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  1. #1
    familygirl ist offline zu alt für ein girl
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    Standard internat - ja oder nein?

    hallo ihr lieben,
    es ist zwar noch einige zeit hin aber das thema beschäftigt mich doch sehr. zumal im herbst die schulbesichtigungen beginnen....
    unser großer kommt jetzt in die 4. vs und es kommt eben die entscheidung auf uns zu, auf welche schule er gehen soll/möchte.
    da wir am land wohnen und es mit schulen, die auf hb kinder gut eingestellt sind, nicht so rosig aussieht, wäre eine möglichkeit, eine schule weiter weg mit internat zu besuchen.
    wessen kinder gehen in ein internat, welche erfahrungen habt ihr damit gemacht? würdet ihr diese entscheidung wieder so fällen?
    ist es zu früh, ihn so "klein" schon "wegzugeben"? können das kinder verkraften - oder ists schwieriger für die eltern?
    oder sollten wir diese schule gar nicht ansehen, damit er quasi nicht "in versuchung" kommt? sie bietet nämlich wirklich viel und sieht sehr gut aus, hat einen ausgezeichneten ruf und und und
    fragen über fragen, vielleicht könntet ihr uns von euren erfahrungen berichten?
    vielen dank,
    familygirl

  2. #2
    Avatar von aiti72
    aiti72 ist offline Gelegentlicher Besucher
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    Standard Re: internat - ja oder nein?

    Wäre auch interessiert, bei uns gibt es nächstes Jahr dasselbe Problem, und da Sohnemann auch noch ein Sprungkind ist, wäre er doch erst 9, wenn er "auszieht"...
    LG, Äiti72

  3. #3
    Avatar von Graupapagei3
    Graupapagei3 ist offline Poweruser
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    Standard Re: internat - ja oder nein?

    Hallo,

    also für uns käme es definitiv nicht in Frage. Mark wäre Anfang der 5.Klasse noch 8 Jahre alt und das würde ich niemals machen. Aus diesem Grund sehe ich mir auch nichts diesbezüglich an und da bei uns kein Schulleiter Begabtenklassen einrichten will, muss er 6 Jahre GS machen, wobei zur Zeit auch kein Leidensdruck herrscht.

    Die nächste Begabtenklasse würde täglich rund 3h Fahrtzeit bedeuten - das finde ich ebenfalls für einen dann noch 8jährigen zuviel, zumal er dann alle seine geliebten Freizeitbeschäftigungen aufgeben müsste.

    Außerdem möchte ich meine Kinder gerne bei mir aufwachsen sehen und das nicht "Fremden" überlassen.

    Wir haben dann nachher 2 Gym, die in Frage kommen könnten - eins davon macht auch gezielt Hb Förderung.

    Aber wir haben ja noch einige Jahre Zeit ...
    LG M. mit 3 Schulkindern und Vorschulkind

  4. #4
    alchemilla ist offline gelöscht
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    Standard Re: internat - ja oder nein?

    Wir haben das ev. von für die Oberstufe, also ab ca. 14 / 15 Jahren. Früher ginge es sicher nicht, unser Sohn ist Aspie und wenn er bis dorthin in der Lage ist, in einem Internat zurecht zu kommen, hat er ganze Sache geleistet.

    Bei einem Zehnjährigen kann das eine Lösung sein. Das muss man individuell beurteilen. Grundsätzlich sollte sowohl das Kind als auch die Eltern die Sache mit dem Internat wirklich wollen, nicht bloß für den besten Weg im Sinne des kleinsten Übels halten, denke ich mal.

  5. #5
    Gast

    Standard Re: internat - ja oder nein?

