Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
    Melanie1234 ist offline Stranger
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    Daumen hoch LRS und die Schule

    Hallo Ihr Lieben!
    Ich habe hier ein wenig rumgestöbert und ein paar interessante Dinge zum Thema LRS gelesen. Bei meinem Sohn (fast 11 Jahre, 5 Klasse Gymnasium) wurde die LRS Diagnose gestern gestellt. Irgendwie war ich erleichtert, dass ich endlich nach jahrelangem auf und ab, einer endlosen Rennerei von Arzt zu Arzt eine Diagnose hatte.

    Alles fing an, als Darius seine Einschulungsuntersuchung hatte. Diagnose: Muss zum Schulpsychologen. Und warum??? Weil er den Knauf an dem Tisch nicht malen wollte und sich weigerte sich vor einer fremden Frau auszuziehen. Um endlich von dieser unmöglichen Ärztin wegzukommen, sind wir also zum Schulpsychologischem Dienst.
    Diagnose: Kann nicht eingeschult werden. Grund: Darius wäre zu neugierig und hat den Idealstandartdamitkannichallesbeurteilentest nicht zufrieden stellend gemacht.
    Prima-Schublade auf-Kind rein-Keks gegessen.

    Wir haben Darius dennoch eingeschult - Gott sei Dank. Er machte sich prima, glänzte mit seinem Wissen, seiner Begeisterung und seiner schnellen Auffassungsgabe. Einziges Manko er war ein Chaot, verlor ständig irgendetwas und brauchte viel Platz für seine Sachen.

    Im 2 Schuljahr wurde es dann schwieriger, Darius hakte und zwar in DEUTSCH, auch seine Schrift war die reinste Katastrophe. Wenn ich schreibe er hakt in Deutsch, dann meine ich die Rechtschreibung, denn lesen war bis dahin unauffällig und grammatikalisch glänzte er. Doch wehe es wurde ein Diktat geschrieben oder er sollte einen Text abschreiben -HILFE!

    Die 3 Klasse wurde dann richtig anstrengend, abgesehen davon, dass seine Verliererei nicht abbrach und seine Schrift eine Herausforderung für jeden Hieroglyphenleser war, er wurde im lesen schwächer (er konnte lesen, nur eben langsamer wie viele seiner Kameraden und er lies oft Worte weg oder las welche die gar nicht da waren und seine Rechtschreibung war gruselig. Er fand für 1 Wort 5 Möglichkeiten es falsch zu schreiben. Das Schlimme daran, alles üben und lernen brachte keine Besserung. Was tun? Neuer Versuch beim Psychologen.
    Ein Horror. Denn binnen von 30 Minuten hatte ich eine Familientherapie am Bein und Darius eine Schachtel Tabletten. Wir haben auf beides Verzichtet, ebenso wie auf den Arzt, der unserer Meinung nach eine Behandlung wesentlich nötiger hatte wie unser Kind.

    Es dauerte einige Zeit bis wir noch einmal einen Versuch starteten – neuer Psychologe – neues Glück. Diesmal mit der konkreten Forderung nach einem LRS-Test. Wir hatten Glück. Der gute Doc machte den Test, der allerdings negativ ausfiel – kein LRS. Aber definitiv Konzentrationsprobleme. Jetzt begann die Ursachenforschung, denn an irgendetwas musste das ja liegen, ebenso wie seine Rechtschreibproblematik. Zum Neurologen – nix. Zum Pädaudiologen – nix, zum Allergologen – nix, zum Augenarzt – nix, zum Hausarzt, Schilddrüsencheck usw.- nix, nix, nix. Dann 6 Monate Ergotherapie- keine Besserung.

    Dann kam das erste Mal der Verdacht, ADS. Doch da uns die Aussicht auf ein Kind das permanent Tabletten schlucken sollte gar nicht gefiel, gaben wir Fragebögen an die Familie, Freunde, Lehrer, eben all jene, die Darius gut kannten und ihn zu beurteilen in der Lage waren. Die Auswertung dieser Bögen war eindeutig und wir versuchten es schweren Herzens mit den Tabletten. Immer im Bewusstsein, dass eine ADS Diagnose nie 100% entspricht.

