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    RalfL ist offline Stranger
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    Unglücklich Meine Frau sehnt sich verzweifelt nach zweitem Kind

    Hallo!

    Meine Frau und ich, beide knapp über 40, haben eine süße Tochter, gerade 3 Jahre alt geworden.

    Kinder waren eigentlich nie ein Thema in unserer langen Beziehung, bis meine Frau mit ca. 36 ihren Wunsch nach einem Kind äußerte.

    Nun leide ich seit langem unter einer chronischen Krankheit und seit einiger Zeit auch an Depressionen. (In dieser Hinsicht hat meine Frau auch schon einiges mit mir "mitgemacht", aber immer zu mir gehalten!)

    Selbst hatte ich damals keinen Wunsch nach einem Kind, habe aber ihr zuliebe "mitgemacht" und dieses sowie das "Ergebnis" auch nicht bereut

    Als die Kleine ca. 6 Monate alt war, hatte ich eine schlimme depressive Episode nebst Klinikaufenthalt. Hatte in der Zeit furchtbare Angst, daß ich der Kleinen kein richtiger Vater sein könnte.

    Mittlerweile geht es mir aber (mit Medikamenten) schon längere Zeit recht gut, ich kann arbeiten (halbtags) und mich auch mit um Haushalt und Kind kümmern.

    Nun aber möchte meine Frau unbedingt noch ein zweites Kind (im Prinzip schon seitdem die Kleine ein Baby war). Ich hab das am Anfang wohl nicht richtig ernst genommen (hatte mit mir selbst auch genug zu tun), aber mittlerweile ist sie deswegen schon ganz verzweifelt.

    Es ist aber eben so, daß ich glücklich bin, so wie es mittlerweile läuft mit unserer kleinen Familie und dieses nicht aufs Spiel setzen will.
    Davon abgesehen, daß ich selbst keinerlei Wunsch nach einem Zweiten habe, spüre ich in mir, daß ich dazu auch nicht die Kraft hätte.

    Ich hab mich zwar meistens "verweigert", es dennoch ein, zwei mal "darauf ankommen lassen", weil ich gehofft habe, dass es ihr hilft, es zumindest einmal versucht zu haben. Leider wurde es dadurch nur noch schlimmer.

    Mittlerweile muss sie schon weinen, wenn sie nur eine Familie mit zwei Kindern sieht. Dazu kommen hin und wieder Wutausbrüche mir gegenüber.

    Nun versteht sie mich ja durchaus, (wie auch einige "pragmatische" Argumente wie das Finanzielle, fehlende Großeltern usw., die aber für uns eher nebensächlich sind).

    Ihr Wunsch ist aber so stark, daß sie sehr darunter leidet und wohl mit uns beiden wie es jetzt ist für lange Zeit nicht glücklich sein könnte. (Am schlimmsten ist es um "die Tage" herum.)

    Das macht mich mitunter traurig und ein bisschen wütend. Dass ich das aber verstehen und auch sehr ernst nehmen muss, merke ich z.B. an den Berichten hier von Frauen mit ähnlichem Problem, und nicht zuletzt daher daß ich selbst sehr gut weiss, was die Psyche mit einem anstellen kann.

    Daraus resultieren wiederum leichte Schuldgefühle gegenüber ihr und auch ein bisschen der Kleinen (wenn sie kein Geschwisterchen bekommt..)

    Gleichzeitig kann und will ich aber auch nicht gegen meine Überzeugung und innere Stimme handeln, von der Verantwortung der Familie gegenüber ganz zu schweigen.

    Wir reden zwar recht oft darüber drehen uns dabei aber meistens im Kreis.

    Leider gibt es in dieser sache naturgemäß keinen Kompromiss, und langsam bröckelt auch die Beziehung..


    Oje, das ist jetzt ganz schön lang geraten und bei mir auch ganz schön spät geworden.. Musste ich mir wohl mal von der Seele schreiben

    Wäre jedenfalls für jede Hilfe / Kommentar sehr dankbar!!

    Servus,


    Ralf
    Geändert von RalfL (06.05.2010 um 04:27 Uhr)

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