    Für mich persönlich kommt das nicht so in Frage, da meine Tochter auch sehr jung ins Gymi kam und noch viel psychische Unterstützung benötigt. Sie ist sowieso mit 15 1/2 mit der Schule fertig, da brauchen wir hoffentlich kein Internat...
    Und die meisten Internate nehmen auch keine allzu jungen Kinder.
    Es gibt allerdings noch so Sachen wie das Internat Hansenberg, wo man erst nach der 9.Klasse hingeht, das wäre noch eine Möglichkeit. Allerdings ist das dort was für absolute Hochleister.
    Im Allgemeinen bin ich der Ansicht, dass es ein gutes Gymnasium auch tut, wenn es den Neigungen des Kindes entspricht (Sprachen oder naturwissenschaftlich, etc.), vorausgesetzt natürlich, es fühlt sich dort wohl. Der andere Punkt ist natürlich, dass es wie bei den HB-Schulen auch nicht genug HB-Internate gibt. D.H. wenn man sich dort bewirbt, kriegt man nicht unbedingt einen Platz.
    Letzter Punkt ist noch das Geld, denn manche Internate sind echt nicht billig.
    Aber wer weiß, vielleicht ist meine Tochter da mal anderer Ansicht und will irgendwann doch auf ein Internat.
    Aber ich wünsche ihr, dass sie ihre Schulzeit auf einer einzigen Schule abschließt, denn ich war auf etlichen Schulen und habe mich nirgendwo richtig eingewöhnt.
    Und irgendwie ist es doch ganz schön, wenn man dann zu einer "Ehemaligenfeier" gehen kann:-)
    Atomium

  6. #6
    Gast

    Standard Re: internat - ja oder nein?

    Liebe familiygirl,

    ich würde meine Kinder bedenkenlos in ein Internat geben, wenn sie selbst das möchten. Es hat schon Vorteile, unter hb Kindern aufzuwachsen. Aber es müsste klar sein, dass sie jederzeit wieder nach Hause kommen können, wenn sie nicht mehr in Internat bleiben möchten.

    Ich kam selbst mit 10 Jahren in ein Internat für hb Kinder und blieb dort 8 Jahre lang - bis zur Matura. Es hatte für mich Vorteile und Nachteile.

    Ich wollte nicht weg von daheim. Da hätte ich aber nicht ins Gym gehen können, das war zu weit weg und die Verbindungen waren schlecht. Trotzdem wäre ich lieber daheim geblieben. Meine Eltern blieben hart - "Es ist ja nur zu deinem Besten!" Ich fühlte mich von der Familie abgeschoben und ausgeschlossen und litt in den ersten zwei Jahren sehr unter Heimweh. Aber die Zeit heilt alle Wunden oder läßt sie zumindest vernarben. Man wird selbständig und unabhängig, hart im Nehmen und zäh.

    Der Vorteil war, dass die Kinder dort alle schlau waren. Wir vertrugen uns gut und waren gern zusammen. Wir hatten ein breitgefächertes Freizeitangebot und viel Stoff zum Nachdenken. Da war ich kein Außenseiter mehr sondern so wie alle anderen auch. Alle hatten ja den gleichen Aufnahmetest bestanden. Man brauchte das Thema nicht zu vermeiden, aber man brauchte aber auch nicht darüber zu sprechen - wozu denn? Es war einfach kein Thema und kein Tabu. Das war gut für mein Selbstbewußtsein.

    Der Nachteil war: Ich konnte kaum jemals allein sein. Es war, als hätte ich siebzig Geschwister. Ich wäre aber oft sehr gern allein gewesen. Ein Zimmer für mich allein -das wäre der Inbegriff von Wohlgefühl für mich gewesen. Aber das gab es nicht.

    Nun würde mich noch interessieren, was das für eine Schule ist, die dich so anspricht. Hast du vielleicht einen Link dorthin?

    LG, minjong

  7. #7
    Gast

    Standard Re: internat - ja oder nein?

    Ich kann Dir von zwei unterschiedlichen Fällen (vielleicht HB -aber nie getestet; ist in dem Fall meiner Meinung nach auch nicht relevant) berichten - mein Mann ist schon ab dem Alter von 6 Jahren über die Sommerferien für 6 Wochen ohne Eltern in ein Zeltlager gefahren (Kinderfreunde) und es hat ihm total Spaß gemacht. Seine Mutter hat ihn aber sehr selbständig erzogen und er war immer schon ein Eroberer-Typ (wenig ängstlich). Ihm hätte auch ein Internat gefallen, wenn er auf eines gedurft hätte.

