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Thema: Fachausdrücke - Begriffe - Abkürzungen aus dem Mutterpass

  1. #1
    chadischa Gast

    Ausrufezeichen Fachausdrücke - Begriffe - Abkürzungen aus dem Mutterpass

    Fachausdrücke - Begriffe - Abkürzungen aus dem Mutterpass

    o.b. ohne Befund (= in Ordnung)

    V.a. Verdacht auf

    SS Schwangerschaft

    SSW Schwangerschaftswoche

    ET Errechneter Geburtstermin

    negativ (auch neg., – oder Ø)

    negativer Befund z.B.: E Ø - neg. = kein Eiweiss im Urin, Ödeme Ø - neg. = keine Ödeme

    positiv (auch pos. oder +)

    positiver Befund z.B. : HT + pos. = Herztöne zu hören, E + pos. = Eiweiss im Urin

    A
    Abort
    Fehlgeburt
    früher Abort = vor der 16. SSW
    später Abort = nach der 16.SSW
    Geburt vor der 24. SSW / Gewicht unter 500g ohne Lebenszeichen des Kindes; das Kind ist ausserhalb der Gebärmutter
    noch nicht lebensfähig

    Abruptio
    Schwangerschaftsabbruch, (Abtreibung) in der frühen SS oder nach der 12. SSW (dann nur bei medizinischer Indikation
    legal)

    Abschlussuntersuchung (Epikrise)
    bei der Mutter/Wöchnerin wird nach der Geburt im Krankenhaus vor der Entlassung durchgeführt; bei ambulanter Geburt oder Hausgeburt etwa 7-10 Tage nach der Entbindung. beurteilt werden die Rückbildung der Gebärmutter, die Brust (Stillen), ggf. Dammschnitt und -naht, ggf. Wundheilung nach Kaiserschnitt, der Allgemeinzustand/Allgemeinbefinden
    (evt. Blutkontrolle, z.B. Hb), weitere empfohlene Maßnahmen werden besprochen

    Abusus
    Missbrauch von Alkohol, Zigaretten, Medikamenten, Drogen oder anderen Genussgiften bedeutet Gefahr für das Ungeborene, Entwicklungsstörung und Schädigung durch Giftstoffe

    Adipositas
    sogenannte Fettleibigkeit
    Gesundheitsrisiko bei sehr starkem Übergewicht, z.B. EPH-Gestose, Diabetes

    AFP Bestimmung
    Alpha-Fetoprotein = Eiweiss, das vom Ungeborenen gebildet wird und im mütterlichen Blut sowie im Fruchtwasser
    nachzuweisen ist eine regelwidrige Konzentration im Blut kann ein Hinweis auf eine Missbildungdes Ungeborenen sein
    (z.B. Neuralrohrdefekte)

    Allergie
    Überempfindlichkeitsreaktion auf bestimmte Stoffe oder Medikamente siehe ggf. Allergiepass

    Amnioskopie
    (amnion = Fruchtblase)
    Fruchtwasserspiegelung; dabei gibt die Farbe (Verfärbung) des FW Anhaltspunkte für das kindliche Befinden (durchgemachte Stress-Situationen)
    kann bei leicht geöffnetem Muttermund mit Hilfe eines Amnioskops durchgeführt werden, z.B. bei Verdacht auf echte
    Übertragung, Plazentainsuffizienz

    Amniozentese
    Punktieren der Fruchtblase zur Entnahme von Fruchtwasser in der 15. - 20. SSW oder später;
    geschieht durch die Bauchdecke mit einer Nadel (Abwägen von Nutzen und Risiko einer Fehlgeburt)
    wird durchgeführt zur genetischen Diagnostik – Chromosomenanalyse (Erbkrankheiten); Untersuchung aus
    kindlichen Zellen auf genetische Abweichungen (z.B. Down-Syndrom); Geschlechtsbestimmung; Diagnostik von
    Erkrankungen [PND] (vorrausgehende Beratung zur PND ratsam)

    Anämie
    Hämoglobinwert im Blut ist zu niedrig, die Funktion der roten Blutkörperchen ist eingeschränkt (Eisenmangel,
    Sauerstofftransport)
    bei einer Anämie besteht die Gefahr der Unterversorgung des Ungeborenen, eine echte Anämie ist selten

    Anamnese
    bisherige Krankengeschichte (gesundheitliche Vorgeschichte), wird am Anfang der Schwangerschaft in der Vorsorge erfragt
    gibt Aufschluss über evt. erforderliche Behandlungsweisen und spezielle Maßnahmen/Betreuung in der Schwangerschaft

    Anti-D-Prophylaxe
    vorsorgliche Gabe von Anti-D Immunglobulin an eine Schwangere mitrh negativem Blut.
    zur Vermeidung von Antikörperbildung (die als Resultat der Rhesus-Unverträglichkeit auftritt und dem Ungeborenen schaden kann)

    Antikörper-Suchtest (2. AK Suchtest)
    Bestimmung der Antikörper (Blutuntersuchung) in der frühen SS, Wiederholung zwischen der 24. und 28. SSW
    ggf. Gabe von Anti-D Immunglobulin

