Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    marimon ist offline eher Ferkel als Pooh
    Registriert seit
    27.05.2005
    Beiträge
    2.140

    Standard Ausgleich bei längerer Krankheit....

    Hallo zusammen,

    vielleicht hat einer von den anwesenden Fachleuten einen Rat für mich.

    Wir beschäftigen einen Mitarbeiter, der ein kleines Kind hat (1,5 Jahre). Nun leidet seine Frau an einer Erkrankung, die sich wohl noch länger hinzieht. Sie wird für 6 Wochen in eine Klinik kommen, aber sicher auch danach nicht voll belastbar sein. Unser Mitarbeiter arbeitet eigentlich Vollzeit (bis 19:00 Uhr), das würde aber bedeuten, dass der Kleine nach der normalen Kita in eine extra-Kita muss, um dann gegen 20:00 Uhr von seinem Vater abgeholt zu werden... das ist nun alles andere als optimal, und das würde ich gern vermeiden.

    Unsere Idee war nun, seine Stunden zu reduzieren ( er müsste dann nur 2 Nachmittage arbeiten), was aber natürlich bedeutet, dass ich eine Aushilfe als Ersatz einstellen muss, und er weniger verdienen würde.

    Er arbeitet als Verkäufer (ungelernt), wir zahlen nach Tarif, aber das ist in dem Fall eben nich so dicke, dass er auf das fehlende Gehalt verzichten kann (zumal seine Frau ja auch nichts verdient).

    Das Arbeitsamt will keine Aufstockung zahlen, da die Krankenversicherung zuständig ist. Die Krankenversicherung will nur für die Zeit des Klinikaufenthalts zahlen, was aber bedeuten würde, dass die Mama gleich nach Ihrer Entlassung wieder voll verantwortlich für die Betreuung wäre (was wahrscheinlich ziemlich schnell zu einem Rückfall führen würde).

    Wenn ich ihm betriebsbedingt die Stunden reduziere, müsste dann das Arbeitsamt eine Aufstockung zahlen? Für unseren Betrieb stellt die Situation ja schon ein ziemliches Risiko dar, die letzten Wochen waren echt nervig, weil er dauernd überraschend ausgefallen ist, und wir sind ja ein sehr kleiner Betrieb... Hat jemand sonst noch eine Idee??? Ich bin leider auch nicht in der Situation, dass ich einfach sagen kann, er soll nur Teilzeit arbeiten, aber Vollzeit bezahlt bekommen.

    Für Ratschläge dankbar ist Mari
    kleine Große (2004) & großer Kleiner (2009)


    ***********************
    Ging ich täglich früh zu Bett,
    wär ich immer hübsch und nett!

  2. #2
    Gast

    Standard Re: Ausgleich bei längerer Krankheit....

    Gibt es evtl. die Möglichkeit so eine Art Stundenkonto anzulegen, auf welchem er jetzt Minusstunden macht und wenn die Frau wieder fit ist das er die Stunden dann nacharbeitet? Kenne ja nun nicht den genauen Arbeitszeit-Rahmen, aber ich sag mal zwischen 7 und 19 Uhr liegen ja doch noch gewisse Freibereiche.

    Das Arbeitsamt übernimmt auf keinen Fall den Minderverdienst...evtl. sollte er versuchen über die KK eine Haushaltshilfe zu bekommen bzw. eine Art Betreuung.

  3. #3
    marimon ist offline eher Ferkel als Pooh
    Registriert seit
    27.05.2005
    Beiträge
    2.140

    Standard Re: Ausgleich bei längerer Krankheit....

    Zitat Zitat von Kabelfresser Beitrag anzeigen
    Gibt es evtl. die Möglichkeit so eine Art Stundenkonto anzulegen, auf welchem er jetzt Minusstunden macht und wenn die Frau wieder fit ist das er die Stunden dann nacharbeitet? Kenne ja nun nicht den genauen Arbeitszeit-Rahmen, aber ich sag mal zwischen 7 und 19 Uhr liegen ja doch noch gewisse Freibereiche.

    Das Arbeitsamt übernimmt auf keinen Fall den Minderverdienst...evtl. sollte er versuchen über die KK eine Haushaltshilfe zu bekommen bzw. eine Art Betreuung.
    Ja, auf so ein Stundekonto wird es wohl hinauslaufen - wobei das natürlich gerade jetzt im Sommer (unsere schwächste Zeit) für mich eine ziemliche Belastung ist, und für ihn natürlich dann auch etwas anstrengend, wenn er später zu seinen 38 Stunden noch extra Stunden dazu kommen. Und wer weiss, wie lange sich das hinzieht...

