Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
    Bloksi ist offline Stranger
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    Standard Ende der Elternzeit, keine Teilzeit möglich, also ALG?

    Hallo,
    ich bin seit 14 Jahren in einer großen Firma mit knapp 2.000 Mitarbeitern.
    Mein 2. Jahr Elternzeit endet im Juni und leider kann mich mein Arbeitgeber danach nicht in Teilzeit einstellen, so dass ich jetzt das 3. Jahr Elternzeit nehme, um nicht gekündigt zu werden.
    Ich weiß, ich hätte ein Recht auf eine Teilzeitstelle, aber ich werde nicht dagegen angehen.
    Nun war ich heute beim Arbeitsamt, da mir dieser Hinweis gegeben wurde, dass ich - sofern mein AG mir keine Stelle anbieten kann - dort Unterstützung bekomme.
    Nun habe ich hier einen Haufen Unterlagen, welche ausgefüllt werden müssen und bin irgendwie ziemlich geknickt, dass es soweit gekommen ist. Da habe ich wirklich jahrelang geackert wie sonstwas und außerdem liebe ich meinen Job, die Firma war mein 2. Zuhause und jetzt muss ich zum Arbeitsamt gehen. Das ist echt kein schönes Gefühl. Ich habe wirklich gehofft, dass mein AG mir einen Job anbietet ;-(

    Wir haben uns natürlich auch darauf eingestellt, ab Juni wieder etwas Geld zu bekommen...
    Vielleicht habe ich das Glück und das Arbeitsamt findet eine passende Teilzeitstelle für mich während dem 3. Jahr Elternzeit, aber ob mich das dann wieder aufbaut, weiß ich auch nicht.
    Hatte schon mal jemand diese Situation?
    Gruß
    Steffi

  2. #2
    Andrea B ist offline Legende
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    Standard Re: Ende der Elternzeit, keine Teilzeit möglich, also ALG?

    Zitat Zitat von Bloksi Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich bin seit 14 Jahren in einer großen Firma mit knapp 2.000 Mitarbeitern.
    Mein 2. Jahr Elternzeit endet im Juni und leider kann mich mein Arbeitgeber danach nicht in Teilzeit einstellen, so dass ich jetzt das 3. Jahr Elternzeit nehme, um nicht gekündigt zu werden.
    Ich weiß, ich hätte ein Recht auf eine Teilzeitstelle, aber ich werde nicht dagegen angehen.
    Nun war ich heute beim Arbeitsamt, da mir dieser Hinweis gegeben wurde, dass ich - sofern mein AG mir keine Stelle anbieten kann - dort Unterstützung bekomme.
    Nun habe ich hier einen Haufen Unterlagen, welche ausgefüllt werden müssen und bin irgendwie ziemlich geknickt, dass es soweit gekommen ist. Da habe ich wirklich jahrelang geackert wie sonstwas und außerdem liebe ich meinen Job, die Firma war mein 2. Zuhause und jetzt muss ich zum Arbeitsamt gehen. Das ist echt kein schönes Gefühl. Ich habe wirklich gehofft, dass mein AG mir einen Job anbietet ;-(

    Wir haben uns natürlich auch darauf eingestellt, ab Juni wieder etwas Geld zu bekommen...
    Vielleicht habe ich das Glück und das Arbeitsamt findet eine passende Teilzeitstelle für mich während dem 3. Jahr Elternzeit, aber ob mich das dann wieder aufbaut, weiß ich auch nicht.
    Hatte schon mal jemand diese Situation?
    Gruß
    Steffi

    Hallo Steffi,
    warum bietet dir dein AG keine Teilzeit an. Da er mehr als 15 Mitarbeiter hat muß er auch Teilzeitstellen anbieten. Gehe mal zu einem Anwalt für Arbeitsrecht und lasse dich beraten. Der Gang zum Anwalt heißt ja nicht, daß darauf hin gleich eine Klage vor dem Arbeitsgericht erfolgt.

