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Thema: Zürück in D von Kanada, Entschluss bereut...

  1. #1
    lalelu0815 ist offline Member
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    Standard Zürück in D von Kanada, Entschluss bereut...

    gelöscht
    Geändert von lalelu0815 (26.07.2010 um 12:23 Uhr)

  2. #2
    Avatar von putzipoo
    putzipoo ist offline Veteran
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    Standard Re: Zürück in D von Kanada, Entschluss bereut...

    Zitat Zitat von lalelu0815 Beitrag anzeigen
    gelöscht
    Schade, mich haetten die Détails interessiert :D
    "Mieux vaut se perdre que de ne jamais partir"

  3. #3
    lalelu0815 ist offline Member
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    Standard Re: Zürück in D von Kanada, Entschluss bereut...

    Hallo,
    nun ja. Wir haben 8 Jahre in Kanada gelebt und sind jetzt seit ca 1 Jahr zurück. Gründe waren heimweh, schlechtes Gesundheitssystem und irgendwie konnten wir uns nicht vorstellen für immer dort zu bleiben.

    Problem ist jetzt das mein Mann hier todunglücklich ist.
    Hat regelrecht Depressionen, kommt mit den Menschen nicht mehr klar.

    Ich vermisse Kanada auch, insbesondere die lockere Art der Kanadier, sehe aber auch die Vorteile hier in Deutschland zu leben.
    Ich geniesse die schönen alten Städte (fussgaengerzonen und FAchwerkhäuser weiss man erst wenn man zurück kommt zu schätzen..)
    Sohnemann ist fast 5 und fühlt sich pudelwohl im Kindergarten.
    Es ist so toll für ihn Oma und Opa zu haben die ihn verwöhnen, mir würde es irgendwie leid tun ihn jetzt wieder rauszureissen.
    Meiner Mutter würde es das Herz brechen..

    Mein Mann würde am liebsten sofort die koffer packen und zürück gehen.
    ich weiss nicht so richtig was ich will, weil beide Länder ihre Vor und Nachteile haben.

    Geht/ging esjemandem ähnlich?

    Ist es fair von mir zu sagen, ich will nicht mehr weg?

    Danke fürs lesen

  4. #4
    Avatar von putzipoo
    putzipoo ist offline Veteran
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    Standard Re: Zürück in D von Kanada, Entschluss bereut...

    Das Thema hat mich interessiert, weil wir einst Aehnliches erlebt haben.

    Wir haben vor einigen Jahren schon mal in Montréal gelebt, am Anfang war es aufregend (fuer mich zumindest, mein Mann stammt von hier), dann plagte und das Heimweh. Nicht speziell nach Deutschland, sondern nach Europa, nach der europaeischen Art zu leben, z.B. auch nach pittoresken Kleinstaedten mit gemuetlichen Fussgaengerzonen, wie Du sie jetzt wieder hast.

    So sind wir also nach knapp zwei Jahren Montréal zurueck nach Paris, von da aus weiter nach Muenchen. Und zurueck in Europa fielen mir ploetzlich auch viele Dinge auf, die mich dort nervten und die in Kanada besser waren.

    Mittlerweile sind wie wieder hier in Montréal, ich sage nicht fuer immer, aber auf jeden Fall fuer lange Jahre.

    Waeren wir damals hiergeblieben, ich waere hier nicht gluecklich geworden. Ich haette immer wehmuetig an unsere Zeit in Paris zurueckgedacht, wo wir lebten, bevor wir nach MOntréal gingen. So hatte ich das alles noch mal fuer einige Jahre, und kann mich voll und ganz auf Kanada einlassen.

    Ich denke, man neigt gern dazu, das in der Vergangenheit erlebte zu "verherrlichen", wenn Du weisst, was ich meine. Man erinnert sich gern an all die guten Seiten und verdraengt die schlechten. Ging mir jedenfalls so. Jetzt bist Du in Deutschland und denkst wehmuetig an Kanada. In Kanada hattest Du Heimweh nach Deutschland. Wie Du schon sagst, beide Laender haben ihre Vor- und ihre Nachteile. Macht euch klar, wo eure Prioritaeten sind, mit welchen Werten euer Kind aufwachsen soll, und entscheidet dann danach.

