormonunterstützung bestimmt noch mal klappen" soll, ist nicht unmöglich, aber unwahrscheinlich. Lass dich vielleicht dahingehend auch noch mal von deinem Frauenarzt beraten und aufklären.
    justme

  3. #3
    Tianna ist offline Stranger
    Registriert seit
    15.01.2009
    Beiträge
    1

    Standard Re: "Alte" Eltern und dann noch Einzelkind ...

    Hallo Liesmele,
    ich kann Dich sehr gut verstehen. Mir geht´s sehr ähnlich; spät kennengelernt (mit knapp 37), sehr schnell zusammengezogen, 1 Jahr später geheiratet, Kinderwunsch gleich da, leider eine Fehlgeburt und dann in 2006 unser Glücksmädchen! Ich (eigentlich noch wir) habe/n immer gesagt, in 2008 muß die Entscheidung fallen, ob noch ein zweites Kind (aus auch den gleichen Gründen wie bei Euch; wie lange sind wir noch da? Spätzchen dann allein (Cousin+Cousine 15/13 Jahre älter und mit eher wenig Kontakt), ich wollte immer 3 Kinder, mit dem Alter dann auf jeden Fall 2...). Hm, nun ist das Jahr um und es ist nichts passiert - auch, weil mein Mann nicht mehr will. 3 Jahre Altersunterschied fand ich super, jetzt wird´s aber wirklich knapp. Alle faktischen Überlegungen meines Mannes kann ich voll und ganz mittragen (Geld, Alter, die Nerven, wird das Kind gesund sein...), allein - mein Gefühl sagt mir immer noch etwas anderes. Meistens geht´s mir gut so, wie´s ist (dann freue ich mich auf all das, was ich mit meiner Tochter genießen kann, und daß eben doch nur sie all das bekommt, was wir ermöglichen können, und ich will ihr auch viel ermöglichen), aber manches Mal ist diese alte Sehnsucht doch wieder da. Ich glaube, Ratio und Emotion haben hier noch einige Schlachten zu kämpfen, aber ich glaube langsam auch, daß ich das (noch mehr) wertschätzen soll, was ich habe, die Risiken werden nicht kleiner (wahrscheinlich hat mein Mann mich mit seinen Ängsten inzwischen angesteckt...), und wir haben doch schon so ein Glück (gehabt).
    Aber ich fühle mit Dir und hoffe, daß Du bald zur Ruhe kommst (wie auch immer geartet).
    Würde mich übrigens freuen, wenn wir in Kontakt blieben. Viele Grüße

  4. #4
    Avatar von Raudi1976
    Raudi1976 ist offline ich bin ich ;o)
    Registriert seit
    03.10.2008
    Beiträge
    10.123

    Standard Re: "Alte" Eltern und dann noch Einzelkind ...

    Ich kann Dich gut verstehen, auch wenn bei mir der Fall anders liegt.

    Ich habe meine Tochter mit 26 bekommen. Mit 28 hatte ich noch eine Fehlgeburt. Beides IFV-Schwangerschaften. Meine Ehe ging 2004 in die Brüche. Seitdem lebe ich alleine. Ich bin jetzt 32. Und seit vier Jahren solo. Glaube auch nicht, das ich so schnell noch mal einen Partner finde...würde mich ehrlich gesagt auch nimmer auf so viele Kompromisse einlassen wie früher, weil man durch das lange allein leben einfach in seinem Rhythmus drin ist und da nur schwer wieder raus kommt.

    Außerdem habe ich Probleme beim schwanger werden! Und für eine erneute IVF würde mir a) das Geld fehlen und b) der Trauschein! Und zu b) ist zu sagen, das ich nicht mehr vor habe zu heiraten!

    Von daher, bin ich überzeugt das ich keine weiteren Kinder mehr haben werde und meine Süße mit mir alleine bleibt. Gut, sie hat einen Halbbruder. Den sieht sie vielleicht einmal im Monat für einen halben Tag. Sie akzeptiert ihn voll und ganz als ihren Halbbruder, aber es ist halt nicht DAS Geschwisterverhältnis wie es wäre, wenn sie zusammen wohnen und aufwachsen würden!