    Du glaubst doch selbst nicht, daß dir die Agentur für Arbeit eine passende Stelle sucht. Das mußt du schon selbst tun z.B. +über die Jobbörse der Agentur für Arbeit oder über andere Jobbörsen, die online verfügbar sind. Die gute alte Zeitung bietet auch noch regelmäßig Stellenangebote an.

    Mein Arbeitsplatz ist grundsätzlich nicht mein 2. Zuahsause. So sehr wyar ich noch nie mit einem AG verbunden und werde es auch nie sein. Was dabei rauskommt siehst du ja.
    Andrea

  3. #3
    Avatar von mancini
    mancini ist offline gehemmter Besserwisser
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    Standard Re: Ende der Elternzeit, keine Teilzeit möglich, also ALG?

    Zitat Zitat von Bloksi Beitrag anzeigen
    Vielleicht habe ich das Glück und das Arbeitsamt findet eine passende Teilzeitstelle für mich während dem 3. Jahr Elternzeit,
    Sorry, aber das kannst Du vergessen. Und bitte verzichte nicht auf Deine Rechte und mach Dich schlau darüber.

  4. #4
    Avatar von Sentenced
    Sentenced ist offline old hand
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    Standard Re: Ende der Elternzeit, keine Teilzeit möglich, also ALG?

    Für wieviele Stunden hast du denn einen Betreuungsplatz für dein Kind? Ist es nicht möglich, Vollzeit zu arbeiten und dein Kind länger betreuen zu lassen?

    Ich hatte damals 2 Jahre Elternzeit beantragt mit dem Ziel, im 2ten Elternzeitjahr Teilzeit zu arbeiten (also jetzt eigentlich). Mein Sohn geht seit er 1 ist in die Krippe von 08.-14.30Uhr. Mein AG (mehr als 15 MA) hatte Teilzeit (30 Std.) abgelehnt, es war einfach aus betrieblichen Gründen nicht möglich nicht den ganzen Tag im Büro zu sein. Seitdem bekomme ich ALG I (für die 30 Std. die ich zur Verfügung stehe), bis zum Ende der Elternzeit (wenn mein Sohn 2 ist) und danach arbeite ich wieder voll (Kind geht dann bis 16.30Uhr in die Krippe).

    Nen anderen Job musst du dir allerdings selbst suchen! Eigeninitiative :)

  5. #5
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: Ende der Elternzeit, keine Teilzeit möglich, also ALG?

    Zitat Zitat von Bloksi Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich bin seit 14 Jahren in einer großen Firma mit knapp 2.000 Mitarbeitern.
    Mein 2. Jahr Elternzeit endet im Juni und leider kann mich mein Arbeitgeber danach nicht in Teilzeit einstellen, so dass ich jetzt das 3. Jahr Elternzeit nehme, um nicht gekündigt zu werden.
    Ich weiß, ich hätte ein Recht auf eine Teilzeitstelle, aber ich werde nicht dagegen angehen.
    Warum denn nicht? Hat man Deinen offziellen Antrag auch offiziell und fristgerecht abgelehnt oder hat nur Dein früherer Chef gesagt "Das geht bei uns nicht."?


    Nun war ich heute beim Arbeitsamt, da mir dieser Hinweis gegeben wurde, dass ich - sofern mein AG mir keine Stelle anbieten kann - dort Unterstützung bekomme.
    Warum nicht erstmal versuchen, Vollzeit zu arbeiten? Besser als arbeitslos zu sein.

    Nun habe ich hier einen Haufen Unterlagen, welche ausgefüllt werden müssen und bin irgendwie ziemlich geknickt, dass es soweit gekommen ist. Da habe ich wirklich jahrelang geackert wie sonstwas und außerdem liebe ich meinen Job, die Firma war mein 2. Zuhause und jetzt muss ich zum Arbeitsamt gehen. Das ist echt kein schönes Gefühl. Ich habe wirklich gehofft, dass mein AG mir einen Job anbietet ;-(
    Aufs Anbieten würde ich nicht warten, den Teilzeitjob muss man aktiv einfordern.