    Naehe zur Familie finde ich wichtig. Ich habe hier nicht meine eigene Familie, aber die meines Mannes, der ich sehr nahe stehe. Aber zu dem Punkt "meiner Mutter wuerde es das Herz brechen" kann ich nur sagen: Macht, was fuer euch drei als Familie das beste ist. Die Eltern muessen verstehen, dass die Kinder sich abgenabelt haben und ein eigenstaendiges Leben fuehren, auch wenn dies auf einem anderen Kontinent stattfindet.
    "Mieux vaut se perdre que de ne jamais partir"

  5. #5
    Gast

    Standard Re: Zürück in D von Kanada, Entschluss bereut...

    sorry falsch angehaengt

    Geändert von sockeye (26.07.2010 um 22:59 Uhr)

  6. #6
    Gast

    Standard Re: Zürück in D von Kanada, Entschluss bereut...

    hey- ich finde nicole hat es gut beschrieben, besonders das:

    Ich denke, man neigt gern dazu, das in der Vergangenheit erlebte zu "verherrlichen", wenn Du weisst, was ich meine. Man erinnert sich gern an all die guten Seiten und verdraengt die schlechten. Ging mir jedenfalls so. Jetzt bist Du in Deutschland und denkst wehmuetig an Kanada. In Kanada hattest Du Heimweh nach Deutschland. Wie Du schon sagst, beide Laender haben ihre Vor- und ihre Nachteile. Macht euch klar, wo eure Prioritaeten sind, mit welchen Werten euer Kind aufwachsen soll, und entscheidet dann danach.


    auch:

    Macht, was fuer euch drei als Familie das beste ist. Die Eltern muessen verstehen, dass die Kinder sich abgenabelt haben und ein eigenstaendiges Leben fuehren, auch wenn dies auf einem anderen Kontinent stattfindet.

    natuerlich tut es weh seiner mutter ' das herz zu brechen' ...
    andererseits brichst du eventuell deinem mann das herz ? kein angriff, ich meine nur dal du von depressionen schreibst!

    ich glaube, es geht vielen leuten so, die lange im ausland und in einer sehr unterschiedlichen gesellschaft gelebt haben: erstens idealisiert man vergangenheit sowieso - und zweitens wuerde man sich gern von beiden laendern die rosinen rauspicken- leider geht das ja nicht ...., man kann nicht alles haben, leider.... !

    ich bin in unserer familie diejenige die gelegentlich heimweh nach muenchen hat; trotzdem kann ich mir (- obwohl ich besonders die europaeische historische architektur vermisse ) im moment nicht mehr vorstellen dort zu leben...

    man hat doch tagtaeglich mit meinen mitmenschen zu tun, die nette und freundliche, un- noerglerische art, die positive lebenseinstellung, ohne das alles koennte sogar ich nicht mehr leben....bzw. waere ungluecklich wie dein mann!

    ach ja wir leben in BC!:)





    [

  7. #7
    BilingualMom ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Zürück in D von Kanada, Entschluss bereut...

    "Putzipoo" hat das sehr schoen formuliert.

    Ich selbst bin wegen meines Mannes nach USA gegangen, obwohl ich mich davor nie fuer Amerika interessiert habe. So ganz leicht gefallen ist es mir anfangs auch nicht, obwohl ich mich durchaus als relativ flexibel bezeichnen wuerde und schon frueher im Ausland gelebt habe.

    Inzwischen sind wir innerhalb der USA umgezogen und fuehle ich mich sehr wohl. Wenn ich einmal im Jahr fuer ein paar Wochen in DE bin, gefaellt es mir zunaechst gut, aber mir wird auch jedesmal klar, dass ich dort nicht mehr leben moechte.

    Ich denke, es ist kontraproduktiv, dauernd die Vor- und Nachteile zweier Laender gegeneinander aufrechnen zu wollen. Wie "Putzipoo" sehr richtig formuliert hat, muss man seine persoenlichen Prioritaeten finden und danach entscheiden.

    Wenn du z. B. vom schlechten Gesundheitssystem in Kanada sprichst, wuerde ich ueberlegen, wie wichtig das fuer mich ist: Wenn ein Familienmitglied ein chronisches oder gar lebensbedrohliches Leiden hat, waere das sehr wichtig. Wenn alle gesund sind, eher unwichtig. Dabei kann man auch nicht alle Eventualitaeten fuer die Zukunft einplanen, denn theoretisch ist nun mal alles moeglich. Also muss ich vom Status Quo ausgehen.

    Fuer mich hoert sich dein Posting ein bisschen so an, als waere dein Mann einem typischen Auswandererleiden zum Opfer gefallen: Sich nirgendwo mehr richtig wohl zu fuehlen.