    APD/AU
    Siehe Screening (Ultraschall)

    APGAR Index (Test)
    Schema zur Bewertung der Vitalfunktionen des Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt durch die Hebamme oder den Arzt; jede Lebensfunktion wird mit 0-2 Punkten bewertet, höchste Punktzahl 10 (nach 1, 5 und 10 Minuten)
    A = Atmung
    P = Puls (Herzschlag)
    G = Grundtonus (Muskeltonus)
    A = Aussehen (Hautfarbe)
    R = Reflexauslösbarkeit
    normaler APGAR-Wert: 7-10

    ATD
    Siehe Screening (Ultraschall)


    B
    Besondere psychische/soziale Belastung
    ungewöhnliche seelische Belastungen und/oder besonders erschwerte Lebensbedingungen, aussergewöhnliche Belastungen und ungünstige Lebensumstände können sich negativ auf den Verlauf der SS auswirken (eine Aufklärung über
    Hilfangebote erfolgt im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung)

    BEL
    (Beckenendlage) Beckenendlage (Steißlage); Lage des Ungeborenen in der Gebärmutter mit dem Steiß nach unten
    viele Ungeborene drehen sich erst in den letzten Wochen in die Schädellage (die die häufigste Geburtslage ist). BEL
    bedeutet nicht automatisch einen Kaiserschnitt.

    Blasensprung
    (VBS = vorzeitiger Blasensprung) gemeint ist das Reißen (“Springen“) der Fruchtblase mit Abgang von Fruchtwasser
    Vorzeitiger Blasensprung: das Reißen der Fruchtblase vor Beginn der Wehentätigkeit bedeutet immer Geburtsbeginn, unabhängig vom Zeitpunkt in der Schwangerschaft

    Blutdruck
    Der Blutdruck ist in der SS im Normalfall nicht wesentlich anders als sonst; die Messung erfolgt regelmässig im Rahmen
    der SS-Vorsorge, siehe RR
    ein abweichend niedriger oder hoher Blutdruck ist kontroll- und ggf.behandlungsbedürftig

    Blutgruppe/ Rhesusfaktor
    Blutgruppenzugehörigkeit
    Blutgruppen: A, B, AB oder 0 (null)
    Rh positiv = Rhesusfaktor vorhanden
    rh negativ = Rhesusfaktor nicht vorhanden
    BG und Rh-Faktor wird im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge am Anfang der SS bestimmt
    bei rh negativ: Anti-D Prophylaxe bei der Mutter, zur Vermeidung der Antikörperbildung gegen (möglicherweise) Rh positives Blut des Kindes

    Blutungen (vor der 28. SSW)
    Vaginale Blutung
    Verdacht auf z.B. drohende Fehlgeburt, falschen Sitz des Mutterkuchens (Plazenta praevia = vor dem
    Muttermund lokalisiert)
    Blutungen in der SS müssen immer ernst genommen werden! (bei leichten Blutungen ist die Ursache aber oft auch ganz harmlos, z.B. Kontaktblutung)

    Blutungen (nach der 28. SSW)
    V.a. drohende Frühgeburt oder falschen Plazentasitz, vorzeitige und/oder teilweise Plazentalösung
    bei vaginalen Blutungen muss die Ursache umgehend geklärt werden > Klinik!

    Blutungsneigung
    Hinweis auf evt. Gerinnungsstörung des Blutes - medizinische Abklärung notwendig, ggf. Behandlung

    BPD
    Siehe Screening (Ultraschall)


    C
    Cervix Cx
    Cervix uteri = Gebärmutterhals
    siehe Zervix

    Chorionzottenbiopsie/ Plazentabiopsie
    (CVS chorion villus sampling)
    Entnahme von Chorionzotten- ( 9.-12. SSW) oder Plazentagewebe ( 14.-24.SSW)
    Untersuchung im Rahmen der pränatalen Diagnostik (PND) zur Chromosomenanalyse (genetische Diagnostik)
    Vorteil: früher Zeitpunkt der Diagnostik
    Nachteil: unsicherer als die Amniozentese
    (vorrausgehende Beratung zur PND ratsam)

    Chlamydien
    Chlamydia trachomatis
    Chlamydien verursachen bakterielle Infektionen der Scheide und Harnröhre,
    Nachweis durch Abstrich
    Chlamydien können u.a. einen vorzeitigen Blasensprung verursachen oder bei der Geburt auf das Neugeborene übertragen werden. Eine Infektion muss behandelt werden

    CTG Cardiotokographische Befunde
    CTG = Cardio-Tocograph; Gerät zur Aufzeichnung der kindlichen Herztöne parallel mit der Wehentätigkeit; in der
    Praxis oft routinemässig etwa ab der 30. SSW
    Das CTG gibt Aufschluss über den Zustand des Ungeborenen und die evt. Wehentätigkeit,. Aufzeichnungsdauer sollte mindestens 30 min. sein (Aussagekraft)

    Coombstest,
    indirekter Antikörper-Suchtest im Blut der Mutter
    Positives Ergebnis: durch unterschiedliche Blutgruppen (vorausgegangene SS, Bluttransfusion) ist es bei der Mutter zur
    Antikörperbildung gekommen

    Coombstest,
    direkter Antikörper-Suchtest im Blut des Kindes (nach der Geburt) wird bei rh-negativer Mutter bestimmt


    D
    Dauermedikation
    Ständige Einnahme von Medikamentenaufgrund von bestehenden Erkrankungen
    Die Einnahme von Medikamenten in der SS muss genau überlegt und ggf. um- oder eingestellt werden, weil die meisten
    Medikamente schädlich für dasUngeborene sind (insbesondere in der Embryonalphase).

