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  1. #1
    Gast

    Unglücklich Ärger über Ärzte/Schwestern der Neonatologie

    hallo

    gehöre wegen 1 stunde und 30 minuten eigentlich nicht hier her (unser kleiner kam bei 37 + 0 um 01:29 uhr, mit 46 cm und 2590 g auf die welt).
    unser junior war zuerst 2,5 stunden nach der geburt bei uns im kreissaal und dann wurde entschieden das er zur sicherheit zunächst auf die kinderintesiv-station muss weil er etwas schnell und stöhnend geatmet hat. mein mann ist dann mit gegangen und der kleine kam in ein wärmebett.

    ich habe mich dann 4 stunden hingelegt und bin dann auf die kinderintensiv - und ohne vorwarnung lag da mein kleiner im inkubator total verkabelt und mit sauerstoff und magensonde.

    jetzt quälen mich im nachhinein einige fragen über den ablauf dort. warum haben sie ihm einfach vorsorglich antibiotika verabreicht (seine entzündungswerte waren okay) - das hat seinem unreifen darm nur noch mehr geschadet. oder warum hat er die ersten beiden tage eine magensonde gehabt?! wäre das wirklich nötig gewesen?!
    und dann die schwestern dort - hatte oft das gefühl das sie nicht wollte das ich allzu lange beim kleinen bleib.
    jetzt im nachhinein ärger ich mich total das ich das alles geschehen lassen hab und gar nicht groß nachgefragt hab, aber war wohl selber total durch den wind und etwas überfordert. manchmal denk ich mir - warum haben sie manche entscheidungen nicht vorher mit meinem mann und mir besprochen?! also z. b. "wir möchten eine magensonde legen weil..." es ist mir schon auch klar das manche dinge schnell entschieden werden müssen wenn eine gefahr besteht und das die ärzte da ggf. keine zeit haben groß mit den eltern zu sprechen.


    habe das hier reingeschrieben weil ich denke das hier die meisten mütter mit ähnlichen erfahrungen sind?!

    hab mir überlegt ob ich mal den kinderarzt bei der u4 ansprechen soll - er hat damals vom krankenhaus einen bericht bekommen.

    am meisten quält es mich das ich denke das manche dinge evtl. etwas unnötig waren und den kleinen nur schmerzen bereitet haben.
    am tag der entlassung konnten sie nur noch am kopf blut nehmen weil seine füsse und hände total zerstochen waren.

    lg

  2. #2
    Avatar von ninchenmail
    ninchenmail ist offline old hand
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    80

    Standard Re: Ärger über Ärzte/Schwestern der Neonatologie

    ich kann deine Bedenken verstehen. Aber glaube mir alle Schwestern und Ärzte sind froh und dankbar wenn man sich um die kleinen auf der Neo kümmert. Sie wollen nur auch das die kleinen ihren Schlaf bekommen. Jeder weiß das schlafen die beste Medizin ist. Du kannst dir auch die Akten aus dem Krankenhaus holen. Dort bekommst du jedes Tagesprotokoll mit jeder Medikation und Therapie. Eventuell musst du die Kopierkosten bezahlen. Habe vertrauen in das Denken und Handeln des Klinikpersonals.
    LG nina mit Sunny 33+0

