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Krippe und Kindergarten: Erfahrungen Tränen und Diskussionen am Morgen, weil das Kind nicht in die Krippe oder den Kindergarten will? Wie verhalten Sie sich, wenn Ihr Kind im Kindergarten nicht zurecht kommt? Haben Sie Probleme mit der Erzieherin?

 
 
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Alt 25.01.2012, 15:31
Stranger
 
Registriert seit: 25.01.2012
Beiträge: 3
Standard Richtigstellung zum Beitrag von Luim "Streit mit TM"

Guten Tag,

im Zuge einer Internetrecherche bin ich zufällig auf den Beitrag "Streit mit Tagesmutter - lang" von Luim gestoßen und war ziemlich geschockt.

Die TM, um die es dort geht, bin ich. Allerdings stellt der Beitrag von Luim den Sachverhalt - vorsichtig ausgedrückt - ein wenig anders dar, als dieser tatsächlich war.

Im Folgenden der Beitrag von Luim mit meinen Anmerkungen (farbig).

Um die Identität von Luim zu schützen, gebe ich weder Namen noch Ort an. Dafür hat wohl jeder Verständnis.



Hallo zusammen!

Ich muss mir das jetzt einfach von der Seele schreiben. Vielleicht hat jemand von euch auch einen Rat?!
Mein Sohn 19 Monate, geht seit Sommer zu einer Tagesmutter. Im Grunde waren mein Mann und ich mit ihr zufrieden, fanden, dass unser Sohn bei ihr gut aufgehoben ist. Was mir immer missfiel, war die Tatsache, dass sie meiner Meinung nach nicht genug Distanz wahrt.

Vor Beginn des Betreuungsverhältnisses war Luim bei mir im Hause. In diesen Stunden hat sie gesehen, wie innig mein Kontakt zu den Kindern ist, dass ich mit diesen auch kuschele und von ihnen Küsschen bekomme und auch welche zurück gebe.

Luim schrieb mir vor Beginn des Betreuungsverhältnisses sogar noch eine Mail, wie schön sie meinen Umgang mit den Kleinen fände und dass die Eltern glücklich sein könnten, ihre Kids von mir betreuen zu lassen. Sie hoffe sehr, dass ich für ihren Sohn einen Platz frei habe (ich hatte mehrere Bewerber um den freien Platz). Diese Mail habe ich noch.


Sie küsst (auf den Mund!) und drückt meinen Sohn ständig, auch wenn ich da bin und er weint, weil er sich wehgetan hat oder ein anderes Kind ihm wehgetan hat, reißt sie ihn mir aus den Armen und tröstet ihn.

Ich küsse die Tageskinder NIEMALS auf den Mund. Das hätte ich bei meinem eigenen Sohn auch nicht gern gesehen und es gibt diverse Krankheiten, die durch Küsse auf den Mund übertragen werden können (Mundfäule, Mund-Hand-Fuß-Krankheit). Allein deshalb sind Küsse auf den Mund für mich ein absolutes Tabu. Diese Behauptung von Luim ist absolut die Unwahrheit!

Die Kinder werden hier auch nicht "ständig geküsst und gedrückt". Und schon gar nicht habe ich Luim oder irgendeiner anderen Mutter jemals ein Kind "aus dem Arm gerissen". Richtig ist sicher, dass ich sofort die Kinder tröste, wenn sie sich wehtun. Durchaus möglich, dass ich das auch mal getan habe, als Luim schon hier war. Dann habe ich ihr den Sohn aber sicher nicht aus den Armen gerissen, sondern ihn zu ihr gebracht. Wenn eine Mutter anwesend ist, lässt sich ein Kind im Normalfall von der TM auch gar nicht trösten, wenn es eine sichere Bindung zur Mutter hat.


Ich habe das immer hingenommen, weil ich dachte, dass sie ihm im Grunde ja nur gut tun will.
Vor einigen tagen allerdings passierte etwas. Dazu gibt es folgende Vorgeschichte: Ich habe vor ein paar Tagen meine Examensprüfung gehabt, wochenlang habe ich auf diesen tag hingearbeitet, die letzten Wochen waren die Hölle. Es ging nicht anders, als ihn immer von morgens früh bis spätnachmittags bei der Tagesmutter zu lassen, ich brauchte die Zeit zur Vorbereitung. Ich fühlte mich sehr schlecht in der Zeit, weil ich meinen Sohn kaum sah. Es war aber richtig, nur so konnte ich de Prüfung schaffen.

Die vorhergehende sowie die nachfolgende Passage klingt genauso, wie der 2-Seiten-Brief, den Luim mir ca. 1 Woche nach dem "Vorfall" überreicht hat:

Selbstmitleid und Schuldzuweisungen an andere Menschen für alles, was einen im Leben frustriert. In den anderen Threats, die sie erstellt hat, sieht es genauso aus.

Einen Fehler könnte man auch schon einmal bei sich selbst suchen, das hilft mitunter sehr und wäre m.E. in diesem Fall auch sehr angebracht.