    Diabetes mellitus
    Zuckerkrankheit, Stoffwechselstörung
    erfordert intensive Betreuung undmedizinische Überwachung in der SS und der Neugeborenenperiode

    Diabetes in der Schwangerschaft
    Bestehender Diabetes oder Gestationsdiabetes (erst in der SSaufgetreten), Stoffwechselstörung überwachungsbedürftig; genaue Beratung ist erforderlich (Ernährung u.a.)

    Dopplersonographische Untersuchung
    Spezielle Ultraschalluntersuchung (Doppler-Verfahren), Blutflussmessung; Darstellung der Blutströmung
    (Nabelarterien, Aorta, Gehirn, Organe) im kindlichen Kreislauf und in den Arterien der Gebärmutter bei Verdacht auf Wachstumsverzögerung oder Fehlbildung des Ungeborenen, bei V.a. Plazentainsuffizienz; gibt Aufschluss über Durchblutung der Gebärmutter und der kindlichen Blutgefäße (Versorgung des Feten)
    Vorteil: Drohende Gefährdung des Ungeborenen kann früher und genauer erkannt werden als z.B. mit dem CTG

    DR
    Dammriss (Geburtsverletzung),
    Unterteilung nach Schweregrad in DR I - IV
    ein DR wird nach der Geburt von Hebamme oder Arzt/Ärztin versorgt; kleine Dammrisse müssen u.U. nicht genäht werden


    E
    Einstellungsanomalie
    unnormale Lage des kindlichen Kopfes im Verlauf der Geburt, die zu Komplikationen führen kann
    Der kindliche Kopf nimmt dabei eine Stellung ein, die den Geburtsverlauf erschwert oder unmöglich macht und/oder ärztliche Eingriffe erfordert.

    EPH-Gestose
    Schwangerschaftsspezifische Erkrankung (hoher Blutdruck, Eiweissauscheidung im Urin, plötzlich oder massiv auftretende Ödeme), die sich verschlimmern und zur(Prä-)Eklampsie/HELPP-Syndrom führen kann
    E = Edema engl. (Ödem, Wassereinlagerung im Gewebe)
    P = Proteinurie (Eiweißausscheidung im Urin)
    H = Hypertonus (hoher Blutdruck) - (kann ein Hinweis auf drohende Präeklampsie/HELLP-Syndrom sein)
    Intensive Betreuung und medizinische Behandlung ist erforderlich

    Episiotomie (Epi)
    Dammschnitt; kann zur Entlastung des mütterlichen Gewebes oder zur Verminderung von Geburtsstress beim Kind durchgeführt werden, wird heute nicht mehr routinemässig gemacht
    Medianer (in der Mittellinie verlaufender) oder mediolateraler (zur Seite verlaufender) Dammschnitt; wird nach der Geburt durch Naht versorgt (meist selbstauflösende Fäden)

    ET
    Errechneter Entbindungs-(Geburts-)Termin
    Der ET wird wie folgt berechnet:
    1. Tag der letzten Regel + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr [+ 7 – 3 + 1].
    Diese Berechnung gilt für einen 28-Tage-Zyklus. Ist der Zyklus länger oder kürzer, werden die Tage entsprechend
    addiert oder subtrahiert.

    EU
    (extrauterine Gravidität)
    Schwangerschaft ausserhalb der Gebärmutter (Eileiter, Eierstock, Bauchhöhle),
    Anzeichen: Schmerzen
    wird durch US diagnostiziert, operativer Eingriff erforderlich, Erhaltung der SS ist nicht möglich


    F
    FB
    Fruchtblase (amnion)
    umgibt das Ungeborene im Mutterleib, beinhaltet das Fruchtwasser schützende und ernährende Funktion

    Fehlgeburt
    Geburt vor der 24. SSW ohne Lebenszeichen des Kindes
    siehe Abort

    Fetoskopie
    Untersuchung und Betrachtung desUngeborenen mit einem speziellen Endoskop
    seltene Untersuchung bei speziellenErkrankungen des Feten

    FHF
    Fetale Herzfrequenz = Herzschlag des Ungeborenen beträgt etwa 120-160 Schläge in der Minute (bpm = beats per minute)

    FL/HL Siehe Screening (Ultraschall)

    FOD/KU Siehe Screening (Ultraschall)

    FS Siehe Screening (Ultraschall)

