entwickelte sich ein Gespräch mit Angehörigen eines Patienten, aus dem hervorging, dass die wirklich NULL Ahnung hatten, wie unsere Arbeit finanziert wird.

Die gingen allen Ernstes davon aus, dass WIR - respektive mein Chef - die Preise selber festlegen und aus eigenem Antrieb immer mehr Arbeit in immer kleineren Zeitfenstern erledigen, um unseren Gewinn zu maximieren... und waren entsprechend entsetzt über meine Erklärung, wie es tatsächlich abläuft.

Was mich daran entsetzt hat: es handelt sich bei diesen Angehörigen um Menschen meines Alters, die voll im Berufsleben stehen und von denen man irgendwie erwartet, dass sie sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben - immerhin sind sie ja unmittelbar betroffen.

Deswegen frage ich einfach mal in die Runde: habt ihr eine Vorstellung davon, wie viele Minuten wir bezahlt bekommen

a) von der Krankenkasse für eine Medi-Gabe
(einschließlich Richten des Tages- oder Wochendispensers, sofern vorhanden)

b) von der Pflegekasse für eine 'kleine Toilette' (Gesicht, Hände, Arme, Rücken, Intimbereich waschen, Inkontinenzversorgung, Hautpflege und Umkleiden) im Bett oder am Waschbecken?

Die Zeit zählt vom Verlassen bis zum Erreichen des Autos und umfasst neben der eigentlichen Arbeit auch die komplette Dokumentation. Besonderheiten wie der 300 m lange Fußweg zum Hauseingang oder die Wohnung im 6. Stock mit dauerkaputtem Aufzug werden nicht berücksichtigt, sie gehören zu unserem Fitness-Programm