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  1. #1
    Gast

    Standard Krebs – Wie mit Kindern darüber reden?

    Leider ist bei meinem Vater ein Tumor in der Lunge festgestellt worden. :(

    Mein Vater war im Krankenhaus zur Diagnose und ist dann Ende letzer Woche wieder entlassen worden. Jetzt soll nächste Woche ambulant eine Chemotherapie beginnen, da operativ nichts zu machen ist.

    An diejenigen unter Euch, die so etwas auch schon erleben mussten: Wie habt ihr das euren Kinder erklärt und habt ihr ihnen auch direkt erzählt, wie schlimm diese Erkrankung ist?

    Wir haben meinen Vater im Krankenhaus besucht und waren auch das ganze letzte Wochenende bei meinen Eltern zu Besuch. Mein weiß also, dass sein Opa krank ist, aber noch habe ich ihm nicht genau erklärt, um was es geht, sondern nur gesagt, dass die Ärzte noch suchen, was der Opa hat und dann entschieden werden muss, wie es weiter geht (war im Krankenhaus schließlich auch so).

    Aber nun bin ich ehrlich gesagt etwas ratlos, was ich wann und wie erkläre.
    Nächste Woche fahren wir wieder ein paar Tage dorthin und dann beginnt auch die Chemotherapie. Ich finde, dass ich das schon vorher erklären sollte, bin mir aber irgendwie sehr unsicher, wie ich das am besten mache.
    Mein Sohn (12) ist schließlich nicht mehr klein und versteht schon eine Menge. Aber ich habe schon Angst, dass er sich dann viel zu große Sorgen über das Sterben macht (wenn ich da nur an die Reaktionen bei gestorbenen Haustieren denke).

    Über einen Rat wäre ich also sehr dankbar.
    Geändert von -phantomias- (30.06.2010 um 22:29 Uhr)

  2. #2
    Avatar von rasbora
    rasbora ist offline Manchmalreingucker
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    Standard Re: Krebs – Wie mit Kindern darüber reden?

    Zitat Zitat von -phantomias- Beitrag anzeigen
    Leider ist bei meinem Vater ein Tumor in der Lunge festgestellt worden. :(

    Mein Vater war im Krankenhaus zur Diagnose und ist dann Ende letzer Woche wieder entlassen worden. Jetzt soll nächste Woche ambulant eine Chemotherapie beginnen, da operativ nichts zu machen ist.

    An diejenigen unter Euch, die so etwas auch schon erleben mussten: Wie habt ihr das euren Kinder erklärt und habt ihr ihnen auch direkt erzählt, wie schlimm diese Erkrankung ist?

    Wir haben meinen Vater im Krankenhaus besucht und waren auch das ganze letzte Wochenende bei meinen Eltern zu Besuch. Mein weiß also, dass sein Opa krank ist, aber noch habe ich ihm nicht genau erklärt, um was es geht, sondern nur gesagt, dass die Ärzte noch suchen, was der Opa hat und dann entschieden werden muss, wie es weiter geht (war im Krankenhaus schließlich auch so).

    Aber nun bin ich ehrlich gesagt etwas ratlos, was ich wann und wie erkläre.
    Nächste Woche fahren wir wieder ein paar Tage dorthin und dann beginnt auch die Chemotherapie. Ich finde, dass ich das schon vorher erklären sollte, bin mir aber irgendwie sehr unsicher, wie ich das am besten mache.
    Mein Kind ist schließlich nicht mehr klein und versteht schon eine Menge. Aber ich habe schon Angst, dass er sich dann viel zu große Sorgen über das Sterben macht (wenn ich da nur an die Reaktionen bei gestorbenen Haustieren denke).

    Über einen Rat wäre ich also sehr dankbar.
    Vor ein paar Jahren wurde bei meinem Schwiegervater Leberkrebs festgestellt. Er starb bereits 6 Wochen nach der Diagnose
    Da wir alle selbst so fassungslos waren, habe ich eigentlich immer genau erklärt was Sache ist. Sie haben ja eh gemerkt, wie fertig und traurig wir alle waren. Kinder gehen meistens mit solchen Dingen sehr viel unkomplizierter um als wir Erwachsenen. Ich bin immer mit der Wahrheit am Besten gefahren.