    Wir haben uns natürlich auch darauf eingestellt, ab Juni wieder etwas Geld zu bekommen...
    Vielleicht habe ich das Glück und das Arbeitsamt findet eine passende Teilzeitstelle für mich während dem 3. Jahr Elternzeit, aber ob mich das dann wieder aufbaut, weiß ich auch nicht.
    Hatte schon mal jemand diese Situation?
    Gruß
    Steffi
    Geh aktiv auf die Suche, darauf, dass Dir die superduper tolle Stelle mit perfekten Arbeitszeiten und mehr als angemessener Bezahlugn vom Arbeitsamt angeboten wird, kannst Du lange warten.

    LG

  6. #6
    Mama20082004 ist offline Stranger
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    Standard Re: Ende der Elternzeit, keine Teilzeit möglich, also ALG?

    Hallo
    ich bin gerade in der gleichen Situation. Das mit den Rechten ist immer so leicht gesagt, wenn man ja eigentlich wieder zurück in den Job möchte. Fördert eher nicht die Zusammenarbeit. Betriebliche Belange die gegen sprechen, sind auch immer gefunden. Man muss sich eben entscheiden, ob doch die Vollzeit und man das dritte Jahr zur Jobsuche nutzt. Oder das dritte Jahr noch mit dem Kind genießt und dann wieder Vollzeit anfängt. Da hast du auch Zeit, die drauf vor zubereitenund vielleicht ein Sozialnetz aufzubauen. Ist eine blöde Situation, weil man ja arbeiten möchte, aber eben auch noch Zeit für die Kids haben will. Erst mal sacken lassen und dann siehst du vielleicht eine richtige Möglichkeit. Viel Glück dabei.
    LG

  7. #7
    LouBelia ist offline Stranger
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    Standard Re: Mütter werden in Deutschland benachteiligt und verarscht

    Hallo,

    ich stehe gerade in einer ähnlichen Situation. Nach sechs Jahren Zugehörigkeit und nachdem ich trotz Krankschreibung und während des Mutterschutzes teilweise weiter gearbeitet habe, hat mir mein Chef heute erklärt, dass er mich nicht während des Mutterschutzes teilzeit beschäftigen wird und mir darüberhinaus nach Ablauf der Elternzeit kündigen wird.
    Ich kenne meine Rechte, aber ich weiss auch, dass ein Arbeitsgerichtsprozess zumeist mit einem Vergleich ausgeht. Dann bekommt man zwar eine Abfindung, aber die muss man teilweise auf das Arbeitslosengeld anrechnen lassen und man steht eben doch ohne Job da.
    Ich bin so gefrustet. Da hat man so lange garbeitet und auch ich empfand die Firma fast als mein zweites Zuhause. Mich hat das total unvorbereitet getroffen und ich weiss nicht, wie ich nach Ablauf des Elterngeldes klar kommen soll.