    Eine Haushaltshilfe bzw. jemanden der auf den Kleinen aufpasst würde er bekommen - das Jugendamt hat ihm allerdings gesagt, dass es wohl jeden Tag jemand anders wäre - ich fände es ziemlich hart, wenn der Kleine jeden Tag der Woche von jemand anders betreut würde.

    Gruss, Mari
    kleine Große (2004) & großer Kleiner (2009)


    ***********************
    Ging ich täglich früh zu Bett,
    wär ich immer hübsch und nett!

  4. #4
    Andrea B ist gerade online Legende
    Registriert seit
    09.03.2004
    Beiträge
    14.464

    Standard Re: Ausgleich bei längerer Krankheit....

    Zitat Zitat von marimon Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    vielleicht hat einer von den anwesenden Fachleuten einen Rat für mich.

    Wir beschäftigen einen Mitarbeiter, der ein kleines Kind hat (1,5 Jahre). Nun leidet seine Frau an einer Erkrankung, die sich wohl noch länger hinzieht. Sie wird für 6 Wochen in eine Klinik kommen, aber sicher auch danach nicht voll belastbar sein. Unser Mitarbeiter arbeitet eigentlich Vollzeit (bis 19:00 Uhr), das würde aber bedeuten, dass der Kleine nach der normalen Kita in eine extra-Kita muss, um dann gegen 20:00 Uhr von seinem Vater abgeholt zu werden... das ist nun alles andere als optimal, und das würde ich gern vermeiden.

    Unsere Idee war nun, seine Stunden zu reduzieren ( er müsste dann nur 2 Nachmittage arbeiten), was aber natürlich bedeutet, dass ich eine Aushilfe als Ersatz einstellen muss, und er weniger verdienen würde.

    Er arbeitet als Verkäufer (ungelernt), wir zahlen nach Tarif, aber das ist in dem Fall eben nich so dicke, dass er auf das fehlende Gehalt verzichten kann (zumal seine Frau ja auch nichts verdient).

    Das Arbeitsamt will keine Aufstockung zahlen, da die Krankenversicherung zuständig ist. Die Krankenversicherung will nur für die Zeit des Klinikaufenthalts zahlen, was aber bedeuten würde, dass die Mama gleich nach Ihrer Entlassung wieder voll verantwortlich für die Betreuung wäre (was wahrscheinlich ziemlich schnell zu einem Rückfall führen würde).

    Wenn ich ihm betriebsbedingt die Stunden reduziere, müsste dann das Arbeitsamt eine Aufstockung zahlen? Für unseren Betrieb stellt die Situation ja schon ein ziemliches Risiko dar, die letzten Wochen waren echt nervig, weil er dauernd überraschend ausgefallen ist, und wir sind ja ein sehr kleiner Betrieb... Hat jemand sonst noch eine Idee??? Ich bin leider auch nicht in der Situation, dass ich einfach sagen kann, er soll nur Teilzeit arbeiten, aber Vollzeit bezahlt bekommen.

    Für Ratschläge dankbar ist Mari

    Hallo,
    um wieviel Uhr fängt denn dein Mitarbeiter an wenn er bis 19.00 Uhr arbeitet? Der steht da ja dann bestimmt noch nicht um 07.00 oder 08.00 Uhr auf der Matte. Oder?
    Kannst du ihm die Stunden so "hinbiegen", daß es mit den KiGa-Öffnungszeiten passt?
    Seine Frau soll sich von ihrem Doc eine Haushaltshilfe verschreiben lassen.Bezahlt wird sie von der Krankenkasse. Bekommen tut man Haushaltshilfen über Sozialstationen/Pflegedienste, Wohlfahrtsverbände (DRK, AWO, Diakonie, Caritas etc.). Da kommt in der Regel immer die gleiche Person. Außerdem macht das der KiGa garantiert nicht mit, das ein 1 1/2 jähriges Kind täglich von einer anderen Person abgeholt wird. Das Jugendamt hat damit überhaupt nichts zu tun.
    Wine andere Möglichkeit wäre eine Haushaltshilfe, die bei ihm im Haus wohnt bis seine Frau wieder in der Lage ist sich um das Kind zu kümmern. Die könnte ihr dann auch erste Zeit enn sie wieder zu Hause ist zur Hand gehen. So würde nicht gleich alles auf seine Frau "einstürzen" und die Gefahr eubnes Rückfalles wäre auch geringer. Google mal unter Pflegekräfte aus Polen oder Rumänien. Vermittelt werden die über eine Agentur. Rufe da einfach mal bei einem Pflegedienst an. Die können dir da weiter helfen.Viele unserer Patienten haben Haushälterinnen aus Polen oder Rumänien.
    Andrea

  5. #5
    marimon ist offline eher Ferkel als Pooh
    Registriert seit
    27.05.2005
    Beiträge
    2.140

    Standard Re: Ausgleich bei längerer Krankheit....