    Achja, die Kinder waren 12 und 9 Jahre alt
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    sporadisch falsche Groß- und Kleinschreibung bitte großzügig ignorieren, Handy macht gerne was es will.

  3. #3
    HellaMadrid ist gerade online Legende
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    Standard Re: Krebs – Wie mit Kindern darüber reden?

    Zitat Zitat von -phantomias- Beitrag anzeigen
    Leider ist bei meinem Vater ein Tumor in der Lunge festgestellt worden. :(

    Mein Vater war im Krankenhaus zur Diagnose und ist dann Ende letzer Woche wieder entlassen worden. Jetzt soll nächste Woche ambulant eine Chemotherapie beginnen, da operativ nichts zu machen ist.

    An diejenigen unter Euch, die so etwas auch schon erleben mussten: Wie habt ihr das euren Kinder erklärt und habt ihr ihnen auch direkt erzählt, wie schlimm diese Erkrankung ist?

    Wir haben meinen Vater im Krankenhaus besucht und waren auch das ganze letzte Wochenende bei meinen Eltern zu Besuch. Mein weiß also, dass sein Opa krank ist, aber noch habe ich ihm nicht genau erklärt, um was es geht, sondern nur gesagt, dass die Ärzte noch suchen, was der Opa hat und dann entschieden werden muss, wie es weiter geht (war im Krankenhaus schließlich auch so).

    Aber nun bin ich ehrlich gesagt etwas ratlos, was ich wann und wie erkläre.
    Nächste Woche fahren wir wieder ein paar Tage dorthin und dann beginnt auch die Chemotherapie. Ich finde, dass ich das schon vorher erklären sollte, bin mir aber irgendwie sehr unsicher, wie ich das am besten mache.
    Mein Kind ist schließlich nicht mehr klein und versteht schon eine Menge. Aber ich habe schon Angst, dass er sich dann viel zu große Sorgen über das Sterben macht (wenn ich da nur an die Reaktionen bei gestorbenen Haustieren denke).

    Über einen Rat wäre ich also sehr dankbar.
    Mein Vater ist ja letztes Jahr an Prostatakrebs erkrankt, wurde mittlerweile zwei Mal operiert, bekommt eine Hormonersatztherapie. Gott sei Dank hat er sich extrem gut erholt und lebt sein aktives Leben weiter.
    Ich habe meinen Kindern auf Nachfrage erklärt, was die Prostata ist, dass da Zellen "falsch" gewachsen sind und weg operiert werden müssen. Ich habe erklärt, dass Krebs eine sehr schwere Erkrankung ist, aber dass wir Glück im Unglück haben, weil diese Art Krebs noch zu der heilbareren Sorte gehört.
    Sie haben gefragt, ob der Opa sterben wird. Ich habe gesagt, dass wir das eigentlich nicht glauben, aber dass es durchaus passieren kann. Über Tod und Sterben wurde hier schon zu verschiedenen Gelegenheiten leider geredet und ich verschweige lieber nichts.
    Ich finde, Du musst sagen, dass der Opa sehr schwer krank ist, aber dass ihr Hoffnung habt.
    Ich drücke die Daumen, dass Dein Vater es schafft.

  4. #4
    Gast

    Standard Re: Krebs – Wie mit Kindern darüber reden?

    Zitat Zitat von -phantomias- Beitrag anzeigen
    Leider ist bei meinem Vater ein Tumor in der Lunge festgestellt worden. :(

    Mein Vater war im Krankenhaus zur Diagnose und ist dann Ende letzer Woche wieder entlassen worden. Jetzt soll nächste Woche ambulant eine Chemotherapie beginnen, da operativ nichts zu machen ist.

    An diejenigen unter Euch, die so etwas auch schon erleben mussten: Wie habt ihr das euren Kinder erklärt und habt ihr ihnen auch direkt erzählt, wie schlimm diese Erkrankung ist?