    Ich muss mir einfach mal Luft machen, denn ich muss feststellen, dass die Mütter in Deutschland absolut benachteiligt werden und fast jeder Mutter das Schicksal einer Geringverdienerin oder Hartz 4 Empfängerin droht, wenn sie nicht einen Partner an der Seite hat, der sie und das Kind mit finanzieren kann.
    Angefangen mit der Berechnung des Elterngeldes. Da wird den Müttern vorgekaukelt, dass dies eine tolle Erungenschaft sei. Dabei wird meistens ein viel niedrigeres Nettogehalt zu Grunde gelegt, als man tatsächlich erhalten hat. Es heißt zwar, das Elterngeld wird nicht besteuert, aber bei dem Progressionsvorbehalt wird es doch wieder herangezogen und führt zu steuerlichen Nachteilen. Zudem endet es nach einem Jahr und man ist eigentlich dadurch gezwungen arbeiten zu gehen, aber wohin mit den Kindern, wenn man arbeiten muss?
    Wenn der Arbeitgeber sich dann nach Ablauf des Elterngeldes weigert eine Teilzeitbeschäftigung anzubieten, dann bekommt man zwar Arbeitslosengeld. Aber nur wenn man sich verpflichtet wenigstens 15 Stunden arbeiten zu gehen. Das is ja auch mein Ziel, aber jetzt kommt es. Wenn ich keine Teilzeitarbeit bekomme, erhalte ich nicht Arbeitslosengeld in voller Höhe. Nein, weil ich dem Arbeitsmarkt theoretisch ja nur für maximal 30 Stunden zur Verfügung stehe, wird mein Arbeitslosengeld entsprechend gekürzt!! Tja und wenn mein Partner mich die drei Jahre Elternzeit durchschleppen würde, dann bekäme ich danach auch nicht Arbeitslosengeld in voller Höhe. Dann wird nämlich nicht mein Gehalt vor der Elternzeit als Berechnungsgrundlage genommen, sondern ein vom Arbeitsamt fiktiv ermitteltes Einkommen, welches so gut wie immer weit unter dem Gehalt liegt, welches man selbst tatsächlich erhalten hat!!!

    Sory für diese lange mail, aber ich bin im Moment einfach so enttäuscht und super wütend.

  8. #8
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: Mütter werden in Deutschland benachteiligt und verarscht

    Zitat Zitat von LouBelia Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich stehe gerade in einer ähnlichen Situation. Nach sechs Jahren Zugehörigkeit und nachdem ich trotz Krankschreibung und während des Mutterschutzes teilweise weiter gearbeitet habe, hat mir mein Chef heute erklärt, dass er mich nicht während des Mutterschutzes teilzeit beschäftigen wird und mir darüberhinaus nach Ablauf der Elternzeit kündigen wird.
    Ich kann gut verstehen, dass Du im Moment völlig fertig bist und eine Mordswut im Bauch hast (und das zurecht).

    Ich kenne meine Rechte, aber ich weiss auch, dass ein Arbeitsgerichtsprozess zumeist mit einem Vergleich ausgeht. Dann bekommt man zwar eine Abfindung, aber die muss man teilweise auf das Arbeitslosengeld anrechnen lassen und man steht eben doch ohne Job da.
    Und deswegen willst Du gar nicht erst gegen eine Kündigung klagen? Das wäre unklug, denn 1. sieht das die Arbeitsagentur evtl. so, als hättest du Dich nicht genug für Deinen Job eingesetzt und sperrt Dir die Unterstützung und 2. bleibt auch von einer Abfindung ein bisschen was übrig.

    Ich bin so gefrustet. Da hat man so lange garbeitet und auch ich empfand die Firma fast als mein zweites Zuhause. Mich hat das total unvorbereitet getroffen und ich weiss nicht, wie ich nach Ablauf des Elterngeldes klar kommen soll.
    Dass Du evtl. nach dem Elterngeld keine Teilzeitstelle bekommst, war ja nicht soo unwahrscheinlich, oder? Würdest Du denn rein theoretisch nach dem 1. Jahr Vollzeit wieder arbeiten?

    Ich muss mir einfach mal Luft machen, denn ich muss feststellen, dass die Mütter in Deutschland absolut benachteiligt werden
    Das seh ich jetzt nicht so.

    und fast jeder Mutter das Schicksal einer Geringverdienerin oder Hartz 4 Empfängerin droht, wenn sie nicht einen Partner an der Seite hat, der sie und das Kind mit finanzieren kann.
    Das stimmt so nicht, kommt Dir in Deiner Situation jetzt aber so vor. Versteh ich.