    Du benutzt auch das Wort "Depressionen", so dass zu ueberlegen waere, ob eure Rueckkehr nach Deutschland evtl. nur der Ausloeser, nicht aber der wahre Grund fuer sein Leiden sind. In diesem Fall wuerde das Zurueckgehen nach Kanada keine Besserung bringen, sondern durch den Stress des Umzugs alles nur verschlimmern.

    Deinem Mann muss klar sein, dass nur er in Zusammenarbeit mir dir entscheiden kann, ob er objektiv in DE ungluecklich ist oder vielleicht etwas anderes Grund fuer seine Verstimmung ist. Wenn Gespraeche innerhalb der Familie und mit Freunden ihn nicht weiterbringen, und du das gefuehl hast, es koennten tatsaechlich handfeste Depressionen dahinterstecken, koennte vielleicht ein Therapeut weiterhelfen. Man kann sich vom Hausarzt beraten lassen, an wen man sich wenden koennte.
    If at first you don't succeed, failure may be your style.

  8. #8
    lalelu0815 ist offline Member
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    Standard Re: Zürück in D von Kanada, Entschluss bereut...

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    "Putzipoo" hat das sehr schoen formuliert.

    Ich selbst bin wegen meines Mannes nach USA gegangen, obwohl ich mich davor nie fuer Amerika interessiert habe. So ganz leicht gefallen ist es mir anfangs auch nicht, obwohl ich mich durchaus als relativ flexibel bezeichnen wuerde und schon frueher im Ausland gelebt habe.

    Inzwischen sind wir innerhalb der USA umgezogen und fuehle ich mich sehr wohl. Wenn ich einmal im Jahr fuer ein paar Wochen in DE bin, gefaellt es mir zunaechst gut, aber mir wird auch jedesmal klar, dass ich dort nicht mehr leben moechte.

    Ich denke, es ist kontraproduktiv, dauernd die Vor- und Nachteile zweier Laender gegeneinander aufrechnen zu wollen. Wie "Putzipoo" sehr richtig formuliert hat, muss man seine persoenlichen Prioritaeten finden und danach entscheiden.

    Wenn du z. B. vom schlechten Gesundheitssystem in Kanada sprichst, wuerde ich ueberlegen, wie wichtig das fuer mich ist: Wenn ein Familienmitglied ein chronisches oder gar lebensbedrohliches Leiden hat, waere das sehr wichtig. Wenn alle gesund sind, eher unwichtig. Dabei kann man auch nicht alle Eventualitaeten fuer die Zukunft einplanen, denn theoretisch ist nun mal alles moeglich. Also muss ich vom Status Quo ausgehen.

    Fuer mich hoert sich dein Posting ein bisschen so an, als waere dein Mann einem typischen Auswandererleiden zum Opfer gefallen: Sich nirgendwo mehr richtig wohl zu fuehlen.

    Du benutzt auch das Wort "Depressionen", so dass zu ueberlegen waere, ob eure Rueckkehr nach Deutschland evtl. nur der Ausloeser, nicht aber der wahre Grund fuer sein Leiden sind. In diesem Fall wuerde das Zurueckgehen nach Kanada keine Besserung bringen, sondern durch den Stress des Umzugs alles nur verschlimmern.

    Deinem Mann muss klar sein, dass nur er in Zusammenarbeit mir dir entscheiden kann, ob er objektiv in DE ungluecklich ist oder vielleicht etwas anderes Grund fuer seine Verstimmung ist. Wenn Gespraeche innerhalb der Familie und mit Freunden ihn nicht weiterbringen, und du das gefuehl hast, es koennten tatsaechlich handfeste Depressionen dahinterstecken, koennte vielleicht ein Therapeut weiterhelfen. Man kann sich vom Hausarzt beraten lassen, an wen man sich wenden koennte.
    Ja, ich denke auch das event mehr hinter den Depressionen steckt.
    Wie gesagt, für meinen Mann steht fest, er möchte wieder nach Kanada.
    ich bin mir nicht sicher ob ich das wirklich will, bzw bich es nur ihm zuliebe machen würde.
    Wir sind jetzt erstmal so verblieben dass wir uns die nächste Zeit beide viele Gedanken machen werden und nichts überstürzt beschliessen werden.
    Freunde und Familie können da gar nicht helfen. Niemand versteht unsere Probleme, das Thema Kanada, die 8 Jahre dort interessieren niemanden.
    Es ist als wäre diese zeit ausgelöscht. Hier in Deutschland kann sich niemand in uns hinein versetzen.
    Mein Mann war auch in Kanada nie richtig zufrieden, deshalb bin ich mir nicht sicher ob er vielleicht grundlegend nicht zufrieden sein kann.