    Wir haben meinen Vater im Krankenhaus besucht und waren auch das ganze letzte Wochenende bei meinen Eltern zu Besuch. Mein weiß also, dass sein Opa krank ist, aber noch habe ich ihm nicht genau erklärt, um was es geht, sondern nur gesagt, dass die Ärzte noch suchen, was der Opa hat und dann entschieden werden muss, wie es weiter geht (war im Krankenhaus schließlich auch so).

    Aber nun bin ich ehrlich gesagt etwas ratlos, was ich wann und wie erkläre.
    Nächste Woche fahren wir wieder ein paar Tage dorthin und dann beginnt auch die Chemotherapie. Ich finde, dass ich das schon vorher erklären sollte, bin mir aber irgendwie sehr unsicher, wie ich das am besten mache.
    Mein Kind ist schließlich nicht mehr klein und versteht schon eine Menge. Aber ich habe schon Angst, dass er sich dann viel zu große Sorgen über das Sterben macht (wenn ich da nur an die Reaktionen bei gestorbenen Haustieren denke).

    Über einen Rat wäre ich also sehr dankbar.

    Kommt auf das Alter deiner Kinder an und darauf, ob sie selbst nachfragen.

    Wenn sie nachfragen, unbedingt die Wahrheit (was ist die Wahrheit?) erzählen und auch von den eigenen Ängsten und der eigenen Ratlosigkeit berichten.

    Kinder haben eine sehr feine Ader für diese Dinge.

    Dann kommt es darauf an, welche Zugänge deine Kinder haben.

    Zu dem Thema gibt es inzwischen sehr viele Kinderbücher.

    Aber mit der Wahrheit habe ich die besten Erfahrungen gemacht.

  5. #5
    Gast

    Standard Re: Krebs – Wie mit Kindern darüber reden?

    Zitat Zitat von rasbora Beitrag anzeigen
    ...........
    Das wird wahrscheinlich auch das beste sein. Die Fakten kurz erklären und dann einfach bei der Wahrheit bleiben. Also, werde ich mir wohl in den nächsten Tagen ein Herz fassen und mit meinem Sohn reden.
    Wer weiß schließlich schon, wieviel Zeit uns noch bleibt?

  6. #6
    Avatar von rasbora
    rasbora ist offline Manchmalreingucker
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    Standard Re: Krebs – Wie mit Kindern darüber reden?

    Zitat Zitat von -phantomias- Beitrag anzeigen
    Das wird wahrscheinlich auch das beste sein. Die Fakten kurz erklären und dann einfach bei der Wahrheit bleiben. Also, werde ich mir wohl in den nächsten Tagen ein Herz fassen und mit meinem Sohn reden.
    Wer weiß schließlich schon, wieviel Zeit uns noch bleibt?
    Ich drück euch alle Daumen, dass ihr noch längere Zeit habt.
    -------------------------------------------------------------------------------------------------------
    sporadisch falsche Groß- und Kleinschreibung bitte großzügig ignorieren, Handy macht gerne was es will.

  7. #7
    Gast

    Standard Re: Krebs – Wie mit Kindern darüber reden?

    Zitat Zitat von HellaMadrid Beitrag anzeigen
    .............
    Ich finde, Du musst sagen, dass der Opa sehr schwer krank ist, aber dass ihr Hoffnung habt.
    Ich drücke die Daumen, dass Dein Vater es schafft.
    Die Ärzte haben meinen Eltern schon gesagt, dass diese Chemotherapie in erster Linie lebensverlängernd ist. Leider hat der Krebs schon Metastasen gebildet und daher sind die Aussichten nicht gut.

    Das der Opa krank ist, weiß mein Sohn auch schon. Aber eben noch nicht, um welche Krankheit es sich handelt und wie schlimm es wirklich steht.

  8. #8
    Gast

    Standard Re: Krebs – Wie mit Kindern darüber reden?

    Zitat Zitat von -phantomias- Beitrag anzeigen
    Das wird wahrscheinlich auch das beste sein. Die Fakten kurz erklären und dann einfach bei der Wahrheit bleiben. Also, werde ich mir wohl in den nächsten Tagen ein Herz fassen und mit meinem Sohn reden.
    Wer weiß schließlich schon, wieviel Zeit uns noch bleibt?
    Genau, man muss Kindern auch diese Zeit "gönnen".