    Forceps
    (lat. Zange)
    (Geburt mit Hilfe der) Geburtszange, Zangenentbindung
    Geburtshilfliche 'Löffel' werden zur Beendigung (Verkürzung) der letzten Geburtsphase eingesetzt

    Fundusstand
    oberer Rand der Gebärmutter, von aussen zu tasten
    Der Stand des Gebärmutter-Fundus gibt Auskunft über das zeitgerechte Wachstum/die Grösse des Babys

    FW
    Fruchtwasser
    das Fruchtwasser dient dem Schutz des Ungeborenen vor mechanischen Einwirkungen, Austrocknung,Temperaturschwankungen (Polster); Transport von Nährstoffen und Stoffwechselprodukten.
    normale Menge am Ende der SS: etwa 1,5 l
    Farbe weißlich-klar


    G
    Genetische
    Krankheiten
    durch Veränderung der Gene bedingte Erkrankungen (z.B. Diabetes, Bluterkrankheit, Trisomie 21)
    Ausschluss beim Kind durch vorgeburtliche (pränatale) genetische Diagnostik, wie Amniozentese

    Gestationsdiabetes
    Diabetes, Zuckerkrankheit, die erstmalig in der SS auftritt
    Gestationsdiabetes erfordert intensive Betreuung in der Schwangerschaft

    Gestose
    sog. ‚Schwangerschaftsvergiftung’ siehe EPH-Gestose

    Gewichtskontrolle
    in regelmässigen Abständen, mindestens bei jeder Vorsorgeuntersuchung; normale Gewichtszunahme 10-15 kg
    übermässige oder zu geringe Gewichtszunahme kann ein Hinweis auf Regelwidrigkeiten im SS-Verlauf sein

    Gravida
    Die Schwangere (hier: die zum wievielten Mal Schwangere) z.B. II Grav. = 2. SS
    gezählt werden auch Fehl- und Frühgeburten, extrauterine SS und Schwangerschaftsabbrüche

    Gravidogramm
    Tabellarischer Überblick über den Schwangerschaftsverlauf eingetragen werden alle Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen


    H
    Harnwegsinfektion
    Entzündung der Harnblase und/oder der ableitenden Harnwege (Harnleiter);erste Anzeichen sind Schmerzen beim
    Wasserlassen
    immer behandlungsbedürftig, kann unbehandelt zur (chronischen) Nierenbeckenentzündung führen und eine Frühgeburt auslösen.

    Hb/Ery
    Hämoglobin/Erythrozyten
    Blutuntersuchung (Blutbild) zur Feststellung der Eisenversorgung, gibt Auskunft über den Sauerstofftransport im Blut,
    wird im Rahmen der SS-Vorsorge überprüft

    Hepatitis B
    Blutuntersuchung zur Bestimmung des HbsAG (Antigen), etwa ab der 32. SSW. Bei positivem Befund wird das
    Neugeborene gegen Hepatitis B geimpft

    Herzaktion
    Der Herzschlag des Ungeborenen (normal 120 -160 Schläge/Minute) kann mit verschiedenen Geräten überprüft werden (Holzstethoskop,Dopton, CTG)

    HT
    (Herztöne) Kindliche Herztöne

    Hydramnion
    Übermässige Bildung von Fruchtwasser > 2000 ml
    Verdacht, Hinweis auf kindliche Missbildung

    Hypertonie
    Hoher Blutdruck birgt Gefahr für Mutter und Kind(EPH-Gestose, Präeklampsie, HELLP-Syndrom)

    Intrauteriner Sitz
    Lokalisation der Plazenta (Mutterkuchen) in der Gebärmutter, normalerweise an der Gebärmutter-Hinterwand oder -vorderwand oder im Fundus; ein tiefer Sitz oder eine vorliegende Plazenta (praevia) sind überwachungsbedürftig; wichtig zur Geburtsplanung

    Isthmozervikale Insuffizienz
    Mangelnde Verschlussfähigkeit der Zervix (Gebärmutterhals)
    Ursache: angeborene Schwäche oder durch vorausgegangene Verletzungen entstanden
    unbemerkt und ohne Schmerzen auftretende Verkürzung des Gebärmutterhalses und Öffnung des MM
    Gefahr der Fehl- oder Frühgeburt


    K
    KB Kindsbewegungen
    Der Zeitpunkt der ersten spürbaren Kindsbewegungen gibt Aufschluss über das Alter der SS und den zu erwartenden Geburtstermin
    Erstgebärende: etwa 18.-20. SSW
    Mehrgebärende: 2 Wochen früher

    KL Kindslage
    beschreibt die Lage des Ungeborenen in der Gebärmutter:
    SL = Schädellage
    BEL = Beckenendlage (Steißlage)
    QL = Querlage
    Die Lage kann in der SS öfter wechseln oder lange Zeit gleich bleiben, oft dreht sich das Baby noch kurz vor der Geburt.