    Im 4 Schuljahr, die ersten Erfolge. Darius verbesserte sich in jedem Fach um eine Note und bekam ‚nur’ die Minimaldosis. In jedem Fach???? Nein, nicht in Deutsch! Die Rechtschreibung verbesserte sich ebenso wenig wie seine Schrift, dafür wurde das Lesen wieder besser.
    Schulwechsel – Klasse 5 Gymnasium mit der Diagnose ADS. Auf eigenen Wunsch gingen wir nach dem Halbjahreszeugnis (Deutsch + Englisch 4) noch einmal mit Darius zu einem Pädaudiologen, diesmal zu einem Spezialisten. In 2 Tagen wurde er nun das 2 Mal in seinem Leben auf den Kopf gestellt. Diagnose: LRS.

    Nächste Woche haben wir einen Termin beim Jugendamt, wo wir Adressen zur geeigneten Förderung unseres Sohnes bekommen und die Kostenübernahme beantragen.
    Ich habe hier so vieles gelesen bzgl. Rechtschreibung nicht werten, und und und.

    Wir haben damit ein Problem, denn wir wollen nicht, dass Darius für den Rest seiner Schullaufbahn gesondert behandelt wird. Schließlich ist er ein cleverer Junge. Sicherlich nimmt ihm Notenaussetzung u.ä. zunächst den Druck von den Schultern und von der Seele, aber irgendwann wird er sich diesem Druck wieder stellen müssen, vor dem wir ihn jetzt schützen. Wir haben Darius bis dato immer gestärkt, wenn er ein Tief hatte, ihm gesagt wie klug er ist (das sagen ihm auch seine Lehrer), wie liebenswürdig und wie viel und was er alles erreichen kann, wenn er nur weiter so ehrgeizig bleibt wie er ist. Vielleicht ist das naiv, aber irgendwann sind Kinder erwachsen und wir denken je eher sie sich mit sich und ihren Defiziten auseinandersetzen umso selbstständiger können sie ihr Leben trotz der einen oder anderen Schwäche meistern.

    Wir haben jedenfalls nicht vor uns von irgendwelchen Diagnosen aus der Bahn schleudern zu lassen. So ermüdend, anstrengend und aufreibend es manchmal auch ist Wir sind überzeugt davon, dass Darius mit etwas Hilfe seine LRS – Schwäche in den Griff bekommt.

    Auf die Frage auf welche Schule er später mal gehen möchte (Wir haben sie ihm in der 1 Klasse gestellt), sagte Darius: Auf ’s Gymnasium. Lange Zeit sah es nicht so aus als würde das klappen. Aber mit seinem Ehrgeiz hat er dann doch geschafft was er wollte.
    Jetzt will er Staatsanwalt werden: Wetten das kriegt er auch hin!

  2. #2
    Margratete ist offline Stranger
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    Standard Re: LRS und die Schule

    Hallo Melanie,
    ich finde es toll, dass Sie sich nicht entmutigen lassen.
    Auch unser Sohn ist Legastheniker. Der Verdacht entstand allerdings schon recht früh in der Grundschule und in der 4. Kl. wurde der LRS Test gemacht, der dann erwartungsgemäß positiv ausfiel und gleich noch eine sog. Hochbegabung unseres Sohnes vermuten lässt (ich bin bei solchen Feststellungen immer vorsichtig - ein aufgewecktes Kerlchen muss nicht immer gleich hochbegabt sein.
    Ich glaube aber und bin fest davon überzeugt, dass Kinder mit LRS auch Rechtschreibung lernen können - nur anders. Deshalb haben wir auch auf eine adequate Förderung und Betreuung unseres Sohnes bestanden. Wir mussten deswegen bis zum Schulministerum unseres Bundeslandes gehen - aber wir hatten - auch für andere betroffene Kinder der Schule unseres Sohnes - Erfolg.
    Es gibt den sog. Legasthenie-Erlass, der bestimmt, das die Kinder gefördert werden müssen!
    Wir haben unserem Sohn allerdings noch eine spezielle Förderung am Nachmittag angedeien lassen. Das war - zugegebenermaßen teuer - aber es hat sich gelohnt. Unser Sohn hat unter seiner schlechten Rechtschreibung gelitten - er wollte es besser - konnte aber nicht.
    Diese spezi8elle Förderung hat ihm geholfen. Wir sind sehr stolz, dass er inzwischen sogar mal Diktakte schreibt in denen "nur" 8 Fehler sind.
    Übrigens er geht auch aufs Gymnasium und kommt da - mit Ausnahme der Rechtschreibung in Englisch - gut zurecht.

