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  1. #1
    Avatar von Wir.und.Ihr
    Wir.und.Ihr ist offline the cake is a lie
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    Standard Fallbeispiel - Trennung und KiWu

    Hallo,

    ich hoffe, man kann diesen Beitrag jetzt lesen. Falls er doppelt auftaucht mit meinem Beitrag von heute morgen, bitte entschuldigt.

    In meinem Umfeld hat sich folgende Geschichte zugetragen / trägt sich zu.

    Sie, Ende 20, und er, Mitte 30, sind seit mehreren Jahren ein Paar. Sie mit festem, klar kommunizierten Lebensplan: Bis 30 Heirat und Kinder. Er mit dem Kopf in den Wolken. Beide lieben sich sehr. Sie "nörgelt" so lange, bis die Heirat angesetzt wird. Er macht es aber "falsch", ist nicht genug beteiligt, nicht romantisch genug etc. Als die Hochzeit in die heiße Vorbereitungsphase kommt, bekommt er Panik und ergreift die Flucht. Taktvollerweise vor Weihnachten...

    Beide leiden wie Hunde und er möchte sie zurück. Sie möchte ihn eigentlich auch zurück, aber er hat endlich den Mund aufbekommen und zugegeben, dass er von Heim und Familie nichts hält im Augenblick. Es fiel das Zauberwort "irgendwann". Er hat nichts Grunsätzliches gegen Familie, aber er ist einfach noch nicht bereit, seine "Freizeit zu opfern".
    (Vielleicht als Ergänzung: Ihr Kinderwunsch wirkt so als beziehe er sich eher auf den Lebensplan. Sie macht zumindest häufig so Kommentare wie "gottlob kann ich am Wochenende ausschlafen" gegenüber jungen Eltern. Könnte aber natürlich auch gespielt sein. Ich kenne sie seit Studienzeiten und die 30 war immer irgendwie "magisch" für sie.)

    Würdet Ihr ihn zurück nehmen?

  2. #2
    Avatar von TanteEvi
    TanteEvi ist offline Veteran
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    Standard Re: Fallbeispiel - Trennung und KiWu

    Zitat Zitat von Wir.und.Ihr Beitrag anzeigen

    Würdet Ihr ihn zurück nehmen?
    Wenn Sie ihn so sehr liebt, dass sie den Kinderwunsch zurueck stecken kann, dann ja. Sie sollte sich aber klar darueber sein, dass dieses "irgendwann" ewig anhaelt.

    Wenn Sie sich ein Leben ohne Kinder schon jetzt nicht mehr vorstellen kann, dann sollte sie ihn ziehen lassen... Wobei sich dann die Frage stellt, wie sehr er sie liebt und was er bereit ist fuer sie zu tun. Ob das dann wiederum das Richtige ist, weiss nur der Wind
    große Schwester 06/2012
    kleiner Bruder 08/2014

  3. #3
    Avatar von phina
    phina ist offline Fast genial
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    Standard Re: Fallbeispiel - Trennung und KiWu

    Hallo,

    hm, total schwierig. Vor allem ohne die beiden zu kennen und entsprechende Fragen zu stellen.

    Welche Typen sind sie denn? Beide ähnlich, oder komplett anders. Also abgesehen von "verplant" und "in den Wolken"?

    Kann sie sich vorstellen auch eine späte Mutti zu sein? Kann sie sich in der Zwischenzeit beruflich weiterentwickeln?

    Männer sind ein wenig anders als Frauen. Wenn sie total in den Hochzeitsvorbereitungen aufgegangen ist, weil es ihr sehnlichster Wunsch war, dann muss sie ihm eigentlich auch zugestehen, etwas unbeteiligter zu sein. Denn es ist ja IHR Traum gewesen bis 30 alles unter Dach und Fach zu haben. Aber das fällt manchmal sehr, sehr schwer.

    Sind beide in der Lage ihr Verhalten und die Gründe dafür selbst zu reflektieren und die Konsequenzen daraus zu ziehen? Denn wenn sie jetzt den nächsten Träumer sucht, dann hilft ihr das nicht weiter.

    Sollte sie den unbedingten Wunsch haben, so schnell wie möglich ihren Masterplan zu erfüllen, kann sie ihn nicht zurück nehmen.
    Aber Masterpläne können sich ändern. Manchmal weil man dazu bereit ist, manchmal, weil man dazu gezwungen wird (wie bei mir).

