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  1. #1
    Gast

    Standard ...die Mama will ein Tier ;o)

    haben uns gestern im TH einen Hund angesehen und der hat mir so gut gefallen, dass ich mich jetzt entscheiden muss was ich will. Was habt ihr für Erfahrungen mit Baby und Hund - ist es einfach zu viel Arbeit oder bekommt man beides unter einen Hut???? Der Hund wäre 9 Monate alt.

    Danke für Eure Erfahrungen!

    Katze mit Sonnenhut

  2. #2
    ErsterSchnee ist offline ich-habs-passend-Zahler
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    Standard Re: ...die Mama will ein Tier ;o)

    Kommt immer auf die Situation an. Wir haben ein großes Grundstück, so daß wir nicht täglich mit unserem großen Hund spazieren gehen müssen. Das hat aber auch zur Folge, daß er unglaublich viel Dreck macht und ich wohl mehr Zeit mit Putzen verbringe als wenn ich mit ihm spazierengehen würde. (Ich sauge fünfmal und wische dreimal die Woche.) Unser Hund liebt zwar unsere Kinder - aber nur, solange sie ihn nicht anfassen.

    Trotz allem würde ich mir NIE einen so alten Hund aus dem Tierheim holen - der steht ja kurz vor der Pubertät und will gerade nochmal wieder Machtkämpfe ausüben. Und da ist halt die Frage, wie er auf das Baby reagiert.

    Wie groß ist er überhaupt? Und ist er kinderlieb (also von der Rasse her - und vom Charkater)? Fragen über Fragen, die ich vorher auf alle Fälle klären würde.
    Sohnemann 01/06 +
    Tochterkind 09/07

  3. #3
    Moma ist offline Member
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    Standard Re: ...die Mama will ein Tier ;o)

    Hallo,
    Ihr müsst Euch auf alle Fälle im Klaren sein,daß ein Hund ,vor allem ein junger,jede Menge Arbeit macht.
    Er braucht eine konsequente Erziehung und je nach Rasse dementsprechend viel Auslauf.
    Ein kleiner Garten ist mal ne Notlösung fürs dringenste Geschäft,ersetzt aber keinesfalls regelmässige Spaziergänge.
    Und frühmorgens ein Baby versorgen und mit dem Hund rausgehen kann ziemlich anstrengend werden.
    Nur ein gut erzogener Hund macht wirklich Freude!
    Als unser alter Hund verstorben ist,wollte ich unbedingt wieder einen,ich war mir aber sicher daß Ich nicht den Nerv habe,meinen kleinen Sohn und einen Welpen zu erziehen.
    Wir haben uns deshalb für einen älteren,kleinen Mischling vom Tierschutz entschieden.
    Der ist super kinderlieb,hört aufs Wort und gibt sich auch mit kleineren Spaziergängen zufrieden.
    Wir sind alle sehr glücklich mit unserem Hund!
    Sucht Euch einen,der zu Eueren Lebensumständen passt,es geht nicht um Schönheit!

  4. #4
    Loussy ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: ...die Mama will ein Tier ;o)

    Wie alt ist denn das Baby?

    Wir haben den jüngeren Hund bekommen, als unser Sohn gut 1 Jahr alt war. Eine Menge Arbeit mit beiden Seiten!
    Der alte Hund will mit dem Kind nichts zu tun haben, und unser Sohn hat von Anfang an gelernt, dass dieser Hund tabu ist.
    Der junge Hund ist dagegen mittlerweile ein super Kamerad geworden. Kam allerdings als Welpe zu uns, und ich habe jahrelange Hundeerfahrung.

    Du musst Dir im Klaren sein, dass Hund und Kind nicht einen Augenblick alleine miteinander sein dürfen. Je nach Wohnsituation ist allein das schon ganz schön schwierig zu bewerkstelligen.