  3. #3
    Gast

    Standard Re: Ärger über Ärzte/Schwestern der Neonatologie

    Das Ganze war für dich sicher verwirrend und daher verurteilst du nun einige Vorgehensweisen der Ärzte. Aber du kannst dir sicher sein, dass kein Arzt einem Säugling aus Spaß Blut abnimmt und es sicher auch einen Grund gab, warum dein Kind eine Magensonde hatte und Antibiose bekam. Da hättest du einfach mal nachfragen sollen, dann wäre es dir erklärt worden. In der Regel gibt es auf Neo-Intensivstationen Bezugspflege, also es kümmern sich möglichst immer die gleichen Schwestern um ein Kind und die geben in der Regel auch gerne Auskunft über Gesundheitszustand und Behandlung, man muß nur halt mal nachfragen.
    Ich bezweifle, dass es ein Krankenhaus gibt, das wegen einer Magensonde zur Mutter läuft um sie zu fragen, ob ihr das auch recht ist. Dafür fehlt einfach die Zeit und wozu auch? Welche Mutter verweigert sowas denn, wenn die Ärzte ihr sagen, dass es nötig ist.
    Wenn dein Kind eine stöhnende Atmung hatte, war davon auszugehen, dass es eine Infektion hat und da wird gerade bei kleinen Kindern nicht gewartet, bis es ihnen wirklich schlecht geht (und dass kann von einer Stunde auf die andere sein) sondern es wird provilaktisch Antibiotika gegeben.
    Die Schwestern sind sehr froh, wenn die Eltern sich möglichst viel um die Kinder kümmern, aber es gibt Übergabezeiten, Visiten und wie schon oben geschrieben Ruhezeiten für die Kinder. Auch da hilft es, im Zweifel einfach zu fragen, warum die Schwester dich bittet zu gehen.
    Es ist übrigens üblich bei Säuglingen Blut im Kopf abzunehmen. Das sieht fies aus, aber da geht es am Besten und dass Händchen und Füßchen blau und zerstochen sind ist natürlich schlimm, aber bei den kleinen Venen passiert das leider schnell. Es ist halt wichtig die Blutwerte zu kontrolieren.
    Ich habe mir die Arztbriefe geben lassen, das war mir wichtig und vielleicht klärt das auch die ein oder andere Frage bei dir. Dein Kinderarzt wird dir da nicht viel erklären können. Solltest du wirklich noch brennende Fragen habe, vereinbare mit dem Stationsarzt der Neo-Intensiv einen Termin. Er hat dein Kind versorgt und wird dir weiter helfen können.
    Ich kenne beide Seiten und weiß wie schwer es ist, sein eigenes Kind auf einer "bedrohlichen" Station liegen zu haben ud hilflos zusehen zu müssen, aber glaub mir, es wird gut abgewogen, was den Kleinen zugemutet wird!

  4. #4
    Gast

    Standard Re: Ärger über Ärzte/Schwestern der Neonatologie

    Ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen: auf der Neo wird nichts umsonst getan. Die Menschen dort wissen was sie machen. Klar ist es nicht einfach sein Kind so zu sehen - aber besser so als anders.

    Mia ist bei 32+6 geboren, ich hatte in der 29 SSW einen Blasensprung. Sie hat auch vorbeugend zweifache Antibiose bekommen, auch wenn sie scheinbar gesund war. Aber man kann nicht vorhersehen wie es ohne diese gekommen wäre. Das Risiko wäre zu hoch gewesen, dass sie eine Infektion bekommen hätte und die daraus resultierenden Folgen wohl schlimmer als die 10 Tage Antibiose.

    Ich hatte bei uns nie das Gefühl, dass ich die Ärzte oder Schwestern störe. Sie haben sich immer gefreut wenn ich da war. Ich konnte dem Kind mehr Zeit schenken als sie, immerhin hatte jeder Schwester ca 5 Babys zu betreuen. Das Einzige, was mich am Anfang gestört hat war, dass schnell zur Gabe der Milch über die Magensonde gegriffen wurde. Hatte die Maus nach 10 Minuten die Menge nicht gegessen wurde der Rest sondiert. Habe mich dagegen "gewehrt" und das wurde auch akzeptiert.

    lg
    Melanie

  5. #5
    Gast

    Standard Re: Ärger über Ärzte/Schwestern der Neonatologie

    wahrscheinlich ärger ich mich am meisten
    über mich selber das ich gar nicht groß nachgefragt hab. war einfach zu durcheinander.
    zwecks blutabnehmen ist es mir mittlerweile sogar lieber wenn sie am kopf blutabnehmen bevor sie minutenlang an seiner hand rumquetschen.
    im nachhinein fühl ich mich halt irgendwie ein bisschen übergangen.
    und dann sagt die schwester der frühschicht "streicheln sie ihren kleinen - der braucht den kontakt" und dann sind mein mann und ich am frühen abend bei der versorgung dabei und die spätschicht-schwester meint "fassen sie den kleinen nicht an - der kann das noch nicht so "brauchen" "und wir sind dagestanden wie die deppen.
    dann wollte man wiederum nicht das ich nachts zum stillen komme (als er keine sonde mehr hatte) - ich solle doch am abend abpumpen, es wäre nicht nötig das ich dann nachts komme (frauenstation war ein stockwerk höher)...
    da habe ich mich dann aber durchgesetzt und bin zum stillen gekommen.

    im grunde ist es jetzt eh "rum" aber irgendwie musste ich das mal loswerden :)

    lg

  6. #6
    Gast

    Standard Re: Ärger über Ärzte/Schwestern der Neonatologie

    wir waren ja zum glück nur ein paar tage auf der intensiv aber ich fand es auch heftig das er vor und nach dem stillen gewogen wurde und wenn er 5 g (!) zu wenig getrunken hat wurde mir gleich die flasche in die hand gedrückt. hat unser junior dann aber verweigert weil er einfach satt war.

    bei der entlassung haben sie dann gesagt das ich eine babywaage zur kontrolle brauche.
    bin froh das ich damals auf meine hebamme gehört habe. die hat gemeint das es vollkommen ausreicht wenn sie ihn alle 2 tage wiegt. glaub ich hätte mich sonst nur noch verrückter gemacht.

    lg

  7. #7
    Tecumseh 2 ist offline mehrMeer
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    Standard Re: Ärger über Ärzte/Schwestern der Neonatologie

    Hi,

    Du arme, laß Dich mal drücken.

