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Thema: Welche Förderung in der Regelschule

  1. #21
    Avatar von Sonnennebel
    Sonnennebel ist gerade online Poweruser
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    Standard Re: Welche Förderung in der Regelschule

    Zitat Zitat von Toffifee77 Beitrag anzeigen
    Wenn kein Lehrerwechsel zu Beginn des neuen Schuljahres zu erwarten und die Situation derart verfahren ist, würde ich einen Beratungslehrer einschalten, der vermittelt. Die schulpsychologische Beratungsstelle kann Euch dabei auch helfen.

    Deinem Sohn musst Du unmissverständlich klar machen, dass man sein Verhalten - besonders wenn er andere während des Unterrichts stört - so nicht hinnehmen kann. Sag ihm konkret, was Du von Ihm erwartest, nämlich dass er leise ist! Wenn er nicht aufpasst, sich anderweitig beschäftigt, etc., dann ist das sein Problem, aber Stören der Mitschüler geht einfach nicht. Ganz egal, warum er es macht. Hochbegabung ist da keine Entschuldigung, nicht jeder unterforderte Hochbegabte stört den Unterricht.
    Wenn er das auf der weiterführenden Schule so macht, landet er früher oder später beim Rektor und bekommt richtig Ärger!
    Die Lehrerin soll auch konsequent sein und sein schlechtes Verhalten nicht ignorieren.

    So wie Du die Lehrerin beschrieben hast, ist sie mit der Situation überfordert. Da bringt es nichts, sich als Eltern noch gegen sie zu stellen, sondern man muss ihr vermitteln, dass man sie versteht und mit ihr an einem Strang zieht. Sonst wird das nichts.

    Wir haben übrigens Erfahrung mit solchen Geschichten.....

    Liebe Grüße und gutes Gelingen! Hoffentlich findet Ihr Erholung und Ruhe in der Kur.
    Besser hätte ich es auch nicht schreiben können.

    Lasst euch vom schulpsychologischen Dienst unterstützen. Einen Test hattet ihr ja jetzt schon. Darum soll es ja jetzt gar nicht mehr gehen, sondern darum, dass dein Sohn sich wieder im Matheunterricht integrieren kann und ihm andere Wege aufgezeigt werden als zu stören und den Unterricht zu verweigern.

  2. #22
    s.soeldner ist offline Stranger
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    Standard Re: Welche Förderung in der Regelschule

    @Toffifee, danke für deine Rückmeldung. Natürlich habe ich meinem Sohn unmissverständlich klar gemacht, dass sein Verhalten inakzeptabel ist, immer dann, wenn er selbst mir davon berichtet. Leider bekomme ich diese Infos ja nur von ihm nicht von der Schule. Ich würde ja super gern mit der Lehrerin an einem Strang ziehen, sonst hätte ich ja nicht das Gespräch gesucht und suche es immer wieder, aber es wird eben schwieriger und ich habe den Eindruck, sie fühlt sich unter Druck gesetzt, wenn ich nach Möglichkeiten suche, zu helfen. Sie ignoriert meinen Sohn und auch die Störungen, sagt mir, es wäre alles nicht so heftig und tut die Sache einfach damit ab, dass es eben Kinder gibt, die Mathematik nicht mögen (erneut heute morgen). Über den schulpsychologischen Dienst denke ich noch einmal in Ruhe nach. Danke euch allen!!

  3. #23
    s.soeldner ist offline Stranger
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    Standard Re: Welche Förderung in der Regelschule

    So doch noch kurz vor den Ferien neue Erkenntnisse. Nachdem die Klassenleiterin entsprechend sensibilisiert wurde durch diese Klassenaussprache und das Gespräch von uns danach, hatten wir heute erneut ein Gespräch bei ihr. Seit diesem Tag eskaliert das Verhalten unseres Sohnes weiter. Alles, was sie mir heute berichtet hat, war aus meiner Sicht separat betrachtet nicht schlimm, aber in Summe scheint es wohl nun auch für die Klassenleiterin ein deutliches Signal zu geben, dass hier was schief läuft. Das Gespräch heute drehte sich ausschließlich um das Verhalten außerhalb des Unterrichts, das Verhalten im Mathematikunterricht ist weiterhin kein Thema, da die betroffene Kollegin keinen Gesprächsbedarf sieht.