    Dann, der Hund muss raus. Und wenn er dringend muss, lässt er sich nicht vertrösten, nur weil das Baby grade Hunger bekommen hat oder anderweitig versorgt werden möchte. Auch ein Hund mit 9 Monaten muss noch nicht stubenrein sein, und wenn er es bei den Vorbesitzern war, kann es durch die Umstellung auch vorkommen, dass er neu lernen muss.
    Zusätzlich braucht er in genau dem Alter sehr sehr viel an Erziehung. Jemand anders hat es ja schon geschrieben, er ist genau an der Schwelle zur Pubertät. Die hat auch bei Hunden ganz schöne Tücken, und was jetzt an Fehlern gemacht wird, ist schwer wieder auszubügeln.

    Generell würde ich je nach Hundeerfahrung abwägen. Ist das Baby noch sehr klein und Du hast tatkräftige Hilfe zur Hand (ich muss z.B. für Spaziergänge oder Pinkelrunden kein Kind mitnehmen, dank Mehrgenerationenwohnen), könnte es gut klappen. Ist Dein Baby dagegen schon recht mobil, würde ich lieber abwarten, bis es so gross ist, dass es einigermassen versteht, was das Wort "nein" bedeutet. Wie schnell ist mal ins Fell gefasst und dran gezogen, wie schnell ein Keks zugesteckt...sowas ist bei Hunden mit Kindererfahrung schon ungut, aber bei einem, der das Kind noch gar nicht kennt, kanns schnell zu Problemen führen. Und es wäre schade, wenn Du den Hund wieder abgeben müsstest und er womöglich dann nur noch ohne Kinder weitervermittelt werden könnte.

    Worüber ich an Deiner Stelle auch nachdenken würde ist die weitere Familienplanung. Ich stehe bald vor dem Problem, mit Kleinkind und Baby und Hund losziehen zu müssen. Da fehlt irgendwie eine Hand ;-)
    Und den Hund kann man ja nicht immer zu Hause lassen, nur weil er grade nicht ins Konzept passt. Das geht mal ausnahmsweise. Oder man hat einen zuverlässigen Hundesitter, bei dem man ihn abgeben kann und er auf seine Kosten kommt.
    Genauso wie Familienplanung will die berufliche Zukunft bedacht werden. Wenn Du jetzt Elternzeit hast, aber irgendwann in ein paar Jahren wieder arbeiten möchtest, brauchst Du auch für die Zeit eine Lösung. Und das am Besten, bevor der Hund einzieht.

    Es ist wirklich toll mit Hunden und Kindern, aber man muss schon oft Kompromisse eingehen, um allen gerecht zu werden.

  5. #5
    Gast

    Standard Re: ...die Mama will ein Tier ;o)

    ...Kurz zu unserer Situation:

    Wir haben ein eigenes Haus mit fast 700qm Garten und wohnen mitten auf dem Acker - können also relativ schnell viel Natur bieten.
    Das Baby ist aktuell 15 Wochen alt. Ich arbeite bereits seit der 6te Woche nach der Geburt - habe ein eigenes Unternehmen und kann daher meine Arbeitszeiten und den Umfang ganz gut selbst bestimmen. So lange das Baby klein ist, wirds wohl kaum 20 Stunden überschreiten.
    Mein Mann hat aktuell im gleichen Haus ein Homeoffice und ein Glück sein Vertriebsgebiet im direkten Umkreis, so dass er abends meistens wieder zu Hause ist. In der Regel haben wir auch so viel Zeit, dass wir morgens zusammen frühstücken.

    Ab nächsten Monat haben wir für drei Tage in der Woche eine Tagesmutter, damit ich wieder halbwegs Kundentermine wahr nehmen kann. Auch hier bin ich nur für ein paar Stunden außer Haus bzw Hund kann mit.

    Zum Hund: Es handelt sich um einen 9 Monate alten nicht geprägten Rottweiler. Wir haben extra das Baby mit im TH gehabt - der Hund ist gleich freundlich auf das Baby zugegangen. Heute war ich alleine mit dem Baby und dem Hund spazieren - hat relativ gut geklappt, dafür, dass dem Tier noch die Grunderziehung fehlt - an der Leine läuft er aber super - immer wenn das Baby angefangen hat zu quäken ist er gleich zu ihm gelaufen und hat es abgeschleckt - auf dem Rückweg ist er fast über seine eigenen Füße gestolpert, weil er die ganze Zeit in den Wagen gucken wollte.

