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  1. #1
    lilly2902 ist offline newbie
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    Standard Die lange Zeit nach der Fehlgeburt...

    Vielleicht geht es euch auch so: nach der Fehlgeburt fällt plötzlich die Lebensplanung in sich zusammen. Gerade bei der ersten Schwangerschaft, wenn man nicht weiß, ob man überhaupt jemals ein gesundes Kind in die Welt setzen kann oder einen dieses Schicksal vielleicht wieder und wieder ereilt. Und dann noch die Ungewissheit, wann es wieder klappt. Mir geht es gerade so. Nach dreieinhalb langen Monaten ohne Eisprung nach der FG macht mir brutal Angst, dass es jetzt vielleicht sehr lange dauern könnte, bis es wieder klappt. Meine Geduld ist schon am Ende, bevor wir wieder richtig loshibbeln können. Ich hab auch schon überlegt, meine FA nach irgend etwas zu fragen, um schneller schwanger zu werden. Denn ich möchte nicht 8,9 oder 10 Monate geübt haben, bevor es dann vielleicht wieder in der Katastrophe endet.
    Wie haltet ihr das mit der Hibbel-Zeit aus? Habt ihr ggf. medizinische Unterstützung von eurem Arzt bekommen? Ich versuch mich abzulenken, wo es geht, aber immer um die ES oder NMT-Zeit bin ich am durchdrehen.
    Für Tipps und Ratschläge bin ich dankbar (aber:Ratschläge à la "lass dir Zeit/stress dich nicht" usw. helfen nicht wirklich, das hör ich schon von meiner Ärztin ständig). LG

  2. #2
    Smartie88 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Die lange Zeit nach der Fehlgeburt...

    Ich kann dich da sehr gut verstehen. Die Gedanken sind mir damals auch alle so durch den Kopf gegangen. Rational gesehen wusste ich zwar, das es meist irgendwann dann doch klappt bei den meisten und das mein Körper einfach noch ein bisschen Zeit braucht. Aber gefühlt habe ich in der Zeit nur das ich mir zu hubdertprozentig sicher war das ich der Mensch bin so es nie klappen wird, oder wenn nur nach Ewigkeiten. Die Menschen in meiner Umgebung haben mir auch nicht geholfen (außer meinem Mann) mit ihren schlauen Tipps und aufmunterungs versuchen.
    Als es dann nach 1 pausenzyklus und dann im 2 ÜZ nach der FG wieder klappt, war ich total über fordert. In dem ÜZ war ich nicht der Mensch als den ich mich sonst kenne. Man kann mich ohne schlechtes gewissen als depressiv zu dem Zeitpunkt bezeichnen. Mein ganzes leben so wie ich mir vorgestellt habe, hat nicht funktioniert.

    Das einzige was helfen kann das man schneller schwanger wird, ist eine gezielte zyklusbeobachtung zum feststellen wann der ES ist, z.B. mit ovus oder temp messen. Was anderes, was einen schnelleren Erfolg verspricht gibt es an sich nicht. Den wenn es das gäbe dann würde es jeder mit KiWu machen.

    Auch wenn du es nicht gerne hören wirst, Geduld musst du leider haben. Aber wenn du bisher den Zyklus nicht genau beobachtet hast, kannst du das mal versuchen. Wobei das das Risiko birgt das es noch mehr stress in dir auslöst.

  3. #3
    lilly2902 ist offline newbie
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    Standard Re: Die lange Zeit nach der Fehlgeburt...

