Ich bekomme langsam die Krise.

Tochters Schule ueberraschte uns mit einem Projekt: Book Week.

Hoehepunkte sind: mal eine Szene aus Deinem Lieblingsbuch und komm verkleidet als Deine Lieblingsfigur in einem Buch.

Tja, Tochters Lieblingsbuecher sind in England entweder praktisch unbekannt bzw es gibt sie gar nicht - Kinder von Bullerbue, Die Wawuschel, Das kleine Gespenst

Das Bild malen ging ja noch, die Eltern mussten eh eine Erklaerung dazuschreiben. Selbst die Lehrerin verzweifelt wohl an der Darstellung von Vierjaehrigen.

Die Verkleidungsgeschichte war dann auch geklaert, dachte ich. Wir hatten und auf Pippi Langstrumpf geeinigt. Nur: die Illustrationen sind verschieden. In England traegt sie nicht das knallgelbe Kleid, sie traegt Blau. Grrrr.

Immerhin fand ich letzteres heraus, bevor ich ein altes Sommerkleid massakrierte.

Was macht Ihr? Ich wollte eigentlich nicht hingehen und Tochter nur englische Kinderbuecher in deutscher Uebersetzung vorlesen. Die gibt es bei uns auch, Der Kleine Lord z.B liegt hier aus meiner Kindheit. Oder nur deutsche Buecher, die es hier auch gibt? Immerhin fand ich letztens "Lauras Stern".

Mir sind englische Kinderbuecher, mal von den Klassikern abgesehen, sehr stereotypisch. Prinzessinen, Feen, Maerchen fuer die Maedchen und Ritter, Ninjas, Star Wars usw. fuer die Jungs.

Es gibt bei uns abends ein Kapitel aus einem deutschen Buch und entweder ein Erstleser-Englisch Buch oder ein Kapitel aus einem englischen Buch. Die kommen alle aus der Buecherei.

Tagsueber wird vorgelesen, was Tochter in die Finger bekommt, wobei ich versuche auf ein vernuenftiges Maß an deutschen Buechern zu achten. Da sie jetzt lesen lernt in der Schule haben wir halt viele Erstleser-Buecher daheim zum ueben.So kenne ich inzwischen fast alle englischen Volkssagen.

Nemt Ihr Ruecksicht darauf, dass Eure Kinder auf dem Schulhof mitreden koennen?