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Krippe und Kindergarten: Erfahrungen Tränen und Diskussionen am Morgen, weil das Kind nicht in die Krippe oder den Kindergarten will? Wie verhalten Sie sich, wenn Ihr Kind im Kindergarten nicht zurecht kommt? Haben Sie Probleme mit der Erzieherin?

 
 
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Alt 09.01.2012, 10:10
Stranger
 
Registriert seit: 21.11.2011
Beiträge: 24
Standard Kind darf in Kita bleiben

Hallo alle zusammen,

nachdem ich Euch ja im November in dem Thread "Ausschluss aus der Kita droht" von der Situation in unserem Kindergarten erzählt hatte, wollte ich Euch heute mal berichten, wie das Ganze nun weitergegangen ist:

Vor den Winterferien (also zu unserem Ultimatum) hatten wir noch einmal ein Gespräch in der Kita. Man hat uns vorgeworfen, dass man es von uns nicht in Ordnung fand, dass wir uns bei der Stadt beklagt haben. Wenn wir gesagt hätten, dass uns dieses "Ultimatum" so sehr belastet, dann hätte man ja darüber reden können. Für den Kindergarten stünde an erster Stelle, seine Mitarbeiter und die anderen Kinder vor unserem Sohn zu schützen. Die Dame vom Amt hätte ja keine Ahnung davon, was vorgefallen sei. Man sei davon ausgegangen, dass man offen zu einander sein könnte und auch hätte man sich von uns von Anfang an mehr Ehrlichkeit im Bezug auf unser Kind gewünscht. Wir hätten gleich am Anfang sagen müssen, dass er ein "Schreikind" sei. Das hätte man dann im Nachhinein aus anderer Quelle erfahren, aber leider nicht von uns. Wir sollten bitte verinnerlichen, dass wir in Zukunft, also wenn unser Sohn man in einen anderen Kindergarten geht und auch wenn er hinterher in die Schule kommt, darauf hinweisen müssen, dass er ein "Problemkind" sei, damit man sich auf Schwierigkeiten mit ihm einstellen könnte. Ich finde das ein wenig unfair, denn er ist gerade mal zwei Jahre alt. Wer sagt denn, dass das "Problem" bis zu seiner Einschulung noch besteht? Davon einmal abgesehen, war unser Sohn nie ein "Schreikind" und wer ihnen das gesteckt haben soll, dass weiß der Geier. Davon einmal abgesehen, würde ich mich jederzeit wieder an die Stadt wenden, wenn es ein Problem gibt. Es geht schließlich um das Wohl meines Kindes.

Man hat uns auch eine Ergotherapie empfohlen, weil unser Kind sozial eingeschränkt sei. Sollte diese nichts nutzen, dann bliebe nur noch die integrative Erziehung übrig. In dem Fall würde dann eine Pflegeperson ganz alleine für unser Kind eingestellt. Das muss aber beim Kreis beantragt werden und das Jugendamt muss dem zustimmen. Man sollte das aber dann schon frühzeitig in Angriff nehmen, da das alles seine Zeit braucht. Es sei ja auch nur noch ein halbes Jahr Zeit, bis er die Kita wechselt und bis dahin müßte dann alles unter Dach und Fach sein. Ich finde es nicht in Ordnung, dass man uns weismachen will, wir hätten ein Problemkind. Sicher ist er nicht das einfachste Kind, aber ein Problemkind ist er ganz sicher auch nicht - davon sind sowohl die Osteopathin, der Kinderarzt und auch die Heilpraktikerin, die wir zwischenzeitlich konsultiert haben, überzeugt.

Ach ja, und dann meinte man auch, wir hätten ja selbst gesagt, dass wir mit unserem Kind überfordert seien und die Erzieherinnen im Kindergarten seien ja Fachleute. Wir haben nie gesagt, dass wir mit unserem Kind überfordert sind. Wir haben lediglich gesagt, dass es unser erstes Kind ist und wir folglich noch keine Erfahrungswerte in der Kindererziehung haben. Da wird einem dann gleich unterstellt, mit seinem Kind überfordert zu sein.

Letzte Woche nun ist unser Sohn in den Ferienkindergarten gegangen - der fand allerdings in einer anderen Kita statt. Eine der Erzieherinnen aus unserem Kindergarten ist da als Betreuung mit dabei gewesen (aber nicht UNSERE). Man hatte uns auch dazu schon gesagt, dass man Probleme erwartet, da unser Kind das Gebäude nicht kennt, die Räume höher und der Geräuschpegel anders sei. Wir müßten uns also darauf einstellen, ihn jederzeit abzuholen, da man den anderen Kindern einen "Ausraster" seinerseits auf keinen Fall zumuten könne.

Was soll ich sagen, es gab keinerlei Probleme. Er war lieb, hat gut gegessen, super im fremden Bett geschlafen, hat sich prima integriert, mit den anderen (zum Teil fremden) Kindern gespielt, war fröhlich und ausgeglichen. Er war ein völlig anderes Kind und hat nicht einen einzigen Tag auch nur gemeckert.

Wir haben uns übrigens auch, wie von der Kita angeraten, an die Ergotherapeutin gewendet. Sie sieht allerdings in dieser Hinsicht keinen Handlungsbedarf, denn es macht keinen Sinn, ein Kind, welches angeblich ein Problem in der Gruppe hat, einzeln zu therapieren. Es wird nun eine Kindergartenfachberatung veranlasst, denn man hat uns gesagt, dass der Umgang mit unserem Kind in der Gruppe nicht in Ordnung ist und dass man da handeln muss. Unser Sohn soll nun vor Ort beobachtet werden, damit dann herausgefunden werden kann, was zu tun ist. Aber eine Therapie muss das nicht unbedingt sein - man könnte auch mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Seitens der Kita hatte man uns auf diese Möglichkeit leider nicht hingewiesen - eine Therapie sei das Beste für unseren Sohn, hat es geheißen. Schon schade, finde ich ...

Weiterhin bin ich der Meinung, dass das Hauptproblem in erster Linie zwischenmenschlicher Natur ist. Ich glaube, dass die Chemie zwischen unserem Sohn und der Gruppenleiterin einfach nicht paßt. Niemand sonst hat Probleme mit ihm - wirklich KEINE der anderen Erziehrinnen. Meine Nachbarin hat gesagt, dass ihr Sohn auch Probleme macht, sobald unsere Gruppenleiterin den "Frühdienst" hat und er zu ihr in die Gruppe soll. Ein Wechsel in eine andere Gruppe wäre vielleicht einen Versuch wert, aber das wird unsere Gruppenleiterin nicht zulassen, denn unser Sohn ist bzw. hat ja das Problem, nicht sie.

LG
Dondra
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