    Geduld ist tatsächlich nicht meine Stärke. Ich wünschte, es gäbe irgendwas, was man tun kann, um das ganze zu beeinflussen. Zyklusbeobachtung schön und gut, aber in meinen Körper nach der Ausschabung konnte ich mich noch nicht einfinden. Nach den ES-freien Monaten, ständig negativen Ovus und in diesem Monat komplett fehlendem Zervixschleim ist das nicht gerade prickelnd, ständig auf Zeichen zu hoffen, die dann nicht so eintreten, wie man es vorher gewohnt war. Und Tempi messen schaff ich mit meiner Arbeitszeit nicht.
    Ich weiß, dass es wieder klappen kann und wird, aber ich renne momentan von (ggf. vorhandenem) ES zu NMT (den ich aufgrund der unklaren bzw. völlig veränderten Anzeichen nicht mehr deuten kann). So wollte ich nie werden. Kinder machen soll ja auch Spaß machen. Aber nach den ständigen Enttäuschungen der letzten Monate ist es eher stressig.
    Und ständig zum Arzt rennen, um nachschauen zu lassen, ob endlich alles ok ist, geht ja auch nicht. Ich werde jetzt noch ein paar Monate schauen, dass sich das einpendelt. Falls es so bleibt, wie bisher, werde ich ggf. schauen, ob man dem ES nicht nachhelfen kann. Ich hab von Frauen gehört, die nach der FG genau aus dem Grund z.B. Clomi bekommen haben, um ihnen die psychisch belastende Wartezeit zu ersparen. Denn wie du sagst, dass einzige, was wirklich helfen kann, ist eine erfolgreiche neue Schwangerschaft. Ich hoffe natürlich, dass es ohne Zutun funktioniert, aber mit 33 Jahren will ich auch nicht mehr Monat für Monat verplempern.
    Ich freue mich sehr für dich, dass es bei euch so schnell wieder geklappt hat. Da hattet ihr wirklich Glück und ich hoffe, dass alles bei euch gut verläuft und ihr zu dritt eine Menge Spaß haben werdet.

  4. #4
    Smartie88 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Die lange Zeit nach der Fehlgeburt...

    Deinen Frust kann ich echt gut verstehen.
    Das war ja auch das was ich meinte: man kann den Zyklus beobachten, aber das macht einen oft noch mehr fertig (in meiner KiWu Zeit hatte ich am Anfang relativ unregelmäßige Zyklen, das rumraten wann und ob jetzt ein ES ist war einfach nur zermürbend). Ständig zum Arzt ist auch meist keine möglichkeit, meist haben die ja auch kein Verständnis für die not die man hat.

    Wie lange hat es den bis zu deiner Schwangerschaft gedauert gehabt? Wie lange musstet ihr probieren?
    Was hat den bisher die FA zu deinen befunden gesagt wenn du hin warst, gab es irgendetwas zu sehen wodran es liegt das dein Zyklus so auf sich warten lässt?

    Danke. Ich bin mittlerweile schon am Ende der SS angelangt, am Freitag ISF ET.
    Ich weiß das es schwer ist mit dem warten. Aber es gibt es öfters das es recht schnell wieder klappt, und Gott sei dank führt es auch oft zu einem glücklichen ende.

  5. #5
    lilly2902 ist offline newbie
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    Standard Re: Die lange Zeit nach der Fehlgeburt...

    Ach, du Glückliche! Dann wünsche ich dir, dass alles gut geht.
    Wir hatten beim ersten Mal Glück, bis zum Treffer hat es nur vier Monate gedauert. Allerdings kannte ich meinen Körper ganz genau, da ich nie die Pille genommen habe. Nützt jetzt allerdings nichts mehr. Meine Ärztin meint, dass aufgrund des Stresses eine hormonelle Imbalance vorliegt, die aber nicht behandelt werden muss und sich selbst erledigt. Allerdings befürchte ich, dass mit jedem Monat, der vergeht, die Panik zunimmt. Mitte des nächsten Monats hab ich aber einen Kontrolltermin. Das müsste so ziemlich mit dem nächsten ES zusammentreffen. Wenn sie dann nicht erkennen kann, dass einer bevor steht oder schon war, müssen wir diskutieren, wie das ganze weitergehen soll. Seinem Körper Zeit lassen, ist ja das eine, sicherlich Gesündeste. Manchmal, glaub ich, kann aber ein Anstoß auch vonnöten sein. Mal schauen, wie es weitergeht.
    Wie lange hat es bei euch gedauert, bis zum ersten Treffer? Und hattest du große Angst davor, dass es wieder passieren könnte?
    LG und alles Gute

  6. #6
    Smartie88 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Die lange Zeit nach der Fehlgeburt...

    Das klingt doch schonmal nach nem plan.
    Bestimmt wird es nicht einfacher wenn die Zeit länger dauert, weil der innere Druck und die Angst ja mehr werden. Von daher würde ich bei dem Termin auch versuchen hart zu bleiben.

    Bei unserem ersten Versuch hat es ein Jahr gedauert, im 9 Zyklus. Ich hatte längere, unregelmäßige Zyklen und mein Mann ein nicht so ganz ideales spermiogram. Mein Zyklus war sich aber gerade so bei 35-40 tagen am einpendeln und durch temp messen konnte ich da recht gut bestimmen wann der ES ist, mein Mann hat Vitamine für die schwimmerchen genommen.
    Die Angst vor einer erneuten FG war riesig. Ich habe meinem Körper nicht mehr getraut. Erst lässt er uns "ewig" warten bis es klappt, dabei haben wir wirklich alles Menschen mögliche getan damit es schnell klappt und leben beide sehr gesund (in dem Zeitraum sind einige Freunde von mir schwanger geworden, meist ziemlich direkt und meist mit ner Lebensweise die eigentlich nicht gut für nen Kinderwunsch ist), dann klappt es endlich und dann dürfen wie uns nur so kurz freuen. Ich habe meinem Körper kein bisschen mehr getraut. Als dann die ersten 12 Wochen rum waren wurde es ein bisschen besser. Als dann die ersten kindsbewegungen zu spüren waren wurde es nochmal besser, wobei das am Anfang ja nicht täglich zu spüren ist und ich mich dann immer verrückt gemacht habe wenn es mal nen tag nichts zu spüren gab...

  7. #7
    Avatar von Sveid
    Sveid ist offline hofft auf ein neues Glück
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    Standard Re: Die lange Zeit nach der Fehlgeburt...

    Hallo.

    Das Warten kann dir leider einer abnehmen und jede(r) muss seinen eigenen Weg finden mit der Situation umzugehen. Bei mir trat die erste Schwangerschaft ca 1 Jahr nach der Entfernung eines Myoms (das vor KiWu noch entfernt werden sollte) ein. Leider war das Kind nicht gesund und verstarb in der 18. SSW (Trisomie 18). Wir haben uns natürlich große Gedanken gemacht, was ist wenn dies immer wieder passiert... wie lange müssen wir warten und können wir überhaupt gesunde Kinder bekommen? Über Plan B (Adoption) hatten wir uns auch schon Gedanken gemacht, aber die Vermutung, dass wir für die Organisationen nicht als Adoptiveltern in Frage kommen und so den Weg erstmal nicht weiter verfolgt.
    15 Monate nach der Stillen Geburt war ich dann wieder schwanger, aber diesmal gab es gar keine kindliche Anlage in der Fruchthöhle, so dass es zu einem natürlichen Abgang kam.
    Diesmal dachte ich mir danach... Schei* drauf... jetzt erstmal zur Ruhe kommen und das genießen was man schwanger oder mit Kind dann nicht oder schwer machen kann.... und diesmal hatten wir Glück und ich wurde im 2. Zyklus wieder schwanger. Unsere Tochter wird nun bald 2 und das Geschwisterchen ist auch unterwegs... diesmal hat es etwas länger gedauert, da ich erstmal ein paar Monate keinen Zyklus hatte nach dem Abstillen....

    Mir hat das Erlebte wohl eine "natürlichere" Sicht auf das Thema Kinder bekommen beschert. Es hat gezeigt, wie viel immer wieder schief gehen kann und unbeschwert wird eine Schwangerschaft nie mehr sein...