    Kleinwuchs
    weit unterdurchschnittliche Grösse der Mutter (< 140 cm)
    fragliches Mißverhältnis zwischen Kindsgrösse und mütterlichem Becken; Genetische Faktoren, krankheitsbedingte
    Wachstumsstörungen

    Komplikationen post partum
    Komplikationen nach der Geburt beivorangegangenen SS, z.B. schwere Blutungen, Störungen der Plazentalösung, Rückbildungsstörung der Gebärmutter, Wundheilungsstörungen

    Konzeptionstermin
    Tag der Empfängnis / Befruchtung
    ab Konzeption beträgt die durchschnittliche SS-Dauer 267 Tage

    KU
    Kopfumfang
    Kindlicher Kopfumfang Siehe Screening (Ultraschall)
    Der normale Kopfumfang beim Neugeborenen (Stirn-Hinterkopf, sog. Hutmaß) beträgt 33 bis 37 cm


    L
    LR
    (letzte Regel) Datum der letzten Regelblutung (1. Tag) zur Bestimmung des Geburtstermins (ET)

    LSR
    (Lues-Suchreaktion) TPHA-Test
    Blutuntersuchung zum Ausschluss der Geschlechtskrankheit Syphilis (heute inEuropa selten)
    Infektion in der SS birgt bei Nichtbehandlung Gefahren für das Ungeborene


    M
    Mehrlings-Schwangerschaft
    Zwillinge, Drillinge oder mehr
    Jede Mehrlingsschwangerschaft erfordert eine intensive Betreuung und Vorsorge, insbesondere das Risko für eine
    Frühgeburt ist erhöht.

    MM Muttermund
    (portio)
    unterster Teil des Gebärmutterhalses, bei der vaginalen Untersuchung zu ertasten
    In der SS ist der MM geschlossen und bildet eine Barriere (Schutz). MM und Zervix erweitern sich im Verlauf der Geburt auf etwa 10 cm, um den kindlichen Kopf (oder Steiss) als vorangehenden Teil hindurch zu lassen.


    N
    Nitrit
    Nitrit-Test im Urin (Säuretest), mittels Teststäbchen, gibt Hinweis auf Bakterien im Urin (Infektion)


    O
    Ödeme
    Wassereinlagerungen im Gewebe (Hände, Füsse, generell) kann Hinweis auf eine Gestose/ Präeklampsie sein, insbesondere wenn sie plötzlich auftreten.Mäßige Wassereinlagerungen sind in der SS normal.

    Oligohydramnie
    zu wenig Fruchtwasser, kann ein Hinweis auf Fehlbildung des Ungeborenen sein (Feststellen durch äußere Untersuchung und US)

    Ovulationshemmer (eingenommen bis)
    Antibaypille (Einnahme bis wann vor Eintreten der SS) Zeitpunkt der letzten Einnahme kann Aufschluss über den Eintritt der SS und das Gestationsalter (SSW) geben.


    P
    -para
    (lat. parere gebären) die Gebärende
    Erstgebärende, Mehrgebärende, Vielgebärende (Nullipara, Primipara, Pluripara, Multipara)
    z.B. 0 para = noch kein Kind geboren, II para = 2 Kinder geboren

    Partus
    Geburt (Entbindung)

    ph-Wert
    Säuregrad (im Blut oder im Nabelschnurblut des Ungeborenen, im Scheidenmilieu)
    Beim Ungeborenen durch eine Fetalblutanalyse unter der Geburt (FBA) zu bestimmen; normal: 7,25 und höher.
    Nach der Geburt Bestimmung aus dem Nabelschnurblut.
    beim Säugling: Aufschluss über den Zustand während und nach der Geburt.
    bei der Mutter: ph-Wert des Scheidensekretes kann Aufschluss über Gefahr einer Frühgeburt geben

    Plazenta, Placenta
    Mutterkuchen, Nachgeburt - lebenswichtiges Organ in der schwangeren Gebärmutter, das den mütterlichen mit dem kindlichen Kreislauf verbindet und das Ungeborene versorgt

    Plazentainsuffizienz
    Funktionsstörung der Plazenta - bedeutet Unterversorgung des Kindes, erfordert intensive medizinische Betreuung von Mutter und Kind

    Plazentalokalisation/-struktur
    Sitz und Aufbau des Mutterkuchens in der Gebärmutter - Regelwidrigkeiten geben Aufschluss über bestehende oder zu erwartende Komplikationen

    Placenta praevia
    Der Mutterkuchen sitzt im unteren Teil der Gebärmutter vor dem MM und behindert oder versperrt (ganz oder teilweise) die Geburtswege. Diagnose mittels Ultraschall; Blutungsgefahr in der SS, ggf. primärer (geplanter) Kaiserschnitt (je nach
    Lokalisation)

    Portio
    Muttermund, in die Vagina (Scheide) hinreichender Teil der Zervix (Gebärmutterhals)
    Der MM ist durch die Scheide tastbar und gibt Aufschluss über den Verlauf der Geburt. In der SS ist der MM geschlossen.