    Angefangen mit der Berechnung des Elterngeldes. Da wird den Müttern vorgekaukelt, dass dies eine tolle Erungenschaft sei. Dabei wird meistens ein viel niedrigeres Nettogehalt zu Grunde gelegt, als man tatsächlich erhalten hat.
    Hä? Bei mir wurde mein normales Nettogehalt als Berechnungsgrundlage genommen (abzüglich der Werbungskostenpauschale). Natürlich ohne Sonderzahlungen wie Weihnachts- oder Urlaubsgeld. dafür habe ich diese auch anteilig zum fälligen Zeitpunkt während der Elternzeit erhalten, ohne dass das Elterngeld gemeindert wurde.

    Es heißt zwar, das Elterngeld wird nicht besteuert, aber bei dem Progressionsvorbehalt wird es doch wieder herangezogen und führt zu steuerlichen Nachteilen.
    Nicht bei jedem. es kommt drauf an, was die beiden Partner verdienen bzw. welche Absetzungsbeträge man hat.

    Zudem endet es nach einem Jahr und man ist eigentlich dadurch gezwungen arbeiten zu gehen, aber wohin mit den Kindern, wenn man arbeiten muss?
    Vor dem Elterngeld gab's für viele gar nichts. Die mussten auch das 1. Jahr mit Kind komplett selber finanzieren. Wie lange willst Du denn Geld bekommen?

    Wenn der Arbeitgeber sich dann nach Ablauf des Elterngeldes weigert eine Teilzeitbeschäftigung anzubieten, dann bekommt man zwar Arbeitslosengeld.
    Oder man bleibt 3 Jahre zuhause und fängt dann Vollzeit an. Oder man arbeitet nach 1 Jahr wieder Vollzeit.

    Aber nur wenn man sich verpflichtet wenigstens 15 Stunden arbeiten zu gehen. Das is ja auch mein Ziel, aber jetzt kommt es. Wenn ich keine Teilzeitarbeit bekomme, erhalte ich nicht Arbeitslosengeld in voller Höhe. Nein, weil ich dem Arbeitsmarkt theoretisch ja nur für maximal 30 Stunden zur Verfügung stehe, wird mein Arbeitslosengeld entsprechend gekürzt!!
    Ist doch logisch.

    Tja und wenn mein Partner mich die drei Jahre Elternzeit durchschleppen würde, dann bekäme ich danach auch nicht Arbeitslosengeld in voller Höhe. Dann wird nämlich nicht mein Gehalt vor der Elternzeit als Berechnungsgrundlage genommen, sondern ein vom Arbeitsamt fiktiv ermitteltes Einkommen, welches so gut wie immer weit unter dem Gehalt liegt, welches man selbst tatsächlich erhalten hat!!!
    Nochmal: Man kann nach der Elternzeit auch wieder Vollzeit arbeiten.

    Sory für diese lange mail, aber ich bin im Moment einfach so enttäuscht und super wütend.
    Ich kann Dich verstehen, aber vieles stimmt so eben nicht zu 100%.

    LG

  9. #9
    Jumpy ist offline journey (wo)man
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    Standard Re: Ende der Elternzeit, keine Teilzeit möglich, also ALG?

    Zitat Zitat von Bloksi Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich bin seit 14 Jahren in einer großen Firma mit knapp 2.000 Mitarbeitern.
    Mein 2. Jahr Elternzeit endet im Juni und leider kann mich mein Arbeitgeber danach nicht in Teilzeit einstellen, so dass ich jetzt das 3. Jahr Elternzeit nehme, um nicht gekündigt zu werden.
    Ich weiß, ich hätte ein Recht auf eine Teilzeitstelle, aber ich werde nicht dagegen angehen.
    Nun war ich heute beim Arbeitsamt, da mir dieser Hinweis gegeben wurde, dass ich - sofern mein AG mir keine Stelle anbieten kann - dort Unterstützung bekomme.
    Nun habe ich hier einen Haufen Unterlagen, welche ausgefüllt werden müssen und bin irgendwie ziemlich geknickt, dass es soweit gekommen ist. Da habe ich wirklich jahrelang geackert wie sonstwas und außerdem liebe ich meinen Job, die Firma war mein 2. Zuhause und jetzt muss ich zum Arbeitsamt gehen. Das ist echt kein schönes Gefühl. Ich habe wirklich gehofft, dass mein AG mir einen Job anbietet ;-(