    Wenn Sie aber Kompromissbereit ist, und auch mit einer anderen Alternative leben kann, und sie ihn wirklich liebt, dann kann das schon wieder klappen.
    Er muss natürlich auch zu Kompromissen bereit sein.

    Was gar nicht geht wäre jetzt die Unwahrheit zu sagen.
    Also, das er sagt "irgendwann" aber eigentlich "nein" meint, es sich aber nicht traut auszusprechen, weil dann sicher ist sie zu verlieren. Da müsste man ihm mal auf den Zahn fühlen.

    Vielleicht hilft es die Dinge aufzuschreiben die man sich wünscht. Diese auf Kärtchen, und eine Prioritätenliste erstellt. Und dann schaut womit man sich gut fühlt. Wenn der Kinderwunsch auf einmal ganz hinten steht. Wenn sie dann Bauchschmerzen hat, dann sollte sie Konsequenzen ziehen.

    Aber alles leichter gesagt als getan. Schließlich geht es hier um Gefühle, die sich mal nicht so einfach abstellen lassen.
    Da würde nur Zeit helfen. Und da ist die Frage ob sie diese später, wenn sie bei ihm bleibt und es nicht klappt, noch hat.
    VG
    phina

  4. #4
    Avatar von FeechenF
    FeechenF ist offline staunt
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    Standard Re: Fallbeispiel - Trennung und KiWu

    Manno, ich hab gestern auch schon lange und ausführlich geantwortet...


    Mal sehen, ob ich es nochmal hinbekomme.


    Ich kann (natürlich) nur von mir ausgehen. Ich habe meinen Mann kennen gelernt und wusste, es ist die große Liebe.

    Ich hatte das "Glück", dass auch er recht schnell heiraten wollte (nach 3 Jahren Beziehung).

    Wir haben das "Pech", dass es bei uns mit Kindern nicht klappen wird, ever. Obwohl wir beide unbedingt wollten.

    Worauf ich nun aber hinaus will:
    Ich würde meinen Mann auch lieben, wenn er mich "erst später mal" oder auch gar nicht hätte heiraten wollen. Die Liebe ist einfach da, bei beiden, das spürt man.

    Ich würde im Traum nicht auf die Idee kommen, mich von meinem Mann zu trennen wegen dem Kinderwunsch. Ich möchte mit IHM Kinder, oder gar keine. Die Liebe ist mir viel wichtiger als einem Lebenstraum hinterher zu jagen (und ja, auch ich hatte dieses "Mit 28 verheiratet, mit 30 das erste Kind").

    Also, wenn die Liebe da ist, bei beiden, dann ja, ich würde ihn zurück nehmen. Wichtig ist: viel reden. Reden ist das A und O einer glücklichen Beziehung.

    LG
    ♥ Binos ♥ Shari (RL ♥) & Leonis ♥
    aktiver Kiwu 2007-2011
    3 IUIs, 3 ICSIs, 2 EZS - negativ

    und dann...
    Das wunderbarste an Wundern ist, dass sie manchmal wirklich geschehen (Wunderkind 12/12)

    Meine Texte. Keine Veröffentlichung ohne meine Einwilligung.

  5. #5
    Avatar von Wir.und.Ihr
    Wir.und.Ihr ist offline the cake is a lie
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    Standard Re: Fallbeispiel - Trennung und KiWu

    Zitat Zitat von FeechenF Beitrag anzeigen
    Manno, ich hab gestern auch schon lange und ausführlich geantwortet...


    Mal sehen, ob ich es nochmal hinbekomme.


    Ich kann (natürlich) nur von mir ausgehen. Ich habe meinen Mann kennen gelernt und wusste, es ist die große Liebe.

    Ich hatte das "Glück", dass auch er recht schnell heiraten wollte (nach 3 Jahren Beziehung).

    Wir haben das "Pech", dass es bei uns mit Kindern nicht klappen wird, ever. Obwohl wir beide unbedingt wollten.

    Worauf ich nun aber hinaus will:
    Ich würde meinen Mann auch lieben, wenn er mich "erst später mal" oder auch gar nicht hätte heiraten wollen. Die Liebe ist einfach da, bei beiden, das spürt man.