    Bis vor 10 Wochen hatten wir ebenfalls einen Rottweiler - kennen also diese Rasse und finden, dass sie gut zu uns und unserem Lebensumfeld passt.

  6. #6
    ErsterSchnee ist offline ich-habs-passend-Zahler
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    418

    Standard Re: ...die Mama will ein Tier ;o)

    Ein 9 Monate alter Rottweiler ohne Grunderziehung? Ich wollte auch immer einen Rottweiler haben und bin noch immer traurig, daß wir keinen kriegen (meinem Mann ist das zu gefährlich, und er hat deutlich mehr Hundeerfahrung als ich) - aber DAS würde ich mir echt nicht antun wollen. Hast Du denn genügend Zeit, den Hund zu erziehen? Was sagt die Tagesmutter zu dem Hund bzw. zu Hundehaaren (ist sie evtl. allergisch?) Ist der Hund das Allein-Sein gewöhnt? Ist oder wird er eifersüchtig?

    Unser Hund schlabbert bei unseren Kindern auch mit Begeisterung Hände und Füße ab, schaut in den Kinderwagen und schnüffelt am Baby, wenn es im Laufstall liegt. Aber WEHE eines der Kinder kommt ihm zu nahe (solange ER die Spielregeln bestimmt, ist es gut), dann wird schon mal heftig geknurrt. Streicheln ist von Kinderseite aus gar nicht drin, er geht aus dem Weg, er knurrt, er bellt - und wenn er spätestens dann nicht seine Ruhe kriegt, dann schnappt er auch.

    Wir haben unseren Hund übrigens bekommen, da wußte ich noch nicht, daß ich schwanger bin. Als dann das Baby kam, war er zehn Monate alt - trotzdem ist das Zusammenleben Kind/Hund nicht unproblematisch.
    Sohnemann 01/06 +
    Tochterkind 09/07

  7. #7
    Feenmutter ist offline addict
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    Standard Re: ...die Mama will ein Tier ;o)

    Wir haben uns damals eine Hündin aus dem TH geholt.
    Sie hatte aber schon einiges erlebt, daher benötigte sie sehr viel zuneigung.
    Sie ist in den ersten Wochen immer abgehauen und war nicht stubenrein.
    Kurze Zeit später bekam sie Babys und einen haben wir behalten.
    Der Hündin tats gut :)
    Unser Rüde wurde dan leider nur 4,6 Jahre alt :(
    Es war immer sehr viel arbeit, aber es hat sich gelohnt.
    Bei der Hündin sieht man, das auch Hunde aus sehr schlechter Haltung,mit viel liebe zu einem lieben Hund wird.
    Der Rüde war mein 4.Kind.
    Natürlich ist es viel arbeit und man braucht Zeit fürs Tier, aber es wird belohnt :)

    Wir haben seit kurzen wieder einen Rüden. Er ist jetzt 4 Monate alt.
    Es macht spaß und er lenkt mich ab, denn als unser Rüde starb, war ich total fertig....

    Aber mann braucht Zeit und Geduld.
    Man bekommt keinen Hund von heute auf morgen sauber, auch bei Regenwetter muß man raus , Möbel und Schuhe werden gerne als Spielzeug gesehn ....

    Liebe Grüße Feenmutter

    P.S.: Wir haben übrigens Jack Russell

  8. #8
    Avatar von opalinchen
    opalinchen ist offline Carpal Tunnel
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    4.742

    Standard Re: ...die Mama will ein Tier ;o)

    Hy,

    also ihr habt bereits Rottweiler- Erfahrung, der kleine aus dem TH ist ungeprägt, geht freundlich mit dem Baby um .. und ihr habt beide flexible Arbeitszeiten/-Umgebung, die gerade am Anfang wichtig sind.

    Ich wüsste nicht wo da ein Problem sein soll. Klar, Hundeschule/-trainer wäre bestimmt nicht verkehrt, kann man ja bei gutem Wetter auch das Baby im KiWa mitnehmen? .. Solang das Kind net alleine mit dem Hund sein kann - fein.