    Und nun muss der aktuelle Bauchbewohner bitte gesund sein und gesund und munter auf die Welt kommen....
    Liebe Grüße,
    Sveid
    (Seit 05/2011 hoffen wir auf ein Kind; Nun ging unser Wunsch endlich in Erfüllung )

    ~~ mit 1. Sternchen ganz fest im Herzen! *04.05.2012 (18. SSW) ~~
    ... und einem Traum der endete, bevor es wirklich begann (7. SSW, September 2013)


    Unsere Tochter, unsere große. Liebe!


  8. #8
    Blackangel2015 ist offline Gesperrt
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    Standard Re: Die lange Zeit nach der Fehlgeburt...

    Hallo,
    ich hatte auch das Problem bei meiner ersten FG. Ich hatte damals auch angst schwanger zu werden und ich habe jetzt nach der zweiten FG auch Angst dass es wieder so kommt.
    Vor der zweiten FG hatte ich auch schon damit abgeschlossen und habe mir gesagt, ich habe keinen bock mehr, obwohl der Kinderwunsch bei mir auch sehr stark war. Wir haben alles probiert, nichts hatte gefruchtet und dann hatte ich halt keinen Bock mehr. Ich muss dazu sagen zwischen den beiden FGs lagen fast 4 Jahre. Das lag aber nur daran, weil ich mich darauf versteift hatte, schwanger zu werden.
    Vorallem, wenn man sieht, wie alle anderen ein kind bekommen, nur ich nicht, ich war auch am Boden, habe mich aber jedesmal aufs Neue aufgerappelt. Und dann hatte es endlich geklappt aber durch einen Gendefekt habe ich es leider verloren. Es klappt immer wieder, wenn man sich selbst nicht unter Druck setzt.

  9. #9
    Annika5 ist offline Gesperrt
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    Standard Re: Die lange Zeit nach der Fehlgeburt...

    Ich kenn das Gefühl. Als meine erst Schwangerschaft in einer FG in der 11ssw mit Ausschabung endete war ich auch am Boden zerstört. Wollte so schnell wie möglich wieder Schwanger werden aber es hat Monate lang nicht klappen wollen.
    Ich habe mich schon darauf eingestellt, dass es wohl nur bei der einen Schwangerschaft bleibt.
    Ich habe dann garnicht mehr daran gedacht, schwanger zu werden, das Thema war für mich schon durch. Aber genau dann hat es geklappt. Hab einen kern gesunden Jungen bekommen.
    Es ist schwer, von der Trauer los zu kommen aber dein Baby wird immer bei dir sein aber durch deine Trauer wird es auch nicht wieder kommen.
    Ich hatte eine FG in der 21 SSW und da ist die Welt für mich zusammen gebrochen. Genau danach hab ich an eine weitere Schwangerschaft garnicht denken wollen. Mein Sohn war schließlich gerade verstorben. Aber wie das Schicksal wollte oder weil ich nicht Schwanger werden wollte, bin ich bei meinem ersten Eisprug Schwanger geworden. Ich wollte es nicht wahr haben. Hab von der Schwangerschaft erfahren, da war ich schon in der 9SSW. Meine Tochter ist 3jahre alt.
    Anregungen, wie du den Kopf frei bekommst, kann ich dir leider nicht geben aber wie schon gesagt, versteif dich nicht zu sehr darauf schwanger zu werden, denn dann klappt es nicht. Das hat mir damals auch meine FÄ gesagt und als ich mich nicht mehr darauf versteift habe, war ich auch schon Schwanger. Also ich wünsche dir noch viel Glück, dass es bald klappt und noch viel Kraft um alles zu überwinden.

  10. #10
    biobama ist offline Gesperrt
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    Standard Re: Die lange Zeit nach der Fehlgeburt...

    Ich hatte im Dezember 2015 eine FG in der 8. Woche mit Ausschabung. Habe dann im Januar die Mens bekommen und sofort im ersten Zyklus in unserem Fernurlaub wieder schwanger geworden. Wir erwarten nun in ca. 5 Wochen unser Kind! Es kann also sehr schnell gehen, vorrausgesetzt dein Geist ist frei und du hast das traurige Erlebnis verabreitet. Das meinte auch unsere FA und ich denke, da ist echt was dran. Viel Glück euch!

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