    Ich würde im Traum nicht auf die Idee kommen, mich von meinem Mann zu trennen wegen dem Kinderwunsch. Ich möchte mit IHM Kinder, oder gar keine. Die Liebe ist mir viel wichtiger als einem Lebenstraum hinterher zu jagen (und ja, auch ich hatte dieses "Mit 28 verheiratet, mit 30 das erste Kind").

    Also, wenn die Liebe da ist, bei beiden, dann ja, ich würde ihn zurück nehmen. Wichtig ist: viel reden. Reden ist das A und O einer glücklichen Beziehung.

    LG
    Danke alle für die Antworten. Was Feechen anspricht ist das, worum es mir auch ginge. Besagte "Sie" möchte eben alles genau planen und hat große angst, dass es in 5 Jahren heißt, aber eigentlich will ich doch gar nicht. Und dann wäre es evtl. zu spät. Ich kann das rational nachvollziehen, aber ich fühle mich nicht in der Lage ihr da was zu raten - worum sie mich bittet im Übrigen - wenn ich selbst ihr Verhalten eher grenzwertig finde. Wenn man seine Vorstellungen mit viel Druck dem Partner aufdrücken möchte, fehlt es für mich an Respekt. Das liegt hier genaugenommen bei beiden vor.

    Versteht mich nicht falsch. Wenn man starken KiWu hat und sich einen Mann sucht - gezielt - mit dem der KiWu verwirklicht werden soll, ist das in meinen Augen eine weise Planung. Als die beiden zusammen kamen, waren wir frische Studenten und ja, sie hat früh erzählt, dass sie bald geheiratet werden möchte etc. aber das hat nie einer ernst genommen. Ihr Mann am allerwenigsten. Man hat sich in unseren Kreisen einfach das nicht vorstellen können, weil wir alle so grün waren. Ihr Mann ist zwar deutlich älter, aber mental... (Ich fühle mich auch immer noch ganz grün ehrlich gesagt :D)

  6. #6
    skeptikerin ist offline allein und enttäuscht
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    Standard Re: Fallbeispiel - Trennung und KiWu

    Zitat Zitat von FeechenF Beitrag anzeigen
    Manno, ich hab gestern auch schon lange und ausführlich geantwortet...


    Mal sehen, ob ich es nochmal hinbekomme.


    Ich kann (natürlich) nur von mir ausgehen. Ich habe meinen Mann kennen gelernt und wusste, es ist die große Liebe.

    Ich hatte das "Glück", dass auch er recht schnell heiraten wollte (nach 3 Jahren Beziehung).

    Wir haben das "Pech", dass es bei uns mit Kindern nicht klappen wird, ever. Obwohl wir beide unbedingt wollten.

    Worauf ich nun aber hinaus will:
    Ich würde meinen Mann auch lieben, wenn er mich "erst später mal" oder auch gar nicht hätte heiraten wollen. Die Liebe ist einfach da, bei beiden, das spürt man.

    Ich würde im Traum nicht auf die Idee kommen, mich von meinem Mann zu trennen wegen dem Kinderwunsch. Ich möchte mit IHM Kinder, oder gar keine. Die Liebe ist mir viel wichtiger als einem Lebenstraum hinterher zu jagen (und ja, auch ich hatte dieses "Mit 28 verheiratet, mit 30 das erste Kind").

    Also, wenn die Liebe da ist, bei beiden, dann ja, ich würde ihn zurück nehmen. Wichtig ist: viel reden. Reden ist das A und O einer glücklichen Beziehung.

    LG

    Ja aber was für eine Liebe ist das von ihrem Mann her?? Sich einfach nicht festlegen wollen... es kann gut sein dass der nochmal Papa wird. Wenn es ihn packt oder durch "Unfall" wenn er dann 50 ist. Mit Mitte 30 einfach nicht sagen können "Ja du bist es, mit dir will ich zusammen sein und Kinder haben".... das ist wirklich sehr schwierig zu verstehen aus weiblicher Perspektive.
    ER ist ja schliesslich davon gerannt. Warum soll da IHRE Liebe gefragt sein????

    Ich bin dankbar für die Geschichte weil ich etwas ähnliches erlebt habe. Allerdings bin ich selber nicht so eine die ihr Leben akkurat plant und insbesondere die Beziehung, wollte ich nicht verplanen. Ich habe nie konkret "aufs heiraten hin gearbeitet" aber wir haben schon davon geredet, "wenn das Kind mal da ist, dann können wir ja immer noch heiraten". Tja und somit war der KiWu dann das Symbol der Verbindlichkeit die ich mir wünschte... und die er dann nicht wollte. ER ist mir davon gelaufen, OBWOHL ich ihm angeboten habe, auch ohne Kinder zusammen zu bleiben (dass ich das nicht mit strahlendem Lächeln sondern unter Tränen tat, lässt sich bei aller "Liebe" nicht vermeiden). ER wollte auch das nicht. Ich habe mich oft hinterfragt ob ich meine "Pläne" (die mir selber anfangs, mit Ende 20, auch noch nicht als solche bewusst waren), klarer hätte mitteilen sollen. Und andererseits beisse ich mir die Zähne daran aus: Ich wollte ihn ja gerade NICHT unter Druck setzen, habe das "später mal", "mal schauen", "erst mal probieren" selber viele viele Jahre lang mitgemacht ... und mir hier und anderswo dann anhören müssen "sowas klärt man doch von Anfang an".

    "Viel reden" Kann man mit einem solchen Kandidaten offenbar nicht. Es war ja wohl kaum so, dass sie die ganzen Hochzeitsvorbereitungen hinter seinem Rücken gemacht hat. "Viel Reden" heisst, dass auch die Männer bitte mal die Klappe auftun. DAs ist nicht allein unsere Aufgabe als Frauen. Denn es geht nur wenn beide reden wollen und können. Solche Exemplare der Gattung Mann, sind dazu offenbar nicht fähig.

    Aber die Geschichte zeigt, wenn die Gefühle auf beiden Seiten nicht mitspielen, hilft alles Planen nicht. Es gibt sie, die Männer die "kalte Füsse" kriegen, bis mit vor den Traualter oder zur IUI gehen.... und dann Reissauss nehemn. Und es ist nicht unsere Schuld.

  7. #7
    Avatar von FeechenF
    FeechenF ist offline staunt
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    Standard Re: Fallbeispiel - Trennung und KiWu

    Zitat Zitat von skeptikerin Beitrag anzeigen
    Ja aber was für eine Liebe ist das von ihrem Mann her?? Sich einfach nicht festlegen wollen... es kann gut sein dass der nochmal Papa wird. Wenn es ihn packt oder durch "Unfall" wenn er dann 50 ist. Mit Mitte 30 einfach nicht sagen können "Ja du bist es, mit dir will ich zusammen sein und Kinder haben".... das ist wirklich sehr schwierig zu verstehen aus weiblicher Perspektive.
    ER ist ja schliesslich davon gerannt. Warum soll da IHRE Liebe gefragt sein????
    Das habe ich auch nicht so einseitig gesagt, wie du es jetzt darstellst. Ich habe eindeutig geschrieben, die Liebe muss bei beiden da sein.
    Und ich setze die Liebe eben nicht mit dem Kinderwunsch gleich - das sind für mich zwei verschiedene Paar Schuhe.

    Ich habe in der ganzen Kinderwunschzeit für MICH herausgefunden, dass mir mein Mann und die Liebe wichtig und vordergründig sind, nicht der Kinderwunsch. Ich habe mich gefragt, ob ich ohne MEINEN Mann Kinder haben möchte, und die Antwort ist eindeutig: nein.

    Ich habe ebenso geschrieben, dass dies nur meine Ansicht ist, aber darum geht es hier ja auch.

    Wenn die betreffende Person also für sich feststellt, dass Kinder wichtiger sind als die möglicherweise "große Liebe", dann ist es sicherlich falsch, sich für den Mann zu entscheiden, der sie hinhält. Aber das kann am Ende nur sie entscheiden, wenn sie für sich weiß, welcher Teil ihres Lebensplans eben ganz oben steht.