    Q
    QF
    Querfinger – Maßeinheit, beschreibt den Fundusstand der Gebärmutter z.B. Fundus Rb - 2 QF = Fundusstand 2 Querfinger unter dem Rippenbogen, Fundus N +3 QF = 3 Querfinger über dem Nabel

    QL
    (Querlage) Das Baby liegt quer in der Gebärmutter öfter bei Mehrgebährenden oder Mehrlingsschwangerschaften; vor der
    Geburt dreht sich das Baby meistens in die richtige (geburtsmögliche) Position


    R
    Rh Faktor
    Rhesus Faktor im Blut, Siehe Blutgruppe/ Rhesusfaktor/ Blutgruppenzugehörigkeit
    Rhesus-Antigen; vorhanden = Rh positiv, nicht vorhanden = rh negativ

    Rhesus- Inkompatibilität
    Unverträglichkeit der Rhesusfaktoren von Mutter und Kind
    rh-negative Mutter bildet Antikörper gegen Rh-positives Kind

    Rb
    Rippenbogen - etwa in der 36. SSW steht die Gebärmutter bis zum Rb, danach senkt sich der Bauch langsam wieder

    Risikoschwangerschaft
    bestimmte Faktoren bestimmen die Einstufung als Risikoschwangerschaft (z.B. mütterliche oder kindliche Erkrankungen, Verlauf vorangegangener SS, vorzeitige Wehen, Vorgeschichte) Risikoschwangere werden engmaschiger betreut und untersucht und beiNotwendigkeit behandelt

    Röteln-HAH-Test
    Röteln-Hämaglutinationshemmungstest: Blutuntersuchung in der frühen SS; gibt Auskunft darüber, ob die Schwangere genügend Antikörper gegen den Röteln-Virus hat (nach Impfung oder früherer Rötelninfektion) Der Röteln-Titer gibt Aufschluß über ausreichenden Schutz. Titer 1:16 (1:8) zeigt ausreichenden Schutz an. Ein übermässig hoher Titer kann Hinweis auf eine frische Röteln-Infektion sein.Eine Rötelninfektion in der SS birgt Gefahr der Schädigung des Ungeborenen.

    Risiko aus anderen serologischen Befunden
    Risiko aufgrund der Ergebnisse durchgeführter Blutuntersuchungen(Blutserum) z.B. Coombstest positiv, HIV positiv

    RR
    (systolisch, diastolisch) Blutdruck - oberer und unterer Wert, z.B. 120/80; benannt nach Riva Rocci
    ein leichter Blutdruckabfall ist bis zur Mitte der SS normal; ein erhöhter Blutdruck muss beachtet und kontrolliert werden (Gefahr der EPH-Gestose)


    S
    S Sectio caesarea
    (Kaiserschnitt) Kaiserschnitt, Schnittentbindung operative Beendigung der Schwangerschaft (oder der bereits begonnenen Geburt) durch Bauchschnitt, in Vollnarkose oder Periduralanästhesie
    Primär: geplant, vor Geburtsbeginn (z.B. bei placenta praevia, Mehrlingen, Querlage)
    Sekundär: während der Geburt notwendig werdend (z.B. schlechter Zustand des Ungeborenen, Geburtsstillstand)

    Sediment
    Untersuchung aus dem Bodensatz der Urinprobe - Befund gibt Aufschluss über z.B. Harnwegsentzündungen

    Serologische Befunde
    Ergebnis der Untersuchung aus dem Blut (-Serum) z.B. Blutgruppe, Lues-Suchreaktion,Röteln-HAH, HIV, Toxoplasmose

    Screening
    (Ultraschall)
    Umfassende Ultraschall-Untersuchung. Oft routinemässig im Rahmen der SS-Vorsorge:
    9.-12. SSW
    19.-20.SSW
    29.-32. SSW
    SSL = Scheitel-Steiß-Länge
    FS = Fruchtsack
    KU = Kopfumfang
    BPD = Biparietaler Durchmesser, von Schläfe zu Schläfe
    FOD = Frontooccipitaler Dm, von Stirn zu Hinterkopf
    ATD = Abdominal-transversaler Dm, von linker zu rechter Bauchseite
    APD = Anterior-posterior Dm, von Nabel zu Rückgrat
    AU = Abdomenumfang, Bauchumfang
    FL = Femurlänge, Oberschenkelknochen
    HL = Humeruslänge, Oberarmknochen

    Skelettanomalien
    z.B. Beckenfehlbildungen, Rückgratverkrümmung, Wirbelanomalien, Rachitis (Unfallfolgen)- kann ein Anhalt auf Missverhältnis zwischen kindlicher Grösse und mütterlichem Becken sein; evt. weitere Beckendiagnostik notwendig

    SL
    Schädellage, normale und häufigste Geburtslage - das Baby liegt mit dem Kopf nach unten, günstigste Geburtsposition

    SSL
    (Scheitel-Steiß-Länge) Siehe Screening (Ultraschall)

    SS
    Schwangerschaft - Dauer: 40 Wochen, 280 Tage (gerechnet ab dem ersten Tag der LR), auch 10 Mondmonate à 28 Tage oder 267 Tage / 38 Wochen ab Konzeption (Empfängnis)