    Alles Gute
    Margratete

  3. #3
    Melanie1234 ist offline Stranger
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    Standard Re: LRS und die Schule

    Hallo Margratete.

    Dein Beitrag war sehr interessant, zumal du schon länger mit dieser Problematik als solches befasst bist. Kannst du mir sagen, wie du das mit der Förderung genau meinst? Findet die in der Schule statt? Ich habe bis dato nur nahegelegt bekommen, mich an das zuständige Jugendamt zu wenden bzgl. Adressen zur Förderung und der Kostenübernahme.

    Darius hat wenn man es so will, weder in Deutsch noch in Englisch Probleme, ich meine, wenn man die Rechtschreibung ausklammert. Ihm bereiten weder die Grammatik, noch die Vokabeln Probleme. Er kann Aufsätze und Briefe schreiben und entspricht in diesen Bereichen voll den Anforderungen. Wäre da nicht das Schreiben. Da die LRS Diagnostik ganz frisch ist, hatte ich noch keine Gelegenheit mit Darius Lehrern zu sprechen.

    Er geht auf ein privates Gymnasium und bisher waren die Lehrer alle sehr aufgeschlossen und hilfsbereit. Nur stand bis dato ja ADS und nicht LRS zur Debatte.

    Von unserem Psychologen habe ich heute den Tipp bekommen, mir zur Förderung eine Adresse vom LOS-Center zu besorgen. Sonst weiß ich erstmal noch garnichts:confused:

    WIe händelt Ihr das mit der Schule? Wird Euer Sohn gesondert oder garnicht beurteilt oder voll trotz Teilleistungsschwäche? Uns gefällt der Gedanke nicht Darius gesondert beurteilen zu lassen, darum denken wir, werden wir es dabei belassen die Lehrer zu informieren, damit wir über eventuelle Veränderungen und Probleme informiert bleiben. Na und dann muss schnellstmöglich eine gezielte Förderung stattfinden.

  4. #4
    F.J.Neffe ist offline old hand
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    Standard Als Ganzer im Ziel ankommen

    Nunja: Womit kann der Mensch seine Probleme lösen, wenn nicht mit seinen Talenten? Auch und besonders mit den Talenten, in denen er angeblich "schlecht" ist! Wenn Du ein Talent Deines Sohnes wärst, und ich und noch ein paar täten Dir ein paarmal sagen, dass Du schlecht bist, könnte es dann nicht sein, dass Du abtauchst und Dir sagst: "Was soll ich bei den Hanswursten?"
    Damit möchte ich Dich auf das aufmerksam machen, was in der neuen Ich-kann-Schule das Wichtigste ist: die Talente, von denen es heißt, dass sie nicht da sind oder zu schwach oder sonst so etwas.
    Mit Ehrgeiz verzehrt man eher seine Talente und erreicht sein Ziel allenfalls mit einem Teil seiner Persönlichkeit. Wenn man aber zum besten Freund seiner eigenen Talente - aller Talente - wird und sie optimal pflegt und trainiert, dann kommt man als ganzer und auch noch stark ans Ziel. Ihr könnt Euch ja diesen Umgang mit sich selbst mal überlegen. Ich grüße herzlich.
    Franz Josef Neffe

  5. #5
    Melanie1234 ist offline Stranger
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    Standard Re: LRS und die Schule

    Hallo F.J. Neffe!

