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  1. #1
    stubentiger82 ist offline Stranger
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    Unglücklich Angst vor der Krippe

    Hallo liebe Mit-Mamis,
    ich hatte gestern eine kleine Kernschmelze und brauch etwas Aufmunterung.
    Am Freitag haben wir den heiß erhofften Vertrag in der Krippe unterschrieben. Ich muss ab September wieder voll arbeiten und wir hatten das riesige Glück, dass wir in der gleichen Straße einen Krippenplatz bekommen haben. Ab Juli geht die Eingewöhnung mit mir los und ab September muss sie dann leider voll gehen.
    Auch wenn ich froh bin, überhaupt eine Kinderbetreuung gefunden zu haben (ist in München ja nicht so leicht), und die Einrichtung und die Betreuerinnen einen sehr guten Eindruck gemacht haben, habe ich doch gestern deshalb Rotz und Wasser geheult.
    Olivia ist erst siebeneinhalb Monate, wenn’s mit der Eingewöhnung losgeht, und neuneinhalb Monate, wenn ich wieder mit Arbeiten beginne. Sehr jung, ich weiß. (Aber ich muss so früh wieder arbeiten, weil mir mein AG länger meine Stelle nicht freihalten kann und ich sonst nur eine Stelle am anderen Ende Bayerns bekommen hätte – keine Option für uns als Familie. Und ganz ohne geht auch nicht, weil München ja sehr teuer ist.)
    Wer mußte denn sein Kind auch schon recht früh in die Krippe geben? Wie lief das bei euch? Wie habt ihr das verkraftet? Wie eure Kleinen?

    stubentiger

  2. #2
    Avatar von LuckyBina
    LuckyBina ist offline Chaos-Managerin
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    Standard Re: Angst vor der Krippe

    Hallo Stubentiger,
    fühle voll mit Dir mit. Meine Kleine ist jetzt gerade 7,5 Monate alt und ich könnte mir gar nicht vorstellen sie jetzt einzugewöhnen und dann 2 Monate später in Vollzeit arbeiten zu gehen. Ich wohne auch in Bayern. Etwa 100 km östlich von München entfernt und hatte bis zur meiner Elternzeit ab 2008 auch in München und Umgebung gelebt und gearbeitet. Das ist schon heftig, dass Dein Arbeitsplatz nicht mal 1-2 Jahre aufgehoben wird.

    Soviel zur Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Politik und Familienpolitik in Deutschland! Und München ist wirklich "arschteuer"! Wie es laufen wird kann ich Dir nicht sagen. Mein Großer kam damals mit 2 Jahre von 8-12.45 Uhr in die Krippe und geht auch nur solange in den Kiga. Ich selbst bin seit seiner Geburt daheim. Bei uns kostet die Kinderbetreuung im Gegensatz zu München ja nix. Zahlte für die Krippe im Monat 110,00 Euro und 4,00 Spielgeld und Essen je Tag 2,00 €. Jetzt im Kiga zahle ich sogar nur 55,00 € und Co. Für die Geschwisterkinder zahlt man nur die Hälfte. Also dann für die Krippe auch nur 55,00 €. Ich habe das Glück, dass hier die Lebenshaltungskosten viel geringer sind und mein Mann soviel verdient, dass ich daheim bleiben kann.

    Ich drücke Dich und wünsche Euch viel Kraft!

  3. #3
    Avatar von PrinzessinLeia
    PrinzessinLeia ist offline schlägt zurück
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    Standard Re: Angst vor der Krippe

    Alle drei Kinder waren in der Krippe, die Erste mit 1 Jahr, der Zweite mit 9 Monaten und der Dritte mit 7 Monaten. Die Eingewöhnung war jedesmal problemlos, alle Kinder sind gerne in die Krippe gegangen und es gab keinen Unterschied ab welchem Alter sie dort waren. ich kann gut verstehen, dass du jetzt traurig bist sie in die Krippe zu geben, das war ich anfangs auch immer. Man bringt die Kleinen da hin und fragt sich ob es ihnen gut geht und ja vermisst habe ich sie auch. Aber ich habe gesehen, dass es ihnen gut ging, dass sie gerne hingingen und dann war ich nach einer Weile auch immer zufrieden. Du darfst dieses Trennungsgefühl haben, ich fand immer dass es mir schwerer fiel als den Kindern. Geh mit einem guten Gefühl zur Eingewöhnung, rede mit den Erziehern, auch über deine Gefühle. Du kannst immer nachfragen wie es deiner Kleinen geht und dann kannst du beruhigt sein.
    Die Angst, dass es den Kinder nicht gut gehen könnte hatte ich später genauso als sie dann in den Kindergarten oder die Schule gegangen sind. Das ist denke ich völlig normal, Mütter machen sich halt immer Sorgen.
    mit Madame (2003), Jedi (2006) und Spatz (2009)