    Hinzu kommt, das ICH immer gerne mehrere Kinder haben wollte. Ich bin selbst Einzelkind. Habe mir immer mindestens zwei Kinder gewünscht, obwohl ich selbst als Kind NICHTS vermisst habe und auch nicht diese Vorurteile gegenüber Einzelkindern teile!!!! Aber, was nicht ist, ist nicht. Ich kann es nicht ändern und erzwingen würde auch nichts bringen. Also mache ich das Beste darauf und genieße die Zeit mit meiner Tochter!!! Doch die Sehnsucht nach einer "großen Familie" ist genauso da wie die Sehnsucht nach einem weiteren Kind...

    LG N.

  5. #5
    Tijana ist offline 20.000 Beiträge gekappt
    Registriert seit
    21.08.2002
    Beiträge
    57.362

    Standard Re: "Alte" Eltern und dann noch Einzelkind ...

    Zitat Zitat von Liesmele Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich mache mir folgende Gedanken. Wir haben uns spät kennengelernt (ich 39, er 41) und uns dann sehr schnell für ein Kind entschieden. Ich wollte schon immer viele Kinder haben, aber mit meinem früheren Partner ging das nicht. Hat auch gleich geklappt. Nach ihrem 1. Geburtstag Anfang 2008 haben wir uns entschieden, dass wir es drauf ankommen lassen, ob es nochmal ein zweites Mal klappt, aber nur eine gewisse Zeit (bis Ende 2008 - also knapp ein Jahr "Versuchszeit"), weil wir gesagt haben, irgendwann sind wir dann zu alt (werd jetzt 44 in diesem Sommer).

    Leider hats nicht geklappt und mein Mann will sich jetzt sterilisieren lassen, dass es auch sicher nicht mehr klappt. Er findet, wir sollten jetzt an uns denken, ich solle wieder arbeiten gehen, er möchte noch mit mir/uns was erleben und wir sind schlichtweg zu alt und wir sollten zufrieden sein, mit dem was wir haben.

    Ich tue mich sehr sehr schwer mit diesem definitiven, endgültigen NEIN, denn gerade weil wir schon sehr alte Eltern sind, finde ich ein Geschwister wichtig, denn wenn wir nicht mehr sind, gibts keine Familie mehr für unsere Tochter (ausser natürlich 8 Cousins und Cousinen, die aber alle älter sind). DAs macht mich traurig und es tut mir leid für unsere Tochter. wir selbst haben beide jeweils 3 Geschwister und ich könnte es mir nicht vorstellen ohne sie.

    Kopfmässig verstehe ich meinen Mann und im Grunde weiss ich auch, dass es nochmal hart werden würde mit einem zweiten (ich pack die Nächte aber noch ganz gut, unsere schläft mit 2 immer noch nicht durch). Ich hab aber einfach das Gefühl, wir sind keine richtige Familie mit nur einem Kind.

    Ich stelle mir vor, dass ich die ganzen nächsten Jahre mit unserer Tochter alleine am Mittagstisch sitze (und auch oft abends) weil mein Mann beruflich viel unterwegs ist und da fang ich fast an zu heulen. Da spüre ich wieder so einen Drang, noch eins haben zu wollen. Ich will einfach nicht, dass es schon vorbei ist.

    Wie soll ich nur entscheiden, mit ein bisschen Hormonunterstützung würde es bestimmt nochmal klappen ...???

    Traurige Grüsse
    liesmele
    Ob jetzt 43 oder 45, irgendwie sehe ich jetzt den Unterschied nicht so recht.

    Und dass es in dem Alter nicht mehr so schnell klappt (gerade unter der Voraussetzung, dass dein Mann ja oft auch nicht da ist) ist doch ganz normal.

    Ich habe ein Einzelkind, war wesentlich jünger als du als sie kam, aber es war von Anfang an klar, dass es aus gesundheitlichen Gründen bei dem einen Kind bleibt.



    Aber mal ganz ab davon, warum denkst du dein Kind stände alleine da? Ihr könnt erstmal sehr alt werden (die Voraussetzungen sind heute ja so, dass das eher wahrscheinlich ist) und es gibt eine Großfamilie die auch noch da ist.

    Für dein Kind ist Geschwister zu haben keine Garantie, dass man sich auch gut versteht.
    GRUSS Tijana

  6. #6
    malsi ist offline Carpal Tunnel
    Registriert seit
    26.10.2008
    Beiträge
    2.575

    Standard Re: "Alte" Eltern und dann noch Einzelkind ...