    Ich denke es liegt daran, dass ich nicht tiefsinnig genug bin um deine Ausführungen zu verstehen. Ab davon das ich psychologisch wertvollen Dingen eh sehr kritisch gegenüber stehe. Das man die Talente eines Kindes pflegen sollte das sehe ich genauso. Mein Sohn kann viele Dinge ganz toll und diese Dinge fördere ich und lass sie ihn pflegen.

    Ich denke aber auch, dass Ehrgeiz eine sehr nützliche Eigenschaft ist, zumindest da er diesen Ehrgeiz selbst entwickelt hat und ich ihm diesen nicht aufgedrückt habe. Kurz: Es ist sein Ehrgeiz nicht meiner. Darum bin ich davon überzeugt, dass ihm dieser sehr helfen wird und er trotz dieser für dich scheinbar weniger positiven Eigenschaft schneller an sein Ziel kommen wird, wie jemand dem diese Eigenschaft genzlich fehlt.

    Ich sehe meinen Sohn als Ganzes, seine positiven Eigenschaften, seine Talente und Begabungen, ich habe mich zu jedem Zeitpunkt dagegen gewehrt, dass irgend jemand meinen Engel in eine Schublade steckt. Denn er passt in keine, er ist individuell und soll das auch bleiben.

    Nichts desto trotz hat er Defiziete, die er ausgleichen muss, damit er den Anforderungen unserer Gesellschaft entspricht, damit er in ihr Fuss fassen kann. Und ich weigere mich meinem Kind Tag ein, Tag aus, nur auf die Schulter zu klopfen. Er muss auch ein Bewusstsein für seine Schwächen haben, damit er diese ausgleichen kann. Und dieses Bewußtsein schaffe ich nicht nur mit Lob, sondern auch mit Kritik.

    Mein Sohn lebt gut damit und es geht ihm gut. Er geht gerne zur Schule, auch zu einer 'Ich-kann-eben-nicht- Alles-und-muss-manches-noch-lernen-und-üben-Schule'

    Irgendwann geht er in die große weite Welt und da wird er als Ganzes auch mit Kritik und nicht Wohlwollen leben müssen.....wie wir alle und er wird es können.

    LG
    Melanie
    Geändert von Melanie1234 (09.02.2008 um 13:49 Uhr) Grund: verschrieben

  6. #6
    sonnenkerstin ist offline enthusiast
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    Standard Re: LRS und die Schule

    Melanie,
    Danke für dieses Statment zu F.J.Neffe!

    LG Sonnenkerstin

    PS.:Antworten tut er eh nie,denn dann müßte er ja konkret werden und könnte seine allgemeinen Phrasen und Ansichten nicht mehr einbringen.

  7. #7
    Melanie1234 ist offline Stranger
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    Standard Re: LRS und die Schule

    Mmmh!

    Ich habe so ein wenig den Eindruck, nachdem was ich gelesen habe, dass er hier einfach nur Werbung für seine oder eine Schule macht. Wie dem auch sei ich verstehe das was er schreibt nicht so wirklich, wie das Meiste von dem Psychowirrwarr, den man einem so weiß machen will

  8. #8
    Margratete ist offline Stranger
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    Standard Re: LRS und die Schule

    Zitat Zitat von Melanie1234 Beitrag anzeigen
    Hallo Margratete.

    Dein Beitrag war sehr interessant, zumal du schon länger mit dieser Problematik als solches befasst bist. Kannst du mir sagen, wie du das mit der Förderung genau meinst? Findet die in der Schule statt? Ich habe bis dato nur nahegelegt bekommen, mich an das zuständige Jugendamt zu wenden bzgl. Adressen zur Förderung und der Kostenübernahme.

    Darius hat wenn man es so will, weder in Deutsch noch in Englisch Probleme, ich meine, wenn man die Rechtschreibung ausklammert. Ihm bereiten weder die Grammatik, noch die Vokabeln Probleme. Er kann Aufsätze und Briefe schreiben und entspricht in diesen Bereichen voll den Anforderungen. Wäre da nicht das Schreiben. Da die LRS Diagnostik ganz frisch ist, hatte ich noch keine Gelegenheit mit Darius Lehrern zu sprechen.