    Wir beide sind uns aber einig das es ein Fehler war in Kanda die Zelte abzubrechen.

    Ich werde später nochmal schreiben, muss jetzt Sohnemann für den Kiga fertig machen

    Danke erstmal für Eure lieben Antworten

  9. #9
    lalelu0815 ist offline Member
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    Standard Re: Zürück in D von Kanada, Entschluss bereut...

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    "Putzipoo" hat das sehr schoen formuliert.

    Ich selbst bin wegen meines Mannes nach USA gegangen, obwohl ich mich davor nie fuer Amerika interessiert habe. So ganz leicht gefallen ist es mir anfangs auch nicht, obwohl ich mich durchaus als relativ flexibel bezeichnen wuerde und schon frueher im Ausland gelebt habe.

    Inzwischen sind wir innerhalb der USA umgezogen und fuehle ich mich sehr wohl. Wenn ich einmal im Jahr fuer ein paar Wochen in DE bin, gefaellt es mir zunaechst gut, aber mir wird auch jedesmal klar, dass ich dort nicht mehr leben moechte.

    Ich denke, es ist kontraproduktiv, dauernd die Vor- und Nachteile zweier Laender gegeneinander aufrechnen zu wollen. Wie "Putzipoo" sehr richtig formuliert hat, muss man seine persoenlichen Prioritaeten finden und danach entscheiden.

    Wenn du z. B. vom schlechten Gesundheitssystem in Kanada sprichst, wuerde ich ueberlegen, wie wichtig das fuer mich ist: Wenn ein Familienmitglied ein chronisches oder gar lebensbedrohliches Leiden hat, waere das sehr wichtig. Wenn alle gesund sind, eher unwichtig. Dabei kann man auch nicht alle Eventualitaeten fuer die Zukunft einplanen, denn theoretisch ist nun mal alles moeglich. Also muss ich vom Status Quo ausgehen.

    Fuer mich hoert sich dein Posting ein bisschen so an, als waere dein Mann einem typischen Auswandererleiden zum Opfer gefallen: Sich nirgendwo mehr richtig wohl zu fuehlen.

    Du benutzt auch das Wort "Depressionen", so dass zu ueberlegen waere, ob eure Rueckkehr nach Deutschland evtl. nur der Ausloeser, nicht aber der wahre Grund fuer sein Leiden sind. In diesem Fall wuerde das Zurueckgehen nach Kanada keine Besserung bringen, sondern durch den Stress des Umzugs alles nur verschlimmern.

    Deinem Mann muss klar sein, dass nur er in Zusammenarbeit mir dir entscheiden kann, ob er objektiv in DE ungluecklich ist oder vielleicht etwas anderes Grund fuer seine Verstimmung ist. Wenn Gespraeche innerhalb der Familie und mit Freunden ihn nicht weiterbringen, und du das gefuehl hast, es koennten tatsaechlich handfeste Depressionen dahinterstecken, koennte vielleicht ein Therapeut weiterhelfen. Man kann sich vom Hausarzt beraten lassen, an wen man sich wenden koennte.
    Bei uns ist es auch so, dass es der Traum meines Mannes war nach Kanada zu gehen.
    Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass wir bereits zum 2. Mal zurück nach Deutschland sind.
    Beim ersten mal sind wir 2 jahre in Kanada geblieben und dann für 4 Monate zurück (damals noch ohne Kind).
    Also die 8 Jahre Kanada waren nocheinmal unterbrochen. Das ganze wiederholt sich also gerade nochmal. Vermutlich auch ein Grund warum hier kein Mensch Verständnis für unser Handeln hat.
    Ich hab auch einbisschen Angst, dass wir immer wieder den gleich Fehler begehen und nie irgendwo richtig zu Hause sind.
    Unserem Sohn gegenüber wäre so ein hin und her natürlich auch nicht gut.
    Ich werde bei meinem Mann nochmal darauf dringen, dass er wegen der Depressionen einen Arzt aufsucht.

    Die Frage, in welchem Land es für unser Kind besser ist aufzuwachsen? Mmmh. Also als kleines Kind denke ich ist es in Deutschland schöner. Alleine die Freizeitmöglichkeiten hier und die Kindergärten, da kann Alberta einfach nicht mithalten.
    Als Schulkind ist es glaube ich in Kanada einfacher. Zumindest war mein Eindruck dort, dass die Kinder mehr Spass an der Schule hatten als hier.
    Mit kleinem Kind haben michdie leeren Spielplätze,die Anonymität und die langen kalten Winter tierisch genervt.
    Generell hat sich das LEben mehr drinnen abgespielt und ich bin wirklich ein outdoor Mensch.
    In BC mag das anders sein, wir hatten uns vermutlich die falsche Ecke von Kanada ausgesucht.
    Die Staedte in Alberta haben ja auch nicht sehr viel flair, also verglichen mit Quebec oder auch Ottawa.