    Unser Sohn ist seit der Klassenaussprache besonders laut, verbal agressiv und zeigt sich insgesamt wenig kooperativ. Er mault die Mitschüler und Lehrer an, vergreift sich Erwachsenen gegenüber im Tonfall und macht Unfug. So turnte er im Bus (auf dem Weg zum Schwimmunterricht) herum, so dass der Fahrer die Fahrt unterbrechen musste. Beim Wandertag zum Thema "Schule früher" musste er auf die Eselsbank, wo ihn alle Kinder auslachen durften (so war das eben früher) und bekam Schläge (angedeutete) mit dem Rohrstock und fühlte sich damit so gedehmütigt, dass er lauthals erklärte, er würde die Dame (eine externe Museumsmitarbeiterin) anzeigen. Er maulte ein Mädchen in seiner Klasse an und verwendete nicht jugendfreie Schimpfworte, da sie ihn mit einer Nadel pikste und er vermaulte sich beim Mittagessen, da eine Gruppe Kinder seiner Meinung nach bevorzugt wurde. Jeden einzelnen Fall würde ich jetzt nicht überbewerten, aber die Klassenleiterin erklärte mir, dass die Vorfälle sich seit der letzten Woche häuften.

    In dem Gespräch habe ich noch mal ganz klar erfragt, ob er im Unterricht auffällt - bei den Fachlehrern, die sich gemeldet hatten, ist das nicht der Fall.. Ich fragte, ob er körperlich agressiv werden würde, das verneinte die Lehererin wehement. Mein Sohn schluchzte die ganze Zeit daneben und erklärte, dass er sich doch bemühen wolle, aber es gelingt ihm nicht.

    Ich habe dann noch mal um ein Gespräch unter vier Augen erbeten und der Lehrerin auch erklärt, dass er momentan in einer Sackgasse steckt und so Aktionen, wie das Klassengespräch und die Situation bei dem "Schule früher-Tag" es ihm unmöglich machen, sein Verhalten zu ändern. Die Kinder haben sehr genau bemerkt, wie dünnhäutig er ist, wenn sie ihn ausschließen und natürlich nutzen sie das außerhalb des Unterrichts auch gern. Mein Kind fühlt sich ausgeschlossen, allein, unverstanden, ja sogar dumm, weil er mir erklärt, dass er es einfach nicht schafft, seine Wut zu kontrollieren und wenn das alle anderen schaffen, dann muss er ja das Problem sein. Er ist ungenügend sozial, er hat sich nicht im Griff, er macht alles falsch und er weiß nicht, wie er das lösen soll. Er ist anders udn wird nie dazugehören, sagte er heute im Gespräch mit der Klassenlehrerin. ich denke, das stimmt nicht wirklich, denn er hat schon Freunde in der Schule, aber in manchen Situationen scheint er das so zu empfinden. Ich glaube er bedient jetzt die Rolle in der er sich selber sieht und dabei teilt er eben aus, manchmal überzogen, manchmal zu recht, aber eben immer laut, so dass er auffällt. Das ist ausdrücklich keine Endschuldigung - er muss sich einfügen, ob er nun hochbegabt ist oder nicht - aber er wird das ohne Hilfe nur schwer schaffen.

    Dass er sich im Mathe-Unterricht zu benehmen hat - ist klar, aber soweit sind wir ja gar nicht, da die Fachlehrerin die Mitarbeit verweigert - ich habe keinen Termin bei ihr bekommen.

    In den übrigen Unterrichtsfächern ist er lebhaft, aber nicht auffällig, erklären mir die Lehrer. Im Hort und in den Pausen jedoch fällt er immer wieder durch verbale Entgleisungen auf. Mir ist klar, dass er sich auch hier an ein gesittetes Miteinander gewöhnen muss und sich eben nicht so gehen lassen kann, aber er steht aktuell so unter Druck, sein Frustpegel ist so extrem hoch und vor allem ist er selbst darüber so unglücklich, dass ich jetzt doch den Schulpsychologischen Dienst eingeschaltet habe. Leider werden auch die Schulpsychologen vor den Ferien nicht mehr tätig, so dass wir das alles auf den Beginn des nächsten Schuljahres schieben müssen.