    Er geht auf ein privates Gymnasium und bisher waren die Lehrer alle sehr aufgeschlossen und hilfsbereit. Nur stand bis dato ja ADS und nicht LRS zur Debatte.

    Von unserem Psychologen habe ich heute den Tipp bekommen, mir zur Förderung eine Adresse vom LOS-Center zu besorgen. Sonst weiß ich erstmal noch garnichts:confused:

    WIe händelt Ihr das mit der Schule? Wird Euer Sohn gesondert oder garnicht beurteilt oder voll trotz Teilleistungsschwäche? Uns gefällt der Gedanke nicht Darius gesondert beurteilen zu lassen, darum denken wir, werden wir es dabei belassen die Lehrer zu informieren, damit wir über eventuelle Veränderungen und Probleme informiert bleiben. Na und dann muss schnellstmöglich eine gezielte Förderung stattfinden.
    Hallo Melanie,
    tut mir leid, dass ich mich erst jetzt wieder melde, hatte leider vorher keine Zeit.
    Also in der Schule ist es bei unserem Sohn so, dass er 1x wöchentlich mit anderen betroffenen Kindern Legathenie-Unterricht hat.
    Dort werden - ähnlich dem LOS-Konzept die Kinder unterrichtet.
    Wir waren bis vor ca. 1/2 Jahr nachmittags (2x wöchentlich 45 Min.) bei einem hier vor Ort mit der VHS kooperierenden Institut. Dort sind Psychologen, die eine sog. Annamnese aufnehmen und zunächst einmal versuchen, die Ursachen zu ermitteln (z.B. wurden wir nach Hörstörungen o.ä. befragt. Wir waren mit unserem Sohn bei einem HNO-Arzt der spezielle Tests gemacht hat, die darauf hinauslaufen zu untersuchen, ob Geräusch-Wahrnehmungsstörungen vorhanden sind - oder aber auch nicht.
    Der Unterricht wurde von Pädagogen mit einer Sonderausbildung für Legastheniker vorgenommen unter Zurhilfenahme von z.B. PC und verschiedenen Lehr- und Lernmaterialien. Die Kinder haben da in Gruppen von 2-4 Kindern zusammen gearbeitet. Dabei ging es auch - und das ist zumindest für unseren Sohn auch wichtig - darum, sich auf die Tätigkeit zu konzentrieren und sich nicht durch Umgebungsgeräusche ablenken zu lassen und das Herausfiltern des wesentlichen aus der Geräuschkulisse.
    Hört sich sehr kompliziert an, ist es für die Kinder am Ende jedoch nicht. Sie lernen aber auch zu erkennen, wann die Konzentration nachlässt und wie man gegenansteuern kann. Und dann natürlich das Training der Rechtschreibung. Bei unserem Sohn zumindest, hat es geholfen, Wörter am PC zu schreiben (Buchstabe für Buchstabe) und auch z.B. das Buchstabieren von Worten.

    In der Schule ist es so, dass er ganz normal benotet wird, allerdings ohne Berücksichtigung der Rechtschreibung. In Diktaten z.B. wird seine Zeichensetzung und auch die Grammatik ganz normal bewertet. Grammatikarbeiten werden wie bei allen anderen Kindern bewertet - nur wie gesagt - Rechtschreibfehler bleiben ohne Bewertung. Bei Diktaten, bei denen es auf die Rechtschreibung ankommt, wird seine Arbeit nicht benotet, wenn es aufgrund der schlechten Rechtschreibleistung zu einer 5 oder 6 kommen sollte. Das selbe gilt natürlich auch in Englisch - nicht gewusste Vokabeln sind Fehler, Rechtschreibung ohne Bewertung.

    Allerdings, darüber habe ich heute mit der Deutschlehrerin unseres Sohnes gesprochen: Man muss aufpassen, dass die Kinder sich nicht auf der Nichtbewertung der Rechtschreibung ausruhen und dann nichts mehr tun.

    So das war jetzt richtig lang. Ich hoffe, ich konnte dir einige Informationen geben.
    Gruß
    Margratete

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