Könnte ein etwas längerer Artikel werden.

Ich habe Ende Januar Geburtstermin und nachdem sich Krümel Nummer eins letztes Jahr in der 9. Woche klammheimlich verdrückt hat, bin ich erst jetzt im 5. Monat und nach den ersten Tritten soweit, dass ich die Schwangerschaft in die Welt hinausposaune.
Von allen Seiten schallt es mir seither entgegen: "Hoffentlich wirds ein Mädchen!"

Dass sich die werdende Uroma Zeit ihres Lebens einen ganzen Stall voll Mädchen gewünscht hat (und dann nur einen Sohn und einen Enkel bekam), ist mir ja bekannt. Ihre Hoffnungen kann ich ja noch irgendwo verstehen.

Die werdenden Omas wünschen sich ein Mädchen, weil man für die so hübsche Kleider kaufen kann bzw. noch Puppen und Klamotten von der eigenen Tochter (mir oder Schwägerin) rumliegen. In hübsch rosa samt glitzer natürlich. *würgs*

Sämtliche Jungsmütter in meinem Bekanntenkreis seufzen hingerissen und tippen bei wirklich sehr aktiven Kindsbewegungen auf ein Mädchen, weil die im Bauch angeblich umtriebiger als Jungs wären. Außerdem versichern sie mir ihren Neid, sollte es tatsächlich so kommen.

Ich verstehs nicht.
Mir ist es völlig egal was es wird. Ich nehme es mit und ohne Penis. Von mir aus kann es auch zwölf Finger haben, solange das Kleine nur einigermaßen gesund aus mir heraus ploppt.
Wenn beim großen Ultraschall das Geschlecht zu erkennen ist, dann werd ich schön die Klappe halten. Ich will einfach nicht, dass ich nach den anstrengenden Stunden der Geburt mit meinem Kleinen im Bett liege und mir vom ersten Besuch anhören darf:
"Aber es sollte doch ein Mädchen werden"



Also: Warum spinnt alle Welt auf Mädchen? Es kann doch nicht nur an den Kleidchen liegen, oder?

Gegenteiliges höre ich nur noch von meinem Großvater: "Wurscht wos werd, hauptsach da Bua is gsund." Verbunden mit Augenzwinkern.