    Zitat Zitat von Tijana Beitrag anzeigen

    Für dein Kind ist Geschwister zu haben keine Garantie, dass man sich auch gut versteht.
    Wohl wahr. Mein engstes Familienverhältnis hatte ich nicht zu meiner Schwester, sondern zu einem Cousin, der auch deutlich älter war als ich. Leider ist er tödlich verunglückt.

    Sehr viel Halt geben mir meine besten Freundinnen, das ist auch fast wie Familie.

    Wobei es schon noch mal was anderes ist, wenn sich Geschwister später mal die Verantwortung für die älter und gebrechlicher werdenden Eltern teilen, sich austauschen können. Aber leider sind die Familien selten so harmonisch, dass das klappt.

    Gruß
    Malsi
    Wenn immer der Klügere nachgibt, kann nie was Gescheites rauskommen (frei nach M. Rommel).

  7. #7
    malsi ist offline Carpal Tunnel
    Registriert seit
    26.10.2008
    Beiträge
    2.575

    Standard Re: "Alte" Eltern und dann noch Einzelkind ...

    Zitat Zitat von Tijana Beitrag anzeigen
    Ob jetzt 43 oder 45, irgendwie sehe ich jetzt den Unterschied nicht so recht.



    Finde ich schon. Irgendwann ist halt einfach auch eine Grenze überschritten. Das geht nicht unbedingt von heute auf morgen, aber die Grenze beginnt schleichend (nach meinem Geschmack) mit 43 und endet dann auch bald. Ich finde einfach, dass man mit 50 nicht mehr vor dem Kindergarten stehen sollte um sein Kind abzuholen. Man tut auch dem Kind keinen allzu großen Gefallen.

    Das mag man anders sehen, aber es ist meine Meinung.

    Gruß
    Malsi
    Wenn immer der Klügere nachgibt, kann nie was Gescheites rauskommen (frei nach M. Rommel).

  8. #8
    justme ist offline Poweruser
    Registriert seit
    31.01.2005
    Beiträge
    5.313

    Standard Re: "Alte" Eltern und dann noch Einzelkind ...

    Liebe Liesmele,

    wenn schon keine eigenen Kinder mehr, kommt dafür für uns der Großeltern-Aspekt näher - damit überraschte mich mein Mann gestern Abend. Er rechnete: "Also, wenn unsere Kleine mit 23 schwanger würde, wäre ich 67 und vermutlich gerade emeritiert und, och, dann hätte ich schon Lust, mein Enkelkind zu betreuen, wenn unsere Kleine noch studiert, in der Ausbildung ist oder eben arbeitet..." :D Ich als Oma wäre dann ja erst 61 und voraussichtlich noch mindestens fünf Jahre Vollzeit berufstätig. Für einen Vater mit dem Lebensentwurf, zu studieren, zu arbeiten und dann seine ebenfalls nicht mehr ganz junge Frau mit ähnlicher Karriere kennenzulernen und mit Anfang 40 erst Vater zu werden, sind das Töne, die ich nicht erwartet hätte... aber gut! Ich glaube, unser Leben wird nicht langweilig werden, auch nicht, wenn wir mit 67 aufhören, zu arbeiten.
    justme

  9. #9
    onki ist offline Stranger
    Registriert seit
    03.02.2009
    Beiträge
    1

    Standard Re: "Alte" Eltern und dann noch Einzelkind ...