  4. #24
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: Welche Förderung in der Regelschule

    Zitat Zitat von s.soeldner Beitrag anzeigen
    So doch noch kurz vor den Ferien neue Erkenntnisse. Nachdem die Klassenleiterin entsprechend sensibilisiert wurde durch diese Klassenaussprache und das Gespräch von uns danach, hatten wir heute erneut ein Gespräch bei ihr. Seit diesem Tag eskaliert das Verhalten unseres Sohnes weiter. Alles, was sie mir heute berichtet hat, war aus meiner Sicht separat betrachtet nicht schlimm, aber in Summe scheint es wohl nun auch für die Klassenleiterin ein deutliches Signal zu geben, dass hier was schief läuft. Das Gespräch heute drehte sich ausschließlich um das Verhalten außerhalb des Unterrichts, das Verhalten im Mathematikunterricht ist weiterhin kein Thema, da die betroffene Kollegin keinen Gesprächsbedarf sieht.

    Unser Sohn ist seit der Klassenaussprache besonders laut, verbal agressiv und zeigt sich insgesamt wenig kooperativ. Er mault die Mitschüler und Lehrer an, vergreift sich Erwachsenen gegenüber im Tonfall und macht Unfug. So turnte er im Bus (auf dem Weg zum Schwimmunterricht) herum, so dass der Fahrer die Fahrt unterbrechen musste. Beim Wandertag zum Thema "Schule früher" musste er auf die Eselsbank, wo ihn alle Kinder auslachen durften (so war das eben früher) und bekam Schläge (angedeutete) mit dem Rohrstock und fühlte sich damit so gedehmütigt, dass er lauthals erklärte, er würde die Dame (eine externe Museumsmitarbeiterin) anzeigen. Er maulte ein Mädchen in seiner Klasse an und verwendete nicht jugendfreie Schimpfworte, da sie ihn mit einer Nadel pikste und er vermaulte sich beim Mittagessen, da eine Gruppe Kinder seiner Meinung nach bevorzugt wurde. Jeden einzelnen Fall würde ich jetzt nicht überbewerten, aber die Klassenleiterin erklärte mir, dass die Vorfälle sich seit der letzten Woche häuften.

    In dem Gespräch habe ich noch mal ganz klar erfragt, ob er im Unterricht auffällt - bei den Fachlehrern, die sich gemeldet hatten, ist das nicht der Fall.. Ich fragte, ob er körperlich agressiv werden würde, das verneinte die Lehererin wehement. Mein Sohn schluchzte die ganze Zeit daneben und erklärte, dass er sich doch bemühen wolle, aber es gelingt ihm nicht.

    Ich habe dann noch mal um ein Gespräch unter vier Augen erbeten und der Lehrerin auch erklärt, dass er momentan in einer Sackgasse steckt und so Aktionen, wie das Klassengespräch und die Situation bei dem "Schule früher-Tag" es ihm unmöglich machen, sein Verhalten zu ändern. Die Kinder haben sehr genau bemerkt, wie dünnhäutig er ist, wenn sie ihn ausschließen und natürlich nutzen sie das außerhalb des Unterrichts auch gern. Mein Kind fühlt sich ausgeschlossen, allein, unverstanden, ja sogar dumm, weil er mir erklärt, dass er es einfach nicht schafft, seine Wut zu kontrollieren und wenn das alle anderen schaffen, dann muss er ja das Problem sein. Er ist ungenügend sozial, er hat sich nicht im Griff, er macht alles falsch und er weiß nicht, wie er das lösen soll. Er ist anders udn wird nie dazugehören, sagte er heute im Gespräch mit der Klassenlehrerin. ich denke, das stimmt nicht wirklich, denn er hat schon Freunde in der Schule, aber in manchen Situationen scheint er das so zu empfinden. Ich glaube er bedient jetzt die Rolle in der er sich selber sieht und dabei teilt er eben aus, manchmal überzogen, manchmal zu recht, aber eben immer laut, so dass er auffällt. Das ist ausdrücklich keine Endschuldigung - er muss sich einfügen, ob er nun hochbegabt ist oder nicht - aber er wird das ohne Hilfe nur schwer schaffen.

    Dass er sich im Mathe-Unterricht zu benehmen hat - ist klar, aber soweit sind wir ja gar nicht, da die Fachlehrerin die Mitarbeit verweigert - ich habe keinen Termin bei ihr bekommen.

    In den übrigen Unterrichtsfächern ist er lebhaft, aber nicht auffällig, erklären mir die Lehrer. Im Hort und in den Pausen jedoch fällt er immer wieder durch verbale Entgleisungen auf. Mir ist klar, dass er sich auch hier an ein gesittetes Miteinander gewöhnen muss und sich eben nicht so gehen lassen kann, aber er steht aktuell so unter Druck, sein Frustpegel ist so extrem hoch und vor allem ist er selbst darüber so unglücklich, dass ich jetzt doch den Schulpsychologischen Dienst eingeschaltet habe. Leider werden auch die Schulpsychologen vor den Ferien nicht mehr tätig, so dass wir das alles auf den Beginn des nächsten Schuljahres schieben müssen.
    Ich würde nicht auf den Schulpsychologen warten, sondern einen Temrin beim Kinder- und Jugendpsychater machen. Das hört sich nach einem grundsätzlichen Problem an, das für ihn und mit ihm gelöst werden muss.

  5. #25
    Avatar von Zickzackkind
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    Standard Re: Welche Förderung in der Regelschule

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Ich würde nicht auf den Schulpsychologen warten, sondern einen Temrin beim Kinder- und Jugendpsychater machen. Das hört sich nach einem grundsätzlichen Problem an, das für ihn und mit ihm gelöst werden muss.
    Ich fürchte nur, der Termin wird auch nicht schneller stattfinden - aber parallel dazu etwas suchen wäre eine gute Idee.

    @TE, das tut mir leid für Dich und Deinen Sohn, dass alles so schief läuft. Ich drücke die Daumen, dass wenigstens die Sommerferien entspannend sind. Für mich hört sich die Problematik so komplex an, dass ich auf jeden Fall längerfristige Hilfe von Außen suchen würde


    99/02/07/13

  6. #26
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: Welche Förderung in der Regelschule

    Zitat Zitat von Zickzackkind Beitrag anzeigen
    Ich fürchte nur, der Termin wird auch nicht schneller stattfinden - aber parallel dazu etwas suchen wäre eine gute Idee.
    Parallel suchen meinte ich damit ja auch. Manchmal hat man Glück. Bei uns hat's ziemlich schnell geklappt, weil gerade Ferienzeit war.
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  7. #27
    Avatar von Toffifee77
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    Standard Re: Welche Förderung in der Regelschule

    Oh je, das hört sich aber gar nicht gut an.
    Das muss sehr belastend für Deinen Sohn und ebenso für Dich sein.

    Und die Museumspädagogin hat sich dann auch noch genau den Falschen für Ihre Aktion ausgesucht.

    Ich kann Dir auch nur raten, möglichst zügig, dh. umgehend nach externer Hilfe Ausschau zu halten. Bei uns war die schulpsychologische Beratungsstelle sehr hilfreich. Ich würde auch nicht bis nach dem Ferien warten, da kommen nämlich Hinz und Kunz und brauchen Hilfe, insbes. wenn die erste Schulwochen ins Land gezogen sind.
    In den Ferien ist eine gute Gelegenheit, Abstand von dem Geschehen in der Schule zu bekommen und mal durchzuatmen.


  8. #28
    s.soeldner ist offline Stranger
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    Standard Re: Welche Förderung in der Regelschule

    Na klar, an einen Kinderpsychologen hab ich auch schon gedacht. Wir leben jedoch hier in der Pampa und ich musste schon Monate nach einer Möglichkeit für den Test suchen, so dass bisher die drei in der Nähe befindlichen Psycholgen mir direkt abgesagt haben, bzw. auf den Schulpsychologen verwiesen haben. Ich hab jetzt noch ein paar Adressen in Berlin aber das sind 200 km von uns, ist eben nicht ideal.

    Ging euch das auch so? Ich fühl mich einfach so verschaukelt. Ich meine ich habe seit Beginn des Schuljahres gemerkt dass etwas schief läuft bin immer wieder in die Schule und habe signalisiert, dass ich hier ein Problem sehe. Zuerst wollte niemand mit mir sprechen (weder Lehrer, noch Schulpsychologen) - dann habe ich den Test erstritten, gegen die Widerstände des Schulpsychologen der einen Test nicht für notwendig erachtet hat, da ich ja nicht vor hatte, mein Kind springen zu lassen. Nun haben wir einen bescheinigten IQ, nun plötzlich sehen alle ein gravierendes Problem, welches ja noch vor 3 Wochen nicht existent war. Nun werden wir in die Schule bestellt und ganz ehrlich, ich finde das Verhalten von meinem Kind weder schlimm, noch außergewöhnlich (wenn man mal ausblendet, dass er selbst darunter leidet).

    Warum erst jetzt, warum konnte man nicht helfen, als ich angezeigt habe, dass mein Kind Probleme hat? Warum muss er erst auffällig werden und hat es nun schwer diesen "Makel" wieder los zu werden? Und warum um alles in der Welt korreliert das alles mit dem Zeitpunkt, dass er den Lehrerwechsel hat?

    Gestern rief die Schulpsychologin an - besser ihr Sekretariat und wollte erst mal vorab einige Infos, um zu entscheiden ob man sich des Falles annimmt, oder ob man den Fall an eine Kollegin weiterreicht, die im September aus der Elternzeit kommt. Ich fand das etwas befremdlich muss ich gestehen, dass ich dem Sekretariat neben normalen Angaben auch Angaben machen musste zu gesundheitsbedingten Schulausfällen, sie wollte vorab schon mal eine Kopie des Gutachtens von der Testung und ei8ne schriftliche Beschreibung der Probleme, die aufgetreten sind. Ich weiß nicht, ich hätte gerade von der psychologischen Beratung erwartet, dass man für ein entsprechendes Vertrauensverhältnis selbst den Hörer in die Hand nimmt, oder? Die Sekretärin war nett aber eben unverbindlich und nun weiß ich noch immer nicht, ob, wer und wann man sich dem "Problem" annimmt.

    Ach mensch, ich weiß ja auch nicht was richtig ist - wahrscheinlich brauch man irgendwann für sich selbst einen Psychologen. Gut, dass die Ferien jetzt da sind. Das Jahr war anstrengend für alle Beteiligten.

  9. #29
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: Welche Förderung in der Regelschule

    Zitat Zitat von s.soeldner Beitrag anzeigen
    Na klar, an einen Kinderpsychologen hab ich auch schon gedacht. Wir leben jedoch hier in der Pampa und ich musste schon Monate nach einer Möglichkeit für den Test suchen, so dass bisher die drei in der Nähe befindlichen Psycholgen mir direkt abgesagt haben, bzw. auf den Schulpsychologen verwiesen haben. Ich hab jetzt noch ein paar Adressen in Berlin aber das sind 200 km von uns, ist eben nicht ideal.
    Umso wichtiger wäre es, dass du dich weiterhin um Alternativen bemühst. Mir hatte man geraten, mich unbedingt an einen KJP, also Kinder- und Jugendpsychiater, keinen Psychologen zu wenden. Den Unterschied krieg ich aber gerade nicht auf die Reihe.

    Ging euch das auch so? Ich fühl mich einfach so verschaukelt. Ich meine ich habe seit Beginn des Schuljahres gemerkt dass etwas schief läuft bin immer wieder in die Schule und habe signalisiert, dass ich hier ein Problem sehe. Zuerst wollte niemand mit mir sprechen (weder Lehrer, noch Schulpsychologen) - dann habe ich den Test erstritten, gegen die Widerstände des Schulpsychologen der einen Test nicht für notwendig erachtet hat, da ich ja nicht vor hatte, mein Kind springen zu lassen. Nun haben wir einen bescheinigten IQ, nun plötzlich sehen alle ein gravierendes Problem, welches ja noch vor 3 Wochen nicht existent war.
    Genau aus diesem Grund würde ich mir Hilfe von außerhalb des Schulsystems suchen. Nicht für die Schule, sondern für mein Kind.

    Nun werden wir in die Schule bestellt und ganz ehrlich, ich finde das Verhalten von meinem Kind weder schlimm, noch außergewöhnlich (wenn man mal ausblendet, dass er selbst darunter leidet).
    Nicht schlimm oder auffällig? Entschuldige bitte, as was du beschreibst, wie sich dein Sohn benimmt, ist auffällig. Und darunter leidet der Beschreibung nach nicht nur er. Aber egal, es geht doch darum, dass IHM geholfen wird.

    Warum erst jetzt, warum konnte man nicht helfen, als ich angezeigt habe, dass mein Kind Probleme hat? Warum muss er erst auffällig werden und hat es nun schwer diesen "Makel" wieder los zu werden?
    Es ist völlig mühselig, dass klären zu wollen. Du musst dich jetzt drumkümmenr, dass es deinem Kind bald besser geht.

    Und warum um alles in der Welt korreliert das alles mit dem Zeitpunkt, dass er den Lehrerwechsel hat?
    Dein Kind schleppt die Dinge wahrscheinlich schon länger mit sich rum und mit der neuen Lehrkraft ist's jetzt eskaliert, würde ich mal tippen.

    Gestern rief die Schulpsychologin an - besser ihr Sekretariat und wollte erst mal vorab einige Infos, um zu entscheiden ob man sich des Falles annimmt, oder ob man den Fall an eine Kollegin weiterreicht, die im September aus der Elternzeit kommt. Ich fand das etwas befremdlich muss ich gestehen, dass ich dem Sekretariat neben normalen Angaben auch Angaben machen musste zu gesundheitsbedingten Schulausfällen, sie wollte vorab schon mal eine Kopie des Gutachtens von der Testung und ei8ne schriftliche Beschreibung der Probleme, die aufgetreten sind. Ich weiß nicht, ich hätte gerade von der psychologischen Beratung erwartet, dass man für ein entsprechendes Vertrauensverhältnis selbst den Hörer in die Hand nimmt, oder? Die Sekretärin war nett aber eben unverbindlich und nun weiß ich noch immer nicht, ob, wer und wann man sich dem "Problem" annimmt.
    Das ist doch völlig normal, dass solche Vorabklärungen und das Einholen der Krankengeschichte etc. erstmal das Sekretariat übernimmt. Sonst würdest du auf Termine ja doppelt so lange warten, wenn das der Arzt jedes Mal selber alles abtelfoniert. Ich würde dir raten, weniger voreingenommen an die Sache ranzugehen. Ich hab ein bisschen den Eindruck, als wüsstest du jetzt schon, dass man euch nicht helfen will.

    Ach mensch, ich weiß ja auch nicht was richtig ist - wahrscheinlich brauch man irgendwann für sich selbst einen Psychologen. Gut, dass die Ferien jetzt da sind. Das Jahr war anstrengend für alle Beteiligten.
    Ein Elterntraining oder eine Beratung für dich wäre sicher auch eine gute Sache, um entspannter zu werden.
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  10. #30
    Avatar von -Sheera-
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    Standard Re: Welche Förderung in der Regelschule

    Ehrlich gesagt würde ich mich auch eher nach Alternativen wie einem Kinder- und Jugendpsychiater umsehen. Nichts gegen Schulpsychologen - aber in diesem Fall scheint irgendwas gewaltig zu klemmen und zusätzlich ist die Situation schon mehrfach eskaliert, was den Stand deines Sohnes vor der Klasse und den Lehrern nicht vereinfacht. Bei Schupsys hätte ich da immer ein wenig Angst, dass da doch mehr an die Schule weitergegeben wird, als es letztlich euer Wunsch ist.
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