  4. #4
    stubentiger82 ist offline Stranger
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    Standard Re: Angst vor der Krippe

    Danke für die aufmunternden Worte. Deine Kiddies haben also die Krippe gut verkraftet? Keine Wesensveränderungen oder Probleme durch die älteren Kinder?
    Ich stell mir das schon schwer vor für die Erzieherinnen, die Kleine im Auge zu behalten und dafür zu sorgen, dass die "Großen" (also 1,5 aufwärts) ihr nicht weh tun. (Nicht absichtlich natürlich, aber Kinder sind ja so tollpatschig.)
    Ich stell mir's auch schwer vor für Olivia, wenn sie keinen richtigen Rückzugsraum hat. Jetzt kommt sie ja immer an Mamas Brust zum Schmusen und Trösten, wenn ihr alles zu viel wird.
    Aber ich geb dir schon recht, ich glaub in dem Alter tun sie sich mit der Eingewöhnung leichter, als wenn sie erst mit 3 in die KiTa gehen.

    Grüße
    stubentiger

  5. #5
    stubentiger82 ist offline Stranger
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    Standard Re: Angst vor der Krippe

    Tja, München ist halt wirklich teuer. Wir können uns da echt glücklich schätzen, dass wir einen städtischen Krippenplatz bekommen haben, der ja "nur" 423€ monatlich kostet. Die Privaten fangen ja beim doppelten Betrag gerade erstmal an.
    Arbeitgeber...das ist so ein Thema für sich. Natürlich halten die mir "eine" Stelle frei, aber halt nicht "meine". Und da mein Vertrag mit dem Bund ist, kann diese eine Stelle leider irgendwo in Deutschland sein. Wenn es in der Nähe nichts für mich gibt - und ich habe leider so eine Spezialverwendung, dass das sehr wahrscheinlich ist - dann heißt es eben Berlin oder Köln o.ä. Schön, beim Staat beschäftigt zu sein.
    Wir sind jedoch jetzt dran und schauen, ob wir auch aus München wegkommen können. Es ist ja fast überall günstiger als hier und woanders könnte ich mir eine 3-4 Tage Woche gut leisten.

  6. #6
    Zeitleserin ist offline Tratschtante
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    Standard Re: Angst vor der Krippe

    Meiner Erfahrung nach kommt es hauptsächlich auf die positive Einstellung der Eltern an, bzw. des Eletrnteils, der auch die Eingewöhnung mitmacht.
    Ich selbst war da bei meinem "Großen" (er ist erst 1,5 Jahre jung) sehr locker und habe nur gedacht: Was soll schon schief gehen? Er ist bei Profis und in einem Raum voller Spielkzeug und anderer Kinder. Ist doch super!
    Und die lange und ruhige Eingewöhnungszeit ist auch für uns Mamis wichtig. Weil man da ja auch viel Alltag in der Krippe mitkriegt und ich war dann auch immer sehr beruhigt, weil ich genau wusset, wie da alles abläuft. Und wie die Erzieherinnen auch zum Beipsile Konflikte handhaben.
    Und Rückzugsräume gibt es meistens auch für die ganz Kleinen - zum Beispiel eine ruhige Kuschel-Leseecke.

    Keine Angst - das wird schon.

  7. #7
    Wusel72a ist offline Carpal Tunnel
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    Standard Re: Angst vor der Krippe

    Zitat Zitat von Zeitleserin Beitrag anzeigen
    Meiner Erfahrung nach kommt es hauptsächlich auf die positive Einstellung der Eltern an, bzw. des Eletrnteils, der auch die Eingewöhnung mitmacht.
    Ich selbst war da bei meinem "Großen" (er ist erst 1,5 Jahre jung) sehr locker und habe nur gedacht: Was soll schon schief gehen? Er ist bei Profis und in einem Raum voller Spielkzeug und anderer Kinder. Ist doch super!
    Und die lange und ruhige Eingewöhnungszeit ist auch für uns Mamis wichtig. Weil man da ja auch viel Alltag in der Krippe mitkriegt und ich war dann auch immer sehr beruhigt, weil ich genau wusset, wie da alles abläuft. Und wie die Erzieherinnen auch zum Beipsile Konflikte handhaben.
    Und Rückzugsräume gibt es meistens auch für die ganz Kleinen - zum Beispiel eine ruhige Kuschel-Leseecke.

    Keine Angst - das wird schon.
    So habe ich das auch erlebt. Bei uns gab es eine grosse Ecke mit dicken Kissen, wo auch schon mal die Kinder einfach einschliefen.

    Und es wurde einschlafgekuschelt, die Flasche beim Kuscheln gegeben usw.