    ICH finde Deinen Beitrag klasse, wäre aber schön, wenn Du geschrieben hättest, wann Dein Sohn zur Welt kam.

    Ich denke Du änderst ich wirklich was durch den Beitrag, auch wenn ich ihn sinnvoll und wichtig finde. Nur vor einer Geburt liest hier selten jemand, man will ja immer den schlimmsten Fall ausschließen.

    Ich mußte leider auch Grenzerfahrungen sammeln und stellte fest, dass es immer gut ist fest zu seinen Standpunkten zu stehen. Ich denke Frühcheneltern sind da oft überfordert.

    VG

  8. #8
    Avatar von innamama
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    Standard Re: Ärger über Ärzte/Schwestern der Neonatologie

    hallo,
    ich kann dein ohnmachtsgefühl ganz gut nachvollziehen, muss aber deine einschätzung unterstreichen, du hättest einfach fragen sollen, was sie warum tun.
    wir waren elf wochen auf der neo - erst sechs wochen inkubator, dann fünf wochen wärmebett auf der päppelstation. wir haben sehr unterschiedliche erfahrungen gesammelt - auf der neo allerdings nur gute. die schwestern und ärzte hatten immer ein offenes ohr und uns ermutigt, so viel wie möglich mit dem sohnemann in kontakt zu treten - füttern, wickeln, sprechen, kängaruhen.
    anders war es auf der päppelstation, da haben die schwestern zum einen erwartet, dass man vollzeit zur verfügung steht und einen auch ein bißchen entmündigt. das gab ziemlich stress, aber da haben wir klartext gesprochen.
    das mit dem blutabnehmen kenn ich - ist eine schreckliche erfahrung, soll den kindern aber nicht mehr weh tun als am arm oder fuß.
    wie lang ist denn deine krankenhauszeit her?
    lg, corinna mit jonathan 28+2, 789g, 33cm

  9. #9
    Gast

    Standard Re: Ärger über Ärzte/Schwestern der Neonatologie

    hallo

    junior ist jetzt elf wochen alt. mussten allerdings in seiner 4. lebenswoche nochmal für 5 tage in die kinderklinik weil er eine kuhmilcheiweiss-allergie bekam.
    dieser aufenthalt war aber vom "ablauf" besser weil ich dann dort alles genau hinterfragt habe was mich verunsichert hat oder was ich/wir nicht genau verstanden haben. in der kinderklinik habe ich mich auch rund um die uhr um den kleinen gekümmert.
    dort gabs dann einmal fast "stress" mit einem pfleger weil er meinte ich würde das mit der flasche evtl. nicht richtig machen (junior hat die bittere neue nahrung erstmal 2 tage verweigert - hatte der arzt aber angekündigt). der pfleger kam dann im 10-minuten takt rein und meinte "ich will sie nicht beobachten, nur eine weile zuschauen wie sie das so machen".
    ich hab ihn dann einfach nicht mehr beachtet aber das ganze fand ich doch auch etwas komisch... die anderen schwestern waren dort aber wirklich sehr nett.

    lg

  10. #10
    Avatar von Hannahmama
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    Standard Re: Ärger über Ärzte/Schwestern der Neonatologie

    Ich kann Dich total gut verstehen. Auch wenn die Ärzte und Schwestern sicher ín Sinne unserer Kinder handeln, wäre es schön manchmal informiert zu werden. Vorallem wenn man die ganze Zeit in der Klinik ist und auch erreichbar.

    Manchmal hatte ich das Gefühl, man nehme mir ein Stück weit mein Kind weg. Sicher müssen in einigen Situationen schnelle Entscheidungen getroffen werden, aber trotzdem kann man Eltern aufklären. Ich habe mich mehrmals während der Visite auf der Neo wie Luft gefühlt, weil Ärzte und Schwestern sich über mein Kind unterhielten ohne mit mir zu sprechen. Auf Nachfrage bekam ich dann auch manchmal Antworten.
    :D Dark-Chocolate-Destruction-Sister von Sugarmice :D

    grds steht grundsätzlich ja unter Strafe

    may those who love me, love me, and those, who don´t, may god turn their hearts, and if he can´t may he turn their ankles, so I can see them by their limping (angelehnt an einen irischen Segensspruch (?))

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