    Zitat Zitat von Andrea B Beitrag anzeigen
    Hallo,
    um wieviel Uhr fängt denn dein Mitarbeiter an wenn er bis 19.00 Uhr arbeitet? Der steht da ja dann bestimmt noch nicht um 07.00 oder 08.00 Uhr auf der Matte. Oder?
    Kannst du ihm die Stunden so "hinbiegen", daß es mit den KiGa-Öffnungszeiten passt?
    Seine Frau soll sich von ihrem Doc eine Haushaltshilfe verschreiben lassen.Bezahlt wird sie von der Krankenkasse. Bekommen tut man Haushaltshilfen über Sozialstationen/Pflegedienste, Wohlfahrtsverbände (DRK, AWO, Diakonie, Caritas etc.). Da kommt in der Regel immer die gleiche Person. Außerdem macht das der KiGa garantiert nicht mit, das ein 1 1/2 jähriges Kind täglich von einer anderen Person abgeholt wird. Das Jugendamt hat damit überhaupt nichts zu tun.
    Wine andere Möglichkeit wäre eine Haushaltshilfe, die bei ihm im Haus wohnt bis seine Frau wieder in der Lage ist sich um das Kind zu kümmern. Die könnte ihr dann auch erste Zeit enn sie wieder zu Hause ist zur Hand gehen. So würde nicht gleich alles auf seine Frau "einstürzen" und die Gefahr eubnes Rückfalles wäre auch geringer. Google mal unter Pflegekräfte aus Polen oder Rumänien. Vermittelt werden die über eine Agentur. Rufe da einfach mal bei einem Pflegedienst an. Die können dir da weiter helfen.Viele unserer Patienten haben Haushälterinnen aus Polen oder Rumänien.
    Andrea
    Danke für Deine Tipps, ich werde ihm mal sagen, er soll sich da umsehen. Ich glaube, sie haben sich tatsächlich bis jetzt nur ans das Jugendamt gewendet.

    Das mit den Stunden hin biegen ist so eine Sache - klar kann ich das machen, aber eben nicht unbegrenzt. Denn eigentlich habe ich ihn ja eingestellt, um zu den Zeiten zu arbeiten, an denen ich nicht arbeiten kann - nämlich nachmittags. Und wenn er nur vormittags arbeitet, muss ich nachmittags jemanden anderen bezahlen. Habe zwar mehr Freizeit, aber auf Dauer kann ich mir das eben nicht leisten. Aber ich denke, die nächsten 3 Monate wird das eben machbar sein (müssen). Dann müssen wir weitersehen. Aber vielleicht wird das ja was mit der festen Haushaltshilfe. Ach ja, der Laden öffnet um 10.

    Schade, das Kindergärten keine Nachmittags-Schichten haben. Ich denke, für viele wäre das Leben einfacher, wenn man seine Kinder auch nachmittags in die Kita bringen könnte. Dann hätte man morgens Zeit mit den Kindern und könnte dann nachmittags arbeiten gehen....Wäre sicher für viele im Einzelhandel oder anderen Schichtdiensten ein einfacheres Leben!

    Gruss & Danke,

    Mari
    kleine Große (2004) & großer Kleiner (2009)


    ***********************
    Ging ich täglich früh zu Bett,
    wär ich immer hübsch und nett!

  6. #6
    Gast

    Standard Re: Ausgleich bei längerer Krankheit....

    Er sollte wirklich mal bei der KK anfragen...meiner Meinung nach könnte sogar er sich stundenweise als "Haushaltshilfe" bestimmen lassen und du würdest den Ausfall von der KK bezahlt bekommen. Aber ganz sicher bin ich mir da nicht...einfach mal nachfragen (kannst ja auch Du als AG machen).

  7. #7
    Avatar von Friedalotte
    Friedalotte ist offline Poweruser
    Registriert seit
    23.01.2003
    Beiträge
    7.610

    Standard Re: Ausgleich bei längerer Krankheit....

    Habt Ihr schon mal überschlagen, ob er bei verringerter Stundenzahl Anspruch auf Aufstockende Leistungen zum Lebensunterhalt hat - also Alge 2. Beratung (für ihn) durch die Krankenkasse könnte auch weiterhelfen.
    LG Friedalotte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •