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  1. #1
    Chandamama ist offline Stranger
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    Standard 2.FG: brauche Rat von den Erfahrenen

    Hallo an all die Leidensgenossinnen hier!

    Ich erlebe gerade meine 2. FG. Vor 2,5 Jahren hatte ich meine erste, in der 6.SSW, MA mit zeitnaher Ausschabung. Es war nur eine entrundete Fruchthöhle zu sehen.
    Ich habe kaum getrauert, da alle mir sagten, dass ja eh kaum was da war, und soooo vielen Frauen eine FG passiert...dass das ganz normal +natürliche Auslese sei. usw.
    Zum Dank dafür habe ich ein Jahr später eine Depression geerntet....und meine Beziehung ist an dem nun großem KIWU(wegen biologischer Uhr) fast zerbrochen.
    Ich hatte ne Reha, bin in Therapie und nun doch plötzlich schwanger...diesmal habe ich es bis zur 8. SSW geschafft. Sogar mit Embryo. Nur leider zu klein und ohne Herzschlag.

    Weil ich ja schwanger werden kann und auch keine Blutungen habe, hormonell alles in Ordnung sei, geht meine Gyn von einer Chromosomenfehlverteilung aus. Eine Untersuchung hält sie für überflüssig, weil es keine Konsequenzen hätte.
    Meine Eier seien einfach zu alt (ich bin 40 geworden), und vom (ehemaligen) starken rauchen geschädigt.
    Das Alter und Lebenswandel meines Partners seien wenig relevant, weil Männer ihre Spermien ja ständig neu produzieren, im Gegensatz zu Frauen..
    Medizinisch leuchtet das ein, wenn ich auch NICHT der gleichen Meinung bin.

    Aufgrund dieser Aussage bin ich bin total fertig, schwanke zwischen heulen , Wut auf mich, meinen Körper, die Gyn und Frustration...

    Mein HCG ist wenig gestiegen und das Embryo kaum gewachsen, aber ich blute nicht. Mein Körper hat von der fehlerhaften Schwangerschaft noch nichts mitbekommen.
    Meine Gyn rät mir zur Ausschabung, auch aus logistischen Gründen...wenn ich notfallmäßig bei Problemen in die Klinik ginge, sei das ja auch blöd für das diensthabende Personal, wo man das doch planen könnte.(ihre Meinung)
    Sie drängt mich zwar zu nichts, aber ich bin total verunsichert...
    Eigentlich wollte ich diesmal auf einen natürlichen Abgang warten, in Begleitung einer Hebamme (ich habe schon eine kontaktiert, aber noch keinen Termin)

    Nun weiß ich gar nichts mehr...ich kann mit niemandem reden, mein Freund trauert kaum weil er von vornherein keine Hoffnung in die Schwangerschaft hatte.

    Soll ich es/mich untersuchen lassen? Dazu müsste ich ja eine Ausschabung machen lassen, oder?
    Die Gyn sagte, das sei auch sehr teuer?
    Soll ich es weiter probieren, oder bin ich wirklich zu alt?
    Operativer oder natürlicher Abgang?


    Ich habe schon soo viel gelesen, mir fehlt jedoch der Austausch mit Leidensgenossinnen, vor allem in meinem Alter.....ich fühle mich so allein und unverstanden.....

    Hat jemand ein paar Worte und Erfahrungen für mich übrig?

    Sorry, dass es nun doch so lang geworden ist....aber ich drehe durch, wenn ich es gar nicht loswerden kann...

    LG,
    Chandamama

  2. #2
    Tauchkiwi ist offline addict
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    Standard Re: 2.FG: brauche Rat von den Erfahrenen

    Fühl dich erstmal gedrückt... Deine Gyn scheint echt sehr emphatisch zu sein- Sarkasmus aus. Ich denke, es gibt viele Frauen, die über 40 noch Kinder bekommen, klar wird es evtl schwieriger als mit Mitte 20, weil das von der Natur so angelegt ist, aber es gibt ja einige Beweise, dass es geht.
    Zum Thema Ausschabung: ich hatte in 2012 in der 7. SSW eine, lag im Kh mit Blutungen, am 1. Tag Embryo mit Herzschlag am zweiten Tag einfach alles weg- es war furchtbar. Wollt dann heim, weil ich der Meinung war, dass ich auch daheim bluten kann, die Ärztin überrumpelte mich, dass eine Ausschabung gemacht werden müsste, hab mich drauf eingelassen und mich hinter her echt geärgert. Nov. 2013 hab ich eine gesunde Tochter bekommen. Dieses Jahr im Januar hatte ich erneut eine Fehlgeburt, 5. SSW im Ultraschall nichts zu sehen, der Arzt bot mir erneut eine Ausschabung an, welche ich ablehnte. Mein Hgc wurde überwacht bis er bei 2,8 war. Die Blutung war diesmal Menstruationsähnlich. Bei der ersten Fehlgeburt war sie schon sehr heftig und teilweise schmerzhaft,trotzdem wäre es auch da rückwirkend ohne AS gegangen. In beiden Fällen konnte ich mich während der Blutung von den Schwangerschaften verabschieden und hab für mich das Gefühl, dass mir dies geholfen hat. Ich denke, die Unterstützung einer Hebamme ist eine gute Sache. Lass dich von deiner Gyn zu nichts drängen und selbst wenn eine AS nötig werden sollte, kann man da im KH einen Termin ausmachen, glaub in den seltensten fällen wird sowas notfallmäßig gemacht. Und bei mir war es so, dass es ein Sonntag Abend um 8 gemacht wurde, weil die Ärztin mir den Gefallen tun wollte, dass ich nach Hause konnte

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