    Und ein Bekannter von mir ist mit 10 Jahren in ein Internat gekommen und dort bis zur Matura (Abitur) geblieben - ihm hat es sehr gut gefallen, weil dort die Abläufe so strukturiert und friedlich waren (sein Elternhaus war eher chaotisch).

    Wenn ein Kind selbständig und selbstbewußt genug ist und es selber ins Internat möchte, spricht meiner Meinung nach nichts dagegen. Ich würde mich aber auch schwer auf die Situation einstellen können, wenn meine Tochter (dzt. noch zu klein für diese Thematik) sich für die Internatslösung interessieren würde.

  8. #8
    familygirl ist offline zu alt für ein girl
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    Standard Re: internat - ja oder nein?

    mi minjong,
    er hätte quasi eine grrencard fürs theresianum in wien....
    ist halt ne kaderschmiede par eccellance; andererseits hätte er dort möglichkeiten, die er bei uns am schönen grünen land nie und nimma erhalten wird....
    lg
    familygirl

  9. #9
    Avatar von Angstfrei
    Angstfrei ist offline meistens entspannt
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    Standard Re: internat - ja oder nein?

    Hallo familygirl,
    ich kann nur aus dem weiteren Bekanntenkreis berichten, dass sich da ein HB-Mädel in der 9.Klasse für ein Internat entschieden hat. Vorher hat sie sich im örtlichen Gymnasium so durchgeschlagen, dann ist sie auf's Internat gewechselt und ist, laut Aussage der Mutter, superglücklich, kann endlich sie selbst sein, hat Leute zum Reden und blüht völlig auf. Die Mutter hat, wie sie ehrlich zugibt, so manche Träne im Knopfloch, aber wie gesagt, dem Kind geht es super.
    9.Klasse, wie gesagt.

    LG und viel Glück bei der Entscheidung!
    Cordula
    Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. (Max Frisch)
    (keine Bino, kein Ticker, kein Foto, kein Garten)

  10. #10
    anders ist offline gelöscht
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    Standard Re: internat - ja oder nein?

    Zitat Zitat von familygirl Beitrag anzeigen
    hallo ihr lieben,
    es ist zwar noch einige zeit hin aber das thema beschäftigt mich doch sehr. zumal im herbst die schulbesichtigungen beginnen....
    unser großer kommt jetzt in die 4. vs und es kommt eben die entscheidung auf uns zu, auf welche schule er gehen soll/möchte.
    da wir am land wohnen und es mit schulen, die auf hb kinder gut eingestellt sind, nicht so rosig aussieht, wäre eine möglichkeit, eine schule weiter weg mit internat zu besuchen.
    wessen kinder gehen in ein internat, welche erfahrungen habt ihr damit gemacht? würdet ihr diese entscheidung wieder so fällen?
    ist es zu früh, ihn so "klein" schon "wegzugeben"? können das kinder verkraften - oder ists schwieriger für die eltern?
    oder sollten wir diese schule gar nicht ansehen, damit er quasi nicht "in versuchung" kommt? sie bietet nämlich wirklich viel und sieht sehr gut aus, hat einen ausgezeichneten ruf und und und
    fragen über fragen, vielleicht könntet ihr uns von euren erfahrungen berichten?
    vielen dank,
    familygirl
    Bei uns stand es jedes Jahr seit der Grundschule im Raum- wir haben uns (insbesondere mein Sohn) immer dagegen entschieden.

    Ob es klappt oder nicht, hängt einzig und allein vom Kind und der Betreuung vor Ort ab. Unabhängig von hb, oder nicht.

    Ich habe Freunde, deren Kind auf einem hb-Internat in D gescheitert ist, aber ein anderes Kind (aus einer anderen Familie) ist mit 7 alleine nach England gegangen und studiert jetzt auch dort.

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