...hallo Ihr Lieben,

vorab möchte ich mich ganz herzlich für Eure netten und aufmunternden Worte in den letzten Wochen bedanken.

Es gibt wirklich sehr viel zu erzählen, aber ich habe momentan die Zeit, Kraft und Stimmung nicht, dies niederzuschreiben.

Unsere Mädchen sind heute eine Woche alt. Und ich kann dieses Gefühl von Liebe nicht beschreiben. Sie überwältigt mich ständig. Gefühlte 1000 Mal am Tag fange ich an zu weinen. Meist vor Freude und Dankbarkeit, zwei so wunderbare und wunderhübsche Geschöpfe als meine Kinder zu haben. Doch zwischendurch ist es auch die Sehnsucht, die Angst und die Hilflosigkeit, die mich weinen lässt. Ich habe keine Kraft derzeit. Körperlich, wie psychisch. Deshalb habe ich mich auch noch nicht gemeldet.

F. und P. geht es wirklich gut. Sind sind super stabil, trinken ordentlich Mu-Milch und nehmen schon wieder zu.
F. bekam 2 Tage etwas Atemhilfe. War aber mehr zur Sicherheit, die Ärzte meinten, sie hätte es vermutlich auch alleine geschafft.

Nächste Woche kommen sie dann von der Intensiv auf die Frühgeborenenstation. Wie lange sie bleiben müssen, wissen wir nicht. Wenn ich ehrlich bin, interessiert es mich auch nicht. Momentan zählt der Ist-Zustand. Und dieser ist prima.
Meine Schätzung ist, dass wir sie Mitte Juli nachhause holen dürfen. Ich sehne diesen Tag herbei, bin aber auch dankbar für jeden Tag, an dem sie optimal betreut werden.

Ich fahre jeden Tag zweimal in die Klinik zum Känguruhen. Vormittags von 10 bis 12 und abends von 17 bis 20Uhr.
Zwischendurch pumpe ich Milch, versuche meine Kraft wiederzufinden und die alltäglichen Dinge zu erledigen. In 5, fast 6 Wochen bleibt viel liegen.

Liebe Grüße,

Uli - die überwältigt davon ist, wieviel Liebe man empfinden kann....