Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
    karinB.5 ist offline addict
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    Standard keine tröstenden Worte?

    .......zum Thema "Hier bin ich richtig"?

    __________________
    Liebe Grüße von Karin

  2. #2
    Tecumseh 2 ist offline mehrMeer
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    Standard Re: keine tröstenden Worte?

    Hi,

    vielleicht ist es Dir nicht bekannt, nahezu alle Eltern machen sich Sorgen um ihre Kinder, ob die gesund zur Welt kommen, egal, ob die Kinder zwei, drei, acht , zehn oder 14 Wochen zu früh kamen. Alle haben ihr Päckchen zu tragen. Du bist kein Einzelfall.

    Inzwischen zählen Kinder, die mit über 1000g Geburtsgewicht geboren werden nicht mehr unbedingt zu Risikokindern. In Deutschland haben die eine recht hohe Überlebenschance mit guter Prognose.

    Kinder, die nach der 36. SSW geboren werden sind eigentlich, nach medizinischem Standpunkt, keine Frühchen.

    Nein, ich stimme nicht in das allgemeine Wehklagen mit ein. Meine Mutter hat ein Kind verloren, als es bereits drei Monate auf der Welt war, den Verlust hat sie nach 50 Jahren noch nicht verarbeitet.

    Ich habe vier Kinder auf die Welt gebracht, zwei davon waren Frühchen, zwei kamen etwas früher als gedacht.

    Es macht müde, diese Geschichten immer und immer wieder zu lesen und vor allem macht es müde, das diese Kinder, die ja am Anfang ganz besonders viel Hilfe brauchen, wie die Eltern denken, dann mit Eintritt in die Schulzeit auf einmal ganz normal sein sollen und sich bloß nicht differenzieren sollen von anderen Kindern, oder wenn, dann natürlich nur in Richtung HB.

    Ein Kind so anzunehmen, wie es ist, scheint fast nicht mehr möglich.

    VG

  3. #3
    Avatar von Hellen410
    Hellen410 ist offline enthusiast
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    Standard Re: keine tröstenden Worte?

    Kann mich dem nur anschließen. Wenn ich dann lese, hilfe mein kind kam 2,3,4 Wochen zu früh. Wird es behindert? Was erwartet uns... Dann kriege ich innerlich auch manchmal Aggressionen. Aber dann denke ich mir im stillen. Alles, was die Eltern so erleben, was nicht ganz normal ist ist schlimm für sie. Jeder kann sich nicht vorstellen, wie andere Eltern das machen, die ein noch größeres Päckchen zu tragen haben... Aber ich finde es auch nicht gut, dass es viele Eltern gibt, die jeden Fehltritt und alle probleme (auch später in der Schule) mit der Frühgeburtlichkeit ihrer Kinder entschuldigen. Ich habe selber ein extremes Frühchen 24+2SSW und muss zugeben, man neigt dazu zu viel durchgehen u lassen. Er hatte es ja soo schwer... Aber ich möchte doch gerne trotzdem ein Kind, was einigermaßen gesellschaftsfähig ist. Auch wenn er in der Entwicklung eben ein wenig anders ist
    Liebe Grüße Eva

  4. #4
    Avatar von innamama
    innamama ist offline working mum
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    Standard Re: keine tröstenden Worte?

    eigentlich gibt es dem nicht mehr viel hinzuzufügen. außer vielleicht, dass für jeden der in diese situation kommt, es etwas neues ist.und daher auch die ängste und sorgen etc. immer wieder neu sind, wenn sich doch viele geschichten wiederholen.
    allerdings stimme ich auch dem zu, dass man da durchaus differenzieren sollte, in welcher woche ein kind geboren wird. sicherlich ist in der regel ein großer unterschied, ob drei oder 12 wochen. unser sohn ist jetzt zwei, wog 789g und kam 12 wochen zu früh. ich denke, jeder hier macht die erfahrung, dass mit der zeit und gewonnenen erfahrung alles besser wird. uns hat stets geholfen, trotz der widrigen umstände uns nicht vor sorgen verrückt zu machen.

  5. #5
    Avatar von vincent_2008
    vincent_2008 ist offline ich bin ich ;-)
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    Standard Re: keine tröstenden Worte?

