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| Fehlgeburt Hier treffen Sie Frauen , die das Gleiche erlebt haben und Ihre Gefühle teilen . |
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Hallo,
bin zum ersten Mal hier und habe mir gerade all eure Berichte durchgelesen. Tut gut, zu wissen, dass man (äh ... frau) nicht allein ist!!! Ich habe schon drei putzmuntere Mädchen und habe am 29. Juni 2010 unser viertes Kind in der 8. SSW hergeben müssen. Da ich zwar immer schwierige Geburten hatte, aber noch nie mit dem Thema Fehlgeburt konfrontiert war, saßen wir alle tagelang da wie mit der Zaunlatte auf den Hinterkopf geschlagen. Ein paar Tage vor der FG hat die FÄ beim Kontrollieren festgestellt, dass etwas nicht stimmt. Kein Herzschlag zu sehen, aber dafür ein zu großer Dottersack. Ich habe fast 24 Stunden am Stück geheult, denn was das bedeutete, konnte ich mir denken. Das Sternchen hat sich dann selbst verabschiedet, eine Ausschabung war gottseidank nicht nötig. Ich bewundere all diejenigen von euch, die diesen furchtbar traurigen Abschied schon mehrfach nehmen mussten, und das Ganze womöglich noch inklusive Ausschabung. Was mich dieser Tage am meisten traurig und wütend macht, ist die Bemerkung, ich solle froh sein, dass ich schon drei kerngesunde Kinder habe. Erstens BIN ich sehr dankbar, dass sie da sind! Zweitens ist es denkbar gefühllos, jemandem das Recht auf Schmerz und Trauer abzusprechen. Und drittens: Was ist so unverschämt daran, sich ein viertes Kind zu wünschen? Meinem Sternenkind verdanke ich die Erkenntnis, dass Tod und Leben nun mal zusammen gehören, und dass wir nicht alles kontrollieren können. Klingt komisch, aber mich beruhigt das irgendwie. Meine Kinder haben das nie geborene Baby auf ihre Art verabschiedet. Meine Älteste (fast 8) hat die ersten zwei Tage viel geweint und Fragen gestellt. Meine Fünfjährige hat ein böses Gesicht gemacht, niemand durfte sie anfassen, aber drei Tage nach der FG fing sie an zu malen. Bilder für und über das Baby. Wir haben eine Art Gedenkecke eingerichtet, mit Kerze und den Bildern. Die Zweijährige spürte, wie traurig alle waren, und hat uns - mit Erfolg - wieder zum Lachen gebracht. Das allerschlimmste an der ganzen Sache war für mich, es unseren Kindern sagen zu müssen. Und meiner Mutter, die so gern nochmal Oma geworden wäre. Wer weiß, vielleicht klappts ja noch irgendwann .... Danke fürs Lesen. Ich wünsche euch allen viel Kraft - und am Ende des steinigen Wegs ein Baby im Arm!!! DJane mit drei Mädels (08/02), (02/05), (05/08) und einem Sternchen * (06/10) |
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