    Wir haben uns natürlich auch darauf eingestellt, ab Juni wieder etwas Geld zu bekommen...
    Vielleicht habe ich das Glück und das Arbeitsamt findet eine passende Teilzeitstelle für mich während dem 3. Jahr Elternzeit, aber ob mich das dann wieder aufbaut, weiß ich auch nicht.
    Hatte schon mal jemand diese Situation?
    Gruß
    Steffi
    Hallo Steffi,
    Noch einmal die wichtigsten Dinge, die einfach nötig sind, damit das ganze funktioniert:
    1. Hast du schriftlich die Teilzeit mit Stundenzahl und Einteilung eingereicht?
    2. Hat dein AG schriftlich unter Einhaltung der Fristen abgesagt?
    3. Wenn er abgesagt hat, mit welcher Begründung?
    4. Laß im Zweifelsfall die Absage von einem Anwalt prüfen.
    Wenn dein AG 2000 Mitarbeiter hat, gibt es fast keinen stichhaltigen Grund, keine Teilzeit anzubieten.
    Und tut mir leid, du mußt schon um deine Ansprüche kämpfen. Du kannst nicht vom Arbeitsamt verlangen, dir Geld zu bezahlen, weil du Angst hast, für dein Recht einzustehen.

    Ich habe fast ein halbes Jahr mit meinem AG verhandelt, bis wir auf einen Nenner gekommen sind und ich meinen 30-Stundenvertrag in einem Bereich hatte, der auch meiner Qualifikation entsprach. Das hatte es dort auch noch nicht gegeben und hat einiges an Überzeugungsarbeit gekostet. Aber es hat sich gelohnt.
    lg
    Jumpy

  10. #10
    Fishkopp ist offline schwarze Witwe
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    Standard Re: Ende der Elternzeit, keine Teilzeit möglich, also ALG?

    Zitat Zitat von Bloksi Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich bin seit 14 Jahren in einer großen Firma mit knapp 2.000 Mitarbeitern.
    Mein 2. Jahr Elternzeit endet im Juni und leider kann mich mein Arbeitgeber danach nicht in Teilzeit einstellen, so dass ich jetzt das 3. Jahr Elternzeit nehme, um nicht gekündigt zu werden.
    Ich weiß, ich hätte ein Recht auf eine Teilzeitstelle, aber ich werde nicht dagegen angehen.
    Nun war ich heute beim Arbeitsamt, da mir dieser Hinweis gegeben wurde, dass ich - sofern mein AG mir keine Stelle anbieten kann - dort Unterstützung bekomme.
    Nun habe ich hier einen Haufen Unterlagen, welche ausgefüllt werden müssen und bin irgendwie ziemlich geknickt, dass es soweit gekommen ist. Da habe ich wirklich jahrelang geackert wie sonstwas und außerdem liebe ich meinen Job, die Firma war mein 2. Zuhause und jetzt muss ich zum Arbeitsamt gehen. Das ist echt kein schönes Gefühl. Ich habe wirklich gehofft, dass mein AG mir einen Job anbietet ;-(

    Wir haben uns natürlich auch darauf eingestellt, ab Juni wieder etwas Geld zu bekommen...
    Vielleicht habe ich das Glück und das Arbeitsamt findet eine passende Teilzeitstelle für mich während dem 3. Jahr Elternzeit, aber ob mich das dann wieder aufbaut, weiß ich auch nicht.
    Hatte schon mal jemand diese Situation?
    Gruß
    Steffi
    Da du einen Rechtsanspruch auf Teilzeit hast solltest du das wenigstens beantragen. Bei so eie
    ner großen Firma kann man das nicht ohne Begründung ablehnen.

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