    Hallo Liesmele und ein Hallo an alle anderen,

    ich bin 37 Jahre alt, mein Sohn ist 4 und wird leider Einzelkind bleiben. Ich kann deine "Qualen" sehr gut nachvollziehen. Ich hätte zwar noch ein bißchen Zeit für ein Zweites, aber es gibt bei uns zig gut Gründe,u.a. Gesundheitliche, die dagegen sprechen. Aufgrund dieser Gründe möchte mein Mann kein Kind mehr und gegen den Willen meines Mannes würde ich es nie darauf ankommen lassen.
    Mein Sohn hat zwar bisher erst einmal geäußert, dass er Geschwister möchte, das fiel in die Kategorie- ich möchte die Drachenburg von Playmo, ich möchte die Polzeistation von Playmo- und ich weiß auch gar nicht, ob ich ihm mit Geschwistern ausschließlich einen Gefallen tun würde, aber ich wollte immer 2 Kinder. Mein Motto war immer entweder keines oder zwei. Ist total blöd und undankbar, war aber so. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht traurig bin. Ich bin eigentlich ein sehr rationaler Mensch und es spricht nichts dagegen derzeit zufrieden zu sein. Mein Sohn ist ein Sonnenschein, wir kommen als Kleinfamilie bestens zurecht.
    Was echt hart ist, dass alle unsere Bekannten, die Kinder haben, inzwischen 2 haben oder sogar 3. Ich mußte mich schon häufig, dafür rechtfertigen, warum wir das Projekt 2. Kind nicht angehen. Ich habe im ganzen Freundes- und Bekanntenkreis nicht eine Ein-Kind-Familie. Das ist aber nur die halbe Erklärung. Das Problem, bzw. der Wunsch sitzt einfach tief in mir verankert und ich komme nicht davon los.
    Liesmele, ich kenne das, dieses Traurigsein, wenn ich mit meinem Sohn alleine am Tisch sitze. Mein Mann war letztes Jahr 6 Wochen weg und ich hatte ganz häufig Gäste, um dieser Situation zu entgehen, auch weil ich Angst habe, dass meinem Sohn das Defizit bewußt wird, wenn er so oft mit mir alleine ist. Wenn wir unterwegs sind, bin ich immer auf der Suche nach anderen Einkindfamilien, sehe aber häufig nur Familien mit mehreren Kindern. Ich habe sogar schon intensiv über Pflegekind nachgedacht (Adoption kommt für mich nicht in Frage); aber das ist auch keine wirklich glorreiche Idee.
    Hast du wenigstens andere Einkindmütter, mit denen du dich austauschen kannst (abgesehen vom Forum), hast Menschen um dich herum, die dich verstehen?
    Ich hoffe es!!!

    L.G.

    Anke

  10. #10
    Gast

    Standard Re: "Alte" Eltern und dann noch Einzelkind ...

    Kann die Überlegungen nicht nachvollziehen - wenn Du morgen um kippst, finden sich immer Freunde und Verwandte die EIN Kind aufnehmen - zwei Kinder in einer Familie unter zu bringen ist da sehr viel schwieriger. Sieh lieber zu, dass Du dem Kind eine gute Basis aufbaust, viele Freunde hast, die ggf. einen Jugendlichen oder jungen Erwachsenen unterstützen, wenn Ihr nicht mehr seid, zu denen auch das Kind eine Bezugsbasis hat. Meine Mutter ist letztes Jahr plötzlich von heute auf morgen mit 53 gestorben - da hätten mir Geschwister nichts genützt, aber zumindest ein halbwegs großes Plus auf dem Konto, um erst mal alle Kosten begleichen zu können. - immerhin muss man Miete etc. alles 3 Monate weiter zahlen, Beerdigung etc. waren mal eben knapp 10.000 Euro. Da ich selbst gerade weniger gearbeitet habe wegen Nachwuchs war mein Konto halbwegs leer - da kommt Freude auf.

    Ich kenne keine Geschwisterpaare, bei denen die Eltern frühzeitig verstorben sind, die sich gegenseitig wirklich eine Hilfe waren und nicht eher gegenseitig im Weg gestanden hätten, da der eine meint er müsse sein Leben lang auf den anderen aufpassen/bevormunden - kein Geschwisterpaar wo es nicht Streit um die Form der Beerdigung und das Erbe gegeben hätte.

    Ich war in der Situation froh, dass ich schnell und einfach alleine entscheiden konnte wie ich die Beerdigung gestalte - der Rest der Familie hat mir ausreichend zugesetzt, da hätte ich keine Nerve mehr gehabt mich mit einem gleichfalls Erb- und Bestattungsberechtigten auseinander zu setzen.

    ...und es ist traurig, dass meine Mama nicht mehr da ist, obgleich ich nicht immer die beste Beziehung zu ihr hatte, aber ich fühle mich deswegen nicht einsamer, hilfloser etc. da meine Eltern ein Glück dafür gesorgt haben, dass ich früh selbständig die Verantwortung für mein Leben übernehme.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •