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Krippe und Kindergarten: Erfahrungen Tränen und Diskussionen am Morgen, weil das Kind nicht in die Krippe oder den Kindergarten will? Wie verhalten Sie sich, wenn Ihr Kind im Kindergarten nicht zurecht kommt? Haben Sie Probleme mit der Erzieherin?

 
 
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Alt 03.12.2011, 20:15
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Registriert seit: 24.02.2010
Beiträge: 137
Standard Streit mit Tagesmutter - lang!

Hallo zusammen!

Ich muss mir das jetzt einfach von der Seele schreiben. Vielleicht hat jemand von euch auch einen Rat?!
Mein Sohn 19 Monate, geht seit Sommer zu einer Tagesmutter. Im Grunde waren mein Mann und ich mit ihr zufrieden, fanden, dass unser Sohn bei ihr gut aufgehoben ist. Was mir immer missfiel, war die Tatsache, dass sie meiner Meinung nach nicht genug Distanz wahrt. Sie küsst (auf den Mund!) und drückt meinen Sohn ständig, auch wenn ich da bin und er weint, weil er sich wehgetan hat oder ein anderes Kind ihm wehgetan hat, reißt sie ihn mir aus den Armen und tröstet ihn. Ich habe das immer hingenommen, weil ich dachte, dass sie ihm im Grunde ja nur gut tun will.
Vor einigen tagen allerdings passierte etwas. Dazu gibt es folgende Vorgeschichte: Ich habe vor ein paar Tagen meine Examensprüfung gehabt, wochenlang habe ich auf diesen tag hingearbeitet, die letzten Wochen waren die Hölle. Es ging nicht anders, als ihn immer von morgens früh bis spätnachmittags bei der Tagesmutter zu lassen, ich brauchte die Zeit zur Vorbereitung. Ich fühlte mich sehr schlecht in der Zeit, weil ich meinen Sohn kaum sah. Es war aber richtig, nur so konnte ich de Prüfung schaffen.
So, dan ersten tag nach der Prüfung, als ich ihn abholte, machte er ein Riesentheater, weil er nicht nach Hause wollte. Okay, dachte ich, er wird aus seinem Spiel herausgerissen, daher ist das so. Am nächsten tag war es wieder das gleiche, allerdings hat er sich ewig gewunden, gekreischt, ist weggelaufen, hat getreten usw., weil er partout nicht nach hause wollte. Ich, die immer noch von den letzten überarbeiteten Wochen total fertig war, wurde plötzlich von solchen Emotionen überrannt, musst heulen und packte ihn (dachte mir, dann halt ohne Jacke etc. ins Auto) und sagte noch "Wo ist dein scheiß Hund?" (sein Schnuffeltier), fand den Hund auf dem Boden, nahm ihn, sagte Tschüss zu der Tagesmutter und ging.
Ich heulte danach noch etwa eine Stunde. Ich wusste, dass ich meinem Sohn nicht böse sein kann, aber es machte mich so furchtbar traurig und ich war ohnehin noch total durch den Wind.
Am nächsten tag sagte die Tagesmutter sie müsse mit mir sprechen. Sie machte mich ganz harsch an, sagte dass das, was sie da gesehen habe an Kindesmisshandlung grenze und es unverzeihlich sei, dass man scheiß Hund vor dem Kind sagt. Ich sagte, dass ich sehr emotional reagiert habe, was mir leid tut, aber es ist halt passiert. Sie sagte so etwas dürfe nicht passieren und so habe ich nicht mit ihm umzugehen, sie müsse wohl das Jugendamt einschalten. Ich bin daraufhin so wütend geworden, sagte ihr, dass es ja wohl meine Sache sei, wie ich mein Kind erziehe und mir das von ihr nicht vorschreiben lasse und ich ihm ja schließlich nichts getan habe (ich habe ihn nur genommen und ins Auto gesteckt ohne Zeremonie!). Es ging dann hin und her und ich sagte, dass wir uns nach jemand anders umsehen werden. Am nächsten Tag sagte sie, sie würde vorschlagen, dass wir mit dem Jugendamt sprechen, dass die vermitteln und helfen können. Ich sagte ihr (dadurch wieder wütend), dass ich keinen Bedarf habe mit dem Jugendamt zu sprechen und wir jemand anderen suchen. Sie fing dann an, es sei doch nicht gut für ein Kind, wenn sich seine Bezugsperson ändert usw.

Ich bin sooo sauer! Ich weiß, dass mein Verhalten nicht toll war, aber ich hätte erwartet, dass sie das Gespräch a le "Sag mal, was war denn gestern los?" suchen würde. Statt dessen droht sie mir und schreibt mir vor, wie ich mit meinem Kind umzugehen habe.

Wir haben auch schon eine andere Tagesmutter, eine Straße weiter, von der Entfernung her natürlich super, ist mir auch sehr sympathisch, auch wenn leider teurer. Mich belastet die ganze Situation trotzdem. ich hatte mich gut mit der Tagesmutter verstanden! Ich fand wie gesagt, dass sie nicht genug Distanz wahrt, aber habe mir immer gedacht - was ich aus ihren Erzählungen weiß - dass sie ihre eigene schlechte Kindheit mit Schlägen kompensieren will, indem sie gut zu anderen Kindern ist. Ich fand das nie so toll, aber es schadete ihm ja nicht. Trotzdem fühle ich mich blöd und finde es krass wie schnell so ein Verhältnis sich ändern kann.

Was meint ihr dazu? Habt ihr einen Rat? Könnt ihr verstehen, warum ich denke, dass ich mit ihr keine Basis mehr finden werde und das langfristig nicht schön ist sein Kind irgendwo hinzugeben, wo man so ein Verhältnis hat?
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