    Zitat Zitat von Tecumseh 2 Beitrag anzeigen
    Ein Kind so anzunehmen, wie es ist, scheint fast nicht mehr möglich.
    Zitat Zitat von Hellen410 Beitrag anzeigen
    Kann mich dem nur anschließen. Wenn ich dann lese, hilfe mein kind kam 2,3,4 Wochen zu früh. Wird es behindert? Was erwartet uns... Dann kriege ich innerlich auch manchmal Aggressionen.
    jede ist anders. auch ich mache mir gedanken ob mein kind eventuell behindert ist. ich bin ehrlich, ich kann mit der akuten ungewissheit nicht besonders gut umgehen.
    ich habe während der schwangerschaft alle möglichen vorsorgeuntersuchungen gemacht um eine behinderung auszuschließen und ich muss gestehen, dass ich mir nie im leben hätte vorstellen können, dass es ausgerechnet bei uns unter der geburt zu komplikationen kommt.

    mein sohn kam 4 wochen zu früh. auch wenn er mit 2.500g sicher zu den moppelchen der neo gehörte zählt er als frühgeburt. ärztlich bescheinigt, daher habe ich auch 4 wochen länger mutterschutz. daran ist nichts zu rütteln.
    sein gewicht war auch nie sein problem. sondern die unterversorgung wg. der vorzeitigen planzentaablösung.
    sicher mussten wir keine monate auf der neo bleiben und warten bis er aufgepäppelt wurde, aber ne woche ein intubiertes kind anschauen zu müssen, reicht auch schon, oder?

    ich dachte, dass es hier nicht darum geht, welche sorgen größer sind. ich dachte, dass wir uns hier gegenseitig unterstützen und dass wir hier auch ehrlich sein dürfen.

    wenn ich solche sätze lese wie die von mir zitierten, dann frage ich mich, ob man sich über ein potentielles behindertes kind freuen muss?
    ich persönlich kenne keine frau, die sich ein behindertes kind wünscht. heißt es nicht immer während der schwangerschaft "hauptsache gesund"?

    in meiner lebensplanung war kein behindertes kind vorgesehen und ich bete, dass vincent keine defizite zurückbehalten wird. und wenn doch, dann nehme ich mir das recht damit erstmal ein problem zu haben und mich nur langsam mit der tatsache anzufreunden.
    klara :liebe: mit baby vincent




  6. #6
    Avatar von Hellen410
    Hellen410 ist offline enthusiast
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    Standard Re: keine tröstenden Worte?

    Vielleich hättest Du noch weiter lesen sollen. Denn ich bin der Meinung, dass ich in den Folgenden Sätzen eine Erklährung für diesen von Dir zitierten Satz abgegeben habe. Finde es schade, dass meine Worte so komplett falsch interpretiert worden sind. Wenn ich mich so umständlich ausgedrückt habe, dann kann ich gerne noch einmal versuchen dies zu erklähren. Liebe Grüße Eva

  7. #7
    Tecumseh 2 ist offline mehrMeer
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    Standard Re: keine tröstenden Worte?

    Hi,

    in dem Ausgangsthread ging es nicht um Behinderung, sondern um "zu wenig Trost" für ein Kind, das drei Wochen zu früh kam, wobei die Schreiberin fast zeitgleich einen anderen Thread eröffnet hatte, wo sie über die Entwicklung ihres Kindes schrieb, aber der Thread genügte wohl noch nicht um ausreichend Mitleid zu erhaschen.

    Klar machst Du Dir Sorgen und für keine von uns ist ein behindertes Kind erstmal in der Lebensplanung vorgesehen.

    Als ich mein erstes Frühchen bekam, in der 31. SSW. konnten mir die Ärzte nicht mal sagen, ob es über 1000g wiegen würde. Klar wog es mehr, sogar 1740g, beim zweiten Frühchen hatten die Ärzte noch mehr Angst, denn das Kind musste in der 29. SSW. geholt werden und wog trotz Plazentainsuffizienz, sprich akuter Unterversorgung noch 1270g. Nur der gravierende Unterschied war wohl, dass ich an meine Kinder glaubte und ich viel Vertrauen in die Kraft der Kinder hatte. Selbst Kinder mit Defiziten können vieles kompensieren, andere Gehirnareale können Kompetenzen übernehmen, das kann man alles nachlesen und man kann sich darüber informieren. Literatur gibt es dazu genügend.

    Und es macht vieles einfacher, wenn man offensiv mit seinen Gedanken umgeht, was Du ja auch gerade gemacht hast.

    Eines meiner Kinder hat eine Farbschwäche (ich bin Überträgerin), es wäre in dem Fall auch egal, ob es ein Frühchen gewesen wäre oder nicht, ist halt ein genetischer Defekt. Dadurch kann dieses Kind viele Berufe nicht ergreifen, aber viele andere schon, es kann nicht Pilot werden, aber den Führerschein kann er schon machen.

    Ich denke die größte Angst machen wir uns immer noch selbst und ich finde das unbegründet. Kinder sind nämlich super tolle Geschöpfe und auch behinderte Kinder können uns ganz neue Impulse geben. Das Leben ist so toll und vielfältig, dass wir uns doch immer wieder überraschen lassen können, was es noch für uns bereit hält, auch wenn es manchmal anders kommt, als geplant.

    VG

  8. #8
    Avatar von Hellen410
    Hellen410 ist offline enthusiast
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    Standard Re: keine tröstenden Worte?

    Wenn das hier wirklich nur ne Aktion war um MITLEID zu bekommen, dann finde ich das ehrlich gesagt ein wenig armselig. Was ist das denn. Soll ich mal anfangen ne lange Liste zu schreiben wofür ich alles Mitleid haben möchte??? Mein Sohnemann hat leider Gottes einiges abbekommen und ich weiß nicht, wie seine Zukunft aussieht. Ich kann es auch überhaupt nicht verstehen, dass Eltern alle möglichen Tests machen um ja kein Behindertes Kind zu bekommen. Erstens steigt durch jegliche Manipulation das Risiko einer Frühgeburt erheblich und zweitens kann nur eine Wahrscheinlichkeit errechnet werden und driitens finde ich ein solches Leben nicht weniger Wert. Mein Sohnemann sollte auch schwerst Behindert sein. Sollte. Es kommt eben nicht immer alles so wie man es plant. Das Leben ist nicht planbar. Jeder, der gerne eine Aufmunterung braucht, der kann mich gerne ansprechen, aber für Mittleid und Krankengeschichten bis ins kleinste Detail, da habe ich keine Zeit für. Liebe Grüße Eva

  9. #9
    Avatar von vincent_2008
    vincent_2008 ist offline ich bin ich ;-)
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    Standard Re: keine tröstenden Worte?

    Zitat Zitat von Hellen410 Beitrag anzeigen
    Wenn das hier wirklich nur ne Aktion war um MITLEID zu bekommen, dann finde ich das ehrlich gesagt ein wenig armselig.
    also wenn es karin wirklich nur darum ging, dann schließe ich mich eva an. das wäre wirklich armselig.

    Zitat Zitat von Hellen410 Beitrag anzeigen
    Ich kann es auch überhaupt nicht verstehen, dass Eltern alle möglichen Tests machen um ja kein Behindertes Kind zu bekommen. Erstens steigt durch jegliche Manipulation das Risiko einer Frühgeburt erheblich und zweitens kann nur eine Wahrscheinlichkeit errechnet werden und driitens finde ich ein solches Leben nicht weniger Wert.
    ich hab viele vorsorgeuntersuchungen machen lassen, aber keine die mein kind gefährdet - also keine fruchtwasseruntersuchung oder ähnliches. vorsorge im sinne von nackenfaltenmessung, feinultraschall. da alles bestens war hat mir mein gyn von weiteren untersuchungen abgeraten.

    sicherlich ist ein behindertes kind nicht weniger wert. aber ich muss gestehen, dass ich mir nicht sicher bin, wie ich reagiert hätte, wenn eine vorsorgeuntersuchung eine behinderung gezeigt hätte.

    Zitat Zitat von Hellen410 Beitrag anzeigen
    und Krankengeschichten bis ins kleinste Detail, da habe ich keine Zeit für.
    naja, ich habe auch relativ viele details der krankengeschichte meines sohnes in dem von mir gestarteten thema geschrieben, denn wenn ich mir eine konkrete antwort erhoffe, dann muss ich auch konkrete daten liefern.

    für mitleid habe ich auch keine zeit, für konkreten erfahrungsaustausch aber umso mehr.

    beste grüße
    klara :liebe: mit baby vincent




  10. #10
    Avatar von Hellen410
    Hellen410 ist offline enthusiast
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    Standard Re: keine tröstenden Worte?

    Na, dann sind wir uns ja einig
    Liebe Grüße Eva

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