    Und alleine bleiben kann so größerer Hund normalerweise ganz gut, eventuell im Haus, oder halt draußen. Wir haben einen Bernhardiner, der ohne Komplikationen bis zu 12h (aber das war die absolute Ausnahme!) allein bleiben kann - sowohl drinnen als auch draußen. Gewöhnt sein muss er das halt - und mit 9 Monaten kann man einen Hund locker dran gewöhnen :-)

    Nicht zu unterschätzen sind bestimmt Arbeitsaufwand und Zeiteinteilung mit Baby + Hund - da kann ich aber noch nix zu sagen, weil mein Baby ja erst im Herbst kommt und mein Hund bereits erwachsen ist.

    Berichtest du, wie ihr euch entschieden habt?
    LG Sabrina mit Fröschlein (*11/2008) und Stiernacken (*08/2011)

    Und wenn ich auch wanderte im finsteren Tal der Ahnungslosen...Ich bin für artgerechte Babyhaltung!



    Bilder+Texte sind meine und als solche mein Eigentum. Eventuelle Veröffentlichungen bedürfen meiner Einwilligung!

  9. #9
    Avatar von CatBalou
    CatBalou ist offline Haushaltsminimalist
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    Standard Re: ...die Mama will ein Tier ;o)

    Hmmm.....auf der einen Seite ist es natürlich gut und wichtig, sich vorher Gedanken zu machen, ob es klappen wird.

    Aber zugegeben, diese Gedanken sind mir persönlich bei Hunden fremd. Die gehören für uns dazu wie die Luft zum Atmen.

    Immer liest man von viel Arbeit und Stress, Zeitaufwand usw... Für uns ist es der Ausgleich, die Erholung, Hobby und Spaß.

    Kind und Baby war überhaupt kein Problem. Welpe mußte schnell? Kind früh, zur Not mit vollgekackter Windel ins Tragetuch unter die Jacke, Hund geschnappt und los. Nur eben Pinkelrunde. Wieder rein, Kind gemütlich fertig gemacht und auf zur richtigen Runde.

    Mistwetter gibt es nicht, an die Luft gehören Kind wie Hund, bei jedem Wetter. Kann man prima verbinden.

    An der Zeit für die Erziehung wird sich immer ausführlich hochgezogen. Erziehung ist nicht tgl 2 Stunden auf dem Hundeplatz. Sie läuft, wie bei Kindern auch, vom Wachwerden bis zum Einschlafen nebenher, situantionsgegeben und mal hier, mal da 5 Minuten. Nonstop. Wer den Hundeplatz als Anleitung braucht, klar, nichts wie hin, aber auch das ist in der Regel nur eine 1-2 mal wöchentliche 1stündige Anleitung für die DAUERübungen zu Hause.

    Mit dem Wäschekorb am Hund vorbei: SITZ! Feiiiiin. Mit dem Hund am Kinderwagen FUSS! oder STOP... Feiiiiiin... oder nochmal... alles nebenher. Beim Spaziergang unendliche Möglichkeiten. Einarbeiten kann man prima, v.a. mit Garten im selbigen, Baby pennt im KiWa oder Bett und im Garten wird 10 Minuten intensiv geübt, beim nächsten Spaziergang vertieft.

    Und wenn Du Dir noch dazu Deine Arbeitszeit selber einteilen kannst, UND Papa als Notstopfen für ein paar Minuten auch noch öfter in der Nähe ist, nur zu! Optimaler geht es doch nicht.

    Gruß Cat

  10. #10
    Gast

    Standard Re: ...die Mama will ein Tier ;o)

    ich bin mir eben auch bei der Zeiteinteilung nicht sicher - mit unserem großen Hund und Baby war das alles kein Problem - der hat auch mal ne Stunde länger gewartet, bis es raus ging und war eben erzogen, weil wir ihn als erwachsenen Hund aus dem TH bekommen haben - da haben wir noch mal ein paar Komandos neu beigebracht was halt bei nem alten Hund etwas länger dauert... bei nem Jungen kann ich den Aufwand überhaupt nicht abschätzen und das ist so ziemlich das größte Problem, welches ich im Moment habe.

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