    SSW
    (LR) Schwangerschaftswoche bezogen auf den ersten Tag der letzten Regel

    SSW
    (ggf. korr., korrigiert) Schwangerschaftwoche nachrechnerischer Korrektur z.B. anhand von (frühen) Ultraschall-
    Ergebnissen wird das tatsächliche Gestationsalter festgestellt und der vorraussichtliche ET berechnet

    SP
    Spontangeburt Bezeichnung für eine normale Geburt ohne operative Hilfe - es kann sich sowohl um eine Geburt aus
    SL als auch aus BEL handeln. (ein Dammschnitt wird in diesem Zusammenhang nicht als operative Hilfe gewertet)

    Streptokokken
    (der Gruppe B)Kugel-Bakterien - Nachweis durch Abstrich
    Infektion (z.B. Urogenitaltrakt, Schleimhäute, Wunden); kann beim Neugeborenen zur Sepsis führen; Behandlung (auch vor der Geburt), z.B. mit Penicillin


    T
    Terminunklarheit
    gemeint ist der vorraussichtlicheGeburtstermin - Terminunklarheit kann z.B. bestehen beiunbekannter letzter Regel oder bei Unstimmigkeit zwischen Ultraschall-Befunden und ET (errechneter Termin); normabweichende Grösse des Kindes

    Tragzeit
    Schwangerschaftsdauer in Wochen - Dauer der (vorangegangenen) Schwangerschaft/en kann Aufschluss über Risikofaktoren (z.B. Neigung zu Frühgeburten) geben

    Thromboseneigung
    Neigung zu Bildung eines Blutpfropfes (thrombus) in Blutgefässen mit Gefahr der Embolie (= Verschluss eines
    Blutgefässes durch einen Thrombus)
    Gründe:
    Gefässwandschaden oder Gerinnungsstörung

    Totes/geschädigtes
    Kind i.d. Anamnese
    Risikofaktor aufgrund der Vorgeschichte genaue Abklärung zur Vermeidung vonWiederholung, intensive Betreuung und
    Beratung

    Triple Test
    (Triple Diagnostik) Screening-Methode (Vor- oder Suchtest) zur Erkennung des Down-Syndroms; Verhältnis Hormonwerte zu SS-Alter; Durchführung in der 14.-17. SSW - das Ergebnis ist ein statistischer Wert, der einen Hinweis auf notwendige
    weitere Diagnostik gibt (Amniozentese); PND


    U
    Übertragung
    die Schwangerschaft dauert über den EThinaus:
    Relative Übertragung: Die Plazentafunktion kann um den Geburtstermin (38.- 42.SSW) herum bedingt eingeschränkt sein, dadurch wird die Geburt normalerweise in Gang gesetzt.
    Echte Übertragung: Geburt nach der rechnerisch 42. SSW, nach dem 291. Tag oder anhand der Anzeichen bei Kind und Plazenta
    Engmaschige Kontrollen (wie CTG, Amnioskopie, Ultraschall Doppler) ggf. Geburtseinleitung bei Anzeichen von
    Unterversorgung, evt. Wehenbelastungstest
    Übertragungszeichen; am geborenen Kind sind u.a. die sog. Waschfrauenhände, trockene und rissige Haut, Vernix (Käseschmiere) fehlt völlig, die Plazenta zeigt Verkalkungsherde

    Urinuntersuchung
    Regelmässige Untersuchung im Rahmen der SS-Vorsorge (insbesondere auf Eiweiss, Bakterien, Zucker)
    Zur frühzeitigen Erkennung von Harnwegsinfektionen, Diabetes, Gestose

    US Ultraschall
    (-diagnsotik, -untersuchung) zur sicheren Feststellung einer frühen SS; zur Verlaufskontrolle der normalen Wachstumsentwicklung des Ungeborenen:
    Bestimmung von Lage, Grösse und Gewicht, zur Plazentalokalisation, zur Bestimmung der Fruchtwassermenge und bei Fehlbidungsverdacht, zur Bestimmung der Durchblutung/Versorgung siehe auch Screening (Ultraschall)
    vaginaler US = durch die Scheide mittels Vaginalsonde (in der frühen SS)
    abdominaler US = über die Bauchdecke mittels Schallknopf

    Uterus
    Gebärmutter - im Normalzustand etwa frauenfaustgroß, Gewicht 50g, am Ende der Schwangerschaft etwa 1 - 1,5 kg.


    V
    V.a. Mehrlinge
    Verdacht auf Zwillings-SS (oder Drillinge und mehr) Klärung mittels Ultraschall, sehr früh zu sehen.
    Jede Mehrlingsschwangerschaft erfordert eine intensive und engmaschige Betreuung

    V.a. VBS
    Verdacht auf vorzeitigen Blasensprung - siehe Blasensprung
    muss wegen möglicher Infektionsgefahr und Geburtsbeginn genau abgeklärt werden.

    VE Vacuum
    Vakuumextraktion (Geburt mit Hilfe der) Saugglocke = Saugglockenentbindung
    mit einem Vacuumextractor; kann zur Beendigung der Geburt bei vollständig eröffnetem MM eingesetzt werden, wenn die Geburt in dieser Phase keine Fortschritte macht oder bei Gefahr für das Baby.

    Vag. Op.
    (vaginale Operationen) Operationen, die von der Scheide aus druchgeführt werden z.B. Saugglockenentbindung (Vacuum),
    Zangenentbindung (Forceps)

    Vag. US
    (vaginaler Ultraschall) Untersuchung mit einem spez.Ultraschallgerät (Vaginalsonde), das durch die Scheide eingeführt wird und im frühen Stadium der SS genauereErgebnisse erzielt als US über die Bauchdecke
    zur Frühdiagnostik der SS; Bestimmung von Lage und Grösse der Fruchtanlage/desFeten, Plazentalokalisation

    Varicosis, Varikosis
    Bildung von Krampfadern

    Vernix caseosa
    (Käseschmiere) sog. (Käse-)Schmiere auf der Haut des Ungeborenen/Neugeborenen, bei einem reifen Neugeborenen am
    Geburtstermin nur noch minimal vorhanden. Schutzfunktion; wird in der 2. SS-Hälfte von den Talgdrüsen der fetalen
    Lanugobehaarung (Wollhaare) produziert und schützt die Haut u.a. vor dem Aufweichen

  2. #2
    chadischa Gast

    Standard Re: Fachausdrücke - Begriffe - Abkürzungen aus dem Mutterpass

    VU
    (Vaginale Untersuchung) Tastuntersuchung der Hebamme/des Arztes durch die Scheide (im Rahmen der SS-Vorsorge)
    zur Überprüfung des Muttermundes/ der Muttermundseröffnung während der Geburt (Geburtsfortschritt)

    Vorzeitige Wehen
    Wehen, die vor dem errechneten Geburtstermin auftreten und eine Wirkung auf den Muttermund haben - Gefahr der Frühgeburt (vorzeitige Eröffnung des MM)


    W
    Wehentätigkeit, vorzeitige
    Kontraktionen der Gebärmutter, die eine geburtsvorbereitende/einleitende Eröffnung des Muttermundes vor dem
    errechneten Termin bewirken - Schmerzhafte Kontraktionen sind imHinblick auf ihre Zervix- und MM-Wirkung kontroll-/behandlungsbedürftig (vorzeitiger Geburtsbeginn)
    Leichte Wehen (Kontraktionen) in der späten SS dienen in begrenztem Umfang der Vorbereitung auf die Geburt und haben auch mit dem Wachsen der Gebärmutter zu tun (Ziehen, Übungswehen, Vorwehen, Senkwehen).

    Wochenbett
    Zeit nach der Geburt
    Das Wochenbett beträgt 6-8 Wochen
    Frühes Wochenbett: die ersten 7 Tage nach der Geburt - bezeichet den Zeitraum von der Entbindung bis zur vollständigen
    Rückbildung der Schwangerschafts- und Geburtsveränderungen der Mutter


    X, Y, Z
    Zervix, Cervix uteri
    Gebärmutterhals, unterer Teil der Gebärmutter, der in die Scheide hinein reicht
    Verschlussfunktion der Gebärmutter in der SS; öffnet sich bei der Geburt durch die Wehen

    Zervixinsuffizienz
    siehe Isthmozervikale Insuffizienz

    ZNS
    Zentrales Nervensystem = Gehirn und Rückenmark; Erkrankungen des ZNS sind beispielsweise Depressionen, Epilepsie und Multiple Sklerose
    Erkrankungen des ZNS können sich in der SS verschlimmern (oder verbessern) und müssen evt. auch anders behandelt
    werden

    Zustand nach Sterilitätsbehandlung
    SS-Eintritt nach Behandlung von Fruchtbarkeitsstörungen durchMethoden der Fortpflanzungsmedizin
    Eintritt der SS nach Hormonbehandlung oder assistierter Befruchtung (IVF und ICSI)

    Zustand nach Frühgeburt
    Frühgeburt bei einer vorausgegangenen SS - Ursachen sollten abgeklärt werden, um Wiederholung zu vermeiden

    Zustand nach Mangelgeburt
    Mangelgeburt = Neugeborenes, das bei der Geburt weniger an Gewicht hat, als dem SS-Alter entsprechend normal ist, andere Anzeichen von Mangelversorgung kann bei einer erneuten SS ein möglicher Hinweis auf drohende Plazentainsuffizienz sein

    Zustand nach 2 oder mehr Aborten/Abbrüchen
    vorrausgegangene Fehlgeburten oder Schwangerschaftsabbrüche - evt. Auswirkungen auf die Einnistung und die Verschluss- und Haltefunktion der Zervix (Gebärmutterhals)

    Zustand nach Sectio/ Uterusoperation
    vorrausgegangener Kaiserschnitt oder andere Operationen an der Gebärmutter kann je nach Ausmaß und Zeitpunkt ein
    Hinweis auf zu erwartende Komplikationen in der SS und bei der Geburt sein. Durch Narbengewebe/-bildung kann die
    Gebärmutter den Belastungen durch Wachstum und Geburt evt. weniger gutgewachsen sein; intensive Betreuung

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