Hallo zusammen,

vielleicht hat einer von den anwesenden Fachleuten einen Rat für mich.

Wir beschäftigen einen Mitarbeiter, der ein kleines Kind hat (1,5 Jahre). Nun leidet seine Frau an einer Erkrankung, die sich wohl noch länger hinzieht. Sie wird für 6 Wochen in eine Klinik kommen, aber sicher auch danach nicht voll belastbar sein. Unser Mitarbeiter arbeitet eigentlich Vollzeit (bis 19:00 Uhr), das würde aber bedeuten, dass der Kleine nach der normalen Kita in eine extra-Kita muss, um dann gegen 20:00 Uhr von seinem Vater abgeholt zu werden... das ist nun alles andere als optimal, und das würde ich gern vermeiden.

Unsere Idee war nun, seine Stunden zu reduzieren ( er müsste dann nur 2 Nachmittage arbeiten), was aber natürlich bedeutet, dass ich eine Aushilfe als Ersatz einstellen muss, und er weniger verdienen würde.

Er arbeitet als Verkäufer (ungelernt), wir zahlen nach Tarif, aber das ist in dem Fall eben nich so dicke, dass er auf das fehlende Gehalt verzichten kann (zumal seine Frau ja auch nichts verdient).

Das Arbeitsamt will keine Aufstockung zahlen, da die Krankenversicherung zuständig ist. Die Krankenversicherung will nur für die Zeit des Klinikaufenthalts zahlen, was aber bedeuten würde, dass die Mama gleich nach Ihrer Entlassung wieder voll verantwortlich für die Betreuung wäre (was wahrscheinlich ziemlich schnell zu einem Rückfall führen würde).

Wenn ich ihm betriebsbedingt die Stunden reduziere, müsste dann das Arbeitsamt eine Aufstockung zahlen? Für unseren Betrieb stellt die Situation ja schon ein ziemliches Risiko dar, die letzten Wochen waren echt nervig, weil er dauernd überraschend ausgefallen ist, und wir sind ja ein sehr kleiner Betrieb... Hat jemand sonst noch eine Idee??? Ich bin leider auch nicht in der Situation, dass ich einfach sagen kann, er soll nur Teilzeit arbeiten, aber Vollzeit bezahlt bekommen.

Für Ratschläge dankbar ist Mari