  8. #8
    Avatar von PrinzessinLeia
    PrinzessinLeia ist offline schlägt zurück
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    Standard Re: Angst vor der Krippe

    Zitat Zitat von stubentiger82 Beitrag anzeigen
    Danke für die aufmunternden Worte. Deine Kiddies haben also die Krippe gut verkraftet? Keine Wesensveränderungen oder Probleme durch die älteren Kinder?
    Ich stell mir das schon schwer vor für die Erzieherinnen, die Kleine im Auge zu behalten und dafür zu sorgen, dass die "Großen" (also 1,5 aufwärts) ihr nicht weh tun. (Nicht absichtlich natürlich, aber Kinder sind ja so tollpatschig.)
    Ich stell mir's auch schwer vor für Olivia, wenn sie keinen richtigen Rückzugsraum hat. Jetzt kommt sie ja immer an Mamas Brust zum Schmusen und Trösten, wenn ihr alles zu viel wird.
    Aber ich geb dir schon recht, ich glaub in dem Alter tun sie sich mit der Eingewöhnung leichter, als wenn sie erst mit 3 in die KiTa gehen.

    Grüße
    stubentiger
    Meine Kinder haben alle von der Krippe profitiert, es werden dort für jedes Alter tolle Sachen gemacht, die Kinder dürfen schon im frühen Alter Sachen selbst machen, die ich daheim aus Chaosgründen nicht gemacht hätte: Mit 1 Jahr selber essen ausprobieren, mit den Händen in die Wasserfarben und Abdrücke auf Papier machen, sich gegenseitig eincremen, etc. Und die Großen lernen Rücksicht auf die Kleinen zu nehmen, sich um die Kleinen zu kümmern, das ist oft ganz süß wie die Großen sich da verhalten.
    Klar, eine permanente Einzelbetreuung wie daheim gibt es dort natürlich nicht, aber es ist soviel los durch die anderen Kinder, dass Langeweile da bestimmt nicht aufkommt. Bei uns hatten die ganz Kleinen auch ein eigenes Gitterbett zum Schlafen, die Größeren lagen zusammen auf Matratzen am Boden.
    Du solltest dir allerdings ein Betreuungs-Backup einrichten für die Krankheitsfälle, die zu 99% eintreten werden. Dein Kind kommt erstmal mit sehr vielen diversen Viren in Kontakt, die es von daheim nicht hatte. Bei uns waren es Magen-Darm-Krankheiten im Wechsel mit Husten und Fieber. Das kann einen ins Schleudern bringen bei der Arbeit, bereite deinen Mann schon mal drauf vor, dass du das nicht allein schaffen wirst.
    Nach einem Jahr war es dann besser und die Kinder wurden nur noch selten krank.
    Ich wünsche euch alles Gute und eine entspannte Eingewöhnungszeit und bitte rechtfertige dich nicht dafür, dass du arbeitest und wieviel. Ich finde das darf jeder für sich selbst entscheiden.
    mit Madame (2003), Jedi (2006) und Spatz (2009)

  9. #9
    ninchen09 ist offline enthusiast
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    Standard Re: Angst vor der Krippe

    Bei uns gab es auch keine Probleme. Wobei wir noch bei einer TaMu sind. Dort ist es aber ähnlich wie eine kleine KiTa. Sie hatte bis zu 8 Kinder und 5 bis 6 Kinder gleichzeitig. Mein Sohn ist von Beginn an gerne dort hingegangen. Die Eingewöhnung wurde intensiv genutzt.
    Ich behaupte sogar, dass er durch die TaMu wesentlich Vorteile innerhalb der Entwicklung gehabt hat.
    Um es mal ganz hart zu sagen, es sind nicht immer die Kinder, die Probleme mit der KiTa / Krippe / TaMu haben

    Ihr macht das schon und auch ihr werdet Euren eigenen Weg finden, um die erste Zeit gut und entspannt zu überstehen.

  10. #10
    stubentiger82 ist offline Stranger
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    Standard Re: Angst vor der Krippe

    Zitat Zitat von Zeitleserin Beitrag anzeigen
    Meiner Erfahrung nach kommt es hauptsächlich auf die positive Einstellung der Eltern an, bzw. des Eletrnteils, der auch die Eingewöhnung mitmacht.
    Genau des wegen wende ich mich ja an euch: um meine Einstellung positiv zu beeinflussen. Ich bin sicherlich diejenige, die damit mehr Probleme haben wird. Und auch wenn ich bisher "erst" knapp fünf Monate Mama bin, so habe ich wirklich die Erfahrung gemacht, dass es MEINE Einstellung ist, die eine Situationsbewertung bei der Kleinen bestimmt. Bin ich ruhig, wird sie ruhig. Bin ich angespannt, ist auch sie quengelig und unruhig.
    Ich hoffe, dass ich mich bis dahin im Griff habe. Und die Eingewöhnung nutze ich natürlich intensiv. Ich habe ganze zwei Monate Zeit dafür Olivia Schritt für Schritt daran zu gewöhnen, dass es noch nette Menschen außer Mama und Papa gibt.

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