    Mal gucken, wie es für mich wird, wenn ich erstmal wieder im berufsalltag bin. Zu hause sein ist ja doch ein bisschen wie Urlaub, insbes. wo mein Kind in den Kiga geht. In Kanada hab ichimmer gearbeitet, deshalb ist das jetzt neu für mich.
    Hab 2 Vorstellungsgespräche diese Woche.
    Drückt mir mal die Daumen.
    Liebe Grüße

  10. #10
    lalelu0815 ist offline Member
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    Standard Re: Zürück in D von Kanada, Entschluss bereut...

    Zitat Zitat von BilingualMom Beitrag anzeigen
    "Putzipoo" hat das sehr schoen formuliert.

    Ich selbst bin wegen meines Mannes nach USA gegangen, obwohl ich mich davor nie fuer Amerika interessiert habe. So ganz leicht gefallen ist es mir anfangs auch nicht, obwohl ich mich durchaus als relativ flexibel bezeichnen wuerde und schon frueher im Ausland gelebt habe.

    Inzwischen sind wir innerhalb der USA umgezogen und fuehle ich mich sehr wohl. Wenn ich einmal im Jahr fuer ein paar Wochen in DE bin, gefaellt es mir zunaechst gut, aber mir wird auch jedesmal klar, dass ich dort nicht mehr leben moechte.

    Ich denke, es ist kontraproduktiv, dauernd die Vor- und Nachteile zweier Laender gegeneinander aufrechnen zu wollen. Wie "Putzipoo" sehr richtig formuliert hat, muss man seine persoenlichen Prioritaeten finden und danach entscheiden.

    Wenn du z. B. vom schlechten Gesundheitssystem in Kanada sprichst, wuerde ich ueberlegen, wie wichtig das fuer mich ist: Wenn ein Familienmitglied ein chronisches oder gar lebensbedrohliches Leiden hat, waere das sehr wichtig. Wenn alle gesund sind, eher unwichtig. Dabei kann man auch nicht alle Eventualitaeten fuer die Zukunft einplanen, denn theoretisch ist nun mal alles moeglich. Also muss ich vom Status Quo ausgehen.

    Fuer mich hoert sich dein Posting ein bisschen so an, als waere dein Mann einem typischen Auswandererleiden zum Opfer gefallen: Sich nirgendwo mehr richtig wohl zu fuehlen.

    Du benutzt auch das Wort "Depressionen", so dass zu ueberlegen waere, ob eure Rueckkehr nach Deutschland evtl. nur der Ausloeser, nicht aber der wahre Grund fuer sein Leiden sind. In diesem Fall wuerde das Zurueckgehen nach Kanada keine Besserung bringen, sondern durch den Stress des Umzugs alles nur verschlimmern.

    Deinem Mann muss klar sein, dass nur er in Zusammenarbeit mir dir entscheiden kann, ob er objektiv in DE ungluecklich ist oder vielleicht etwas anderes Grund fuer seine Verstimmung ist. Wenn Gespraeche innerhalb der Familie und mit Freunden ihn nicht weiterbringen, und du das gefuehl hast, es koennten tatsaechlich handfeste Depressionen dahinterstecken, koennte vielleicht ein Therapeut weiterhelfen. Man kann sich vom Hausarzt beraten lassen, an wen man sich wenden koennte.
    Mein mann hatte in kanada auch schon leichte Depressionen, die sind hier viel schlimmer geworden, weil er mit den menschen nicht klar kommt. er sagt er fühlt sich wie ein Ausländer im eigenen Land.
    Seine Mitmenschen würden ihn einfach nicht so sein lassen wie er ist, und er fühlt sich durch die ständigen Blicke (glotzen) eingeschränkt.
    Ich sehe das auch ähnlich, mach mich allerdings mehr darüber lustig, also richtig deprimieren tut mich das nicht.
    Aber es stimmt schon, dass man hier kritischer beäugt wird und auch in Schubladen eingeordnet wird.
    Hier in deutschland werden viele Dinge so wahnsinnig wichtig genommen und diskutiert.
    Die Mütter machen sich hier das leben auch unheimlich schwer. Kind bloss nicht mal vor den Fernseher setzen, schlechtes gewissen wegen allem möglichen usw

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