So, dan ersten tag nach der Prüfung, als ich ihn abholte, machte er ein Riesentheater, weil er nicht nach Hause wollte. Okay, dachte ich, er wird aus seinem Spiel herausgerissen, daher ist das so. Am nächsten tag war es wieder das gleiche, allerdings hat er sich ewig gewunden, gekreischt, ist weggelaufen, hat getreten usw., weil er partout nicht nach hause wollte. Ich, die immer noch von den letzten überarbeiteten Wochen total fertig war, wurde plötzlich von solchen Emotionen überrannt, musst heulen und packte ihn (dachte mir, dann halt ohne Jacke etc. ins Auto) und sagte noch "Wo ist dein scheiß Hund?" (sein Schnuffeltier), fand den Hund auf dem Boden, nahm ihn, sagte Tschüss zu der Tagesmutter und ging.

Es war tatsächlich um einiges anders, als hier von Luim beschrieben.

Ihr Sohn hat tatsächlich nicht nach Hause gewollt, was nicht ungewöhnlich ist. Ich hatte ihr auch bereits erklärt, dass dieses Verhalten normal sei und nicht bedeute, dass ein Kind seine Mutter nicht mehr lieb habe oder die TM mehr liebe. Das hat sie ja offenbar auch verstanden.

Als ihr Sohn nun also wieder nicht nach Hause wollte, setze sie ihren Sohn mit einem wirklich ausgesprochen starken Ruck auf den Boden, um ihm die Jacke anzuziehen (die Schuhe hatte sie trotz des Wehrens des Kindes diesem bereits angezogen und sie schrie ihn an (sie schrie wirklich, es war nicht nur eine erhobene Stimme), "WENN DU NICHT NACH HAUSE WILLST, DANN KANNST DU BEI OMA UND OPA WOHNEN. DANN KOMMST DU HALT SO MIT UND DEIN BESCHISSENER HASE AUCH."

Dann nahm sie ihren Sohn und stürmte mit einem knappen "tschüss" aus meinem Haus. Vor der Tür sagte eine Nachbarin, weil das Kind - wohl auch geschockt und sehr irritiert von diesem Verhalten seiner Mutter - so sehr schrie: "He, nun geht es doch nach Hause mit deiner Mami", worauf Luim noch erwiderte: "Das ist ja wohl gerade das Schlimme" und ihr Kind ins Auto setzte.

Ich war so geschockt von dieser Behandlung des Kindes und Luims Gebrülle, dass ich gar nichts mehr sagen konnte.


Ich heulte danach noch etwa eine Stunde. Ich wusste, dass ich meinem Sohn nicht böse sein kann, aber es machte mich so furchtbar traurig und ich war ohnehin noch total durch den Wind.
Am nächsten tag sagte die Tagesmutter sie müsse mit mir sprechen. Sie machte mich ganz harsch an, sagte dass das, was sie da gesehen habe an Kindesmisshandlung grenze und es unverzeihlich sei, dass man scheiß Hund vor dem Kind sagt.

Ich habe Luim nicht harsch "angemacht" (was für ein Wort), sondern am nächsten Tag (beim Abholen, da morgens der Vater eines anderen Kindes anwesend war) zu ihr gesagt, dass ich ihr Verhalten am Vortrag nicht in Ordnung fand.

Ich sagte, dass ich sehr emotional reagiert habe, was mir leid tut, aber es ist halt passiert.

Nein, Luim sagte nicht, es täte ihr leid. Bevor ich überhaupt noch etwas weiteres sagen konnte, fiel sie mir ins Wort und sagte: "DAS GEHT DICH NICHTS AN, DAS IST MEIN KIND."

Meine Antwort darauf war, dass es zwar ihr Kind sei, mich aber sehr wohl etwas anginge, weil ich ein solches Verhalten in meinem Haus nicht haben möchte. Und zwar, weil so etwas sowohl für ihr Kind, als auch für die anderen Kinder und auch für mich selbst sehr unschön sei.

Ihre Antwort darauf war, dass sie ihr Kind erziehe, wie sie wolle. Ich habe ihr dann nochmals gesagt, dass sie das gern machen könne, wie sie wolle, ich in meinem Haus solch ein Verhalten jedoch nicht dulden würde. Sollte sie in meinem Hause noch einmal so herumschreien und ihr Kind so fest auf den Boden aufsetzen, dann müsse sie sich jemand anders suchen.


Sie sagte so etwas dürfe nicht passieren und so habe ich nicht mit ihm umzugehen, sie müsse wohl das Jugendamt einschalten.

Dies ist ebenfalls wieder die Unwahrheit. Ich schlug Luim vor, dass wir uns beide wieder beruhigen und dass es vielleicht sinnvoll sei, zu dritt (bzw. zu viert, denn das Kind hat ja auch einen Vater) - also Luim, ihr Mann, die Fachberaterin des JA und meine Person - ein Gespräch zu führen, bevor man die Betreuung des Kindes nun abrupt beende, weil dies für das Kind nicht gut wäre. Dies lehnte Luim ab, "weil sie keine Lust habe, dass das JA sich da einmische".

Ich bin daraufhin so wütend geworden, sagte ihr, dass es ja wohl meine Sache sei, wie ich mein Kind erziehe und mir das von ihr nicht vorschreiben lasse und ich ihm ja schließlich nichts getan habe (ich habe ihn nur genommen und ins Auto gesteckt ohne Zeremonie!)

Stimmt nicht, siehe oben. Wäre es so gewesen, hätte ich sicher nichts gesagt, denn ein Kind ohne Jacke in ein Auto zu setzen, ist ja nun nichts Schlimmes oder Ungewöhnliches.

Es ging dann hin und her und ich sagte, dass wir uns nach jemand anders umsehen werden.

An dieser Stelle kam mein Vorschlag, das Gespräch mit dem JA als Vermittler zu suchen.

Am nächsten Tag sagte sie, sie würde vorschlagen, dass wir mit dem Jugendamt sprechen, dass die vermitteln und helfen können. Ich sagte ihr (dadurch wieder wütend), dass ich keinen Bedarf habe mit dem Jugendamt zu sprechen und wir jemand anderen suchen. Sie fing dann an, es sei doch nicht gut für ein Kind, wenn sich seine Bezugsperson ändert usw.


Dieser oben beschriebene Vorfall und die darauf erfolgenden Reaktionen von Luim, vor allem aber die Sorge, sie könne das Kind abrupt aus der Betreuung nehmen, statt es langsam "abzunabeln" veranlasste mich dazu, bei der zuständigen Fachberaterin des JA anzurufen und dieser mitzuteilen, dass es einen Vorfall gegeben habe, der evtl. dazu führen könne, dass die Betreuung sehr abrupt enden könnte. Einzelheiten habe ich da noch gar nicht angegeben.

Die Fachberaterin war ebenso wie ich der Meinung, zum Wohle des Kindes sei ein Gespräch angebracht und ich solle der Mutter noch einmal vorschlagen, ein solches gemeinsames Gespräch zu führen. Sie war sogar so nett, mir zu sagen, wenn die Mutter das Gespräch erneut ablehnen sollte, würde sie, die Fachberaterin, diese auch gern selbst anrufen.

Mein sodann erneut erfolgter Vorschlag stieß bei Luim leider wiederum nicht auf Gegenliebe. Ihre einzige Sorge war, ob man dann den Grund angeben müsse, der überhaupt zu einem solchen Gespräch geführt hätte. Als ich dies bejahte und sagte, man müsse dann "die Karten auf den Tisch legen", damit ein solches Gespräch überhaupt Sinn mache, lehnte sie es kategorisch ab.


Ich bin sooo sauer! Ich weiß, dass mein Verhalten nicht toll war, aber ich hätte erwartet, dass sie das Gespräch a le "Sag mal, was war denn gestern los?" suchen würde. Statt dessen droht sie mir und schreibt mir vor, wie ich mit meinem Kind umzugehen habe.

Ich habe Luim nicht gedroht und ihr auch keine Vorschriften gemacht (siehe oben). Man wird es sich im eigenen Hause wohl verbitten dürfen, dass ein Kind so behandelt und angeschrien wird. Zumal diese Kind nicht das einzige in meinem Haushalt ist.

Wir haben auch schon eine andere Tagesmutter, eine Straße weiter, von der Entfernung her natürlich super, ist mir auch sehr sympathisch, auch wenn leider teurer. Mich belastet die ganze Situation trotzdem. ich hatte mich gut mit der Tagesmutter verstanden! Ich fand wie gesagt, dass sie nicht genug Distanz wahrt, aber habe mir immer gedacht - was ich aus ihren Erzählungen weiß - dass sie ihre eigene schlechte Kindheit mit Schlägen kompensieren will, indem sie gut zu anderen Kindern ist.

Welch ein Unsinn. Ich erwähnte lediglich einmal, dass meine Stiefmutter meine Geschwister und mich häufig geschlagen habe und ich Schläge deshalb ablehne und nicht einmal den berühmten "Klaps auf die Finger" für erzieherisch richtig halte.

Wollte ich meine Kindheit aufarbeiten, würde ich mir einen Therapeuten suchen!

Luim möchte ich raten, einmal ihr gesamtes Leben und Verhalten zu überdenken. Es ist ja nicht so, dass sie nur in diesem einen Fall in Selbstmitleid verfällt und die Schuld bei anderen sucht, sondern auch in vielen anderen Lebensbereichen (Ehe, Job, Schwiegereltern etc.) Mitunter hilft es, sich zu fragen, ob die Fehler nicht doch auch bei sich selbst zu suchen und zu finden sind.


Ich fand das nie so toll, aber es schadete ihm ja nicht. Trotzdem fühle ich mich blöd und finde es krass wie schnell so ein Verhältnis sich ändern kann.

Was meint ihr dazu? Habt ihr einen Rat? Könnt ihr verstehen, warum ich denke, dass ich mit ihr keine Basis mehr finden werde und das langfristig nicht schön ist sein Kind irgendwo hinzugeben, wo man so ein Verhältnis hat?

Zu guter Letzt möchte ich noch sagen, dass die Betreuung von den Eltern abrupt beendet wurde. Weitere Ausführen dazu möchte ich aber nicht machen.
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