    Zitat Zitat von skeptikerin Beitrag anzeigen
    Ich bin dankbar für die Geschichte weil ich etwas ähnliches erlebt habe. Allerdings bin ich selber nicht so eine die ihr Leben akkurat plant und insbesondere die Beziehung, wollte ich nicht verplanen. Ich habe nie konkret "aufs heiraten hin gearbeitet" aber wir haben schon davon geredet, "wenn das Kind mal da ist, dann können wir ja immer noch heiraten". Tja und somit war der KiWu dann das Symbol der Verbindlichkeit die ich mir wünschte... und die er dann nicht wollte. ER ist mir davon gelaufen, OBWOHL ich ihm angeboten habe, auch ohne Kinder zusammen zu bleiben (dass ich das nicht mit strahlendem Lächeln sondern unter Tränen tat, lässt sich bei aller "Liebe" nicht vermeiden). ER wollte auch das nicht. Ich habe mich oft hinterfragt ob ich meine "Pläne" (die mir selber anfangs, mit Ende 20, auch noch nicht als solche bewusst waren), klarer hätte mitteilen sollen. Und andererseits beisse ich mir die Zähne daran aus: Ich wollte ihn ja gerade NICHT unter Druck setzen, habe das "später mal", "mal schauen", "erst mal probieren" selber viele viele Jahre lang mitgemacht ... und mir hier und anderswo dann anhören müssen "sowas klärt man doch von Anfang an".
    Wer sowas sagt, erzählt Quatsch, das ist klar, und ich finde, da ärgerst du dich auch zurecht. Wir haben ja auch am Anfang der Kinderwunschzeit gesagt "ICSI? Nee, so verzweifelt werden wir nie!". Tja, wurden wir irgendwann eben doch. Trotzdem hat's nicht geklappt. Das Leben IST eben so. Manchmal muss man sich von Träumen verabschieden, weil man es leider einfach nicht immer selber in der Hand hat. Und manchmal zerbrechen Beziehungen, egal, wie viel man nun richtig oder falsch gemacht hat.

    Zitat Zitat von skeptikerin Beitrag anzeigen
    "Viel reden" Kann man mit einem solchen Kandidaten offenbar nicht. Es war ja wohl kaum so, dass sie die ganzen Hochzeitsvorbereitungen hinter seinem Rücken gemacht hat. "Viel Reden" heisst, dass auch die Männer bitte mal die Klappe auftun. DAs ist nicht allein unsere Aufgabe als Frauen. Denn es geht nur wenn beide reden wollen und können. Solche Exemplare der Gattung Mann, sind dazu offenbar nicht fähig.
    Es gibt auch Frauen, die nicht "viel reden". Dann ist eben die Gattung Mann, die nicht viel redet, für die Gattung Frau, die nicht viel redet, geschaffen. Die werden sich irgendwie einig und leben auch glücklich. Es muss eben passen...


    Wenn es ein Patentrezept für die ewig glückliche Beziehung gäbe, in der beide Partner Erfüllung und Harmonie empfinden, ich glaube, es wäre ein Bestseller..
    So muss man eben immer zusehen, dass man den für sich passenden Kompromiss findet - und das kann man nur für sich selber rausfinden.
    ♥ Binos ♥ Shari (RL ♥) & Leonis ♥
    aktiver Kiwu 2007-2011
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    und dann...
    Das wunderbarste an Wundern ist, dass sie manchmal wirklich geschehen (Wunderkind 12/12)

    Meine Texte. Keine Veröffentlichung ohne meine Einwilligung.

  8. #8
    Avatar von TanteEvi
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    Standard Re: Fallbeispiel - Trennung und KiWu

    Zitat Zitat von FeechenF Beitrag anzeigen
    So muss man eben immer zusehen, dass man den für sich passenden Kompromiss findet - und das kann man nur für sich selber rausfinden.
    So sehe ich das auch! Jedoch moechte ich noch sagen, dass fuer mich Liebe auch selbstlos ist. Damit meine ich, dass er ihr zuliebe seine Plaene ueberdenken sollte und andersrum genauso. Ich meine nicht, dass er sie nicht liebt, wenn er Kinder jetzt nicht will. Aber ueber die Traeume des Partners einfach hinweg zu gehen ist selbstsuechtig und hat in meinen Augen nichts mit Liebe zu tun.