    Kinder verstehen mehr, als wir gemeinhin denken und wenn wir meinen, wir könnten etwas Schlimmes geheimhalten, geht das nach Hinten los und sie fühlen sich betrogen.

    Wie alt sind deine Kinder?

    Ich würde bei Gelegenheit im Krankenhaus nach Adressen nachfragen, die einem Hilfen für die Kinder vermitteln können, wenn es prekär wird, auch weil du als Kind ja selbst keine große Hilfestellung geben kannst (evtl.).
    Mittlerweile gibt es da Anlaufstellen in Großstädten.

    Wichtig fände ich es, den Kindern in jedem Fall den Kontakt zum Opa aufrecht zu erhalten.

    Je nach Alter.

  9. #9
    Avatar von Andrea
    Andrea ist offline I feel good
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    Standard Re: Krebs – Wie mit Kindern darüber reden?

    Zitat Zitat von -phantomias- Beitrag anzeigen
    Leider ist bei meinem Vater ein Tumor in der Lunge festgestellt worden. :(

    Mein Vater war im Krankenhaus zur Diagnose und ist dann Ende letzer Woche wieder entlassen worden. Jetzt soll nächste Woche ambulant eine Chemotherapie beginnen, da operativ nichts zu machen ist.

    An diejenigen unter Euch, die so etwas auch schon erleben mussten: Wie habt ihr das euren Kinder erklärt und habt ihr ihnen auch direkt erzählt, wie schlimm diese Erkrankung ist?

    Wir haben meinen Vater im Krankenhaus besucht und waren auch das ganze letzte Wochenende bei meinen Eltern zu Besuch. Mein weiß also, dass sein Opa krank ist, aber noch habe ich ihm nicht genau erklärt, um was es geht, sondern nur gesagt, dass die Ärzte noch suchen, was der Opa hat und dann entschieden werden muss, wie es weiter geht (war im Krankenhaus schließlich auch so).

    Aber nun bin ich ehrlich gesagt etwas ratlos, was ich wann und wie erkläre.
    Nächste Woche fahren wir wieder ein paar Tage dorthin und dann beginnt auch die Chemotherapie. Ich finde, dass ich das schon vorher erklären sollte, bin mir aber irgendwie sehr unsicher, wie ich das am besten mache.
    Mein Sohn (12) ist schließlich nicht mehr klein und versteht schon eine Menge. Aber ich habe schon Angst, dass er sich dann viel zu große Sorgen über das Sterben macht (wenn ich da nur an die Reaktionen bei gestorbenen Haustieren denke).

    Über einen Rat wäre ich also sehr dankbar.
    Das erste Mal waren meine Kinder fünf und acht Jahre alt. Da war es ihre Urgroßmutter.

    Dann waren sie acht und elf Jahre alt. Da war es ein Freund von Tochter.

    Jetzt sind sie 16 und 13 und es ist ihr Großvater.

    Ich beantworte die Fragen, die sie haben.
    Und von Anfang an wußten sie um den Ernst der Lage, bei allen drei Fälllen.
    Offenheit und Ehrlichkeit waren und sind für mich da unabdingbar. So grausam das auch ist.
    ___________________________________
    verschwurbelter Gutmensch im Reihenhaus

  10. #10
    Gast

    Standard Re: Krebs – Wie mit Kindern darüber reden?

    Zitat Zitat von Gaxx Beitrag anzeigen
    .............
    Wenn sie nachfragen, unbedingt die Wahrheit (was ist die Wahrheit?) erzählen und auch von den eigenen Ängsten und der eigenen Ratlosigkeit berichten.........
    Noch fragt mein Sohn (12) gar nicht nach, weil er eben nur weiß, dass Opa krank ist, aber noch nicht genau weiß, wie schlimm es wirklich ist.

    Wir wohnen nicht mehr im gleichen Ort wie meine Eltern, daher hat er das jetzt noch nicht so mitbekommen, weil wir das auch erst kurz wissen.
    Aber wir sind oft am Wochenende bei meinen Eltern oder jetzt eben auch länger in den Ferien und haben früher auch dort gewohnt.

    Daher muss und will ich das am besten irgendwie erklären, bevor wir das das nächste Mal hinfahren.

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