    Allerding frage ich mich bei "solchen Verhaeltnissen" (das meine ich NICHT abwertend!) immer, ob die Paare sich ueberhaupt unterhalten? Machen die keine Zukunftsplaene? Ich sehe meinen Freund als "Weggefaehrten". Wir gehen GEMEINSAM einen Weg, den wir beide wollen. Wie aber gehe ich jahrelang neben jemandem her ohne zu merken, dass ich bei naechsten Weggabelung nach links will und er nach rechts? Oder verdraengt man das?

    Ich habe mich uebrigens mal wegen unueberwindbarer Planungsverschiedenheuten getrennt und bereue das nicht.
    große Schwester 06/2012
    kleiner Bruder 08/2014

  9. #9
    Avatar von Wir.und.Ihr
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    Standard Re: Fallbeispiel - Trennung und KiWu

    Zitat Zitat von TanteEvi Beitrag anzeigen
    So sehe ich das auch! Jedoch moechte ich noch sagen, dass fuer mich Liebe auch selbstlos ist. Damit meine ich, dass er ihr zuliebe seine Plaene ueberdenken sollte und andersrum genauso. Ich meine nicht, dass er sie nicht liebt, wenn er Kinder jetzt nicht will. Aber ueber die Traeume des Partners einfach hinweg zu gehen ist selbstsuechtig und hat in meinen Augen nichts mit Liebe zu tun.

    Allerding frage ich mich bei "solchen Verhaeltnissen" (das meine ich NICHT abwertend!) immer, ob die Paare sich ueberhaupt unterhalten? Machen die keine Zukunftsplaene? Ich sehe meinen Freund als "Weggefaehrten". Wir gehen GEMEINSAM einen Weg, den wir beide wollen. Wie aber gehe ich jahrelang neben jemandem her ohne zu merken, dass ich bei naechsten Weggabelung nach links will und er nach rechts? Oder verdraengt man das?

    Ich habe mich uebrigens mal wegen unueberwindbarer Planungsverschiedenheuten getrennt und bereue das nicht.
    Ich kenne ehrlich gesagt wenige Paare, die weiter als die näher liegende Zukunft ( sprich das nächste Jahr) planen. Es ist in sehr vielen Köpfen drin, dass "nichts von Dauer" ist. Man schaut erstmal, ob man es zusammen auch aushält. Und man hat die Erfahrung gemacht, dass alles schöne Planen sowieso anders kommt, als man denkt.

    Allerdings: Auch bei meinem Mann und mir war bis zu unserer Hochzeit und noch lange danach die Frage nach den Kindern eine sehr theoretische. Wir haben uns immer mit einem schnellen "na klar, aber nicht jetzt" getröstet. Im Nachhinein sage ich auch: wir hätten da ehrlicher mit uns sein müssen.

  10. #10
    Avatar von phina
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    Standard Re: Fallbeispiel - Trennung und KiWu

    Zitat Zitat von TanteEvi Beitrag anzeigen
    Allerding frage ich mich bei "solchen Verhaeltnissen" (das meine ich NICHT abwertend!) immer, ob die Paare sich ueberhaupt unterhalten? Machen die keine Zukunftsplaene? Ich sehe meinen Freund als "Weggefaehrten". Wir gehen GEMEINSAM einen Weg, den wir beide wollen. Wie aber gehe ich jahrelang neben jemandem her ohne zu merken, dass ich bei naechsten Weggabelung nach links will und er nach rechts? Oder verdraengt man das?
    Dem kann ich nur zustimmen. Wir haben zwar auch nicht von Anfang an geplant zu heiraten und Kinder zu bekommen. Aber recht schnell war klar das wir gemeinsam in die Zukunft schauen.
    Und die vielen schönen Gespräche, wie es wohl mit Kindern wird, wie wir diese erziehen würden, wie wir uns im Alter wohl verhalten, wo wir wohnen, und noch so vieles mehr, gehört ebenso zu unserer Beziehung, wie das Abendessen zu planen.

    In meiner ersten Bezeihung habe ich recht schnell gemerkt das mein damaliger Freund nicht heiraten will. Und keine Kinder will. Das war ok für mich. Ich hatte da keinen Plan, wann was erfüllt sein muss.
    Jetzt ist es schön geheiratet zu haben und auf Kinder zu hoffen. Dafür habe ich auch den Richtigen gefunden. Und das mehr oder weniger sofort gemerkt.
    VG
    phina

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